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Die Erfindung bezieht sich auf einen Seilkran, insbesondere zur Holzbringung, mit einem Tragseil und einem auf dem Tragseil mittels eines bergauf geführten Zugseiles verfahrbaren Laufwagen, der für das gleichzeitig zur Lastaufnahme dienende Zugseil eine an einer Be- oder Entladestelle betätigbare Halterungsvorrichtung aufweist, wobei zwei am Tragseil verschiebbar geführte und festklemmbare Kupplungssta- tionen für den Laufwagen die Be- und Entladestellen bestimmen und am Laufwagen diesen Kupplungsstationen zugeordnete, In Fahrtrichtung verschiebbar angelenkte Kupplungseinrichtungen vorgesehen sind, welche Kupplungsemnchtungen über ein Gestänge mit der ein verriegelbares Widerlager für einen zugseilfesten,
vorzugsweise einem Lastaufnahmemittel zugehörigen Haltekörper bildenden Halterungsvorrichtung in Wirkverbindung stehen und welche talseltige Kupplungseinrichtung durch den nach dem Verriegeln bis zu einem Endanschlag in das Widerlager der Halterungsvornchtung hineinziehbaren Haltekörper über ein Schaltwerk Im Auskuppelsinne betätlgbar 1St.
Solche Seilkrane haben sich vor allem beim Einsatz Im bergigen Gelände bereits vielfach bewährt, wobei das Tragseil zwischen geeigneten Bäumen oder eigenen Tragmasten frei gespannt wird und das über eine Im Bereich des bergseitigen Tragseilendes aufgestellte Motorwinde betätigbare Zugseil nicht nur zum Verfahren des Laufwagens auf dem Tragseil, sondern auch zur eigentlichen Lastaufnahme genutzt wird. Dazu muss der Laufwagen am Tragseil fixiert werden, damit dann das über eine laufwagenfeste Umlenkrolle geführte Zugseil zum Boden abgelassen werden kann. Nach dem Befestigen der Last, wozu mit dem Seil geeignete Lastaufnahmemittel verbunden sind, wird das Zugseil eingeholt, wodurch die Last zum Laufwagen hochgehoben wird.
Hier erfolgt dann In einer Halterungsvornchtung die Sicherung der Last und das Lösen der Laufwagenfixierung, so dass ein weiterer Zug des Zugseiles nun wieder den Laufwagen bewegt. Ein ähnliches Zusammenspiel zwischen Laufwagenklemmung und Zugseilbetätigung bnngt dann das Ablassen der Last am Entladeplatz mit sich, worauf schwerkraftbedingt der leere Laufwagen zur nächster Ho ! zbnngung, am Zugseil hängend, bergabfahren gelassen wird.
Bisher sind nun die dem Laufwage, zugeordneten Kupplungsstationen für die Be- und Entladestellen als eigene Stellwagen (AT-PS 236 600) oder als bleibend am Tragseil festgeklemmte Kupplungshaken (GB-PS 112 311) ausgebildet, was einerseits zu einem beträchtlichen Bauaufwand führt und anderseits eine Änderung vor allem der Beladestelle nach dem Errichten der Seilkrananlage praktisch ausschliesst.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und einen Seilkran der eingangs geschilderten Art zu schaffen, der sich durch seinen vergleichsweise geringen technischen Aufwand und seine einfache Anpassungsmöglichkeit an verschiedene Einsatzbedingungen auszeichnet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die talseitige Kupplungsstation mittels einer über eine Handpumpe od. dgl. und eine Versorgungsleitung betätigbare hydraulische Klemmeinnchtung am Tragseil festklemmbar 1St. Diese Kupplungsstation lässt sich mit wenigen Handgriffen über die Handpumpe, die an sich beliebig ausgebildet sein kann, am Tragseil fixieren oder lösen und nach einem Verschieben erneut festklemmen, ohne dazu aufwendige maschinelle Einrichtungen zu benötigen. Zum Verschieben der Kupplungsstation könnte der Laufwagen selbst verwendet werden, meist genügt es aber, die Kupplungsstation über die Versorgungsleitung der Klemmeinnchtung händisch bis zur gewünschten Stelle am Tragseil zu bewegen.
Durch diese einfache Kupplungsstation, die problemlos an den gewünschten Stellen am Tragseil festgeklemmt werden kann, ist es möglich, die Beladestelle wunschgemäss zu verändern und an die jeweiligen Einsatzbedingungen anzupassen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch veranschaulicht, und zwar zweigen Fig. 1 bis 6 einen erfindungsgemässen Seilkran in Seitenansicht an Hand verschiedener Arbeitspositionen, Fig. la bis 6a einen Schnitt durch die Halterungsvornchtung des Laufwagens dieses Seilkranes In der jeweils zugehöngen Position und die Fig. 5b und 6b die Steuerkulisse für den Fanghaken der bergseltigen Kupplungsstation dieses Seilkranes m grösserem Massstab.
Ein Seilkran 1 zur Holzbringung besteht aus einem bergauf geführten Tragseil 2, einem auf dem Tragseil 2 mittels eines bergseltigen Zugseiles 3 verfahrbaren Laufwagen 4 sowie einer talseltigen Kupplungsstation 5 und einer bergseitlgen Kupplungsstation 6.
Die talseltlge Kupplungsstation 5 ist über eine Führungsrolle 7 verschiebbar am Tragseil 2 aufgehängt und mit einer hydraulischen Klemmeinrichtung 8 an beliebiger Stelle des Tragseiles 2 festklemmbar. Diese Klemmelnnchtung 8 kann über eine Versorgungsleitung 9 mittels einer Handpumpe 10 vom Boden aus betätigt werden. Die Kupplungsstation 5 besitzt einen Kupplungsteil 11, beispielsweise eine Ankerscheibe, die zum Ankuppeln das Laufwagens 4 dient.
Die bergseltlge Kupplungsstation 6 ist über Klemmelnnchtungen 12 Im Bereich einer Entladestelle am Tragseil 2 festgeklemmt und nimmt eine Führungsrolle 13 für das Zugseil 3 auf, das zu einer nicht weiter dargestellten Motorwmde läuft. Als Kupplungsteil 14 zum Ankuppeln des Laufwagens 4 ist ein über eine Kupplungsfadar 15 beaufschlagter Fanghaken 16 vorgesehen, der eine Anlauffläche 17 bildet und schwenk-
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bar gelagert ist. Zur Steuerung der Schwenkbewegung gibt es einen Steuerhebel 18, der über einen Führungszapfen 19 in eine Steuerkulisse 20 eingreift und den Fanghaken 16 abwechselnd In eine Offenoder Kupplungsstellung bringt.
Der Laufwagen 4 stützt sich über zwei Laufräder 21 am Tragseil 2 ab und nimmt Kupplungseinrichtungen 22, 23 zum jeweiligen Ankuppeln an der talseitigen bzw. bergseitigen Kupplungsstation 5, 6 auf.
Ausserdem Ist der Laufwagen 4 mit einer Halterungsvorrichtung 24 für das über eine Umlenkrolle 25 führende Zugseil ausgestattet, wobei am Zugseil 3 ein der Halterungsvorrichtung 24 zugeordneter Haltekörper 26 festgeklemmt ist, der ein Teil eines nicht weiter dargestellten Lastaufnahmemittels ist.
Die Kupplungseinnchtungen 22,23 des Laufwagens 4 weisen zwei einander entgegengesetzt sich erstreckende Zugstangen 27,28 auf, wobei die talseitige Zugstange 27 an ihrem äusseren Ende eine Anschlagplatte 29 und einen Kupplungshaken 30 und die bergseitige Zugstange 28 an ihrem äusseren Ende einen Kupplungsbolzen 31 tragen. Die beiden Zugstangen 27,28 sind mit ihren Inneren Enden über Verbindungszapfen 32, 33 an einem gemeinsamen Stellhebel 34 angelenkt, der um eine horizontale Querachse 35 am Laufwagen 4 gelagert und entlang eines Langloches 36 begrenzt verschwenkbar ist. Eine Rückstellfeder 37 hält den Stellhebel 34 In einer Ausgangsposition und ein Mitnehmer 38 erlaubt das Zusammenwirken des Hebels 34 mit einem der Halterungsvomchtung 24 zugeordneten Betätigungshebel 39.
Dieser Betätigungshebel 39 ist ebenfalls um die Querachse 35 schwenkbar und wird durch eine Verriegelungsfeder 40 gegen den Mitnehmer 38 gedrückt. Der Betätigungshebel 39 dient zum Öffnen und Schliessen der Halterungsvorrichtung 24 in Abhängigkeit von der Stellung der Kupplungseinnchtungen 22, 23, so dass bei angekoppeltem Laufwagen 4 die Halterungsvorrichtung 24 geöffnet und bei ausgekuppeltem Laufwagen 4 vernegelt ist.
Um den Laufwagen 4 automatisch von der talseitigen Kupplungsstation 5 abkuppeln zu können, ist ein Schaltwerk 41 vorgesehen, das einen schwenkbaren, über den Haltekörper 26 betätigbaren Schalthebel 42 und eine an der Zugstange 27 angreifende Schaltlasche 43 aufweist, so dass bei Betätigung des Schalthe- bels 42 die Zugstange 27 gegen die Kraft einer Rückzugsfeder 44 im Öffnungssinn des Kupplungshakens 30 aufgeschwenkt wird.
Gemäss dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 6 weist die Halterungsvorrichtung 24 ein vom Zugseil 3 durchlaufenes Widerlagergehäuse 45 für den birnenförmigen Haltekörper 26 auf, in welchem Gehäuse quer zur Zugseilnchtung ein Riegelbolzen 46 verschiebbar sitzt, der über eine Betätigungsöse 47, in die ein Betätigungsstift 48 des Betätigungshebels 39 eingreift, schiebeverstellbar eingesetzt ist. Dieser Riegelbolzen 46 hintergreift beim Eindringen des Haltekörpers 26 in das Widerlagergehäuse 45 eine Rastfläche 49 dieses Haltekörpers und verriegelt dadurch den Haltekörper innerhalb des Widerlagergehäuses 45.
Ein im
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glied 50 lässt sich mit dem Kopftell 51 des Haltekörpers 26 verstellen und bewegt dadurch den Schalthebel 42 des Schaltwerkes 41.
Zur Holzbnngung wird nun der Laufwagen 4 durch Abwickeln des Zugseiles 3 schwerkraftbedingt dem Tragseil 2 entlang abfahren gelassen, wobei, wie in Fig. 1 dargestellt, der Haltekörper 26 in der Hatterungsvomchtung 24 verriegelt ist und beim Abfahren des Laufwagens 4 das Zugseil 3 mitzieht.
Sobald nun der Laufwagen 4 die talseltlge Kupplungsstation 5 erreicht, schlägt die Anschlagplatte 29 der talseitigen Kupplungseinnchtung 22 an der Ankerscheibe 11 der Kupplungsstation 5 an, wobei der Kupplungshaken 30 gegebenenfalls bei lastabhängig abgeschwenkter Zugstange 27 unter Hochschwenken dieser Zugstange über die Ankerplatte 11 hinweggedrückt wird. Durch dieses Anschlagen verschiebt sich die Zugstange 27 relativ zum Laufwagen 4, was, wie in Fig. 2 veranschaulicht, ein Verschwenken das Stellhebels 34 von einem zum anderen Ende des Langloches 36 bewirkt. Dabei wird über den Mitnehmer 38 auch der Betätigungshebel 39 verschwenkt und zieht den Riegelbolzen 46 aus dem Widerlagergehäuse 45, so dass der Haltekörper 26 freigegeben wird.
Das Zugseil 3 kann bis zum Boden abgelassen werden, wo In nicht weiter dargestellter Weise die Last befestigt wird.
Nun wird, wie in Fig. 3 dargestellt, das Zugseil 3 mittels der Winde eingeholt, womit auch der Laufwagen 4 wieder Im Masse des Langlochspieles relativ zur talseitigen Kupplungseinnchtung 22 bergseits verschoben wird und über die Zugstange 27, den Stellhebel 34, den Betätigungshebel 39 und die Verschlussfeder 40 auch die Hatterungsvomchtung 24 wieder in Vemegeiungsbereitschaft gelangt. Ist das Zugseil 3 soweit hochgezogen, dass der Haltekörper 26 weit genug In das Widerlagergehäuse 45 eingedrungen ist, hintergreift der über die Verriegelungsfeder 40 des Betätigungshebels 39 federbelastete Riegelbolzen 46 die Rastfläche 49 und verriegelt den Haltekörper 26 und damit das Zugseil 3.
Da der Haltekörper 26 anschlagbegrenzt über die Verriegelungsposition hinaus in das Wideriagergehäuse 45 hineingezogen werden kann, nimmt dabei der Kopfteil 51 des Haltekörpers 26 gemäss Fig. 4 das Schattgiied 50 mit, verschwenkt so den Schalthebel 42, der über die Schaltlasche 43 die Zugstange 27 anhebt und damit den Kupplungshaken 30 von der Ankerscheibe 11 der talseitlgen Kupplungsstation 5 löst.
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Durch dieses Abkuppeln des Laufwagens 4 von der Kupplungsstation 5 kommt es zu einer kurzen Entlastung des Zugseils 3, so dass der Haltekörper 26 im Widerlagergehäuse 45 bis zur Anlage des Riegelbolzens 46 an der Rastfläche 49 zurücksinkt. Damit wird auch das Schaltglied 50 entlastet und das Schaltwerk 41 bringt die Kupplungseinrichtung 22 in die Ausgangsstellung zurück, was In Fig. 5 veranschaulicht ist.
Der Laufwagen 4 wird nun mit hochgehobener Last über das Zugseil 3 bergwärts bis zur Kupplungsstation 6 gezogen, wo die Zugstange 28 der bergseitigen Kupplungseinnchtung 23 mit ihrem Kupplungsbolzen 31 an der Anlauffläche 17 des in Offenstellung sich befindenen Fanghakens 16 anschlägt. Dadurch wird der Fanghaken 16 und damit der Steuerhebel 18 aus der in Fig. 5 und Fig. 5b dargestellten Lage etwas hochgeschwenkt und senkt sich dann beim Nachlassen des Zugseiles 3 In die in Fig. 6 veranschaulichte Position, in der der Fanghaken 16 den Kupplungsbolzen 31 hintergreift und den Laufwagen 4 ankuppelt.
Bei dieser Schwenkbewegung des Fanghakens 16 und der damit verbundenen Auf- und Abbewegung des Steuerhebels 18 wird der Führungszapfens 19 innerhalb der Steuerkulisse 20 aus der oberen Rast 52 herausgehoben und an ihr seitlich vorbei in eine untere Position gebracht, wobei eine Führungsfeder 53 eine Art Weichenfunktion ausübt.
Durch das Ankuppeln des Laufwagens 4 am Fanghaken 16 der bergseitigen Kupplungsstation 6 und dem Nachlassen des Zugseiles 3 wird nun die bergseitige Kupplungseinrichtung 23 relativ zum Laufwagen 4 bergwärts verschoben, wodurch wiederum der Stellhebel 34 verschwenkt wird und damit über den Betätigungshebel 39 die Halterungsvornchtung 24 entriegelt.
Das Zugseil 3 kann daher zum Entladen der Last abgelassen werden, wie das in Fig. 6 veranschaulicht ist, und beim anschliessenden Aufwinden des Zugseiles dringt ähnlich wie beim Beladen der Haltekörper 26 wieder In das Widerlagergehäuse 45, wo er selbständig verriegelt. Durch ein Weiterziehen des Zugseiles 3 wird auch der Laufwagen 4 neuerlich gegen die Kupplungsstation 6 gezogen, wodurch nach dem Zurückschwenken des Stellhebels 34 und dem Zurückschieben der Zugstange 28 der Fanghaken 16 über den Kupplungsbolzen 31 hochgeschwenkt wird, wobei der Führungszapfen 19 nun auf der anderen Seite der Rast 52 vorbei hochgehoben und beim Loslassen des Zugseils 3 und Abschwenken des Fanghakens 16 in die Rast 52 eingreift, wodurch die Stellung nach Fig. 5 bzw. Fig. 5b erreicht ist.
Damit bleibt der Fanghaken 16 In Offenstellung, der Laufwagen 4 ist von der bergseltigen Kupplungsstation 6 abgekuppelt und kann wieder zum Beladen, am Zugseil 3 hängend, abwärts bewegt werden.
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