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Die Erfindung betrifft ein Gerät, insbesondere zur Verteilung von Wasser zum Zwecke der Beregnung, mit einem feststehenden, auf der Wasserzuleitung montierten Standrohr und einem auf diesem drehbar gelagerten, in einer Radialebene abgewinkelten und in einer Düse endenden Strahlrohr, wobei für die Erzeugung der Drehbewegung des Strahlrohres ein mit diesem in Wirkverbindung stehender Antriebsmotor dient.
Es ist bekannt, Regner mit schwingenden Pendeln oder mit Turbinen anzutreiben. Aber auch die Reaktion des aus einer abgewinkelten Düse austretenden Wasserstrahles in Kombination mit einem die Drehbewegung gleichmässig haltenden Hemmwerk findet Verwendung. Regner mit Pendel, Turbine und Hemmwerk sind z. B. aus den US-PS 3559887, 4201344 und 3 386 662 bekannt.
Nachteilig bei diesen Antriebssystemen ist die Tatsache, dass die Antriebsenergie aus dem zu verteilenden Wasser entnommen wird und damit immer einen Energie-Verlust ergibt. Nachteilig ist ferner, dass einerseits bei den mit Pendeln ausgestatteten Regnern frei bewegliche Teile aufgebaut sind, die leicht beschädigt werden können und somit an Wirkung einbüssen ; anderseits, wenn zum Antrieb nur ein Teilwasserstrom abgezweigt wird, dass dessen Abzweigstelle - bei Verunreinigungen im Wasser - leicht verstopft. Ein weiterer Nachteil liegt bei den bekannten Regnern darin, dass bei unterschiedlichen Arbeitsdrücken und Düsendurchmessern die Drehgeschwindigkeit der Regnerdüse nur durch entsprechende Justierung gleichmässig gehalten werden kann.
Als unbefriedigend wird bei herkömmlichen Sektorregnem (also jenen Regnern, die nur einen Teil (Sektor) des Vollkreises beregnen) auch das "Überlaufen" der Sektoranschläge empfunden. Die Grösse des Sektorwinkels kann so oft nicht eindeutig festgelegt werden. Das gilt besonders bei Regnern mit raschem Rücklauf. Die FR-PS 1 482 482 zeigt ein Gerät zum Versprühen von Insektenvertilgungsmitteln, wobei ein von einem, das Versprühgerät hinter sich herziehenden Zuggerät aus gespeister Elektromotor zum Verschwenken der Düse verwendet wird.
Die Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu vermeiden und überdies einen Regner zu schaffen, der nicht durch das zu verteilende Wasser angetrieben wird und pendellos ist.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass der Antriebsmotor, wie an sich bekannt, ein Elektro- oder Kraftstoffmotor ist, und dass der Antriebsmotor samt einer Antriebseinheit, wie Getriebe, Rutschkupplung, Batterie, Kraftstoffbehälter usw. auf dem Strahlrohr montiert ist und mit einem Reibrad, Zahnrad od. dgl. am feststehenden Standrohr angreift.
Bei Geräten dieser Bauart wird vor allem erreicht, dass der nach der Umlenkung im Gerät durch das Strahlrohr aus der Düse austretende Wasserstrahl weder durch einen Pendelgriff noch durch ein Schrägstellen der Düse gestört wird und somit seine grösstmögliche Wurfweite sichergestellt ist. Da der Wasserdurchfluss durch nichts gestört wird, ist ein derartiges Gerät auch für Schmutzwasser und Gülle geeignet. Es ist für die Drehbewegung des Strahlrohres gleichgültig, bei welchem Druck und mit welchem Düsendurchmesser das Gerät arbeitet, der Elektrooder Kraftstoff-Motor sorgt stets für eine gleichmässige Drehbewegung.
In weiterer Folge sei hier speziell die Variante mit dem E-Motorantrieb erläutert.
Die Batterie speist also einen Elektromotor, der z. B. über einen geeigneten Zahnrad-Schneckentrieb für den Antrieb sorgt. Die gesamte Antriebseinheit ist auf dem schräg nach oben weisenden Strahlrohr des Gerätes angeordnet, das sich um das feststehende Standrohr dreht. Durch die hohe Übersetzung ist das Getriebe selbsthemmend, sodass auch bei geneigter Standrohrachse die Konstanz der Drehung gewahrt bleibt. Es ist daher auch keine energiezehrende Bremse oder Hemmung notwendig.
Erfindungsgemäss ist es auch möglich, dass ein dem Elektromotor zugeordneter Akkumulator durch eine Solarzelleneinheit gespeist ist. Der Akkumulator wird daher ständig nachgeladen und erreicht somit eine lange Lebensdauer.
Anderseits besteht die Erfindung darin, dass der Antriebsmotor durch einen Schalter ein- und ausschaltbar ist, der vom Druck des Wassers im Strahlrohr beaufschlagt ist. Sobald Wasser dem Regner zugeführt wird, wird auch der Elektromotor eingeschaltet und die Drehung des Strahlrohres setzt ein.
Die Erfindung besteht auch darin, dass zwecks Umschaltung der Drehrichtung des Elektromotors in der Antriebseinheit Schalter, vorzugsweise Näherungsschalter, eingebaut sind, welche mit Magneten, die in am Standrohr verstellbar montierten Anschlägen enthalten sind, zusammenarbeiten. Ein Gerät mit diesem Antrieb kann daher auch sehr einfach zur Beregnung eines Sektors herangezogen werden. Diese gekapselt eingebauten Näherungsschalter in Kombination mit verstellbaren, als "Anschläge" dienenden Magneten, sind gegen äussere Einflüsse unempfindlich und lassen einen genauen Umschaltpunkt der Motordrehrichtung und damit exakte Grenzen der Sektorfläche festlegen.
Erfindungsgemäss ist es auch möglich, dass durch Änderung der Motordrehzahl die Drehgeschwindigkeit des Strahlrohres veränderbar ist oder dass zwecks Änderung der Motordrehzahl der Elektromotor mit unterschiedlichem Takt ein-und ausschaltbar ist.
Ein wesentliches Kennzeichen der Erfindung besteht darin, dass die elektrische Antriebseinheit für den Elektromotor mit einer Antenne ausgestattet und von aussen über Funkbefehle steuerbar ist. Schliesslich ist die Erfindung auch dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor samt Antriebs- und Schalteinheit in einem Gehäuse leicht austauschbar untergebracht ist. Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 und 2 ein erfindungsgemäss ausgebildetes Beregnungsgerät in schaubildlicher Darstellung von oben und von unten und Fig. 3 ein Schaltbild aller elektrisch miteinander verbundenen Teile des Gerätes schematisch.
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Gemäss Fig. 1 weist der als Standrohr (1) bezeichnete Teil an seiner Unterseite einen Flansch (2) auf, mit dem er am Ende einer Wasserzufuhr anzuschliessen ist. Auf dem Standrohr (1) ist das um eine vertikale Achse (3) drehbar gelagerte Strahlrohr (4) mit seinem bogenförmigen Einlauf (5) und den die Düse (6) tragenden Auslauf aufgesetzt. Gleichzeitig ist dieses Strahlrohr (4) so gestaltet, dass es in einem aufgesetzten Gehäuse (7) dem Antrieb für seine Drehbewegung Platz bietet.
Der Deckel (8), der mit den Verbindungen (9) das Gehäuse (7) hermetisch abschliesst, ist so ausgebildet, dass er als Träger jener auswechselbaren Einheit (10) gemäss Fig. 3 dient, die alle zum Antrieb nötigen Elemente einschliesst. Dazu gehören : ein Elektromotor (11) mit einem Getriebe (12) und einer Rutschkupplung (13) samt Zahn-oder Reibrad (13'), ein Sammler (Akku) (14), eine Schaltelektronik (15), ein wasserbeaufschlagter Ein- und Ausschalter (16) und allfällige, für den Sektorbetrieb nötige Umschalter (17a und 17b) sowie eine Solarzelleneinheit (18).
Den Fig. 1 und 2 ist zu entnehmen, dass die Solarzelleneinheit (18) an ihrer Unterseite einerseits an dem bogenförmigen Einlauf (5) des Strahlrohres (4) befestigbar ist und anderseits mit dem Deckel (8) des Gehäuses (7) verbunden ist.
Aus der Fig. 2 sind ferner die auf dem Standrohr (1) in entsprechenden Nuten verschiebbar angeordneten Sektoranschläge (19) zu entnehmen, die mit Permanentmagneten (20) ausgestattet sein können, welche zur Betätigung der als Näherungsschalter ausgeführten Umschalter (17a und 17b) dienen.
In Fig. 3 ist im dargestellten Prinzip-Schaltbild der aus einem nachladbaren Sammler (14) (Akku) gespeiste Elektromotor-Antrieb wiedergegeben. Dabei nimmt die Schaltelektronik (15) den zentralen Platz ein. Sie sorgt dafür, dass der Elektromotor (11) mit seinem Getriebe (12) und der Rutschkupplung (13) durch Beeinflussung des druckwasserbeaufschlagten Einschalters (16) in Tätigkeit gesetzt wird. Das Zahnrad (13') greift dabei in eine Verzahnung (13") des Standrohres (1) ein, sodass bei in Betrieb gesetztem Elektromotor (11) entsprechend der aus dem Getriebe (12) resultierenden Übersetzung eine langsame Drehbewegung des Strahlrohres (4) erfolgt. Die Schaltelektronik sorgt auch dafür, dass der von der Solarzelleneinheit (18) gelieferte elektrische Strom zur Ladung des Akkus (14) verwendet wird.
Ausserdem ist in der Elektronik (15) eine Einwirkung der Magnete (20) der Anschläge (19) auf die Näherungsschalter (17a, 17b) eingebunden.
Über eine Antenne (21) und die Elektronik (15) können von einer nicht dargestellten Funkbefehlsstelle dem Elektromotor (11) oder an andere Teile der Einheit (10) Schaltbefehle erteilt werden.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ; vielmehr kann z. B. an Stelle des Elektromotors auch ein Kraftstoffmotor treten.
PATENTANSPRÜCHE 1. Gerät, insbesondere zur Verteilung von Wasser zum Zwecke der Beregnung, mit einem feststehenden auf der Wasserzuleitung montierten Standrohr und einem auf diesem drehbar gelagerten in einer Radialebene abgewinkelten und in einer Düse endenden Strahlrohr, wobei für die Erzeugung der Drehbewegung des Strahlrohres ein mit diesem in Wirkverbindung stehender Antriebsmotor dient, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmotor, wie an sich bekannt ein Elektro- oder Kraftstoffmotor (11) ist, und dass der Antriebsmotor samt einer Antriebseinheit (10), wie Getriebe (12), Rutschkupplung (13), Batterie, Kraftstoffbehälter usw. auf dem Strahlrohr (4) montiert ist und mit einem Reibrad, Zahnrad (13') od. dgl. am feststehenden Standrohr (1) angreift.