AT394624B - Einrichtung zur gleichlaufsteuerung von hydraulischen mehrzylinderantrieben - Google Patents

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Gerd Schmitt
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B11/00Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor
    • F15B11/16Servomotor systems without provision for follow-up action; Circuits therefor with two or more servomotors
    • F15B11/22Synchronisation of the movement of two or more servomotors

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Description

AT 394 624 B
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Gleichlaufsteuerung von hydraulischen Mehrzylinderantrieben, insbesondere für Hubtische, mit einem Ventil zur Steuerung der Druckmittelwege zwischen den Antriebs-zylindem und einer Druckmittelquelle bzw. einem Tank sowie zum Ausgleich unterschiedlicher Bewegungen der Antriebszylinder, wobei je ein einem Antriebszylinder zugeordnetes Seil od. dgl. auf je einer Trommel aufgewickelt ist und die Trommeln in einer um eine ortsfeste Achse schwenkbaren Schwinge, durch welche eine Gleichlauffegelung betätigbar ist, gelagert sind.
Zur Erzielung des Gleichlaufes von Antriebszylindem ist es erforderlich, bei unterschiedlichen Hubbewegungen die Speisung des voreilenden Antriebszylinders mit Druckmittel zu drosseln und die Speisung des nacheilenden Zylinders zu erhöhen. Die Relativbewegung der Antriebszylinder kann elektronisch gemessen und als elektrisches Signal der den Zylindern zugeordneten Ventilsteuerung zugeführt werden. Die Relativbewegung der Antriebszylinder kann jedoch auch von diesen zugeordneten Seilen, durch welche die Ventilsteuerung im Sinne eines Ausgleiches der unterschiedlichen Hubbewegungen betätigt wird, erfaßt werden.
Bei einer aus der DE-OS 23 08 475 bekannten Gleichlaufregelung werden die jeden Antriebszylinder steuernden Wegeventile von einem Seil betätigt, dessen eines Ende über eine mit der Kolbenstange des Antriebszylinders verbundenen Rolle geführt ist. Das andere Ende des Seües ist dabei jeweils um eine Trommel gewickelt, die mit einem Antrieb gekuppelt ist, wobei durch eine Verdrehung der Trommel die Ventile betätigbar und damit die Antriebszylinder verstellbar sind.
Bei einer aus der DD-PS 38 477 bekannten Einrichtung sind die Trommeln im Schwenkpunkt eines die Schwinge bildenden Rahmens gelagert. Dabei sind die Seile über zusätzliche Umlenkrollen geführt, wobei bei einem Ungleichlauf ein Ausschwenken des Rahmens bewirkt wird. Die Seile werden dabei von einer Feder gespannt Diese bekannte Einrichtung ist nur für verhältnismäßig kurze Hübe brauchbar und bedarf eines besonderen Aufwandes.
Aus der Zeitschrift hydraulics & pneumatics ist weiters das Spannen der Seile bei einer Gleichlaufsteuerung mittels Hydromotoren bekannt Dabei wird der Gleichlauf über ein Differentialgetriebe bewirkt
Der gegenständlichen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Einrichtung zu schaffen, bei welcher die Schwenkbewegung der Schwinge in baulich einfacher Weise ermöglicht wird und die Seile bzw. Seiltrommeln gleichmäßig vorgespannt werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Trommeln mit der Schwinge schwenkbar sind, daß zum Spannen der Seile od. dgl. die Trommeln mit einer Hydromaschine gekuppelt sind und daß durch die Schwinge ein Gleichgangsventil der Gleichlaufregelung betätigbar ist.
Der Hydromotor sorgt für einen konstanten Seilzug über die gesamte Hubhöhe. Bei einem Ungleichlauf schwenkt die Schwinge mit der Trommel aus und betätigt ein Ventil, von dem beispielsweise der druckseitige Zylinderraum des voreilenden Antriebszylinders so lange mit dem Tank verbunden wild, bis der Gleichlauf wieder hergestellt ist. Da somit die Einrichtung nur eine einfache hydraulische Regelung benötigt, ist der Aufwand für die Schwenkbewegung gering. Da zudem alle Bauteile der Einrichtung unterhalb des Hubtisches angeordnet werden können, sind keine über dem Hubtisch befindlichen Anlenkpunkte oder Umlenkrollen erforderlich. Dies ist insbesondere bei Hubtischen für Theaterbühnen vorteilhaft
Die gegenständliche Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näh» erläutert Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Gleichlaufregelung für einen Hubtisch und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Schwinge und die Seiltrommeln.
Ein Hubtisch (1) soll mittels zweier an je einem Ende angeordneter Antriebszylinder (2) und (3) gehoben bzw. abgesenkt werden. Hierzu ist ein Proportionalventil od» Wegeventil (4) vorgesehen, durch das über einen Stromteiler (5) und Druckmittelleitungen (6) sowie (7) die kolbenseitigen Druckräume der Antriebszylinder (2) und (3) zum Heben mit einer Druckmittelquelle (P) und zum Senken mit dem Tank (T) verbunden werden können. An die Druckmittelleitungen (6) sowie (7) ist fern» ein Gleichgangventil (8) angeschlossen. In der neutralen, mittleren Stellung des Gleichgangventils (8) sind die zu diesem führenden Leitungen (9) und (10) gesperrt Sofeme hingegen das Gleichgangventil (8) aus seiner mittleren Stellung in eine der beiden Arbeitsstellungen verschoben wird, wird jeweils einer der Antriebszylinder mit dem Tank (T) verbunden. Die Betätigung des Gleichgangventils (8) muß demnach so »folgen, daß der voreilende Antriebszylinder mit dem Tank (T) verbunden wird, wodurch das in diesen zu viel einströmende Druckmittel zum Tank (T) zurückgeführt wird, wodurch der Gleichlauf erzwungen wird.
Die Steuerung des Gleichgangventils (8) erfolgt durch eine Schwinge (12), welche um eine ortsfeste Achse (14) schwenkbar gelagert ist In der Schwinge (12) sind zwei Seiltrommeln (15) und (16) drehbar gelagert. An beiden Enden des Hubtisches (1) sind weiters Drahtseile (17) bzw. (18) befestigt, welche über um ortsfeste Achsen gelagerte Umlenkrollen (19) und (20) geführt sind. Die beiden Seile (17) und (18) führen zu den Trommeln (15) bzw. (16), welche auf einer gemeinsamen Achse gelagert und miteinander verbunden sind und sind auf diesen in gleichem Drehsinn aufgewickelt. Beide Trommeln (15) und (16) sind von einer Hydromaschine (22), die über ein Druckreduzierventil (23) an eine Druckmittelquelle (P) angeschlossen ist, mit geringem Druck gespannt Im Druckreduzierventil (23) wird der Druck so eingestellt daß der gewünschte Spanndruck für die Seiltrommeln (15) und (16) erreicht wird.
Sobald die Antriebszylinder (2) und (3) über das Ventil (4) mit der Druckmittelquelle (P) verbunden werden, um den Hubtisch (1) zu heben, können sich beim Höherfahren des Hubtisches (1) die Seile (17) und (18) -2-

Claims (3)

  1. AT 394 624 B von den Seiltrommeln (15) und (16) abwickeln. Solange ein Gleichlauf der Zylinder (2) und (3) erfolgt, bleibt die Schwinge (12) in ihrer neutralen, mittleren Stellung. Sobald jedoch einer der Antriebszylinder voreilt, wodurch eine Schrägstellung des Hubtisches (1) bedingt wird, benötigt die vorlaufende Seite des Hubtisches (1) eine größere Seillänge. Da die Seiltrommeln (15) und (16) durch den Hydromotor (22) vorgespannt sind, kann 5 die zusätzlich benötigte Seillänge nicht von den Seiltrommeln abgewickelt werden. Vielmehr wird hierdurch die Schwinge (12) um die Achse (14) verschwenkt. Hierdurch wird das Gleichgangventil (8) dahingehend betätigt, daß der voreilende Antriebszylinder solange mit dem Tank (T) verbunden wird, bis zu diesem so viel Druckmittel abgeflossen ist, daß der Gleichlauf wieder hergestellt ist, wodurch die Schwinge (12) in die neutrale Stellung zurückkehrt. 10 Das Drehmoment des Hydromotors (22) muß demnach so eingestellt werden, daß es größer ist als dasjenige Drehmoment, welches sich aus der Verstellkraft des Gleichgangventils (8) mal dem zugehörigen Hebelarm der Schwinge ergibt. Anders ausgedrückt muß das vom Hydromotor (22) ausgeübte Drehmoment so groß sein, daß die Länge der Seile (17) und (18) stets gleich ist, wodurch die Schwinge (12) verschwenkt wird, sodaß das Ventil (8) betätigt wird. 15 Die Einstellung der Schwinge (12) in der neutralen Stellung kann in einfacher Weise durch Spannschlösser (25) und (26) erfolgen, mit denen die Seile (17) und (18) am Hubtisch (1) befestigt sind. Anstelle von Seilen können auch andere flexible Zugelemente verwendet werden. 20 PATENTANSPRÜCHE 25 1. Einrichtung zur Gleichlaufsteuerung von hydraulischen Mehrzylinderantrieben, insbesondere für Hubtische, mit einem Ventil zur Steuerung der Druckmittelwege zwischen den Antriebszylindem und einer Druckmittelquelle bzw. einem Tank sowie zum Ausgleich unterschiedlicher Bewegungen der Antriebszylinder, wobei je ein 30 einem Antriebszylinder zugeordnetes Seil od. dgl., auf je einer Trommel aufgewickelt ist und die Trommeln in einer um eine ortsfeste Achse schwenkbaren Schwinge, durch welche eine Gleichlaufregelung betätigbar ist, gemeinsam gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Trommeln (15, 16) mit der Schwinge (12) schwenkbar sind, daß zum Spannen der Seile (17,18) od. dgl. die Trommeln (15,16) mit einer Hydroma-schine (22) gekuppelt sind und daß durch die Schwinge (12) ein Gleichgangsventil (8) der Gleichlaufregelung 35 betätigbar ist.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydromaschine (22) über ein Druckreduzierventil (23) an eine Druckmittelquelle (P) angeschlossen ist.
  3. 3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Seile (17,18) od. dgl. mittels Spannschlösser (25, 26) an den von den Antriebszylindem (2,3) betätigbaren Bauteilen (1) befestigt sind. Hiezu 1 Blatt Zeichnung 45
AT264984A 1983-10-08 1984-08-20 Einrichtung zur gleichlaufsteuerung von hydraulischen mehrzylinderantrieben AT394624B (de)

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