AT392725B - Moebelteil mit einer schubladenfuehrung - Google Patents

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Description

AT 392 725 B
Die Erfindung bezieht sich auf einen Möbelteil mit einer Schubladenführung nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Bei Schubladenführungen der vorstehend genannten Art ist es bekannt, daß die Schublade auf dem waagerechten Schenkel der Leiste (Gleitwinkel) auf liegt. Für die Leichtgängigkeit der zueinander bewegten Teile sind vielfach Rollen vorgesehen. Als Führungsschienen dienen im allgemeinen z. B. solche mit U-förmigem Querschnitt, wobei die an dem anderen Möbelteil angebrachten Rollen od. dgl. in die U-förmige Führungsschiene eingreifen. Es handelt sich hierbei um eine verhältnismäßig aufwendige Schubladenführung, die kostenverteuemd ist. Man benötigt bei der Herstellung besondere Arbeitsgänge und zusätzliche Teile. Andererseits sind die einfachen Schubladenauszüge primitiv und gewährleisten vielfach nicht den gewünschten Erfolg.
Ein Möbelteil mit Schubladenführung, von dem der Oberbegriff des Patentanspruchs 1 ausgeht, ist aus der US-PS 2 872 271 bekannt. Bei diesem bekannten Möbelteil haben die möbelseitigen Gleitwinkel zwei waagerechte Schenkel, zwischen denen die schubladenseitigen Schienen geführt sind. Diese Schenkel haben voneinander einen vertikalen Abstand, der wesentlich größer ist als die vertikale Breite da- schubladenseitigen Führung. Diese Führung hat am rückwärtigen Ende einen nach oben abgesetzten Endabschnitt, wobei der Übergang von dem vorderen Schienenteil zum Endabschnitt eine Stufe bildet, die beim Herausziehen der Schublade gegen einen vom oberen Schenkel des Gleitwinkels nach unten abstehenden Anschlag stößt Damit die Schublade an dem Anschlag vorbei bewegt werden kann, kann sie im herausgezogenen Zustand hochgeschwenkt werden, wobei der Endbereich der Schiene in eine Unterbrechung am unteren Schenkel des Gleitwinkels eintaucht. Bei eingesetzter Schublade bildet der obere Schenkel der Gleitschiene den Niederhalter für den hochgesetzten Endabschnitt der schubladenseitigen Schiene. Immer dann, wenn auf den herausgezogenen Teil der Schublade eine vertikale Kraft einwirkt, wird der rückwärtige Endbereich der Schiene gegen den oberen Schenkel der Gleitschiene hochgedriickt Der hochliegende Endabschnitt der Schiene ist zwingend erforderlich. Dadurch wird es aber auch nötig, daß beide Schenkel des Gleitwinkels einen Abstand haben, der größer ist als die vertikale Erstreckung der schubladenseitigen Schiene. Der Übergang zwischen dem vorderen und dem hochgesetzten rückwärtigen Bereich der Schiene bildet einen nach vorne weisenden Anschlag, während der Anschlag am vorderen Ende des oberen Schenkels der möbelseitigen Gleitschiene nach hinten gerichtet ist. Dadurch wird die Schubladenführung insgesamt aufwendig und gleichzeitig wird das Führungsverhalten verschlechtert
Die FR-PS 2 244 336 beschreibt einen Möbelteil mit Schubladenführung, bei dem der obere Schenkel der möbelseitigen Gleitschiene am vorderen Ende einen in das Innere der Schublade hineinragenden Vorsprung aufweist. Dieser Vorsprung hat ausschließlich eine Begrenzungsfunktion in Verbindung mit der oberen Schubladenkante, er wirkt jedoch nicht als Niederhalter für die Schublade. Als Niederhalter wirkt der obere Schenkel, der sich über die gesamte Länge des Gleitwinkels erstreckt Diese Vorrichtung erfordert zwingend eine Führungsschiene am oberen Schubladenrand, damit der Ansatz zur Begrenzung der Auszugsbewegung in die Schublade eintauchen kann.
Aus der AT-PS 328 128 ist ein Möbelteil mit Schubladenführung bekannt bei dem der waagerechte Schenkel des Gleitwinkels - im Querschnitt gesehen - mit einer Stufe versehen ist deren Flanke als Seitenführung für die Schiene der Schublade dient
Schließlich ist aus der US-PS 2 997 355 eine Schubladenführung bekannt, bei der an den schubladenseitigen Schienen Abwinklungen vorgesehen sind. Einige Abwinklungen dienen zur Befestigung einer Frontplatte und andere Abwinklungen dienen als Anschläge für die Begrenzung der Auszugsbewegung der Schublade. Die Anschläge sind am oberen Schubladenrand vorgesehen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Möbelteil der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art zu schaffen, bei dem die Schubladenführung vereinfacht und gleichzeitig das Führungsverhalten verbessert ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen.
Durch die Erfindung wird erreicht, daß der Ansatz über der Unterbrechung des Schenkels des Gleitwinkels in geringer Höhe, die der vertikalen Erstreckung des Schenkels der Schiene entspricht, über dem Schenkel des Gleitwinkels angeordnet werden kann. Die schubladenseitige Schiene hat im eingeschobenen Zustand ein nur sehr geringes vertikales Spiel zwischen dem Schenkel und dem Ansatz des Gleitwinkels. Daher kann der Ansatz, der sich im Bereich der Unterbrechung befindet, zugleich als Niederhalter benutzt werden, ohne daß er sich weiter in den rückwärtigen Bereich der Schubladenführung erstrecken müßte.
Bei der Schubladenführung als Einfachauszug sind die Forderungen für eine möglichst große Ausziehlänge bei insbesondere langen Schubladen mit einer Arretierung für das Ausziehen der Schublade kurz vor dem Ende in Verbindung mit der Möglichkeit, die Schublade schnell und sicher von der Führung ganz abnehmen und wieder einsetzen zu können, bei einfacher Ausführung der Teile und hoher Stabilität gewährleistet. Insbesondere ermöglicht der Erfindungsgegenstand ein Umwandeln einer Schubladenführung mit Rollen bei doppelwandig ausgebildeten Seitenwänden in eine gleitende Schubladenführung ohne Rollen in einfacher und zuverlässiger Weise, wobei die verschiedenen Schubladenführungen bzw. die dafür vorgesehenen Teile sich gegenseitig nicht behindern. Die erfindungsgemäße Ausbildung der Schubladenführung gestattet weiterhin, daß die Führung für die Schublade auf eine verhältnismäßig kurze Strecke am Anfang der Aufnahmeöffnung für die Schublade an dem Möbel beschränkt werden kann. -2-
AT 392 725 B
Vorteilhaft hat der als Anschlag für die Schublade dienende Ansatz der Schiene an dem Gleitwinkel eine in Längsrichtung des Gleitwinkels langgestreckte Form und der waagerechte Schenkel des Gleitwinkels ist an der Stelle des rückwärtigen Endes des Ansatzes mit einer zur Unterbrechung abfallenden Rampe versehen. Der Vorsprung an der Schiene ist bevorzugt von einer Abwinklung eines Schenkels der Schiene gebildet. Bei dieser Ausbildung der Teile ist ein schnelles und zuverlässiges Herausnehmen der Schublade und ein Wiedereinfädeln in die Schubladenführung ermöglicht, wobei die Teile selbst, nämlich der Anschlag, die Stabilität des Gleitwinkels gerade an der Stelle einer verhältnismäßig langen Unterbrechung des waagerechten Schenkels herbeiführen und somit der Gleitwinkel an keiner Stelle auf seiner Länge in seiner Festigkeit und Steifigkeit geschwächt ist.
Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist, wie an sich bekannt, der waagerechte Schenkel des Gleitwinkels - im Querschnitt gesehen - stufenförmig ausgebildet. Durch die längsverlaufende Flanke an der Stufe des Längsschenkels des Gleitwinkels wird eine sichere und einwandfreie Seitenführung der Schublade bzw. der auf dem Gleitwinkel aufsitzenden Schiene erzielt Zugleich ergibt sich eine wesentliche Erhöhung der Festigkeit des Gleitwinkels durch den stufenförmig ausgebildeten waagerechten Schenkel der Gleitführung, was auf den stufenförmigen Querschnitt des waagerechten Schenkels des Gleitwinkels zurückzuführen ist
Der Erfindungsgegenstand ist insbesondere vorteilhaft bei Schubladen mit doppelwandig ausgebildeten Seitenwänden, die vornehmlich Schubladen verhältnismäßig großer Länge besonders steif gegen Biegung im weit nach vom gezogenen Zustand machen. Bei dieser Doppelwandigkeit der Seitenwände kann insbesondere die Außenwand als Träger für eine Rollenführung dienen. Bei dieser Ausbildung der Schublade ist die Schiene mit ihrem waagerechten Teil unterhalb des Raums zwischen den Wandteilen der Doppelwand vorgesehen. Dies ermöglicht eine Verwendung der Schublade mit doppelwandig ausgebildeten Seitenwänden je nach Wahl für eine Rollenführung oder eine Gleitführung als Einfachauszug, ohne daß sich die Halterungsteile gegenseitig stören.
Die Erfindung wird anhand eines in der Erfindung dargestellten Ausführungsbeispiels nachstehend erläutert
Fig. 1 zeigt ein Möbelteil mit einer Schublade als Einfachauszug gemäß der Erfindung im Schaubild und im Schema. Fig. 2 ist ein Schnitt nach der Linie (II-II) der Fig. 1. Fig. 3 stellt eine Ausführungsform des Gleitwinkels gemäß der Erfindung im Schaubild schematisch dar. Fig. 4 ist eine Ansicht auf den Gleitwinkel der Fig. 3 von innen in Richtung der Pfeile und der Linie (IV-IV) der Fig. 2. Fig. 5 stellt eine Draufsicht auf den Gleitwinkel der Fig. 3 bei vorhandener Schiene der Schublade im Schema dar.
Die Schublade (1) ist mit einer Schubladenführung (2) als Einfachauszug ausgestattet wobei die Schublade (1) an einem an dem Möbelteil (3) zu befestigenden schienenförmigen Gleitwinkel (4) gleitend gelagert ist. Hierbei liegt die Schublade (1) auf einem waagerechten Schenkel (5) des Gleitwinkels (4) auf. Hierzu dient eine Schiene (6), die bei dem Ausführungsbeispiel einen Z-förmigen Querschnitt besitzt und am unteren Rand der Seitenwand (7) der Schublade (1) in geeigneter Weise abnehmbar befestigt ist Die Seitenwand (7) der Schublade (1) ist vorzugsweise doppelwandig ausgebildet mit den Wandteilen (7a) und (7b), wobei ein Absatz (8) des außenliegenden Wandteils (7b) zur Verwendung einer Rollenführung als Bahn zur Aufnahme der Rollen einer entsprechend ausgebildeten Schubladenfuhrung dienen kann.
Der Gleitwinkel (4) mit dem senkrechten Schenkel (4a), der an dem Möbelteil (3) befestigt vorzugsweise anzuschrauben, ist besitzt an dem waagerechten Schenkel (5) zwischen den Enden eine Unterbrechung (10), oberhalb der ein Ansatz (11) angeordnet ist Der Ansatz kann ein vorstehender Zapfen sein. Bei der bevorzugten Ausführungsform hat der Ansatz (11) eine in Längsrichtung des Gleitwinkels langgestreckte Form als kleiner plattenartiger Teil, der mit dem waagerechten Schenkel (5) des Gleitwinkels zweckmäßig ein Stück bildet. Mit dem rückwärtigen Ende (11a) des Ansatzes (11) greift ein Vorsprung (12) der Schiene (6) als Anschlag beim Herausziehen der Schublade zusammen. Der Vorsprung (12) besteht zweckmäßig aus einer Abwinklung des waagerechten Schenkels (6a) der Schiene (6).
Der waagerechte Schenkel (5) des Gleitwinkels (4) ist an der Stelle des rückwärtigen Endes (11a) des Ansatzes (11) mit einer zur Unterbrechung (10) abfallend verlaufenden Rampe (13) versehen. Weiterhin ist der langgestreckte Ansatz (11) in der Länge kürzer als die Länge der Unterbrechung (10) an dem waagerechten Schenkel (5) des Gleitwinkels (4). Der Schenkel (5) ist bevorzugt mit einer Stufe (15) versehen, wobei die Schiene (6) mit ihrem Schenkel (6a) auf dem abgesetzten Teil des waagerechten Schenkels (5) des Gleitwinkels (4) aufliegt. Hierbei dient die Hanke (5b) als seitliche Führung für die Schiene (6) und damit der Schublade (1).
Der Gleitwinkel (4) ist vorteilhaft ein Kunststoffteil aus einem Kunststoffmaterial mit hoher Gleitfähigkeit. Mit (16) sind Ausnehmungen in dem waagerechten Schenkel (5) bezeichnet, die zur Einsparung an Kunststoffmasse dienen, ohne daß die Festigkeit leidet Die abgestufte Ausbildung des waagerechten Schenkels (5) des Gleitwinkels (4) verleiht dem Schenkel eine erhöhte Steifigkeit und Festigkeit, wobei zugleich eine sichere Kantenführung für die Schublade erzielt wird. An der Stelle der Unterbrechung (10) der unteren Stufe (5a) des waagerechten Schenkels (5) ist der langgestreckte Ansatz (11) vorgesehen, so daß auch an dieser Stelle bis auf eine kurze Länge der waagerechte Schenkel (5) und damit der Gleitwinkel (4) eine entsprechende Steifigkeit und Festigkeit auf Biegung erhält.
Mittels der Unterbrechung (10) und der Rampe (13) kann die Schublade (1) mit dem Schenkel (6a) und dem Vorsprung (12) durch leichtes Anheben eingesetzt und auf den abgestuften Teil (5a) als Führungsbahn gebracht werden. Das gleiche gilt beim Herausnehmen der Schublade aus der entsprechenden Führung. Der Gleitwinkel (4) schließt vorteilhaft etwa mit der Vorderkante des Möbelteils (3) ab. Auch für eine lange -3-

Claims (5)

  1. AT 392 725 B Schublade genügt ein Gleitwinkel von verhältnismäßig kurzer Länge, etwa 35 bis 45 cm, um der herausgezogenen Schublade eine genügende Auflage und Anlage und somit einen ausreichenden Halt zu geben. Wie bereits beschrieben, ist bei langen Schubladen (1) die Seitenwand doppelwandig ausgebildet, und zwar mit den Wandteilen (7a) und (7b). Der waagerechte Schenkel (5) des abgestuften Teils (5a) und der waagerechte Schenkel (6a) der Schiene (6) befinden sich hierbei zweckmäßig im Raum (17) zwischen den beiden Wandteilen (7a) und (7b), vorzugsweise dicht unterhalb der unteren Kante des äußeren Wandteils (7b). Auf diese Weise wird der Raum zwischen den Wandteilen für den Einfachauszug vorteilhaft ausgenutzt. Die Schublade (1) ist sowohl für eine mit Rollen versehene Schubladenführung als auch für eine Schubladen-Gleitfiihrung verwendbar. PATENTANSPRÜCHE 1. Möbelteil mit einer Schubladenführung als Einfachauszug für eine Schublade, bei der eine Schiene beidseitig der Schublade an einem an dem Möbelteil zu befestigenden Gleitwinkel gleitend gelagert ist und auf einem waagerechten Schenkel des Gleitwinkels aufliegt, wobei der waagerechte Schenkel des Gleitwinkels zwischen den Enden eine Unterbrechung aufweist, über der ein Ansatz angeordnet ist, und die Schiene an ihrem hinteren Ende einen hochstehenden, mit dem Ansatz zusammenwirkenden Vorsprung aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (11) in der Länge kürzer als die Länge der Unterbrechung (10) an dem waagerechten Schenkel (5) des Gleitwinkels (4) ist, und daß der Vorsprung (12) der am unteren Schubladenrand befestigten geradlinigen Schiene (6) bei herausgezogener Schublade (1) gegen das rückwärtige Ende (11a) des Ansatzes (11) stößt
  2. 2. Möbelteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (11) eine in Längsrichtung des Gleitwinkels (4) langgestreckte Form hat, und daß der waagerechte Schenkel (5) des Gleitwinkels (4) an der Stelle des rückwärtigen Endes (11a) des Ansatzes (11) mit einer zur Unterbrechung (10) abfallenden Rampe (13) versehen ist.
  3. 3. Möbelteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wie an sich bekannt der waagerechte Schenkel (5) des Gleitwinkels (4) - im Querschnitt gesehen - mit einer Stufe (15) versehen ist deren Flanke (5b) als Seitenführung für die Schiene (6) der Schublade (11) dient
  4. 4. Möbelteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (12) an der Schiene (6) von einer Abwinklung eines Schenkels (6a) der Schiene gebildet ist
  5. 5. Möbelteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schublade (1) doppelwandig ausgebildete Seitenwände (7) auf weist und daß der waagerechte Schenkel (6a) der Schiene (6) und der abgestufte Teil (5a) des waagerechten Schenkels (5) des Gleitwinkels (4) in dem Raum (17) zwischen den Wandteilen (7a, 7b) der Schublade (1) vorgesehen sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen
AT4317/83A 1982-12-28 1983-12-12 Moebelteil mit einer schubladenfuehrung AT392725B (de)

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