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Die Erfindung betrifft einen Skischuh mit einer Schale und einem an dieser im wesentlichen im Knöchelbereich angelenkten Schaft, insbesondere einen Skischuh, bei welchem der Einstieg beim Anziehen des Schuhes von hinten erfolgt und der Schaft aus einer den vorderen Teil desselben bildenden Manschette und einer den hinteren Teil desselben bildenden Kappe, sowie einer Vorrichtung zum Festlegen der Schaftteile miteinander in der Gebrauchsstellung besteht, wobei im Bereich der Oberseite der Schale mindestens ein sich über den Vorderfuss quer zur Längsrichtung und/oder sich im Fersenbereich des Schuhes erstreckendes Band vorgesehen ist, wobei das den Vorderfuss überdeckende Band an einen Spannzug angeschlossen ist.
Bei Skischuhen dieser Art ist es bekannt, an der Schale Spanneinrichtungen für Druckteile zur Ausübung eines Druckes in Schliessstellung beim Skilauf auf den Vorderfuss vorzusehen. Bei Schuhmodellen mit einer auf der Oberseite des Vorderfusses zu öffnenden Schale für den Einstieg wird dieser Druck durch Schnallen ausgeübt, deren Druckkraft einstellbar ist.
Diese Konstruktion hat den Nachteil, dass eine optimale Einstellung der Schnalle äusserst schwierig ist, demzufolge der ausgeübte Druck unzureichend ist oder unangenehm empfunden wird und den Schuhkomfort beeinträchtigt. Bei Schuhmodellen mit Einstieg von hinten wurde der Vorschlag gemacht, den Druck mittels sich überkreuzende Bänder auszuüben, welche mit ihrem einen Ende an der Schale befestigt und mit ihrem anderen an ein Seil angeschlossen sind, welches um die Ferse geführt in Kerben der Kappe einhängbar ist und durch Schliessen derselben gespannt wird. Dieser Mechanismus ist umständlich handzuhaben, da sich seine Betätigungselemente im Fersenbereich befinden.
Durch die DE-OS 18 01 920 ist bekannt geworden, im Ristbereich des Schuhes einen beweglichen Innenteil anzuordnen, welcher an Zugseile angeschlossen ist, die den Innenteil gegen die Ferse spannen. Die die Spannkraft bewirkenden Seile werden daher zum Manschettenteil geführt, wodurch der Nachteil besteht, dass der Fuss im Spitzenteil keinen ausreichenden Halt besitzt.
Um die Nachteile der bekannten Skischuhe zu beseitigen, wird bei einer Konstruktion der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass das Band bzw. die Bänder mit beiden Enden an je ein zur Schuhspitze hin führendes Seil angeschlosen ist, welches an eine an der Schale angeordnete Spanneinrichtung angeschlossen ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung sieht weiters vor, dass ein Band über den Fersenbereich des Fusses gelegt wird, welches auf die oben beschriebene Weise verstellt bzw. angepasst werden kann.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden anhand der Zeichnung näher erläutert, in welcher
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der Fig. 2 einer zweiten Ausführungsform des Skischuhes, Fig. 4 einen Längsschnitt einer zweiten Ausführungsform der Schale, Fig. 5 eine Draufsicht der Schale nach Fig. 4, Fig. 6 einen Längsschnitt einer dritten Ausführungsform der Schale und Fig. 7 eine Draufsicht des Fersenteiles nach Fig. 6.
Der Einfachheit halber ist der Innenschuh weggelassen und nur die mit (1) bezeichnete Schale dargestellt, an welche bei (2) in an sich bekannter Weise ein Schaft zu beiden Seiten angelenkt ist, welcher für einen Schuh der Bauart mit hinterem Einstieg eine den vorderen Teil des Schaftes bildende Manschette und eine den hinteren Teil bildende Kappe aufweist, welche mit der Manschette in der Gebrauchsstellung durch eine Verschlusseinrichtung
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geführt ist, in welcher die beiden Enden des Bandes (5) an je ein Seil (7 bzw. 7') angeschlossen sind, welches über einen Umlenkteil (8) zur Schalenspitze geführt ist, wo die beiden Seile (7, 7') über einen weiteren Umlenkteil (9) zu einer Spanneinrichtung (10) geführt sind, welche in üblicher Weise aus einem Kniegelenkhebel (11) und einer federbelasteten Rast (12) bestehen kann.
Die beschriebenen Teile (4,4', 5 und 6) können durch zusätzliche Teile der Schale bzw. durch spezielle Abdeckelemente (20) gegen den Zutritt von Schnee bzw. Feuchtigkeit geschützt werden.
Ebenso kann die Schale (1) mit den Lappen (4,4') und der Abdeckung (20) in einem Stück gefertigt werden.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung besteht, wie Fig. 6 zeigt, darin, dass die Elemente der Spannvorrichtung auf eine zusätzliche Schale oder Schalenteile wirken, die im Inneren der konventionellen ungeteilten Skischuhschale (1) untergebracht ist bzw. sind. Diese Konstruktion wird aufgrund ihrer Wasserdichtheit bevorzugt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 sind zwei Schalenteile ( !' und l")
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welche im vorliegenden Fall als Zahnstange ausgebildet ist, wobei die Feder mit (23) angedeutet ist und als Druckfeder wirkt. Die Rast (12) kann in den Zwischenraum (24) durch eine Aussparung (25) eingesetzt werden durch welche der Kniehebel (11) in die Zähne (27) mit dem Rasthebel (28) eingreift.
Der Schalenteil (1") umschliesst die Ferse des Skifahrers und ist durch mindestens einen, vorzugsweise in der Längsmitte angeordneten vom oberen Rand des Schalenteiles (1") nach unten geführten Schlitz (30) in Lappen (31, 31') unterteilt. Im
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vorliegenden Fall sind drei Schlitze (30, 30'und 30") vorgesehen, wodurch die beiden Lappen (31,31') nach innen freibeweglich sind, wie später näher beschrieben wird. Der Schalenteil (l") ist an seinem unteren Ende (32) mit der Schale (1) einstückig verbunden, wobei die Schlitze (30, 30', 30") bis zu diesem Ende reichen.
Nach Einstieg des Fusses in den Innenschuh und Schliessen der Manschette wird die Spanneinrichtung (10), im vorliegenden Fall der Kniegelenkhebel (11) geschlossen, wodurch die Seile (7, 7') gespannt werden und über das Band (5) den gewünschten Druck auf den Vorderfuss bzw. den Innenschuh, in welchem der Fuss steht, ausüben.
Selbstverständlich können auch zwei oder mehrere Bänder in Längsabständen voneinander angeordnet sein, wobei jedes Band ähnlich wie das zuvor beschriebene Band (5) mit seinen beiden Enden an ein Seil angeschlossen ist, wobei die Seile aller Bänder an eine gemeinsame Spanneinrichtung angeschlossen sind. Im Hinblick darauf, dass der Fuss verschieden stark druckempfindliche Zonen aufweist, können zu erforderlichen Druckausübung für die zu den einzelnen Bändern gehörenden Seile verschiedene Übersetzungen vorgesehen werden.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 sind zwei Bänder (5, 5') vorgesehen. Die Fig. 6 und 7 zeigen die bereits erwähnte Ausführungsform des Skischuhes mit den zusätzlichen Schalenteilen (1', 1") und einem Band (5A), welches über den Fersenbereich des Fusses gelegt wird. Dieses Band ist an seinen freien Enden an je ein Seil (7A) angeschlossen, welche Seile ähnlich wie die Seile (7,7') zu der Spanneinrichtung (10) geführt sind. Allenfalls kann eine Unter- oder Übersetzungseinrichtung vorgesehen sein, durch welche die Grösse des Druckes auf den Fuss bestimmt werden kann.
Das Band (5A) wird aus dem Schaleninneren durch einen Schlitz (6A) zwischen dem Schalenteil (l") und der Schale (1) vorhandenen Zwischenraum (23') geführt, sodass es die Lappen (31,31') an ihrer Aussenseite, wie der Fig. 7 zu entnehmen ist, umschliesst. Dadurch können die Lappenteile (31,31') beim Spannen der Seile (7A) gegen die Ferse des Fusses gedrückt werden, wobei die Schlitze (30, 30'und 30") mit fortschreitendem Druck schmäler werden.
Im Rahmen der Erfindung besteht auch die Möglichkeit, die Schale (1) bis zur Spitze hin zu schlitzen, sodass zwei sich übergreifende Lappen (lA, 1B) entstehen, die aussen durch mindestens ein Band (5) zusammengespannt sind, welches wie zuvor beschrieben, ausgestattet und betätigbar ist (Fig. 3). In diesem Fall ist unterhalb der Lappen (lA, 1B) ein bogenförmiger Teil (13) vorgesehen, welcher allenfalls als Zunge ausgebildet sein kann. Hiebei kann der Schuh auch mit einem vorderen Einstieg ausgeführt sein.
PATENTANSPRÜCHE 1. Skischuh mit einer Schale und einem Schaft, insbesondere Skischuh, bei welchem der Einstieg beim Anziehen des Schuhes von hinten erfolgt und der Schaft aus einer den vorderen Teil desselben bildenden Manschette und einer den hinteren Teil desselben bildenden Kappe sowie einer Vorrichtung zum Festlegen der Schaftteile miteinander in der Gebrauchsstellung besteht, wobei im Bereich der Oberseite der Schale mindestens ein sich über den Vorderfuss quer zur Längsrichtung und/oder sich im Fersenbereich des Schuhes erstreckendes Band vorgesehen ist, wobei das den Vorderfuss überdeckende Band an einen Spannzug angeschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Band (5) bzw.
die Bänder (5,5A) mit beiden Enden an je ein zur Schuhspitze hin führendes Seil (7, 7') angeschlossen ist, welches an eine an der Schale (1) angeordnete Spanneinrichtung (10) angeschlossen ist.