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Spaltmaschine zum Entfleischen von Häuten.
Zum Entfleischen von Häuten sind bereits Spaltmaschinen mit Bandmesser bekannt. bei denen die Eingriffstiefe des Bandmesaers durch ein auf die Haut drückendes und deren Ungleichmässigkeiten abtastendes Werkzeug gesteuert wird. Auf diese Weise ist indessen eine zweckentsprechende Regelung der Eingriffstiefe des Bandmessers nicht zu erreichen, da das über die Aasschicht (Leimleder) der Haut laufende Tastwerkzeug nicht so sehr auf die Unterschiede in der Stärke der eigentlichen Lederschicht der Haut, als vielmehr auf die Unterschiede in der Gesamtstärke der Haut (eigentliche Lederschicht und Aasschicht) einspielt. Das wäre unbedenklich, wenn nur die Lederschicht von wechselnder Stärke, die A. d8"cl1Îcht dagegen gleichförmig wäre.
Da das letztere aber nicht der Fall ist und insbesondere auch zufällig örtliche Verdickungen der Abschiebt durch anhaftende Fett-und Fleischklumpen nicht selten sind, so ist es verfehlt, die Steuerung der Eingriffstiefe des Bandmeasers von der Gesamtstärke abhängig zu machen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird eine zuverlässig genaue Steuerung dadurch erreicht, dass Tastwerkzeuge verwendet werden, die sich durch die Aachicht bis a'if die Ober-
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wt(ssgeschnitten wird. Mit der Erfindmig ist auch die Möglichkeit gegeben, die Haut über seine ganze Breite mit
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so, dass ein bewegliches Messer (Bandmesser) durch die Tastwerkzeuge gegen die gleichförmig unterstützte Haut geführt wird, oder so, dass gegen ein in gerader Linie geführtes Messer, das nicht notwendig ein Bandmesser zu sein braucht, die Haut durch eine mehrgliedrige Tragwalze geführt wird, deren Glieder durch die besagten Tastwerkzeuge beeinflusst werden.
Auch hinsichtlich de Art der Tastwerkzeuge sind verschiedene Ausführungen möglich, sofern nur der Bedingung entsprochen wird, dass die Tastwerkzeuge sich durch die Aa. schicht oder das Leimleder bis auf die eingentliche Lederschichte hindurcharbeiten. Dieser Bedingung entsprechen z. B. Räder mit einem durch das Leimleder hindurchdringenden Zackenkranz. Derartige Tastwerkzeuge bedürfen als solche des Antriebes nicht. Die Tastwerkzeuge können aber sich aus angetriebenen kleinen Zylindern mit schraubenförmig verlaufenden Schabmessern, gewisser- massen also aus Abschnitten der bekannten Schabwalzen, bestehen. Für die Wahl des Werkzeuges wird die Art des zu verarbeitenden Leders mitbestimmend sein.
Zu den an letzter Stelle genannten Schabzylindern wird man in besondere dann greifen, wenn die Haut eine besonders starke Aas- schicht hat.
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Zur Unterstützung der Haut bei der Bearbeitung dient die Tragwalze 1, die in bekannter Weise in dem um die Welle 2 pendelnden Schwinggestell 3 gelagert ist und zwecks Einführung der Werkstücke in die Stellung 1. (Fig. 3) niedergeschwenkt werden kann. Zum Glatthalten der Haut bei ihrem Lauf über die Tragwalze dient eine sogenannte Klaviatur, die hier aus einer Schiene 4 mit je für sich auf die Haut drückenden Stahllamellen 5 besteht. Der Tragwalze 1 in ihrer Arbeitstellung liegt die Förderwalze 6 gegenüber, die in einem um 7 pendelnden Schwinggestell 8 gelagert ist und durch den gewichtsbelasteten Winkelhebel 9 mit Schubstange 10 nachgiebig angedrückt wird. Hinter der Tragwalze läuft über die Scheiben 11 das Bandmesser 12.
Bei 13 ist die bekannte Anschärfvorrichtung für das Bandmesser angedeutet.
Über den oberen Teil des Bandmesaera und der Tragwalze 1 erstreckt sich eine Reihe gleichgerichteter Arme 15, die um ihre gemeinsame Welle 14 frei drehbar sind. An den Armen sind die Schabzylinder 16 als Tastwerkzeuge gelagert. Ihr Antrieb erfolgt von der Welle 14 aus durch Riemengetriebe. Es kann sich also unter der Wirkung eines verstellbaren Gewichtes 17 jeder Sohabzytindfr 16 unabhängig von den übrigen auf die über die Trawalze 1 laufende Haut senken und dabei durch das Leimleder hindurcharbeiten. Die Hebungen und Senkungen der Schabzylinder werden in folgender Weise zur Steuerung des Bandmessers benützt. Dicht hinter jedem
Schabzylinder 16 wird das Bandmcsser 72 von je einer schmalen geschlitzten Führung 18 umfasst (Fig. 3).
Die die Führungen 18 enthaltenden Arme 19 sind an den mit den Lagerarmen 15 verbundenen abwärtsgerichteten Armen 20 drehbar gelagert und werden durch Zugschrauben 21 und Druckschrauben 22 in bestimmter Lage zu den Schabzylindern 16 festgestellt. Beim Arbeits- gang bildet also jeder Lagerarm 15 nebst Schabzylinder 16 mit dem zugehörigen Arm 19 nebst
Messerführung 18 ein starres System, dessen Schwingung nach unten durch die Stellschraube 23 am Arm 20 begrenzt wird, damit bei unbedeckter Tragwalze die Schabzylinder nicht auf die
Walze aufschlagen.
Wird also die Haut durch die angetriebene Tragwalze 1 im Zusammenwirken mit der Förder- walze 6 durch die Maschine hindurchgezogen, so arbeitet sich jeder Schabzylinder unabhängig von den übrigen und unabhängig von der Stärke der Aasschicht durch die letztere hindurch. ohne. seinpr Natur nach die eigentliche Lederschicht anzugreifen. Wohl aber wird durch dieses Hineinarbeiten der kleinen Schabzylinder die Lage der Messerschneide an der betreffenden Stelle so bestimmt, dass das Messer die Aasschicht oder das Leimleder, aber auch nur diese Schicht, wegnimmt. Die genaue Lage der Messerschneide mit Bezug auf den Schabzylinder wird durch die beschriebenen Stellschrauben 21, 22 geregelt.
Die einzelnen Tastwerkzeuge und Messerführungen. in auf der Welle 74 verschiebbar, damit ihre Stellung dem Arbeitsgut angepasst '. vcrdcn kann.
In Fig. 4 (Vertikalschnitt) und Fig. 5 (Teil der Vorderansicht) ist eine Ausführungsform mit gegliederter, gegen ein unveränderlich geradlinig geführtes Bandmesser beweglicher Trag- \salze dargfstellt.
Die Tragwalze besteht hier aus lose nebeneinandergelgten Gliedern 25, die einer körperlichen Ache nicht bediirfen, aber auch in der bei gewöhnlichen Spaltmaschinen bekannten Art mit ihrem gehörig weiten Hohrungen auf eine durchgehende Stange aufgereiht sein können. An ihrem Ort erhalten werden die Glieder 25 durch den Zuführtisch 26, die Scheiben 27, der Platte 28 und der Walze 29. Die Walze 29 wird von dem um 30 pendelnden Schwinggestell 31 getragen.
An das Schwingg'tell greifen mittels der Stangen 32 die Exzenter 33 an, die durch Hebel 34 verdrehbar und durch die den Hebel gegen einen Bogenschlitz festlegende Schraube 35 verstellbar
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in den Weichgummibelag nachgeben können. Die Scheiben 27, die mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit angetrieben werden, wie die Walzenglieder 25, sind die mit einem Zackenkranz im Sinne der Einleitung versehenen Tastwerkzeuge und ersetzen zugleich die Förderwalze der erstbeschriebenen Ausfiihrungsform. Die Stellung der von den Zackenscheiben 27 gebildeten, an ich starIen Walze gegenüber der Messerschneide kann durch Verstellung der Lager ihrer Welle 36 mittels der Stellschrauben 37 verändert werden.
Das wie bei der erstbeschriebenen Ausführungsform über Scheiben 11 laufende Bandmesser 12 wird durch eine über die ganze Arbeitsbreite reichende Messerführung 38 geradlinig geführt.
Wird bei dieser Ausführungsform die Haut zwischen den Zackenscheiben 27 und den Walzengliedern 25 hindurchgezogen, so drücken sich die Zacken der Scheiben 27 in die weichere Aas- Schicht ein. Dabei werden gemäss der jeweiligen Hautstärke die Walzenglieder 25 unabhängig von einander, unter Nachgeben der Weichgutnmischicht auf die Antriebswalze 29 niedergedrückt-, damit aber auch zugleich die Haut in dem Masse, dass die Oberfläche der eigentlichen Leder- schicht in die Ebene der Messerschneide tritt.