AT388514B - Einrichtung zum dosierten auftragen von medien auf eine warenbahn - Google Patents
Einrichtung zum dosierten auftragen von medien auf eine warenbahnInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum dosierten Auftragen von Medien auf eine Warenbahn, die von einem Teil des Umfanges einer an der Oberfläche strukturierten Auftragswalze berührt wird, der eine Zufuhr für das aufzutragende Medium und eine Gegenfläche zugeordnet sind.
Es ist bereits bekannt, zum Auftragen von Medien auf Warenbahnen Foulards zu verwenden.
Herkömmliche Foulards arbeiten durchwegs mit glatten Walzen und in der Regel mit sehr hohen Anpressdrücken. Physikalisch gesehen, ist das übliche Foulardieren ein Abquetschen des Überschusses der nach einem Tauchbad (kann auch im Walzenzwickel sein) entsteht. Die nach diesem Abquetschvorgang im Material verbleibende Flüssigkeitsmenge ist nicht nur von den zum Abquetschen eingesetzten mechanischen Mitteln, sondern auch von der Faser- und Gewebe-Charakteristik des jeweiligen Materials abhängig. Die in der Praxis erreichbaren Werte liegen in der Regel in der Grössenordnung von etwa 70 bis 80% Restfeuchte, bezogen auf das trockene Warengewicht. Die mit besonders hochwertigen Abquetschmaschinen erreichbaren Restfeuchtewerte können bis zu 60 oder fallweise bis zu 50% betragen.
Nachteile des Foulardieren sind relativ hohe Maschinenkosten, fix gegebene Walzendimensionen, fehlerverursachende Deformationen der Gummiwalzen (Einlaufen der Warenkanten), Verluste an Behandlungflotten durch die erforderlichen Trogfüllungen, in weiterer Folge daraus Abwasserreinigungsprobleme und als Folge der hohen Restfeuchtewerte hoher Energiebedarf für die Trocknung. Zusätzlich leiden die herkömmlichen Foulards an Walzendurchbiegungen und daraus folgend an Auftrags- bzw. Abquetschunterschieden von der rechten Seite zur linken Seite bzw. zur Mitte.
Es ist bereits eine Vorrichtung zum Auftragen von Klebstoff auf eine Bahn bekannt, bei der eine Auftragswalze mit schraubenförmigen Nuten versehen ist und direkt in ein Flüssigkeitsbad eintritt. Bei einer anderen Auftragungsvorrichtung sind in die Oberfläche einer Auftragungswalze Vertiefungen eingearbeitet, die die aufzutragende Substanz aufnehmen und punktweise auf eine Warenbahn abgeben. Bei einer Vorrichtung zum Behandeln von Garnen wird eine Walze vorgesehen, die schräg zur Achse kreuzende Rillen trägt. Bei einer weiteren Auftragungsvorrichtung sind Gravurwalzen vorgesehen, in deren Vertiefungen ein Beschichtungsmaterial aufgnommen wird. Diese Walzen haben eine harte Oberfläche.
Desgleichen ist auch eine Beschichtungsvorrichtung bekannt, bei der eine Auftragswalze in Achsrichtung verlaufende Rillen aufweist, wobei man hier danach trachtet, die Oberfläche der Walze möglichst hart zu machen und ein Eindringen der Warenbahn in die Nuten verhindern möchte. Schliesslich ist es noch bekannt, bei einer Auftragungsvorrichtung über eine Magnetwalze eine Walzrakel anzuziehen und gleichzeitig auch Zubringerwalzen für das aufzutragende Material anzuziehen.
Erfindungsgemäss wird bei der eingangs erwähnten Einrichtung vorgeschlagen, dass die Oberfläche der Auftragswalze durch einen Überzug aus einem verformbaren Material, z. B. Weichgummi, gebildet ist, in den zur Strukturierung Vertiefungen eingebracht sind, dass die Aufttragswalze mindestens teilweise aus einem magnetisierbaren Material besteht und dass der Auftragswalze in der Gegenfläche ein Magnet gegenüberliegt. Bei der erfindungsgemässen Einrichtung braucht man nur mit sehr geringen Anpressdrücken arbeiten. Die
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jeweils die gewünschte Menge aufgetragen und eingedrückt, wobei die Komprimierbarkeit des Textilmaterials und der vorzugsweise aus Weichgummi bestehenden Rillen bzw. Kämme einander vorteilhaft ergänzen.
Besonders vorzuheben ist der extrem kleine Flottenbedarf und dass sich kein Flüssigkeitsvorrat vor der Auftragswalze befindet. Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung, bei der das Medium von unten auf die Warenbahn aufgetragen wird. Fig. 2 zeigt das Aufbringen des Mediums von der Seite, wobei die Zuführung des Mediums zur gerillten Rolle geändert ist.
Fig. 3 zeigt die Möglichkeit eines doppelseitigen Aufbringens des Mediums.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform, bei der eine Warenbahn (1) über die Oberfläche einer Dosier- und Einpresswalze (2) geführt wird. Diese Walze (2) trägt zu ihrer Achse parallele Rillen (3) und besteht zumindest teilweise aus magnetisierbarem Material. Dieser Dosier- und Einpresswalze (2) liegt im vorliegenden Fall eine Magnetwalze (4) gegenüber, durch die die Dosier- und Einpresswalze (2) mit vorbestimmter Kraft gegen die Warenbahn (1) gepresst wird. Im in der Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt die Dosier- und Einpresswalze (2) dem tiefsten Punkt der Magnetwalze (4) gegenüber. An der Dosier- und Einpresswalze (2) liegt eine Schöpfwalze (5) an, die in das Medium (6) in einem Trog (7) eintaucht.
Die Dosier- und -Einpresswalze (2) nimmt das Medium von der Schöpfwalze (5) ab und bringt es zur Warenbahn (1).
Das gleiche Prinzip kann selbstverständlich nicht nur von unten das Medium auf die Warenbahn (1) aufbringen, sondern die Antragung kann auch seitlich oder von oben nach unten erfolgen. Die Dosier- und Einpresswalze ist achslos gelagert bzw. zur Fixierung der örtlichen Anordnung in Richtung der Abpresskraft beweglich.
Die Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Hier liegt die Dosier- und Einpresswalze (2)
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seitlich zur Magnetwalze (4) und parallel zur Walze (2) erstreckt sich eine Dosierleiste (8), die gleichmässig das Medium über die gesamte Länge der Walze (2) in die Rillen (3) einbringt. Hiermit lässt sich eine genaue und über die gesamte Länge der Walze (2) gleichmässige Dosierung des Mediums erreichen und damit ein dementsprechender genauer Auftrag auf die Warenbahn (1).
In Fig. 3 ist gezeigt, wie eine Ware auf beiden Seiten mit dem Medium behandelt werden kann. Wie dargestellt, wird die Warenbahn (1) zuerst über eine Umlenkwalze (9) geführt und kommt dann zu einer ersten Dosier- und Einpresswalze (10), die in einen Trog (11) eintaucht. Diese erste Dosier- und Einpresswalze wird
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eine zweite Dosier- und Einpresswalze (14) an die Warenbahn (1) anpresst. Auch diese zweite Dosier- und Einpresswalze (14) taucht in einen mit Medium gefüllten Trog (15) ein. Auf diese Weise ist es möglich, z. B. einen sehr dicken Stoff vollkommen gleichmässig durchzufärben, wobei die von jeder Seite aufgebrachte Farbe jeweils bis zur Mitte des Stoffes eindringt.
Es ist selbstverständlich, dass auch in diesem Falle das Auftragen des Mediums nicht in der dargestellten Weise erfolgen muss, sondern dass auch hier eine seitliche Antragung des Mediums auf die Warenbahn oder mit Hilfe einer Schöpfwalze gemäss Fig. 1 möglich ist. Ferner kann die Auftragung des Mediums auf die Dosier- und Einpresswalze auch wieder mit Hilfe von breitenverteilenden und dosierenden Hilfsgeräten erfolgen. In der Fig. 3 liegen an der Dosier- und Einpresswalze (10) bzw. (14) noch Abstreifrakeln (16) an, die überschüssiges Medium abstreifen.
In den beschriebenen Figuren sind die Rillen (3) parallel zur Achse der Dosier- und Einpresswalze (2) angeordnet. Es ist jedoch auch möglich, die Rillen schräg zur Achse kreuzend vorzusehen, oder aber die Oberfläche der Dosier- und Einpresswalze (2) mit napfartigen Vertiefungen zu versehen. Die Einrichtung gemäss
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Es handelt sich dabei aber nicht um eine Druckmaschine mit magnetisch angepressten Walzen und auch nicht um eine Färbemaschine nach dem Foulardprinzip.
PATENTANSPRÜCHE 1. Einrichtung zum dosierten Auftragen von Medien auf eine Warenbahn, die von einem Teil des Umfanges einer an der Oberfläche strukturierten Auftragswalze berührt wird, der eine Zufuhr für das aufzutragende Medium und eine Gegenfläche zugeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Auftragswalze (2) durch einen Überzug aus einem verformbaren Material, z. B. Weichgummi, gebildet ist, in den zur Strukturierung Vertiefungen eingebracht sind, dass die Auftragswalze mindestes teilweise aus einem magnetisierbaren Material besteht und dass der Auftragswalze (2) in der Gegenfläche ein Magnet gegenüberliegt.
Claims (1)
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in die Oberfläche der Auftragswalze (2) in an sich bekannter Weise zu deren Achse parallele Rillen (3) eingearbeitet sind.3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen (3) durch trapezförmige oder konische Nuten gebildet sind.4. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auftragswalze (2) achslos gelagert ist.5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenfläche als Magnetwalze (4) ausgebildet ist.6. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur Auftragswalze (2) eine Vorrichtung (5,8) zur gleichmässigen Aufbringung des Mediums (6) vorgesehen ist. <Desc/Clms Page number 3> 7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur gleichmässigen Aufbringung des Mediums als Leiste (8) ausgebildet ist, die ein Verzweigungssystem für das Medium aufweist, wobei die Endaustritte der Verzweigungen in einen Ausgleichskanal münden.8. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zur gleichmässigen Aufbringung des Mediums als sich über die Auftragswalze (2) erstreckende Leiste (8) ausgebildet EMI3.1
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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- 1984-04-12 AT AT123984A patent/AT388514B/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
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|---|---|
| ATA123984A (de) | 1988-12-15 |
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