AT392745B - Einrichtung und verfahren fuer bemusternde und/oder vollflaechige auftragungsprozesse auf kurze und beliebig lange warenbahnen - Google Patents
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Description
AT 392 745 B
In der Durchführung bemusternder oder vollflächig auftragender Veredelungs-Prozesse auf bahnenförmigem Material gibt es in der Praxis sehr unterschiedliche Anforderungen, und zwar unterschiedlich sowohl hinsichtlich Waienqualitäten und prozeßtechnischer Erfordernisse als auch unterschiedlich in bezug auf jeweils herzustellende Stücklängen.
Es gibt Produktionsarten in der Textilveredelungs-Industrie, bei welchen nur jeweils geringe Stücklängen herzustellen sind, so z. B. Druckstoff für Krawatten. Es gibt auch Produktionsarten mit Auftragsgrößen mit einigen 100 Metern und außerdem gibt es auch Großaufträge von jeweils mehreren 1000 oder 10 000 Metern, die mit jeweils gleicher prozeßtechnischer Einstellung bzw. gewünschten gleichen Auftragungsergebnissen hergestellt werden sollen.
Eine z. B. in der Textildruckpraxis seit jeher bestehende Forderung ist die des sogenannten Ausmustems eines neuen Designs in unterschiedlichen Farbkombinationen auf jeweils möglichst kurzen Warenstücken. Aus einer Vielzahl solcher kurzen Musterstücke werden in der Regel einige als Grundlagen für Großaufträge ausgewählt
In der Praxis stehen dem Umsetzungsprozeß von musterungsmäßig hergestellten kleinen Stücken auf Großproduktion erhebliche Schwierigkeiten entgegen, für die es bislang noch keine den Anforderungen der Praxis voll entsprechenden Verfahren und Einrichtungen gibt. Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung vorbeschriebene Mängel zu beheben und es ist durch diese Erfindung auch eine generelle Anhebung des Qualitäts-Niveaus von Schablonenbemusterungs- und vollflächig auftragenden Veredelungsprozessen gelungen.
Von den derzeit bestehenden Schwierigkeiten der Umsetzung von Kleinproduktion bzw. Musterung auf Großproduktion sind zwei besonders hervorzuheben: Die Technik der Färb- bzw. Substanzzuführung und die Auftragungs- bzw. Rakeltechnik.
Bei der Herstellung von kurzen Musterstücken bzw. Kleinst- und Kleinproduktion ist es üblich bzw. erforderlich die Druckfarben von Hand aus zur Auftragungsstelle zuzuführen, d. h. dem Rakelgerät vorzugeben. Bei Großproduktion sind automatisch arbeitende Zuführungssysteme üblich. Ähnlich verhält es sich mit den Rakelgeräten für Musterungs- und Kleinproduktionszwecke. Es werden zwecks rascherer Handhabuhg und zur Erzielung kurzer Umrüstzeiten einfache Handauftragungsgeräte bevorzugt, in Großproduktionsmaschinen werden umständlicher zu handhabende bzw. anzubauende mechanisch zu fixierende, genau einzustellende Rakelgeräte verwendet. Vorbeschriebene Unterschiedlichkeiten in der Farbzuführung und Rakeltechnik haben fast immer gravierende Qualitätsunterschiede im Bemusterungs- bzw. Veredelungsergebnis zur Folge.
Der Praktiker hat oft große Mühe, die ihm für die Großproduktion vorgelegten Musterstücke in allen Qualitätskriterien mustergetreu in die Großproduktion umzusetzen. Oft müssen sämtliche Farbkonzentrationen, Farbviskositäten und Rakelgeräteeinstellungen für die Großproduktion neu erarbeitet werden, weil die für die Musterung maßgeblichen Parameter nicht übertragbar sind. Die Erarbeitung der neuen praxisgültigen Parameter ist meistens sehr arbeitsintensiv und zeitaufwendig und durch die damit verbundenen Stillstandzeiten großer Produktionsanlagen sehr unwirtschaftlich. Das Erarbeiten der vorlagegetreuen Ergebnisse bedingt meist auch erhebliche Verlustmengen an Ware und aufzutragenden Substanzen. Es entsteht ein relativ hoher Anteil an Ausschußware und qualitätsgeminderter Produktion.
Manche Druckerei- bzw. Veredelungsbetriebe verzichten sogar auf die an sich technisch und wirtschaftlich richtige Möglichkeit der Kleinmusterung, indem sie ihre hochwertigen Großproduktionsanlagen auch schon für Musterungszwecke benützen und um dadurch vorbeschriebenes Umsetzungsproblem (auf Kosten der Rentabilität) zu vermeiden.
Den Erfindungsgedanken erweiternd, ist es gelungen, daß auch in Großproduktionsmaschinen eine händisch zu betätigende bzw. handhäbungs- und reinigungsvereinfachte Farbzuführungseinrichtung angewendet werden kann.
Erfindungsgemäß besteht nunmehr auch die Möglichkeit der Übertragbarkeit von Einstellwerten, die mit der Einstellungsmethode bzw. Ausführungsvariante "Verschwenken der Rakelleiste durch axiales Verdrehen des Tragholmes" erarbeitet wurden (Muster, Kleinproduktion) auf die Einstellungsmethode bzw. Allsführungsvariante "Verschwenken der Rakelleiste durch Veränderung der Distanz des Tragholmes zur Auftragsfläche"; dieselbe Übertragbaikeit besteht auch in der umgekehrten Folge.
Zusammenfassend bietet das Arbeitsverfahren mit der erfindungsgemäßen Einrichtung folgende Möglichkeiten der Übertragbarkeit bzw. Reproduzierbarkeit: 1. Reproduzierbarkeit bzw. Übertragbarkeit mit der gleichen Einrichtung bzw. gleichen Ausführungsform, wie z. B. für Wiedeiholungsaufiräge und sogenannte Coloritänderungen (Abdrucken mit der gleichen Schablone, nur mit anderen Farben); 2. Übertragbarkeit hündischer in mechanisiert bzw. automatisiert erfolgender Einstellung; 3. Übertragbarkeit von der Einstellungsart "Verdrehen" auf die Einstellungsart; "Distanzveränderung"; 4. Übertragbarkeit von Arbeitsverfahren "Farbzuführung händisch" auf "Färb- bzw. Substanzzuführung mechanisch bzw. automatisiert"; 5. Übertragbarkeit mit gleichzeitig erfolgender, mehrfacher Arbeitsverfahrensumstellung, z. B. von Einstellung a) händisch, b) durch Verdrehen der Achse und c) hündische Substanzzuführung auf -2-
AT 392 745 B aa) Einstellung automatisiert, bb) Winkeleinstellung durch Distanzveränderung und cc) Substanzzuführung automatisiert. 5 Derartige Einstellungs- und Ergebnisübertragungen sind, vergleichend mit dem bisher bekannten Stand der Technik, neu.
Wenn mit den Großproduktionsmaschinen Musterungs- oder Kleinproduktionsdrucke gemacht werden oder, was auch sehr wichtig ist und in der Praxis sehr häufig vorkommt, innerhalb eines hochfärbigen Designs von z. B. zehn Schablonen nur drei bis fünf Schablonen großflächig geöffnet sind und einen dementsprechend großen, 10 zweckmäßigerweise automatisch zu steuernden Farbverbrauch haben, während die resdichen z. B. fünf bis sieben Schablonen nur kleine Musteranteile drucken und dementsprechend nur geringen Farbverbrauch haben, so kann durch die erfindungsgemäß bewirkte Farbzuführung eine bedeutende Verbesserung der Wirtschaftlichkeit erzielt werden. Mit der erfindungsgemäß vereinfacht erfolgenden Färb- bzw. Substanzzuführung ist auch Rüstzeit- und Wassererspamis verbunden; die Reinigung von Pumpen und Rohrleitungen ist sehr wasseraufwendig. 15 Für Musterungen mit dem händischen Zuführungssystem kann die jeweils erforderliche Druckfarbe bzw. Substanz genau bedarfsgerecht zubereitet werden, so daß keine Verlustmengen entstehen. Die daraus resultierende Ersparnis beträgt durchschnittlich etwa 5 1/Schablone und Farbsteilung. Die händisch betätigte Zuführungseinrichtung macht auch das Reinigen der Schablone und gegebenenfalls auch des Rakelgerätes im eingebauten Zustand möglich. Der zuletzt benötigte Farbtrog wird hinausgezogen, dann ein frischer Trog mit 20 Reinigungswasser eingeschoben, kurz gespült und bei drehender Schablone gereinigt und sodann ein mit frischer Farbe gefüllter Trog für die nächste Farbstellung eingesetzt Beim Mustern können mehrere verschiedene Farben nebeneinander gleichzeitig gedruckt werden, dadurch daß in den Trog verschiebbare Trennwände eingesetzt werden. Mit einer daran befestigten Stange kann eine verschiebbare Trennwand färb- und wassersparend auch als Reinigungsschieber für den Trog verwendet werden. 25 Bisher werden nicht nur Auftragungsgeräte mit mechanisch wirkender Anpreßkraft sondern auch solche, die mit magnetisch bewirkter Rakelanpressung arbeiten, möglichst biegesteif konstruiert Dies sowohl betreffend den oberen Geräteteil bzw. Tragholm, an dem das eigentliche Rakelelement befestigt ist, als ebenso auch das eigentliche Rakelgerät, das das Rakelelement hält oder zumindest berührt, wie z. B. Rakelgeräteleisten in Verbindung mit Rollrakeln. Wurden bisher möglichst biegesteife Konstruktionen von Rakelgeräten aller Art 30 angestrebt, so ist die erfindungsgemäße Einrichtung im Gegensatz dazu und zugleich auch erfindungskennzeichnend, so konstruiert, daß für die Konstruktion der Rakelleiste bzw. Rakelhalteleiste ein biegbares Material verwendet wird. Dies mit dem vorteilhaften Effekt der Anpassung der Profilleiste an das Rakelelement und mit diesem gemeinsam an die Auftragsebene bzw. Schablone.
Die Erfindung ist durch Beschreiten eines grundlegend neuen Weges gekennzeichnet: 35 Bisher ist es bei Rakelgeräten üblich, daß die Achslage des Rakelelementes durch die Rakelgerätkonstruktion bestimmt wird; erfindungsgemäß wird die Achslage des Rakelelementes ausschließlich durch Magnetkraft bzw. magnettechnische Einrichtungen bestimmt, d. h. das Rakelgerät ist anpassend an die Magnettechnik konstruiert und bestimmt nicht die Ortslage der Rakelleiste bzw. Rakelhalteleiste bzw. des Rakelelementes, sondern nur die Winkellage der Rakelleiste in bezug zur Auftragungsebene. Da bei der Festlegung der Einstellwerte nur geringe 40 Materialmengen verwendet werden, treten keine größeren Verluste auf und andererseits kann bei Schablonenwechsel rasch eine Reinigung ohne größere Unterbrechungen durchgeführt werden. Auch können die Einstellungen mit nur einer Schablonenvorrichtung vorgenommen werden, obwohl bei der Bearbeitung einer langen Warenbahn dann die Schablonen, wie an sich bekannt, hintereinander arbeiten. Die bei der Musterung mit nur einer Rundschablonenvorrichtung gefundenen Einstellwerte können leicht auf die einzelnen 45 Schablonenstationen übertragen werden. In den bisher bekannten Einrichtungen wird zumeist nicht nur die Position der Rakelrolle, in Bewegungsrichtung gesehen, durch eine mechanische Vorrichtung bestimmt, sondern wird auch die Achslage des Rakelelementes durch die Rakeleinrichtung vorgegeben.
Bei Rakelgeräten, die mit magnetisch bewirkter Anpreßkraft arbeiten, wird die Magnetkraft als Rakelanpreßkraft eingesetzt, vereinzelt auch als nebengeordnete Hilfskraft zur Ortslagebestimmung, dies aber 50 stets in Verbindung mit mechanischen Mitteln zur Ortslagebestimmung. Durch die hiermit vorgestellte Erfindung wird erstmals der Weg beschritten, der Magnetkraft außer der Funktion des Rakelanpressens, eine zweite Arbeitshauptfunktion zuzuordnen: der Magnetkraft bzw. der die Magnetkraft erzeugenden Einrichtung wird allein, ohne Inanspruchnahme mechanischer Hilfsmittel, die Arbeitsfunktion der Ortslagefixierung zugeordnet Die Achslage einer magnetisch angepreßten Rollrakel- oder Streichleiste wird ausschließlich durch Magnetkraft 55 bestimmt.
Darüber noch hinausgehend, ist die erfindungsgemäße Einrichtung dadurch gekennzeichnet, daß diesem ausschließlich magnetisch gehaltenen Rakelelement auch noch ein weiterer, vorzugsweise nicht magnetisierbarer oder nur teilweise magnetisierbarer Teil zugeordnet wird, welcher, wenn das Rakelelement eine Rolle ist, um dessen Achse oder andernfalls um dessen Anliegekante und mit diesem gemeinsam verschwenkbar ist 60 Erfindungsgemäß werden der Magnetkraft bzw. dem magnettechnischen Teil der erfindungsgemäßen Einrichtung drei Arbeitsfunktionen zugeordnet -3-
AT 392 745 B 1. das übliche Anpressen des Rakelelementes, 2. dessen Ortslagefixierung, und 3. Ortslagefixierung und Halten eines weiteren zusätzlichen Arbeitsteiles, der mit dem Rakelelement bzw. der Rakelkante einteilig verbunden ist.
Die erfindungsgemäß konstruierten Verbindungsteile, die die magnetisch gehaltenen Arbeitsteile mit an der Maschine mechanisch befestigten oder aufliegenden Teilen verbinden, haben während des Betriebszustandes nur die Steuerfunktion zur Bestimmung der Winkellage der um das Rakelelement oder gemeinsam mit diesem schwenkbaren Profilleiste.
Erfindungsgemäß wird diesen, die Winkellage durch gleitende Berührung steuernden Verbindungsteilen auch eine nicht im Betriebszustand sondern nur außerhalb des Betriebszustandes wirkende Haltefunktion zugeordnet. Diese Arbeitsnebenfunktion des Haltens, die im Betriebszustand nicht eingestellt werden kann bzw. nicht eingestellt werden darf, bewirkt, daß die gesamte Auftragseinrichtung - in die vorzugsweise auch die Substanzzuführung integriert ist - einteilig gehandhabt werden kann. Dies erleichtert den Ein- und Ausbau der Einrichtung, ermöglicht es, beim Einbau das Rakelelement in die ungefähr passende Lage für den gewünschten, magnetkraftbewirkten Betriebszustand zu bringen und ermöglicht auch, die Rakeleinrichtung bei kurzzeitiger Betriebsunterbrechung und Magnetfeldabschaltung (in die Stellung kontaktlos zur Auftragungsebene bzw. Schablone) äbheben zu können.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnungen beispielsweise näher beschrieben. Die Fig. 1 bis 3 zeigen die starren, mechanisch ortslagebestimmten Halteleisten für magnetisch angepreßte Rollrakeln. Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Fig. 5 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel. Die Fig. 6 und 7 zeigen eine Rakelprofilleiste in zwei verschiedenen Stellungen. Fig. 8 und 9 sind Rakelleisten mit einer elastischen Rakelklinge bzw. einem druckelastischen Rakelprofil. Fig. 10 zeigt eine abgeänderte Einrichtung gemäß der Erfindung und die Fig. 11 und 12 zeigen weitere Einzelheiten.
Drei der bekannten Magnetrakelgeräte mit Hilfsvorrichtungen sind in den Fig. 1 bis 3 dargestellt. Fig. 1 zeigt eine magnetisch angepreßte Rollrakel (1) mit einer Stützleiste (2), in Bewegungsrichtung (3) gesehen, hinter der Rolle (1) angeordnet, entweder die Rollrakel (1) oder den Färb- bzw. Pastenwulst oder beides abstützend.
Fig. 2 zeigt die sogenannte Farbstauleiste (4) bzw. Farbstau- und Dichtleiste, die, in Bewegungsrichtung (3) gesehen, im Bereich vor der Rollrakel (1) und der vor der Rolle befindlichen Farbe (22) bzw. Paste angeordnet ist, und die je nach Dimension und Ortslage (Entfernung zur Auftragungsebene von der Schablone (5) oder Warenbahn (6)), den Auftragungsvorgang mitbeeinflußt.
Ein weiteres bekanntes Magnetrakelgerät gemäß Fig. 3 zeigt eine Doppelrollenanordnung in einem Käfig (23).
Dieser bekannte Stand der Technik gemäß Fig. 1 ist mit zwei Nachteilen verbunden: 1. sind diese Geräte nur zweiteilig zu handhaben, was im Vergleich mit einteiligen Geräten den doppelten Handhabungsaufwand erfordert, 2. sind die Rakelrollen, je kleiner der Durchmesser und je größer die Länge (d. h. Arbeitsbreite), umso verbiegungsgefährdeter und daher umso schwieriger zu handhaben.
Dieser HandhabungsnacHteil wiegt so schwer, daß in der Praxis die meisten Anwender solcher Geräte keine Rollen geringeren Durchmessers als 10 mm verwenden, obwohl für manche Auftragungserfordemisse Rakelrollen mit 8 mm oder 6 mm Durchmesser - mitunter sogar 4 mm Durchmesser - technologisch richtig wären. Dies veranlaßt manche Anwender, auf Rakelgeräte anderer Konstruktionen auszuweichen bzw. unterschiedliche Maschinen und Geräte anzuschaffen, was dann mit weiteren wirtschaftlichen und betriebsorganisatorischen Nachteilen verbunden ist.
In Fig. 4 ist gezeigt, daß die Ortslage der Rakelleiste bzw. der Rakelhalteleiste nur durch Magnetkraft bestimmt und gehalten wird. Das Rakelelement (8) besitzt hier eine Führung (9), in der ein Verschiebezapfen (10) gleitend angeordnet ist. Dieser Verschiebezapfen (10) wird von einem Verbindungselement (11) gehalten, das mit einem Tragholm (12) verbunden ist. Dieser Tragholm (12) hat einen trapezförmigen Querschnitt und trägt an seinen Enden runde Achszapfen (13). Diese Achszapfen (13) ruhen auf gerundeten Haltern (24). Durch Verdrehen des Tragholmes (12) in den Achszapfenlagerungen (24) wird das Verbindungselement (11) und damit der Verschiebezapfen (10) gehoben und gesenkt und entlang einer Kreisbahn (25) bewegt. Dies kippt das Rakelelement (8) um die Auflagekante (26). Eine zweite Stellung des Rakelelementes (8) ist strichliert dargestellt.
Man kann leicht erkennen, daß dadurch auch der Winkel des Rakelelementes (8) zur Schablone (5) bzw. Warenbahn (6), die an den Magnetrisch (7) angepreßt werden, geändert wird. Anstatt Verdrehen des Tragholmes (12) kann das Verschwenken des Rakelelementes (8) auch durch horizontales Verschieben in Richtung des Pfeiles (27) erfolgen.
Zum Zuführen der aufzutragenden Substanz ist ein Trog (14) vorgesehen, der in eine Schiene (28) eingehängt werden kann, also einschiebbar ist Der Trog kann um die Achse (15) gekippt werden oder entlang der strichliert gezeichneten Mulde (16) geführt werden. Bei diesem Verschwenken des Troges kann die -4-
AT 392 745 B aufzutragende Substanz (22) vor das Rakelelement (8) gebracht werden. Bei der relativen Lageänderung zwischen Verschiebezapfen (10) und Führung (9) wird, wie bereits erwähnt, das Rakelelement (8) verschwenkt und dadurch kann eine Arbeitsfläche (29) in Aktion treten, die einen Druck auf die aufzutragende Substanz (22) aufbringt.
In Fig. 5 ist eine ähnliche Ausfuhrungsform der Erfindung wie in Fig. 4 gezeigt, jedoch ist hier die gegen die Schablone (5) bzw. Warenbahn (6) gerichtete Fläche (29) gewölbt und an der Schwenkkante ist eine Rakelkante (18) angeformt. Das Rakelelement (8) besteht hier aus einem nicht magnetisierbarem Material, jedoch ist in einem Schlitz (21) eine magnetisierbare Leiste (20) eingebracht, so daß durch den Magnettisch (7) die Rakelkante (18) an die Schablone (5) bzw. Warenbahn (6) angepreßt werden kann. Anders als bei der Fig. 4 ist hier die Substanzzuführung ausgebildet. Die Schwenkachse ist hier als Rohr (30) ausgebildet und in einen Profilkörper (31) eingeschoben. Im Profilkörper (31) befindet sich ein gegen das Rohr (30) geöffneter Hauptkanal (32), dessen Enden in je einen weiteren Kanal (33) einmünden, aus dem dann die aufzutragende Substanz über Bohrungen (34) austritt. Zusätzlich kann noch eine Prall· oder Umlenkleiste (35) vorhanden sein.
In Fig. 6 ist in einer Leiste (36) wiederum eine Führung (9) vorgesehen, in der der Verschiebezapfen (10) am Verbindungselement beweglich angeordnet ist. Das eigentliche Rakelelement ist hier eine Rolle (37), die vom Magnet (7) an die Warenbahn angepreßt wird. Die Fläche (29) dient wiedmim dazu, einen Druck auf das aufzutragende Medium aufzubringen. Bei großem Winkel (38) zwischen der sogenannten Staufläche (29) der Leiste (36) und der Auftragungsfläche (6) bzw. der Schablone (5) erfolgt eine minimale Auftragung.
In Fig. 7 ist eine andere Arbeitsstellung dargestellt. Hier ist jedoch ein kleiner Winkel (39) zwischen der Staufläche (29) der Leiste (36) und der Auftragungsfläche (6) bzw. der Schablone gegeben, wodurch die maximale Auftragsleistung bewirkt wird.
In Fig. 8 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, jedoch wird das Rakelelement hier durch eine Rakelklinge (40) gebildet und in der Leiste (36) befindet sich eine weitere Leiste (20) aus magnetisierbarem Material.
Gemäß Fig. 9 wird das Rakelelement durch einen druckelastischen Körper (41) gebildet und die magnetisierbare Masse (42) wird durch einen Rundstab gebildet, der an dem drockelastischen Körper (41) anliegt.
Die Ausbildung der Erfindung gemäß Fig. 10 ist ähnlich jener der Fig. 4 und 5. Durch Verdrehen der rohrförmigen Achse (30) mit dem Profilkörper (31), der zweiteilig daran angeklemmt ist und z. B. durch Schrauben (43) zusammengehalten ist oder durch Betätigen einer Stellmutter (44) auf einer Gewindestange (45), kann der Halter (24) höhenverstellt werden. Für den Farbaustritt ist eine Nut (46) vorhanden, wobei der Farbaustritt partiell oder durchgehend horizontal oder auch schräg nach unten gerichtet sein kann. Die Höhenverstellung kann auch elektromotorisch mittels der Gewindestange (45) erfolgen. Beim Ausbau der Einrichtung steht diese am Kopf und der Profilkörper (31) liegt auf einer Lagerschale (48) auf und es ist eine Rinne (47) vorgesehen, in die die restliche Farbe läuft und so leicht entfernt werden kann.
Fig. 11 zeigt eine rechteckig ausgebildete Halterung (24) mit einem ebensolchen Profilkörper (31). Eine derartige Ausführungsform kann verwendet werden, wenn auf die Möglichkeit des Verschwenkens verzichtet wird.
Fig. 12 zeigt noch einmal den unteren Teil der Fig. 10 in unterschiedlichen Winkellagen (einmal voll ausgezogen, einmal strichliert), die durch die unterschiedliche Höhenposition des Verschiebezapfens (10) am Verbindungselement (11) gegeben ist.
Die erfindungsgemäße Einrichtung kann in den beiden Ausführungsvarianten a) Farbzufiihrung von Hand aus bewerkstelligt oder b) Farbzufiihrung erfolgend mittels Pumpe, Rohrleitung, Verteilungseinrichtung und gegebenenfalls Steuerungsautomatik, wie folgt, in der Praxis angewendet werden.
Die Ausführungsvariante (a) ist besonders wirtschaftlich anwendbar in Musterungs- und Kleinproduktionsmaschinen, die Ausführungsvariante (b) ist für Großproduktionsmaschinen zu bevorzugen. Darüberhinaus kann aber die Ausführungsvariante (a) auch bei Großproduktionen Verwendung finden, und zwar vorteilhafterweise in Verbindung mit solchen Schablonen, die nur sehr kleine Musterdetails drucken und, dadurch bedingt, einen sehr geringen Verbrauch an Druckfarbe bzw. Auftragungssubstanz haben.
Es können also z. B. in einer Großproduktionsmaschine mit z. B. zehn Rundschablonenauftragungsstationen fünf mit da- Ausführungsvariante (a) und die anderen fünf mit der Auftragungsvariante (b) bestückt werden.
Einer der wichtigsten Vorteile der erfindungsgemäßen Einrichtung besteht darin, daß die Rakelgeräte der vorbeschriebenen Ausführungsvarianten (a) und (b) die genau gleiche Auftragungscharakteristik haben und auch gleichartig einstellbar sind, so daß nicht nur jede Ausführungsvariante (a) und (b) in sich mit reproduzierbaren Auftragungsergebnissen einstellbar ist, sondern daß es auch möglich ist, Auftragungswerte, die in der Musterung mit Geräten der Ausführungsvariante (a) erzielt wurden, auf die Geräte der Ausführungsvariante (b) zu übertragen und mit dieser produktionsmäßig reproduzieren zu können.
Durch vorbeschriebene Vorteile hat die vorliegende Erfindung auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine große Bedeutung. -5-
Claims (37)
- AT 392 745 B Ergänzend sei noch gesagt, daß die Rakelgeräte samt den Winkelverstelleinrichtungen so installiert sind, daß händisch oder elektromechanisch erarbeitete Einstellwerte auch in den Computer einer mit erfindungsgemäßen Rakeleinrichtungen ausgestatteten automatisierten Produktionsanlage eingegeben werden können. Auch dieser Vorteil ist von großer technischer und wirtschaftlicher Bedeutung. In der Ausführungsform Rakelleiste bzw. Rakelhalteieiste mit einer Rakelrolle als Rakelelement bestückt, erweist sich als vorteilhaft, die Oberfläche der Rakelrolle mit einer Struktur zu versehen. Eine in einer gleitlagerähnlichen Führung durchgehend gelagerte Rakelrolle mit einer strukturierten Oberfläche auszubilden, erscheint nahezu widersinnig und gegen die Regeln der Maschinenbautechnik verstoßend. Durch Versuche wurde aber bewiesen, daß bei optimaler Dimensionierung der Durchmesser bzw. der Durchmesserverhältnisse und zueinander passender Materialpaarung, Ausführungsvarianten dieser Art funktionsfähig sind und daß sich mit diesen Ausführungsvarianten überraschenderweise einige vorteilhafte Nutzungseffekte erzielen lassen; so z. B. bessere Haftung der Druckfarbe bzw. der aufzutragenden Substanz an der Rakelrolle und, dadurch bedingt, Mitnahme einer größeren Substanzmenge in den auftragungswirksamen Anliegebereich; ebenso bewirkt die Strukturierung der Rollenoberfläche auch die Vergrößerung der Mitnahmefähigkeit der nach erfolgter Auftragung an der Rolle verbleibenden Spuren von Auftragungssubstanz und deren Mitnahme durch das zwischen Rollenoberfläche und gleitlagerähnlicher Führung bestehende Spalt· bzw. Berührungsbereich. Zusammenfassend sei gesagt, daß durch diese an sich ungewöhnliche, zusätzliche erfindungskennzeichnende Maßnahme sowohl eine Verbesserung der Auftragungsleistung als auch eine Vergrößerung der Betriebssicherheit bewirkt wird. Die Erfindung ist auf die dargestellten Beispiele nicht beschränkt, insbesondere ist es möglich, das Rakelelement nicht durch eine Schiebegelenkverbindung zu verstellen, sondern es z. B. getrennt einer Translation bzw. einer Drehung zu unterwerfen oder überhaupt nur eine Änderung der Ortslage vorzunehmen. PATENTANSPRÜCHE 1. Einrichtung zur Bemusterung, zum Beschichten oder zum Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für Großproduktion, wobei ein Auftragselement magnetisch an die Warenbahn bzw. an eine Schablone anpreßbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragselement bzw. eine das Auftragselement haltende Leiste (8, 36, 37, 40, 41) vorzugsweise durch mindestens eine Schiebegelenkverbindung (9,10) an einem Tragholm (12) schwenkbar und/oder gegen diesen Tragholm (12) axial verschiebbar und in bezug auf den Tragholm (12) mit veränderbarer Distanz- und Winkellage angeordnet ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auftragselement bzw. die das Auftragselement haltende Leiste (8, 36, 40, 41) um die Auflagelinie (18, 26) oder eine in unmittelbarer Nachbarschaft dieser Linie befindliche Schwenkachse durch Ortslageveränderung des Steuerungselementes (10) schwenkbar ist.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerungselement (10) gegenüber der Auftragsebene in seiner Ortslage veränderbar ist.
- 4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen Tragholm (12) und Auftragselement veränderbar ist.
- 5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerungselement parallel zur Auftragsebene verschiebbar ist.
- 6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die maximale Distanz zwischen Tragholm und Auftragselement bzw. die das Aufitragselement haltende Leiste bzw. Halterung (9) des Rakelelementes durch die Länge des Verbindungselementes (11) bestimmt ist. -6- AT 392 745 B
- 7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lage und Entfernung des Auftragselementes bzw. der Halterung für das Rakelelement bzw. der Halterung für das Rakelelement vom Tragholm (12) im Betriebszustand durch das freie Aufliegen auf der Bahn, Auftragungsfläche bzw. Schablone bestimmt ist. 5
- 8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragholm um seine Achse drehbar ist.
- 9. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragholm 10 gegenüber der Auftragungsebene verschiebbar ist.
- 10. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement bzw. die das Rakelelement haltende Leiste bzw. das Auftragselement bzw. die das Auftragselement haltende Leiste zumindest teilweise aus magnetisierbarem Material gebildet ist und durch dessen Anpressung auch in der 15 Ortslage, d. h. in Längsrichtung gesehen, magnetisch gehalten ist.
- 11. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement, vorzugsweise eine Rakelrolle, an der Oberfläche strukturiert ist.
- 12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement aus einer Leiste mit einer Profilkante besteht
- 13. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement aus einem Streichprofilstab, gegebenenfalls auch mit einem kreisförmigen Querschnitt, besteht. 25
- 14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement aus einer biegeelastischen Rakelklinge aus Metall oder Kunststoff gebildet ist
- 15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement 30 durch eine druck- und biegeelastische Rakelleiste, z. B. aus Gummi oder Kunststoff, gebildet ist
- 16. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement eine Rakelrolle ist, die in einer gleitlagerähnlichen Ausnehmung der das Rakel- bzw. Auftragselement haltenden Leiste angeordnet ist. 35
- 17. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rakelleiste bzw. Rakelhalteleiste zumindest teilweise aus einem biegsamen Material bzw. einem Material mit geringer Eigensteifigkeit besteht.
- 18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Profilköiper aus einem nicht magnetisiserbarem Werkstoff besteht und gegebenenfalls mit einem aus magnetisierbarem Werkstoff bestehenden Stab, gegebenenfalls in gestückelter Anordnung, versehen ist.
- 19. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die 45 Substanzzuführung durch eine wannen- oder trogförmige Zuführungseinrichtung, die am Tragholm vorzugsweise einschiebbar oder schwenkbar befestigt ist, gegeben ist
- 20. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung um eine Achse schwenkbar ist. 50
- 21. Einrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung entlang der Schale schwenkbar ist
- 22. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Trog einen 55 Randbereich hat und in eine Gleitführung einschiebbar ist.
- 23. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß für die Zuführungseinrichtung eine Zapfenschwenklagerung gegeben ist.
- 24. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Achse des Tragholmes als Substanzzufiihrungsrohr ausgebildet ist und über die Länge verteilte Austrittsöffnungen aufweist -7- AT 392 745 B
- 25. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungseinrichtung auf mindestens einer Seite über eine Zylinderschablone hinausragt und die Nachfüllung während des Betriebes ermöglicht
- 26. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement und der Tragholm in mindestens einer Richtung schräg zueinander verstellbar sind.
- 27. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement eine ebene bzw. gewölbte Staufläche aufweist.
- 28. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß bei Drehschwenkbewegung, d. h. Drehung des Tragholmes um seine Längsachse, die Übersetzung der Winkelverstellbarkeit des Tragholmes gegenüber der Rakelleiste im Verhältnis 1:1 bis 1:4 übersetzt ist.
- 29. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ortslage der Rakelleiste durch deren magnetisierbare Teile bzw. durch das Rakelelement selbst bestimmt wird, das - z. B. als Rolle ausgebildet - aus magnetisierbarem Material besteht
- 30. Verfahren zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für die Großproduktion, wobei ein Auftragselement für die Substanz an die Warenbahn bzw. eine Schablone magnetisch angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Bemusterung oder die Beschichtung händisch auf die gewünschten Werte eingestellt wird und die Einstellwerte dann für die Großproduktion beibehalten werden, oder auf die Großproduktionsanlage übertragen werden.
- 31. Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß die hündischen Einstellungswerte, die mit einer Musterungsmaschine gewonnen werden, in mechanisch bzw. elektromechanisch betätigte bzw. computergesteuerte Einstelleinrichtungen anderer Maschinen bzw. Konstruktionen übertragen werden.
- 32. Verfahren zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für die Großproduktion, wobei ein Auftragselement für die Substanz an die Warenbahn bzw. eine Schablone magnetisch angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Rakelelement durch Einschalten einer, ein Magnetfeld erzeugenden Einrichtung positioniert wird und daß dann die gewünschte Winkellage einer Rakelprofilleiste durch Steuerelemente eingestellt wird und diese Einstellwerte festgehalten und übertragen werden.
- 33. Verfahren zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für die Großproduktion, wobei ein Auftragselement für die Substanz an die Warenbahn bzw. eine Schablone magnetisch angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß eine Rakelleiste durch mit hündischer Betätigung erfolgendes axiales Verdrehen eines Tragholmes verschwenkt und die gewonnenen Einstellwerte auf eine mechanisiert bzw. automatisiert erfolgende Einstellung übertragen werden.
- 34. Verfahren nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, daß das axiale Verdrehen des Tragholmes auf eine Distanzänderung des Tragholmes zur Aufitragsfläche umgesetzt wird.
- 35. Verfahren zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für die Großproduktion, wobei ein Auftragselement für die Substanz an die Warenbahn bzw. eine Schablone magnetisch angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschieben des Tragholmes auf eine Distanzänderung des Tragholmes zur Auftragsfläche umgesetzt wird.
- 36. Verfahren zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für die Großproduktion, wobei ein Auftragselement für die Substanz an die Warenbahn bzw. eine Schablone magnetisch angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Bemustern usw. von Warenbahnen in Kurzmetragen die Auftragungssubstanz mittels einer händisch zu betätigenden Vorrichtung und beim Bemustern usw. in Großproduktion mittels einer elektromechanisch, pneumatisch oder dgl. zu betätigenden, gegebenenfalls automatisch gesteuerten Einrichtung zugefuhrt wird.
- 37. Verfahren zum Bemustern, Beschichten oder Einfärben von Warenbahnen in Kurzmetragen und/oder für die Großproduktion, wobei ein Auftragselement für die Substanz an die Warenbahn bzw. eine Schablone magnetisch angepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß für die Betriebsartänderung von Kurzmetragen auf Großproduktion, unter Beibehaltung der zustandegebrachten Auftragungsergebnisse (d. h. Ergebnisse reproduzierend bzw. übertragend), mehrere Verfahrenskomponenten (kombiniert) geändert werden können, wie -8- 5 AT 392 745 B z. B. Umstellung der Substanzzuführung von händisch auf mechanisch bzw. automatisch gesteuert, Winkellageneinstellung von händisch auf mechanisch betätigt bzw. automatisch gesteuert oder auch von Einstellen durch Tragholmverdrehung auf Einstellen durch Tragholmverschiebung oder -distanzveränderung usw. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -9-
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