AT398896B - Vorrichtung zum lösen der verschraubung zwischen der bei der vakuum-blutabnahme verwendeten kanüle und dem damit verbundenen röhrchenhalter - Google Patents
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Description
AT 398 896 B
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Lösen der Verschraubung zwischen der bei der Vakuum-Blutabnabme verwendeten, in einem Kunststoffkörper mit Gewinde und mit einem Ansatzstück als Behelf zum Ein- und Ausschrauben fixierten Kanüle und dem damit verbundenen Röhrchenhaiter.
Bei der Vakuum-Blutabnahme ist es notwendig, nach der Blutabnahme die hiebei verwendete Kanüle 5 von dem Halter für das Röhrchen zur Aufnahme des Blutes zu trennen. Die Kanüle ist verständlicherweise nur für den einmaligen Gebrauch bestimmt und muß danach entsorgt werden, wogegen beim Röhrchenhalter eine mehrmalige Verwendung zulässig ist und auch erfolgt. Beim Trennen der Kanüle vom Röhrchenhalter muß sichergestellt sein, daß eine Verletzung und damit eine mögliche Infektion der damit beschäftigten Person so weit wie möglich ausgeschlossen ist. Aus diesem Grund muß bei der Trennung der Kanüle vom io Röhrchenhalter eine Berührung der Kanüle vermieden werden. Dies wird derzeit durch Verwendung eines mit einem Deckel verschließbaren Behälters bewerkstelligt, wobei im Deckel eine Öffnung vorgesehen ist, die in einem Randbereich einen Schütz aufweist. Die derzeit verwendeten Kanülen sind in einem Kunststoffkörper fixiert, der einerseits das Gewinde zum Einschrauben in den Röhrchenhalter trägt und anderseits ein Ansatzstück aufweist, das als Behelf zum Ein- und Ausschrauben der Kanüle dient. Dieses Ansatzstück wird i5 nach Gebrauch der mit dem Röhrchenhalter verbundenen Kanüle in den im Randbereich der Öffnung im Deckel vorgesehenen Schlitz der bekannten Vorrichtung zum Lösen der Verschraubung zwischen Kanüle und Röhrchenhalter eingeschoben. Durch Drehen des Röhrchenhalters wird dieser von der im Schlitz festgehaltenen Kanüle geschraubt und die Kanüle fällt in den darunter befindlichen Behälter. Die bekannte Vorrichtung ist insofern nachteilig, als zum Abschrauben des Röhrchenhalters von der Kanüle ein mehrmali-20 ges Umgreifen erforderlich ist, was zur Folge haben kann, daß die Kanüle aus dem Schlitz rutscht und zusammen mit dem noch aufgeschraubten Röhrchenhalter in den Aufnahmebehälter fällt.
Ziel der Erfindung ist die Bereitstellung einer Vorrichtung zum Lösen der Verschraubung zwischen Kanüle und Röhrchenhalter, bei der der angeführte Nachteil der bekannten Vorrichtung vermieden ist. Erreicht wird dieses Ziel mit einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, die erfindungsgemäß aus einer 25 Schlitzplatte mit einem bogenförmig, vorzugsweise spiralförmig, ausgebildeten Schlitz besteht. Um die gebrauchte Kanüle von dem Röhrchenhalter zu trennen ist es lediglich notwendig, die Kanüle mit ihrem Ansatzstück in den Schlitz zu stecken und sie gemeinsam mit dem Röhrchenhalter entlang des Schlitzes zu verschieben. Das Ansatzstück dient hiebei als Gleitstück. Der Querschnitt desselben kann jede von der Kreisform abweichende Form haben, vorzugsweise hat es quadratischen oder rechteckigen Querschnitt. Die 30 Schlitzbreite muß das Einstecken des Ansatzstückes ermöglichen und gleichzeitig geringer sein als die größte Querabmessung des Ansatzstückes. Auf diese Weise kann sich die Kanüle nicht gegen den Schlitz drehen. Hält man nun den Röhrchenhalter mit der Hand und fährt mit ihm den Schlitz ab, so muß sich die Kanüle infolge des Eingriffs des Ansatzstücks im Schlitz pro Windung des Schlitzes um eine Umdrehung drehen. Da durch das händische Halten des Röhrchenhalters sich dieser nicht drehen kann, wird die Kanüle 35 abgeschraubt. Wenn der Schlitz spiralförmig ist, also nicht in sich geschlossen ist, sollte die Anzahl der Windungen der Spirale der Anzahl der wirksamen Schraubgänge des Gewindes an der Kanüle entsprechen, damit bereits durch ein einmaliges Abfahren des Schützes die Trennung der Kanüle von dem Röhrchenhalter bewirkt wird.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform weist der bogenförmige Schlitz an seinem Ende eine 40 Erweiterung auf. Durch diese Ausbildung des Schlitzes wird die endgültige Trennung der Kanüle von dem Röhrchenhalter und das Hinunterfallen der Kanüle erreicht. Es kommt nämlich manchmal vor, daß die Kanüle über dem Ansatzstück eine Verbreiterung aufweist, sodaß sie nicht durch den Schlitz hinunterfallen kann; wenn die Erweiterung zumindest so breit wie die Verbreiterung der Kanüle ist, fällt diese dann sicher am Ende des Schlitzes hinunter. 45 Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung weist der bogenförmige Schlitz an seinem Ende eine Erweiterung auf, die in eine Verengung übergeht. In diese Verengung ist notfalls, d.h. wenn die Kanüle vom Röhrchenhalter noch nicht gelöst ist, der gewindetragende Teil des Ansatzstückes einschiebbar und der Röhrchenhalter kann von der Kanüle abgezogen werden, wonach diese in den darunter befindlichen Auffangbehälter fällt. Die Verengung kommt also dann zum Tragen, wenn die Kanüle infolge der Reibung 50 zwischen Kanüle und Röhrchenhalter nicht hinunterfällt. Durch kräftiges Hinaufziehen des Röhrchenhalters, wenn die Kanüle in der Verengung gegen Herausziehen fixiert ist, kann diese Reibung leicht überwunden werden. Die davor vorgesehene Erweiterung ist notwendig, damit die Verbreiterung der Kanüle von oberhalb des Schlitzes nach unterhalb des Schützes gelangen kann, sodaß die Kanüle in der Verengung gegen Herausziehen nach oben fixiert ist. 55 Zweckmäßigerweise besteht die Schlitzplatte aus durchsichtigem Material, z.B. Acrylglas. Dies hat den Vorteil, daß der Vorgang des Trennens der Kanüle von dem Röhrchenhalter sichtbar ist und einwandfrei gewährleistet ist, daß der Röhrchenhalter von der Schiitzplatte erst weggenommen wird, wenn die Kanüle von ihm getrennt ist. 2
Claims (6)
- AT 398 896 B Die Schlitzplatte kann in jeder beliebigen Weise über einem Auffangbehältnis für die zu entsorgenden Kanülen befestigt werden. Vorzugsweise ist sie jedoch als Deckel für ein Auffanggefäß ausgebildet. Auf diese Weise ist keine gesonderte Haltevorrichtung für die Schlitzplatte erforderlich. Für den Fall, daß der Schlitz in sich geschlossen ist, was den Vorteil hat, daß die Schlitzlänge unabhängig von der Anzahl der Schraubengänge des Gewindes am Kunststoffkörper ist, in dem die Kanüle fixiert ist, muß der die Innenbegrenzung des Schlitzes bildende Zylinder gesondert befestigt werden. Erfindungsgemäß ist der die innenbegrenzung des Schlitzes bildende Zylinder durch Bügel mit dem Deckel verbunden. Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an Hand der Zeichnung erläutert. Fig. 1 zeigt eine Schlitzplatte gemäß der Erfindung in Draufsicht und Fig. 2 eine mit einem Röhrchenhalter verbundene Kanüle. In der Schlitzplatte 1 aus durchsichtigem Material, z.B. Acrylglas, ist ein spiralenförmiger Schlitz 2 vorgesehen. Der Schlitz 2 weist an seinem einen Ende eine Erweiterung 3 auf, die in einer Verengung 4 endet. Zur Trennung der Kanüle 5 vom Röhrchenhalter 6 wird das einen quadratischen Querschnitt aufweisende Ansatzstück 7 des ein Gewinde tragenden Kunststoffkörpers, in dem die Kanüle 5 fixiert ist, in den Schlitz 2 gesteckt. Durch Verschieben des Röhrchenhalters 6 entlang des Schlitzes 2 in Richtung des Pfeiles 8 schraubt sich der Gewindeteil 9 des Kunststoffkörpers aus dem Röhrchenhalter 6 heraus und fällt, in der Regel spätestens wenn die Erweiterung 3 erreicht ist, in ein unter der Schlitzscheibe 2 vorgesehenen Auffangbehältnis. Für den Fall, daß in der Erweiterung 3 die Kanüle 5 noch nicht vom Röhrchenhalter 6 getrennt ist, wird der Gewindeteil 9 in die Verengung 4 geschoben, wobei die am Kunststoffkörper vorgesehene Verbreiterung 10, die breiter ist als die Breite des Schlitzes 2, unterhalb der Verengung 4 an der die Schlitzplatte anliegt und so der Röhrchenhalter von der sich auf diese Weise auf der Schlitzplatte 1 abstützenden Kanüle 5 gezogen werden kann. Die Schlitzplatte 1 kann in jeder beliebigen Weise über einem Auffangbehältnis fixiert werden. Beispielsweise kann sie Deckel eines Behältnisses sein, dessen Öffnungsrand entsprechend der Form der Schlitzplatte eine viereckige Äuflagefläche mit hochgezogener Umrandung ist, durch die die Schlitzplatte in ihrer Lage gegenüber dem Behältnis fixiert ist. Patentansprüche 1. Vorrichtung zum Lösen der Verschraubung zwischen der bei der Vakuum-Blutabnahme verwendeten, in einem Kunststoffkörper mit Gewinde und mit einem Ansatzstück als Behelf zum Ein- und Ausschrauben fixierten Kanüle und dem damit verbundenen Röhrchenhalter, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer Schlitzplatte (1) mit einem bogenförmig, vorzugsweise spiralenförmig, ausgebildeten Schlitz (2) besteht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bogenförmige Schlitz (2) an seinem Ende eine Erweiterung (3) aufweist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bogenförmige Schlitz (2) an seinem Ende eine Erweiterung (3) aufweist, die in eine Verengung (4) übergeht.
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzplatte (1) aus durchsichtigem Material, z. B. Acrylglas, besteht.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlitzplatte (1) als Deckel für ein Auffanggefäß für die Kanülen ausgebildet ist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß bei in sich geschlossenem, z.B. kreisförmigem Schlitz der die Innenbegrenzung des Schlitzes bildende Zylinder durch Bügel mit dem Deckel verbunden ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnungen 3
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1993
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