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Die Erfindung betrifft primär eine Vorrichtung zum Klemmen eines vorzugsweise flexiblen Bandes, bestehend aus einem Träger zweier im Bereich eines Träger-Endes paarweise einander zugeordneter Klemmorgane.
Es ist-gemäss DE-PS Nr. 216045-eine Tragvorrichtung bestehend aus einem Traggurt mit einem Winkelhebelverschluss und verschiebbaren Traggriffen bekannt. Diese sind feststellbar, indem die auf Zapfen drehbar gelagerten Griffbügel den Gurt bei der Feststellung mit über die Drehachse verlängerten Teilen gegen den aufgebogenen Vorderrand einer Führungsplatte drücken. Mit einer derartigen bekannten Tragvorrichtung sind jedoch keine hohen Klemmkräfte erreichbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine möglichst einfach herzustellende und ebenso einfach handhabbare, robuste und aus wenigen, massiven Einzelteilen zusammengesetzte, somit für die in der Praxis auftretenden Beanspruchungen ausserordentlich wiederstandsfähige Vorrichtung zu schaffen, die auch bei grober Handhabung eine zuverlässige Funktion gewährleistet.
Ziel der Erfindung ist es insbesondere, eine solche Vorrichtung derart zu gestalten, dass sie zum händischen Transport schwerer Lasten mittels eines oder mehrerer Tragbänder benutzt werden kann und ohne Aufwand besonderer Mühe und Geschicklichkeit an einem Band festgeklemmt und auch wieder von diesem Band gelöst werden kann.
Erfindungsgemäss ist zur Lösung dieser Aufgaben vorgesehen, dass bei einer Vorrichtung der eingangs bezeichneten Gattung die zueinander parallelen Achsen dieser Klemmorgane in einer Ebene liegen, die in bezug auf eine senkrecht zu den Achsen verlaufende Linie mit der Längsachse des Trägers einen stumpfen Winkel einschliesst.
Eine solche Vorrichtung zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die beiden Klemmorgane eine hinsichtlich der Handhabung des Trägers und hinsichtlich der auf den Träger auszuübenden Kraftkomponenten besonders günstige Lage aufweisen, die es dem Benutzer der Vorrichtung ermöglicht, mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand eine hohe Klemmkraft auf das zu klemmende Band auszuüben, so dass der überwiegende Anteil der insgesamt aufzuwendenden Kraft für das Anheben der Last mittels des Bandes aufgewendet werden kann.
Ferner erleichtert die einfache Bauart der Vorrichtung deren Aufbringung auf das Band und deren Lösen vom Band ; es bedarf hiefür keines besonderen Aufwandes an Zeit, Mühe und Ge- schicklichkeit.
Nach einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes bestehen die beiden Klemmorgane aus drehbar am Träger lagernden Walzen, deren peripherer Mindestabstand voneinander etwa der Dicke des zu klemmmenden Bandes od. dgl. entspricht.
Wenn dann zumindest die eine der beiden Walzen als Klemmwalze, um eine zu deren Längsachse exzentrischer Achse drehbar gelagert ist, kann sie als ausserordentlich wirksame Exzenterklemme zum Festhalten der Vorrichtung am Band herangezogen werden.
Um mit der erfindungsgemässen Vorrichtung auch Lasten mittels des geklemmten Bandes anheben zu können, ist-nach einem weiteren Erfindungsmerkmal - im Bereich des dem die Klemmorgane tragenden Träger-Ende gegenüberliegenden andern Träger-Endes zumindest eine Handhabe vorgesehen.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung ist in den Zeichnungen veranschaulicht und nachstehend an Hand dieser Zeichnungen erläutert. Im einzelnen zeigt Fig. 1 den winkelförmigen Träger der Vorrichtung ohne weiteres Zubehör in einer Seitenansicht, Fig. 2 zeigt den Träger mit den übrigen Einzelteilen in einer Draufsicht, Fig. 3 ist ein Schnitt nach III-III der Fig. 2, Fig. 4 und 5 zeigen im Schnitt nach IV-IV den Aufbau des Handgriffes, Fig. 6 und 7 in gleicher Darstellungsweise die Gleitwalze, Fig. 8 und 9 in ebenfalls gleicher Darstellungsweise die Klemmwalze und Fig. 10 ist die Seitenansicht eines zur Lagerung der Gleit- und Klemmwalze dienenden Bolzens. An Hand der Fig. 11 wird die Anwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung erläutert.
Die dargestellte Vorrichtung besteht aus dem etwa winkelförmig gestalteten, aus einem Flachstahl bestehenden Träger --1--, der im Bereich des einen Träger-Endes --2-- zwei paarweise einander zugeordnete Klemmorgane, nämlich die exzentrisch am Träger-l-gelagerte Klemmwalze --3-- und die zentrisch gelagerte Gleitwalze --4-- trägt, die auf den in den Bohrungen - 5 und 6-- dieses Trägers --1-- verschraubten Bolzen --20-- lose drehbar lagern.
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Die zueinander parallelen Achsen --7 und 8-- dieser Walzen --3 und 4-- verlaufen in einer zur Ebene --9-- der Längsachse des Trägers-l-unter einem stumpfen Winkel a von etwa 1000 verlaufenden Ebene --10--. Der Abstand a der Achse --7-- der der Verschneidung --11-- dieser Ebenen --9 und 10-- näheren Klemmwalze --3-- ist etwa halb so gross wie der Abstand b der Achsen --7 und 8-- der beiden Walzen --3 und 4-- voneinander.
Der periphere Mindestabstand der beiden Walzen --3 und 4-- voneinander entspricht etwa der Dicke c des zu klemmenden Bandes --12-- (Fig. 3). Die Achse --7-- der Klemmwalze --3-- ist um das Mass d exzentrisch in bezug zur Achse --7'-- der Bohrung --5-- des Trägers --1--, in der sie gelagert ist.
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eines Schraubbolzens --16-- befestigt. Gegen ein ungewolltes Herausdrehen ist diese Handhabe - durch einen in fluchtende Bohrungen--17 und 17'-- des Trägers --1-- bzw. der Hand- habe --15-- einfügbaren Splint --18-- gesichert.
Ferner bildet der Träger-l-am gegenüberliegenden Träger-Ende --2'- noch eine ovale Öse --19-- zum bedarfsweisen Einhängen eines Zuggliedes, z. B. eines Hakens od. dgl.
Die Klemmwalze --3-- und die Gleitwalze --4-- sitzen gleichermassen auf Gewindebolzen - -20-- (Fig. 10), die endseitig mit Aussengewinde --21-- im Innengewinde --22-- der Bohrungen - 5 bzw. 6-- des Trägers --1-- verschraubt sind. In der Ringnut --23-- eines solchen Bolzens - -20-- kann ein - nicht dargestellter - Sprengring zur Lagesicherung der Walzen --3 bzw. 4-eingesetzt werden.
Die Klemmwalze --3-- mit ihrer Achse --7-- lagert um das Mass d exzentrisch auf dem Bolzen --20-- mit der Achse --7'-- und ist ausserdem von einer nicht dargestellten Schraubenfeder beeinflusst, deren Ende in der Bohrung --24-- verankert ist und die diese Klemmwalze in eine das Band --12-- klemmende Stellung zu drehen trachtet.
Die Fig. 11 erläutert die mittels erfindungsgemässer Vorrichtungen durchführbare Anwendung dieser Vorrichtungen zur Beförderung von Lasten mittels eines oder mehrerer Tragbänder.
Eine solche Last --25-- wird beispielsweise von vier Personen--26, 27,28 und 29-- mittels mindestens eines die Last --25-- unterlaufenden Bandes --30-- getragen. Der in der Förderrichtung --31-- vorne gehende Vordermann --26-- trägt - ebenso wie der Hintermann --29-- das Band --30-- über der Schulter, die beiden hinten seitlich gehenden Personen --27 und 28-sind mit erfindungsgemässen Vorrichtungen-l-ausgestattet und klemmen diese Vorrichtungen --1-- am Band --30-- fest, um dadurch die Last --25-- am Seitwärtskippen zu hindern und um mittragen zu können.
Beim Bergauftragen der Last --25--, also insbesondere beim Stiegensteigen, greifen die beiden seitlich hinten gehenden Personen --27 und 28-- helfend ein, u. zw. beidseits des Hintermannes - -29--, wobei sie am talseitigen, dementsprechend schwerer zu tragenden Ende der Last --25-mitanheben. Der Vordermann --26-- wird dabei von den drei andern Personen-27, 28 und 29-mit der zu befördernden Last regelrecht bergaufgeschoben.
Die beiden seitlich mittragenden Personen --27 und 28--greifen jeweils mit ihrer dem gespannten Band --30-- nähergelegenen Hand mittels der Vorrichtungen --1-- am Band --30-- an, halten dieses Band --30-- fest und schieben in gebückter Haltung mit ihrer Schulter die Last - aufwärts. Weil die drei talseitigen Personen jedoch den weitaus grösseren Anteil des Gewichtes der Last --25-- zu bewältigen haben, ist dieses Band --30-- händisch kaum zu halten, weil es in die Hand einschneidet und zu entgleiten droht. Mittels der erfindungsgemässen Vorrichtungen-l-kann dieses Band schmerzlos und zuverlässig geklemmt und gehalten werden.
Die Vorgangsweise beim Befördern der Last --25-- ist demnach folgende : Vordermann --26-- und Hintermann --29-- legen sich das auf ihre Grösse bemessene und dementsprechend geknotete Band --30-- um ihren Rücken und Nacken und spannen es, ohne jedoch noch die Last anzuheben. Nun können die beiden seitlich befindlichen Personen --27 und 28-ihre Vorrichtungen-l-seitwärts in das Band --30-- einführen und durch leichten Zug aufwärts, diese Vorrichtungen in die Bereitstellung bringen, bei der das Band --30-- von den Vorrichtungen - geklemmt wird. Nun kann nach Kommando die Last --25-- angehoben und befördert werden.
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Durch leichten abwärts gerichteten Druck und Seitwärtsziehen können die Vorrichtungen-ljederzeit vom Band --30-- gelöst werden. Besonders zu beachten ist, dass die Vorrichtungen-lmöglichst am unteren Ende des Bandes --30-- angesetzt werden sollen, weil man unter dieser Bedingung den tragenden Arm weitgehend strecken und dadurch optimal Kraft auf das Band --30-ausüben kann. Aus diesem Grund sind die Vorrichtungen --1-- möglichst kurz auszubilden.
Die beiden an den gegenüberliegenden Seiten des Bandes --30-- einzusetzenden Vorrichtungen - sind voneinander verschieden, nämlich gegengleich ausgebildet, so dass jeweils die Walzen - 3 und 4-- sowie die Handhaben --15-- dieser Vorrichtungen --1-- gegeneinanderragen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Klemmen eines vorzugsweise flexiblen Bandes od. dgl., bestehend aus einem Träger zweier im Bereich eines Träger-Endes paarweise einander zugeordneter Klemmorgane, dadurch gekennzeichnet, dass die zueinander parallelen Achsen (7,8) dieser Klemmorgane (3,4) in einer Ebene (10) liegen, die in bezug auf eine senkrecht zu den Achsen verlaufende Linie mit der Längsachse (9) des Trägers (1) einen stumpfen Winkel (a) einschliesst.