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Die Erfindung betrifft eine Krawatte bzw. Halsbinde, insbesondere Fertigkrawatte, die wenigstens zum Teil aus festen, im wesentlichen unbiegsamen Plättchen, die vorzugweise aus Glas, Metall, Steinmaterial, Hartkunststoff od. dgl. bestehen, aufgebaut ist, welche Plättchen gelenkig miteinander verbunden sind, wobei an einem Ende der so gebildeten Plättchenkette ein Befestigungselement vorgesehen ist, das aus einem der Halsform angepassten bzw. anpassbaren, unter den Kragenenden anzuordnenden Streifen besteht, auf dem ein krawattenknopfartiger Teil sitzt, wobei dieses Befestigungselement mit den anschliessenden Plättchen gelenkig verbunden ist. Eine solche Krawatte ist aus der US-PS 4 627 113 bekannt.
Bei dieser bekannten Krawatte sind jedoch die einzelnen Plättchen der Plättchenkette auf beiden Seiten eines durchgehenden, eine gelenkige Verbindung zwischen den Plättchen darstellenden, Trägerstoffstreifens befestigt, wodurch ein Auswechseln einzelner Plättchen - sei es im Falle einer Beschädigung oder zur Erzielung besonderer optischer Effekte erschwert bzw. unmöglich wird. Ausserdem stört der Trägerstoffstreifen im Falle der Verwendung von durchsichtigem Glas für die Plättchen den Charakter einer"Glaskrawatte"erheblich.
Ziel der Erfindung ist die Behebung dieser Nachteile der bekannten Krawatte. Dies wird bei der eingangs näher bezeichneten Krawatte erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass die Plättchen und bzw. oder das Befestigungselement im Bereich der Verbindungsstelle (n) mit Löchern versehen sind, durch die zwecks gelenkiger Verbindung benachbarter Plättchen die Schenkel von U-förmig gebogenen Spangen gesteckt und aufeinanderzu umgebogen sind, oder dass die Plättchen und bzw. oder das Befestigungselement im Bereich der Verbindungsstelle (n) Klemmen aufweisen, die durch Gelenke, insbesondere Scharniergelenke, miteinander verbunden sind.
Dadurch ist insbesondere eine einfache Auswechselbarkeit der einzelnen Plättchen auch durch den Benutzer und damit die Möglichkeit der individuellen Abstimmung der Krawatte auf Kleidung und andere Accessoirs gegeben.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann eine Verdrehung der Plättchen untereinander bzw. eine Verdrehung der Plättchenkette gegenüber dem Befestigungselement im Halsbereich des Trägers dadurch vermieden werden, dass die Stegbreite der U-Spange wesentlich grösser ist als deren Schenkelbreite.
Aus der GB-PS 1 398541 ist lediglich ein der Halsform angepasster, unter den Kragenenden anzuordnender Streifen für die gelenkige Befestigung eines Schmuckanhängers bekannt
An Hand der Zeichnungen werden nun Ausführungsbeispiele der Erfindung näher beschrieben. Dabei zeigen Fig. 1 in Vorderansicht, Fig. 2 in Seitenansich zum Teil und Fig. 3 in Ansicht von oben eine erfindungsgemässe Krawatte bzw. Fertigkrawatte sowie die Fig. 4 bis 12 verschiedene Gestaltungen des Hauptteils der Krawatte ohne Knopf bzw. Befestigungselement in schematischer Darstellung.
Wie den Fig. 1, 2 und 3 zu entnehmen ist, ist der Hauptteil (1) der Krawatte aus Plättchen (2) bis (4) verschiedener Gestaltung aufgebaut, welche durch unedle, veredelte oder edle Metallklammern, Ringe bzw. Ketten in zueinander gelenkig bewegbarer Form untereinander und mit dem Befestigungselement (5) verbunden sind, das einen unter den Kragenenden anzuordnenden Streifen (6) mit Öffnungen (7) zur Befestigung herkömmlicher Maschen-oder Krawatten- (Fertigkrawatten-) Bänder aufweist. Zu diesem Zweck sind die Plättchen (2) bis (4) und/oder das Befestigungselement (5) im Bereich der Verbindungsstellen mit Löchern versehen, durch die zwecks gelenkiger Verbindung benachbarter Plättchen die Schenkel von U-förmig gebogenen Spangen (8) als Verbindungselemente gesteckt und aufeinander umgebogen sind.
Es können aber auch die Plättchen und/oder das Verbindungselement im Bereich der Verbindungsstelle Klemmen (9) aufweisen, die durch Gelenke, insbesondere Scharniergelenke (9') miteinander verbunden sind.
Einige mögliche Ausführungen der vorerwähnten Verbindungselemente zeigt Fig. 2 und zwar eine UKlammer (8), eine Klemme (9) mit etwa Doppel-U-Form bzw. aus zwei durch ein Scharniergelenk (9') untereinander verbundene U-förmige Klammern (9) und einen Ring (10). Solche Verbindungselemente (8,9 bzw. 10) können sich an vier Ecken der Plättchen (2) bis (4) befinden. Günstig sind Verbindungselemente (8) bis (10), die verhindern, dass sich die Teile (2) bis (5) beim Tragen nicht gegeneinander verdrehen können, z. B.
Spangen, Klammern und Ringe entsprechender Breite, beispielsweise mit verbreitertem Steg. So verhindert man eine Beschädigung des Hemdes durch die aus Hartmaterial bestehende Krawatte. Dies ist wichtig, weil somit die Unterfütterung der Hartteile durch weiches Material unterbleiben kann. Auf Weichmaterial allein wäre nämlich die bei der erfindungsgemässen Krawatte ohne weiteres mögliche Ausgestaltung durch Aufbringung diverser Schmuckteile, Gravuren usw. naturgemäss nicht möglich.
Der Krawattenhauptteil (1) besteht je nach Bedarf aus mehreren durch Belag, Schliff, auch Kantenschliff, Ätzung, Sandstrahlung, Bemalung, Politur, Veredelung, z. B. Vergoldung, Ziselierung oder Gravur veredelten oder unveredelten flachen oder mit hervorstehenden Objekten wie Schmuck oder Edelsteinen versehenen Plättchen aus Glas, unedlem, veredeltem oder edlem Metall oder Stein. Diese Plättchen sind in Grösse und Form modifizierbar. Aber auch das Befestigungselement (5) und die Verbindungselemente können in dieser Weise behandelt werden.
Das Befestigungselement (5), das auch als Knopf der Krawatte bezeichnet werden kann, ist aus untereinander verklebten bzw. verlöteten, gegebenenfalls auch veredelten Hohlteilen (11,6) und einem Flachteil (12) aufgebaut. Dabei bilden die Teile (11) und (12) zusammen den eigentlichen Krawattenknopf.
Der bei Verwendung am Kragen anliegende Streifen (6) als Träger des Krawattenknopfes (11,12) wird zweckmässigerweise durch Biegen oder Schleifen (bei Stein) der Halsform angepasst. In diesem Streifen (6) befinden sich (beim Tragen der Krawatte unter dem Hemdkragen verborgen) hier an beiden Enden je eine ovale Lochbohrung (7) zur Befestigung von Haltebändern. Statt dieser Lochbohrungen (7) können auch Haken oder
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Klammern zur Verankerung der Haltebänder vorgesehen sein, wobei letztere herkömmliche Maschen- oder Krawattenbänder sein können.
Der technische Nutzen einer solchen Krawatte besteht vor allem darin, das die nur aus festen bzw. starren Teilen aufgebaute Krawatte auf Grund dessen als Trägerkörper für Edelsteine, Schmuck, z. B. Ketten bzw.
Broschen und Weiterbearbeitungsformen dient, die auf Stoff nicht möglich wären, z. B. für Gravuren, optischen Schliff usw.
Hiermit ergibt sich ein Schmuckstück, das dem traditionellen Herrenschmuck Krawatte eine neue Facette bietet. Indem solch eine Krawatte - z. B. aus unaufdringlichem, neutralem Glas - unterstrichen durch dezent auftretende Metalle erst auf den zweiten Blick sichtbar wird, erhöht sie den Ausdruck gediegener Eleganz in Verbindung mit zeitlosem Design. Der Wert ist bleibend wegen der Unumgänglichkeit langwieriger Handarbeit bei der Herstellung, die jedem Stück den Charakter des Einzigartigen verleiht.
Es sind auch Ausführungen mit mehreren Plättchenreihen, insbesondere nebeneinander möglich. Auch die äussere Form des Krawattenhauptteils (1) kann verschieden sein.
Diverse solche Formen des Hauptteils (1) zeigen die Fig. 4 bis 12. Gemäss den Fig. 4 bis 7 wechseln verschieden breite Plättchen (13) bis (26) verschiedener Grösse und Form einander ab. Die Teile (22) sind dazu Halbteile, die in der Mitte zueinander beweglich verbunden sein können. Fig. 8 zeigt ein Art Zopfmuster, das aus Teilen (27) bzw. (28) bzw. (29) aufgebaut ist, die verschieden geformt sind.
Nach Fig. 9 ist der Hauptteil (1) aus Dreiecken (30,31) bzw. aus Teilen (32,33) mit entsprechenden dreieckigen Ausschnitten (30', 31') aufgebaut. Bei der Gestaltung nach Fig. 10 umschliessen kleine Plättchen (34) bis (45) ein grosses zentrales Plättchen (46). Der so gebildete Krawattenteil wird hierauf über das Plättchen (47) mit dem Befestigungsteil verbunden. Alle oder ein Teil dieser Plättchen sind wiederum untereinander gelenkig verbunden, wobei diese Verbindung wieder so erfolgen kann, dass ein Verdrehen des Krawattenteils (1) gegenüber der Hemdoberfläche unterbunden wird.
Fig. 11 veranschaulicht statt querliegender Plättchen vornehmlich längsgerichtete Plättchen (48) bis (52) verschiedener Länge, zwischen denen wieder Verbindungen der vorgeschilderten Art (nicht dargestellt) vorzusehen sind. Der Anschluss zum Knopfteil geschieht über das Plättchen (53). Die Fig. 12 zeigt schliesslich einen Hauptteil (1) aus verschieden breiten parallelogrammförmigen Plättchen (54) bis (58) und daraus (am Teil (55)) angebrachten Zusatzteilen (59) bis (63) zur Ausgestaltung.
In allen gezeigten Fällen kommt als Material insbesondere Glas, Metall oder Stein in Frage. Die äussere
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nach individuellen Wünschen-modifizierbar.