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Mechanischer Röstofen.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine weitere Ausbildung des durch Patent Nr. 36102 geschützten Röstofens mit getrennten Vorrichtungen zum Rühren und Fort- bewegen des Röstgutes für den Eintrag-und für den Endteil des auf diese Weise eine beliebige, voneinander unabhängige Regelung der Vor-und der Fertig-oder Totröstung des Röstgutes ermöglichenden Ofens.
Eignet sich nun die dem Patente Nr. 36102 zugrunde liegende Erfindung vor allem dazu, bereits bestehende Röstöfen alter Art auf einfache Weise in solche mit beliebiger
Regelung der Vor-und Fertigröstung umzuwandeln, so bietet die vorliegende Erfindung die Möglichkeit, bei Neubau von Röstöfen diese so einzurichten, dass eine ununterbrochene
Vorröstung zustande kommt.
Es wird dies dadurch erreicht, dass ausser der Trennung der
Vorrichtungen zum Rühren und Fortbewegen des Röstgutes für den Eintrag-und für den
Endteil des Ofens nach Patent Nr. 36102 eine Teilung des Endteiles des Ofens vor- genommen ist, so dass durch gleichzeitigen Betrieb der so entstandenen Fertigröstofenteile der erwähnte ununterbrochene Betrieb des Vorröstofenteiles ermöglicht ist und so der
Vorteil bedeutender Zeitersparnis, also grösserer Leistungsfähigkeit gegenüber den Röstöfen nach Patent Nr. 36102 erzielt wird.
Ferner wird eine sehr vorteilhafte, gleichmässige und beschleunigte Vorröstung erzielt, da stets einer oder mehrere der Fertigröstofenteile in vollem Betriebe sind, also nicht, wie bei den bisherigen Röstöfen, nach frischer Füllung des Fertigröstofenteiles die durch dessen Röstgase erfolgende Erhitzung des Vorröstofenteiles unterbrochen wird, so dass auch auf diese Weise eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des ganzen Ofens er- reicht wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Ofens nach der Erfindung im
Schnitt dargestellt. Der Endteil des Röstofens ist geteilt, so dass zwei oder mehr
Fertigröstofenteile a entstehen, die mit dem Vorrostofenteile b durch Kanäle c in Ver- bindung stehen und durch die Feuerzüge d geheizt werden. Die Vorrichtungen e, t, 9 zum
Rühren und Fortbewegen des Röstgutes der einzelnen Ofenteile a, b besitzen getrennte
Antriebe, so dass eine beliebige Regelung des Röstvorganges jedes Ofenteiles unabhängig von der der anderen Teile vorgenommen werden kann.
Beim Betriebe dieses Ofens wird das im Teile b unter gleichzeitiger Bewegung der Krählvorrichtung e vorgeröstete Röstgut.
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Einstellung von Schiebern h in einen geleerten Teil a befördert und in diesem fertig- oder totgeröstet. Während dieser Fertigröstung wird im Teile b mit Hilfe der Röstgas- hitze des im Betriebe befindlichen anderen Teiles a oder der anderen Teile a eine neue Röstgutmenge vorgeröstet, die dann einem weiteren, inzwischen geleerten Teile a zugeführt werden kann u. s. f., so dass auf diese Weise ein ununterbrochener Ofenbetrieb aufrecht- erhalten werden kann, bei dem der Röstvorgang jeder Röststufe völlig beliebig je nach der Erzsorte und ihrer Güte einzeln sich regeln lässt.
Der vorliegende Röstofen eignet sich demnach zum Rösten beliebiger, verschieden zu behandelnder Erzsorten.
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Zweckmässig stehen die gleichzeitig als Röstgaskanäle und Beschickungskanäle für die Teile a dienenden Kanäle c miteinander m Verbindung, so dass nach Schliessen eines und selbst mehrerer der Schieber h der , Röstgasabzug aus den in Betrieb befindlichen Teilen a nicht gestört wird, sondern durch die noch offen bleibenden Schieberöffnungen erfolgen kann
Die Erfindung lässt sich entsprechend auch auf die verschiedensten anderen Arten von Röstöfen übertragen.