AT392572B - Schuhsohle - Google Patents
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Description
AT 392 572 B
Die Erfindung bezieht sich auf die Schuhsohle eines Motorradschuhs, die einen Sohlenrohling umfaßt, mit einer Unterfläche, einer durch die Anatomie des Fußes gegebenen natürlichen Sohlen-Umfangslinie und mit einem vorne außen an der Schuhsohle liegenden Sohlen-Umfangsbereich, in dem die Sohle erhöhter Abriebgefahr durch Schrägneigung des Motorrads in Kurven ausgesetzt ist Die Schuhsohle kann allgemein ein Vorprodukt sein oder kann ein Teil eines Motonadschuhs, insbesondere -Stiefels, sein.
Beim Motorrad-Rennsport stellt die Bodenberührung mit der Stiefelkante die vom Fahrer fühlbare Grenze der Seitenneigung dar. Durch das resultierende Radieren erleiden die Außenkanten der Motorradschuhe einen verstärkten Abrieb, der zur Folge hat, daß der einzelne Schuh oft nur ein einziges Rennen oder eine kleine Zahl von Rennen überlebt.
Es ist bekannt, solche Stellen eines Schuhs, die dem Verschleiß besonders ausgesetzt sind, speziell zu verstärken, beispielsweise durch Eisenbeschläge oder auch durch Aufbringen (US-PS 4 264 706) oder Eindiffundieren eines abriebfesteren Stoffs (DE-OS 30 34 731). Auch ist es bekannt, die beim Autofahren besonders der Abnutzung und der Verschmutzung ausgesetzte Schuhrückseite galoschenartig durch ein Aufsteckstück zu schonen (US-PS 4 441264) oder Verschleißteile, nämlich Sohlen-Verstärkungselemente oder bei Fußballschuhen Sohlenprofilvorsprünge austauschbar anzuschrauben (US-PS 3 934 359, DE-OS 25 01 561). Auch sind Schuhsohlen bekannt, in denen eine hinterschnittene Nut gebildet ist, in die austauschbar eine Einziehkordel eingesetzt ist, die dann einen Sohlenvorsprung bildet und beim Gehen verschleißt (DE-OS 27 41 686). Bei diesen bekannten Verschleißkörpem handelt es sich darum, dem normalen Verschleiß insbesondere beim Gehen oder Laufen zu begegnen. Die bekannten Schutz- oder Austauschkörper eignen sich nicht für Motoiradstiefel, bei denen der Abrieb durch die Bodenberührung an anderer Stelle erfolgt, und legen die Verwendung eines Verschleißpflasters an dieser Stelle auch nicht nahe, da es sich dort nicht um den normalen Gehverschleiß handelt, sondern um eine Bodenberührung, die im Rahmen des "Zehenspitzengefühls" des Rennfahrers für dessen Darbietung eine wesentliche Rolle spielt
Durch die Erfindung soll mit Hilfe einer verbesserten Schuhsohle die Möglichkeit des Bodenfuhlens durch den Rennfahrer verbessert und zugleich dabei die Lebensdauer des damit hergestellten Motorradschuhs wesentlich verlängert werden. Dies wird durch die Erfindung erreicht, die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Sohlenrohling einen örtlich erhöhten Rand aufweist welcher im Umfangsbereich mit der erhöhten Abriebgefahr von einer von der natürlichen Sohlen-Umfangslinie an der Unterfläche nach innen versetzten Linie schräg nach oben außen ansteigt und an seiner Außenseite ein Befestigungsmittel aufweist an dem ein Verschleißpflaster austauschbar befestigt ist Hierbei wird Schutz auch für das Verschleißpflaster und für den zu dessen Befestigung präparierten Motorradschuh beansprucht. Mit Hilfe des Befestigungsmittels läßt sich ein auswechselbares Verschleißpflaster anbringen, das nach einem oder mehreren Rennen von der Sohle abgenommen wird und durch ein neues ersetzt wird, so daß der Rennfahrer auch bei alten Motorradschuhen stets für eine konstante Bodenkontakt-Fühlhöhe sorgen kann. Das Verschleißpflaster befindet sich außen vorne an der Sohle und ist von dieser etwa nach Anspruch 4 durch eine gerade Kante, die nach Art einer Sehne die Schuh-Unterfläche teilt, getrennt. Diese Konstellation weist erhebliche Vorteile gegenüber einer beispielsweise nur schräg zurückgesetzten Sohlenseitenwand auf, bei der das Verschleißvolumen nur einfach freigelassen ist, da bei einer solchen Ausführung die Annäherung an den Boden nicht spürbar ist und im Fall eines schließlichen Bodenkontakts der verbliebene Rand sehr schnell durchgescheuert ist Das Verschleißpflaster zeigt demgegenüber dann, wenn der herkömmliche Schuh mit dem Bodenkontakt beginnt, durch den Bodenkontakt des Verschleißpflasters die bereits erfolgte Annäherung an den Boden an, ohne daß hierbei der Schuh als solcher zerstört wird.
Als Befestigungsmittel kommt insbesondere ein Flächenreißverschluß in Frage, der bei ausreichend festem Halt ein sehr leichtes Austauschen des Verschleißpflasters ermöglicht, jedoch sind auch Druckknöpfe, Schrauben oder Riemen möglich. Zur Erzielung einer besseren Befestigung kann nach Anspruch 3 die Ausdehnung des Flächenreißverschlusses größer sein als die des eigentlichen Verschleißpflasters. Bei einer Dimensionierung nach Anspruch 5 wird der Bodenkontakt ebenso früh bemerkt wie bei herkömmlichen Stiefeln, er führt jedoch nicht zu einer Zerstörung des Stiefels. Anspruch 6 gibt eine vorteilhafte Maßnahme für die Beschaffenheit des Verschleißpflasters an, das insbesondere aus Gummi oder einem gummiartigen Kunststoff bestehen kann, der sich als auch bei Unebenheiten des Bodens nicht hart an diesem festhängt, sondern weich radiert, ohne im ganzen von der Sohle abzureißen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung. Es zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht von unten einer erfindungsgemäßen Schuhsohle mit im Abstand davon dargestelltem Verschleißpflaster,
Fig. 2 die Sohle nach Figur 1 in perspektivischer Ansicht von schräg oben hinten;
Fig. 3 einen Schnitt durch die Sohle einschließlich des Verschleißpflasters nach Figur 1 in einer Ebene (OT-III);
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht des Verschleißpflasters allein.
Ein aus Kunststoff geformter Sohlenrohling (1) besteht aus einem Absatz (2), der an seiner Unterseite profiliert sein kann, einem sich vom Absatz mit im wesentlichen gleichförmiger Dicke nach vom erstreckenden, an seiner Unterfläche (3) profilierten Sohlenlappen (4) und einem an Bereichen des Umfangs des Sohlenrohlings nach oben abstehenden stegförmigen Rand (5). Die Unterfläche (3) bzw. der Sohlenlappen (4) weisen eine -2-
Claims (6)
- AT 392 572 B Umfangslinie (6) auf, die von einer durch die Anatomie des Fußes gegebenen natürlichen Umfangslinie (7), die bei herkömmlichen Schuhen verwirklicht ist, bereichsweise abweicht. Die Unterfläche als Auftrittsfläche ist nämlich dort durch eine Sehnenlinie (8) begrenzt, die geradlinig ein imaginäres Sohlenlappensegment im vorderen Außenbereich der Schuhsohle abschneidet Von der Sehnenlinie (8) steigt der Rand (5) mit einem Winkel in der Größenordnung von 50 Grad gegen die Unterfläche oder die Bodenfläche, auf die die Schuhsohle stellbar ist, bis zu einer Höhe in der Größenordnung von 1,5 cm bis 2,5 cm über dieser Bodenfläche an. Im vorderen Bereich, also dem Bereich der Schuhspitze, setzt sich der Rand fort, jedoch ohne die starke Schrägneigung, die im Seitenbereich herrscht Aufgrund der Schrägneigung des Rands im Seitenbereich sind die Raumbedingungen für den durch den Schuh zu bekleidenden Fuß im Vergleich zu einem Sohlenlappen, der sich bis zur natürlichen Umfangslinie (7) erstreckt nicht wesentlich verschlechtert. Die Außenfläche des schrägen Teils des Rands (5) entspricht etwa der Grenzfläche maximal zulässigen Abschleifen bei Bodenberührung im Motorad-Rennsport. An die Außenseite des Rands (5) des Rohlings ist sowohl entlang dessen schrägem also auch entlang dessen eher senkrechtem Teil ein Befestigungsmittel in Form des Klettenteils (9) eines Flächenreißverschlusses aufgeklebt. An diesem Befestigungsmittel ist ein Verschleißpflaster (13) austauschbar zu befestigen, das aus dem Gewebeteil (14) des Flächenreißverschlusses und einem Abschleifkörper (15) besteht. Der Gewebeteil (14) entspricht in seiner Ausdehung dem Klettenteil des Flächenreißverschlusses, so daß er in seiner ganzen Ausdehnung an diesem angeheftet werden kann. Der Abschleifkörper (15) sitzt an der Außenseite des Gewebeteils (14), jedoch bedeckt er nicht die gesamte Außenfläche. Der Abschleifkörper (13) hat ein im wesentlichen dreieckiges Profil mit abgerundetem Scheitel und ergänzt, wenn das Verschleißpflaster (13) mit dem Sohlenrohling (1) verbunden ist, in Bereich des schrägen TeUs des Rands (5) das Sohlenprofil zu einer angenähert rechteckigen Konfiguration. Der abgerundete Scheitel des Abschleifkörpers nimmt hierbei die Stellung der Sohlenkante einer herkömmlichen Schuhsohle ein. Entsprechend dem um einen Teil des Umfangs des Sohlenlappens (4) verlaufenden Rand sind die beiden Teile des Flächenreißverschlusses langgestreckte Streifen. Der Abschleifkörper (15) erstreckt sich nicht über die gesamte Länge des Gewebeteils (14) des Flächenreißverschlusses, sondern bedeckt diesen Gewebeteil nur für die dem schrägen Teü des Rand (5) entsprechende Länge. Der beim Festlegen des Verschleißpflasters (13) vorne um die Schuhspitze, an der der Rand (5) weniger schräg ist, herumgelegte Länge des Gewebeteils (14) trägt kein Abschleifkörpermaterial mehr, sondern dient dazu, die Befestigung des Verschleißpflasters ausreichend sicher zu machen, damit sich dies bei einem radierenden Bodenkontakt nicht löst Sofern andere Mittel der lösbaren Befestigung des Abschleifkörpers gewählt sind, kann diese Verlängerung des Gewebeteils des Flächenreißverschlusses auch entfallen. Das Material des Abschleifkörpers ist gummiartig und zäh und ausreichend biegsam, um im Fall eines Bodenkontakts ein blockierendes Hängenbleiben jedenfalls zu vermeiden. Der Abrieb dieses Materials im Fall eines Bodenkontakts erfolgt gegen eine mäßige vom Material aufgebrachte Gegenkraft, die die Fahrstabilität nicht in Frage stellt. Die Haftkraft des Befestigungsmittels stellt hierbei eine Kraftgrenze dar, die durch die Reibung des Verschleißpflasters nicht überschritten werden kann, da sich andernfalls dessen Befestigung am Sohlenrohling löst. Einsetzender Bodenkontakt ist über das Verschleißpflaster für den Fahr»’ sofort spürbar. Durch diesen Kontakt wird das Material des Abschleifkörpers (15) abgetragen. Nach dem Rennen oder nach einer Anzahl von Rennen wird das Verschleißpflaster (13) insgesamt gegen ein neues ausgetauscht. Der Stiefel ist hierdurch in seiner Qualität und Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigt. PATENTANSPRÜCHE 1. Schuhsohle eines Motorradschuhs, die einen Sohlenrohling umfaßt, mit einer Unterfläche, einer durch die Anatomie des Fußes gegebenen natürlichen Sohlen-Umfangslinie und mit einem vorne außen an der Schuhsohle liegenden Sohlen-Umfangsbereich, in dem die Sohle erhöhter Abriebgefahr durch Schrägneigung des Motorrads in Kurven ausgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Sohlenrohling (1) einen örtlich erhöhten Rand (5) aufweist, welcher im Umfangsbereich (10) mit der erhöhten Abriebgefahr von einer von der natürlichen Sohlen-Umfangslinie (7) an der Unterfläche (3) nach innen versetzten Linie (8) schräg nach oben außen ansteigt und an sein«’ Außenseite ein Befestigungsmittel (9) aufweist, an dem ein Verschleißpflaster (13) austauschbar befestigt ist.
- 2. Schuhsohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Befestigungsmittel (9, 14) ein Flächenreißverschluß ist, dessen beide Teile einerseits am Sohlenrohling (1) und andererseits am -3- AT 392 572 B Verschleißpflaster (13) sitzen.
- 3. Schuhsohle nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sich der schuhsohlenseitige Teil (9) des Flächenreißverschlusses (9,14) über den Umfangsbereich (10) mit der erhöhten Abriebgefahr hinaus noch auf benachbarten Partien des Rands (5) fortsetzt.
- 4. Schuhsohle nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die nach innen versetzte Linie (8) eine den vorderen Außenbereich der durch die natürliche Sohlen-Umfangslinie (7) eingeschlossenen Fläche abschneidende gerade Linie ist.
- 5. Schuhsohle nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschleißpflaster (13) ein die Form der Schuhsohle zur Form bekannter üblicher Schuhsohlen ergänzendes Profil aufweist.
- 6. Schuhsohle nach einem der Ansprüche 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß das Verschleißpflaster (13) einen Abschleifkörper (15) aus einem abreibbaren Material aufweist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung
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