AT 393 844 B Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Halten der Ware beim Handstricken, bei der im Abstand voneinander angeordnete, mit Schlaufenhaltem besetzte Stäbe zum Halten der Ware vorgesehen sind. Durch die GB-PS 24.660 A. D. 1894 und die US-PS 1318.604 wurden Strickgeräte bekannt, die ringförmig ausgebildet sind, wobei Maschenhalter an der oberen Ringseite angeordnet sind. Mit solchen Strickgeräten kann S Rundstrickware hergestellt werden. Nachteilig bei den bekannten Geräten ist der Umstand, daß durch die starre Ausbildung nur in kreisförmiger Richtung gestrickt werden kann und daß das Strickgut nicht flach ausgebreitet werden kann. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Anwendungsbereich der bekannten Geräte zu erweitern, um auch flache Ware hersteilen zu können. Erreicht wird dies bei einer Einrichtung der eingangs erwähnten Art, wenn 10 erfindungsgemäß die Stäbe bleibend verformbar, insbesondere abbiegbar oder abwinkelbar, ausgebildet sind. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung kann ein Ring auch mit z. B. ovaler oder quadratischer Grundform gebildet, oder schließlich sogar geöffnet werden. Nach Öffnen des Ringes kann die Ware, wenn ein in Längsrichtung offener Schlauch gestrickt wurde, flach ausgebreitet werden, wodurch das komplette Maschenbild und auch buntes bildhaftes Gewirk besser begutachtet werden kann. Auch kann das flachliegende Strickgut einer Bemessung zuge-15 führt werden oder an den Körper angelegt werden. Werden Tragstäbe zueinander konzentrisch angeordnet, sind verschieden lange Tragstäbe erforderlich. Der Benützer, vielleicht ein Kind, kann den Abstand zweier konzentrisch angeordneter Ringe durch die Länge der Txagstäbe bestimmen, sodaß auch dickes, festes Garn, Gewirk zwischen den Ringen durchlaufen kann. Es ist vorteilhaft, überhaupt mehrere Längen bereitzustellen. 20 Weitere Vorteile sind, daß durch die formale Abwandlung einem Platzmangel abgeholfen werden kann. Allerdings läßt sich auch auf einem einzelnen Ring durch entsprechende Umschlingung der Maschenhalter ein re/li Maschengewirk erzielen, jedoch durch Hinzufügen eines zweiten parallel geführten Ringes (Tragstabes) ist Wesentliches ermöglicht: eine übersichtliche Anordnung der rechten und linken Maschenhalter durch den jeweiligen Tragstab, sodaß ohne fortwährendes Abzählen der linken und rechten Maschenhalter das Umschlingen 25 der Maschenhalter beim Erstanschlag von z. B. re/re/re/li schon ermöglicht wird und ebenso bei weiterem Vorlegen des Games beim wiederholten Strickvorgang. Aber auch um mehr Maschen an einem Arbeitsfeld unterzubringen, ev. für geringere Garnstärken oder um die Maschenbilddichte zu verändern oder Elastizität Der zweite Ring erfordert andere Abstände zwischen den Maschenhaltem. Eine regelmäßige Aufteilung ist gewährleistet, wenn in einem re/li (1/1) Gewirk jeweils die rechten Maschenhalt» abwechselnd gegenüber den 30 linken Maschenhaltem versetzt angeordnet sind. Es ist noch möglich, z. B. zwei oder mehrere Maschenhalter regelmäßig gegenüber nur einem Maschenhalter des zweiten Tragstabes zu setzen. Eine wieder lösbare Fixierung der Maschenhalter ist möglich, wann, wie und von wem auch immer, da erst beim eigentlichen Strickvorgang der Abstand zwischen den Maschenhaltem maßgebend und fixiert ist; z. B. durch Umstecken oder Klemmen. So ist auch die mengenmäßige Wahl und Gegenüberstellung der Maschenhalter offen 35 und läßt vielfältige Kombinationen zu. Es zeigen Fig. 1 die Draufsicht von Abwandlung einer ringförmigen Ausführung zu geraden Tragstäben, Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie (Π - Π) von Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht mit Distanzhalter in Richtung des Pfeiles (I) in Fig. 1, Fig. 4 einen Aufriß der Tragstäbe mit Maschenhaltem, in gestreckter Form. In Fig. 1 ist eine beispielhafte Ausführung mit zwei zu Ringen (1, 2) geformten Tragstäben, bzw. die 40 anschließend geöffneten geraden Tragstäbe (1', 2', 3'). parallel liegend zu sehen. An den für die Öffnung vorge sehenen Enden (4) der Tragstäbe kann zusätzlich ein Verbindungselement (5) eingearbeitet werden, um den Ring zu stabilisieren. An einem Ende kann ein an die Stabform angepaßt geformter Distanzhalter (6) aufgedrückt werden, der in Fig. 3 vergrößert dargestellt ist Maschenhalter (7) werden regelmäßig auf den Tragstäben angeordnet (Fig. 4) und im Fall der geraden, 45 parallel liegenden Tragstäbe (1’, 2', 3') kann es vorteilhaft sein, die Distanzhalter (6) je nach Wahl der Größe an beiden Enden festzudrücken. PATENTANSPRÜCHE 50 1. Einrichtung zum Halten der Ware beim Handstricken, bei der im Abstand voneinander angeordnete, mit Maschenhaltem besetzte Stäbe zum Halten der Ware vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Stäbe 55 (1,2,3) bleibend verformbar, insbesondere abbiegbar oder abwinkelbar, ausgebildet sind.