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Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Apparate zur elektromagnetischen Aufbereitung, bei welchen das zu scheidende Material unmittelbar auf eine sich drehende, durch das System der Elektromagnete mit ihren Polschuhen gebildete Magnettrommel gelangt und dadurch geschieden wird, dass von dieser das magnetische Material auf einem grossen Teil ihres Umfangsweges, etwa der Hälfte desselben, mitgenommen wird, während das unmagnetische schon vorher an der abschüssigen Trommelseite herabfällt. Um das magnetische Material an einer bestimmten Stelle abfallen zu lassen, waren bei dieser Art von Scheidern entweder Abstreifvorrichtungen an der betreffenden Stelle angeordnet oder die Apparate mit einem VielfachuD1schalter versehen, der den einzelnen Magneten den Strom zufiihrte und dabei jedesmal den betreffenden Magnet an der Abfallstelle durch Kurzschluss ausschaltete.
Während nun die Abstreifvorrichtungen zu diesem Zweck von vornherein zu verwerfen sind, da sie selbst dem Verschleiss unterworfen und daher oft reparaturbediirftig sind, auch ungünstig und allmählich zerstörend auf die Polschuhe der Trommel und ihre Isolierung einwirken und stets eine verhältnismässig hohe Kraftaufwendung für das Drehen der Trommel wegen ihrer Reibung erforderlich machen, ist bei Anordnung der Vielfachumschalter, welche den Abstreifern vorzuziehen sind, das Abwerfen des magnetischen Materiales an der gewünschten Stelle nicht immer ganz zuverlässig, da bei dem Um-bezw.
Ausschalten des Stromes zu den einzelnen Elektromagneten mittels des Vielfachumscbalters immer ein gewisser remanenter Magnetismus verbleibt, weshalb die betreffenden Magnete nicht ganz unmagnetisch werden. 80 dass immer noch eine gewisse Menge Material, und zwar namentlich das stärkstmagnetischc. daran haften bleibt und von der Trommel weiter mitgenommen wird ; ausserdem zirkuliert itbcr dabei der Strom durch die kurzgeschlossenen Elektromagnete noch als besonderer Stromkreis weiter, was unnützen Stromverbrauch bedingt.
Nach vorliegender Erfindung soll ein Arbeiten mit geringstem Stromaufwand als au-h unbedingt sicheres Abwerfen erzielt werden.
Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass, voneinander getrennt oder isoliert, zwei Schleifringsegment feststehend, also nicht mit der Trommel rotierend, angeordnet sind. wovon je eines mit der Ab-oder Zuleitung des Stromes von der Dynamomaschine oder sonstigen Stromquelle verbunden ist, und dass die Magnete einzeln oder gruppenweise mit Schleiffedern oder Bürsten irgend welcher Art, z. B. Kohlenbürsten, versehen sind. die all den Schleifring-
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zum Abfallen gebracht wird.
Damit die Schleiffedern oder -bürsten nicht leiden und während der ganzen Umdrehung der Magnettrommel in gleicher Lage schleifend erhalten werden, ist das Schleifringsegment zweckmässig an der Seite oder am Umfang einer Scheibe aus nichtleitendem Material so eingelassen, dass die von den Bürsten bestrichene Oberfläche des Schleifringsegmentes
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Scheibenform zu haben.
Um das gänzliche Abfallen alles magnetischen Materiales an der dafiir bestimmten Stelle zu sichern oder sogar ein eigentliches Abwerfen herbeizuführen, kann auch noch an der Abfall- stelle in gewissem, durch Isolierung ausgefülltem Abstande hinter dem Ende des Schleifringsegments nochmals ein kurzes leitendes Schleifringstückchen angeordnet sein, welches eine Kurz- 8chlussvorrichtung oder einen Stromwender bildet und demnach den betreffenden Magnet, sobald seine Schleiffcder oder-bürste. daran kommt, ganz unmagnetisch oder für kurze Zeit sogar entgegengesetzt magnetisch macht.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in Fig. 1 und 2 in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht, bei welchem je ein Schleifringsegment auf beiden Seiten der Trommel angeordnet gedacht und angenommen ist, dass die Schleiffedern der einzelnen Elektromagnete auf dem äusseren Umfang der Schleifringsegmente schleifen, diese also von feststehenden Scheiben mit gleichem iiusserem Umfange gehalten sind. Fig. 1 zeigt hierzu die Vorderansicht, Fig. 2 die Seitenansicht.
Fig. 3 zeigt eine besondere Ausführungsform der Magnettrommel in Längsansicht. Fig. 4 und 5 beispielsweise zwei andere Querschnitte der Magnettrommel, als bisher üblich, welche Ausführungs- und Querschnittsformen der Trommel bei der bisherigen Anordnung von Abstreifern oder Vielfachumschaltern an den Trommeln nicht anwendbar waren, aber durch vorliegende Erfindung die Möglichkeit einer praktischen Ausführung und Anwendung erlangt haben.
In der Zeichnung bezeichnet a die verschiedenen Elektromagnete, b deren Polschuhe, welche zusammen mit den dazwischen liegenden, am einfachsten aus Holz bestehenden Isolierstreifen c die Trommel bilden, die sich auf der Achse d in beiderseits auf Böcken oder dgl. angeordneten
Lagern e dreht. An letzteren ist in geeigneter Weise, z. B. wie gezeichnet, mittels Schrauben- bolzenf je eine Scheibe g aus Holz oder sonstigem nichtleitendem Material befestigt und gehalten, welche auf dem in Betracht kommenden Teil ihres Umfanges das Schleifringsegment h eingelassen zeigt, so dass dessen äusserer Umfang die Fortsetzung und Ergänzung des Umfanges der Scheibe q zum vollen Kreisring bildet.
An jedem Elektromagnet a schliesst an der Wicklung an jeder Seite. d. h. also an deren Anfang und Ende, je eine Schleiffeder,-bürste oder dergl. i an, welche auf dem Umfang des Segmentes A bezw. der Scheibe 9 schleift. Da nun das eine Segment h mit der Stromzuleitung k, das andere mit der Ableitung l verbunden und demnach das eine positiv, das andere negativ elektrisch ist, so wird bei denjenigen Elektromagneten, deren Federn i auf den Segmenten A schleifen, solange dieses Schleifen stattfindet, der Strom durch die Wicklung gehen und den Magnet dementsprechend erregen.
Sobald der betreffende Magnet an das untere
Ende des Segmentes h gelangt, hört die Stromdurchleitung durch seine Wicklung auf und wird daher der Magnet unmagnetisch, so dass das an seinem Polschuh bis dahin haftende magnetische Material abfällt, in den Sammelbehälter m hinein, während das ganz unmagnetische, also von den Magneten in keiner Weise beeinflusste Material, nachdem die Materialaufgabe oben auf der Magnettrommel durch eine geeignete Vorrichtung, z. B. eine Schurre n, erfolgt ist, nur mitläuft bis zu der abschüssigen Stelle an der Seite der Magnettrommel und hier dann getrennt von dem magnetischen Material abfällt, etwa in den Behälter o hinein.
Bei dem gezeichneten Beispiel ist angenom. nen, dass unterhalb des unteren Endes des Segmentes A zunächst die Isolierung p und dann noch ein kurzes leitendes Segmentstück q an-
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Zeit, nach dem Passieren der Isolierung p, dadurch noch vollständig entmagnetisiert oder sogat entgegengesetzt magnetisch gemacht wird, dass seine Federn i gleichzeitig auf die beiden leitenden
Segmentstiickchen q geraten, welche kurzgeschlossen oder vom elektrischen Strom in entgegen- gesetzter Richtung durchflossen sind.
Selbstredend können beidf Segmente h auch an ein und demselben Ende der Trommel angeordnet sein, wobei nur die Enden der Magnetwicklungen entsprechend geführt und die zur
Verbindung mit den beiden Segmenten h dienenden Schleiffedern oder -bürsten dementsprechend in zwei Systemen so angeordnet sein müssen, dass das eine System, welches der Stromzuführung zu den Magneten dient, getrennt von dem anderen System, welches der Stromabführung dient, t immer nur an einem der beiden Segmente schleift, und letztere müssen zu diesem Zwecke von- einander getrennt oder isoliert angeordnet sein. welchem Zweck allein schon die Scheibe 9 dient.
Die Vorteile der Anordnung nach dieser Erfindung bestehen einerseits in der Sicherung
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Trommel von derselben Breite, während auf dem unteren Teil des Weges der Trommel unterhalb ihres wagrechten Durchmessers das Material, wenigstens das schwächer magnetische, allmählich, wieder, der Neigung der Trommeloberfläche folgend, sich nach aussen gegen die Trommelseiten hin bewegen kann und wird. Durch diese gute Materialverteilung und allmähliche Veränderung der Lage des Materiales auf der Trommel findet eine besseres Aussortieren und auch noch ein Abstreifen und-reiben etwa an dem magnetischen Material anhängender unmagnetischer Teilchen statt.
Dabei hat man noch die Möglichkeit durch Einhobeln quer zu den einzelnen'Polschuhen verlaufender Rillen r in deren Oberfläche, wie in Fig. 3 gezeichnet, wodurch hier dünne Stellen in den Polschuhen entstehen und demnach die Kraftlinien gezwungen werden, hier auszutreten, jeden einzelnen Polschuh in drei oder mehr Teile zu zerlegen, welche je wie ein einzelner Magnet mit entgegengesetzter Polarität ihrer Enden aufeinander und auf das zu scheidende Material einwirken, wodurch ebenfalls eine kräftigere und bessere Scheidung des letzteren erzielt wird.
Desgleichen wird eine bessere und kräftigere Magnetwirkung und demnach Materialscheidung erzielt. bei solcher Gestaltung des Trommelumfnes oder des Querschnittes der Trommel, dass dabei Aufrauhungen, Vorsprünge, Kanten od. dgl. am Umfange sich ergeben, wie es beispielsweise die Tromme1formen nach Fig. 4 und 5 andeuten, was a n sich übrigens bekannt ist. Selbstredend kann auch noch eine bekannte Vorrichtung zum Vernichten von Funken bei der Kontaktunter- brerhung am Ende der Segmente h bezw. der egment8tiickchen q angeordnet werden.
Um die Segmente A genau zu der Aufgabestelle dar Schurre n und der gewünschten Abfall- stelle für das magnetische Material einstellen zu können, kann man dieselben zusammen mit der sie haltenden und tragenden Scheibe g innerhalb gewisser Grenzen um die Achse verstellbar anordnen.
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1. Elektromagnetischer Scheideapparat mit rotierender Magnettrommel, gekennzeichnet durch zwei getrennte oder isolierte, sich nicht mit der Trommel drehende Ringsegmente, auf denen die an den Anfang und das Ende der Wicklung der Elektromagnete angeschlossenen Stromabnehmer schleifen.