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Die Erfindung bezieht sich auf eine Siebmaschine, mit einem Fahrgestell zur Aufnahme eines Förderers, einer dem Förderer vorgeordneten, bodenseitig abstützbaren Aufgabestation und einer dem Förderer nachgeordneten, abwurfseitigen Siebstation samt zugehörigen Antriebseinrich- tungen, wobei das Fahrgestell aus einem vorzugsweise einachsigen Fahrwerk und einem am Fahr- werk über ein Steherpaar höhenverstellbar geführten Traggestell zusammengesetzt ist.
Bei diesen Siebmaschinen gelangt das Siebgut durch die Aufgabestation mehr oder weniger vergleichmässigt und dosiert auf den Förderer, der es hochfördert und der anschliessenden Siebsta- tion zum Sieben übergibt. Der Förderer ist fest auf einem Traggestell montiert, das höhenverstell- bar auf ein ein-oder doppelachsiges Fahrwerk aufgesezt ist, so dass sich durch eine vorzugs- weise hydraulische Höhenverstellung des im Bereich der Aufgabestation am Boden abgestützten
Traggestells gegenüber dem Fahrwerk die Steigung des Förderers, die Abwurfhöhe und gegebenen- falls auch die Schräglage der Siebstation verändern lassen. Bisher dient nun als Traggestell eine gittermastartige Konstruktion, die den Förderer und die Sieb- und Aufgabestation zusammen mit allen Antriebseinrichtungen aufnimmt und insgesamt über das Steherpaar am Fahrwerk abge- stützt wird.
Es entsteht ein verhältnismässig teures und aufwendiges Fahrgestell, das zur Höhenver- stellung praktisch ein Heben und Senken der Gesamtkonstruktion und daher auch des Gesamtgewich- tes verlangt, wozu noch eine recht voluminöse Bauweise mit den damit verbundenen Transportschwierigkeiten kommt. Darüber hinaus bietet das über das Steherpaar im wesentlichen frei hinauskragende Traggestell wegen seiner Vibrationsempfindlichkeit nicht die gewünscht stabile Abstützung für die Siebstation und auf Grund des Gittermastes und der dadurch bedingten Notwendigkeit, den Förderer durch den Gittermast hindurchfädeln zu müssen, ergeben sich umständliche und mühsame Montage- und Wartungsarbeiten für den endlos umlaufenden Förderer.
Wie die US-PS Nr. 3, 925, 199 und die DD-PS Nr. 126145 erkennen lassen, gibt es bei Erntemaschinen auch bereits Förderer und spezielle Abscheide- und Siebvorrichtungen, die entweder in einem gemeinsamen Gehäuse oder überhaupt voneinander getrennt angeordnet sind, so dass sie feste Bestandteile der Erntemaschinen oder gesonderte Abscheidevorrichtungen bilden, die ohne eigenes Fahrgestell nicht für sich als selbständige Siebmaschinen dienen können.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine Siebmaschine der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die sich bei einfacher und billiger Herstellung durch ihre schmale, aufwandsarme und doch stabile Bauweise auszeichnet und eine rationelle Handhabung gewährleistet.
Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass das Fahrwerk einen Einbaurahmen für die Hauptaggregate der Antriebseinrichtungen aufweist und dass das Traggestell aus einem hohlkastenförmigen Längsholm und zwei in den Endbereichen angreifenden Stützträgerpaaren besteht, welche Stützträgerpaare und das ebenfalls am Längsholm angreifende Steherpaar an der Anschlussstelle des Fahrwerkes zusammenlaufen und miteinander verbunden sind. Da die Hauptaggregate der Antriebseinrichtung, vor allem der schwere Antriebsmotor, unmittelbar am Fahrwerk aufgebaut sind, wird das Traggestell entlastet und leichter höhenverstellbar.
Das Traggestell selbst besitzt als wesentliches Tragelement nur mehr einen einzigen Längsholm, der in den Endbereichen und im Mittelbereich durch die Stützträgerpaare bzw. das Steherpaar steif und vibrationsfest abgestützt ist und ein stabiles Widerlager für die Siebstation bietet. Der Längsholm mit seinem verhältnismässig kleinen Querschnitt lässt sich problemlos zwischen den Trumen des Förderers anordnen und erlaubt eine funktionssichere Führung des Förderers, wobei der glatte Längsholm ein Liegenbleiben abgefallener Steine od. dgl. Siebgut weitgehend ausschliesst und die Gefahr von Betriebsstörungen durch ein Verklemmen dieser Steine mit dem Förderer vermeidet.
Da der Förderer um den Längsholm herumgeführt wird, kann auch das Förderband od. dgl. des Förderers bei abgenommenem Fahrwerk seitlich aufgeschoben werden, so dass ein Einfädeln des offenen Förderbandes und das anschliessende Verschweissen unterbleiben, was Montage und Wartung wesentlich vereinfacht.
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kann alle für die Hydraulikantriebe wichtigen und gemeinsam nutzbaren Aggregate und Einrichtungen erfassen und erlaubt eine rationelle Montage und Demontage der Hauptaggregate u. dgl., was einerseits die Wartung erleichtert und anderseits den Ausbau der empfindlicheren Antriebseinrichtungen für einen Siebmaschinentransport ermöglicht.
Um eine Vergleichmässigung des Siebgutes bei der Aufgabe auf den Förderer zu erreichen, gibt es bereits Aufgabestationen mit antreibbaren Beschickungseinrichtungen, beispielsweise Schubwagen. Dient als Antrieb der Beschickungseinrichtung ein eigener, an die Hydropumpe angeschlossener Hydromotor, dessen Drehzahl unabhängig vom Hydromotor des Förderers einstellbar ist, kann diese Beschickungseinrichtung an das jeweilige Siebgut angepasst werden, was auch bei unterschiedlichsten Materialien eine kontinuierliche Förderbeschickung und eine gute Mengendosierung dieses Materials erlaubt.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel rein schematisch dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 und 2 eine erfindungsgemässe Siebmaschine in Seitenansicht und in Draufsicht sowie Fig. 3 einen Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. l.
Auf einem Fahrgestell --1-- sind ein Förderer --2--, eine Aufgabestation --3-- und eine Siebstation --4-- aufgebaut, wobei sich das Fahrgestell --1-- aus einem einachsigen Fahrwerk--la-und einem demgegenüber höhenverstellbaren Traggestell--lb-zusammensetzt.
Das Fahrwerk --la-- bildet einen Einbaurahmen --5-- für die zu einer Baueinheit --6-zusammengefassten, nicht weiter dargestellten Hauptaggregate der Antriebseinrichtungen, beispielsweise bei einem Hydraulikantrieb, der Antriebsmotor, die Hydropumpe, Steuergeräte, Verteilereinrichtungen u. dgl., welche Baueinheit --6-- abnehmbar auf dem Einbaurahmen --5-- aufgesetzt ist und sich daher zur Wartung, zum Transportieren u. dgl. mit wenigen Handgriffen demontieren lässt.
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ein Steherpaar --10-- angreifen, wobei die Stützträgerpaare --8, 9-- und das Steherpaar --10-- an der Anschlussstelle --11-- des Fahrwerkes --la-- zusammenlaufen und miteinander verbunden sind.
Das Steherpaar --10-- ist für den Fahrwerkanschluss auf Führungsstangen --12-- des
Fahrwerkes --la-- aufgesteckt und über nicht weiter dargestellte Hydrauliktriebe nach Lösen einer Verriegelung heb- und senkbar, so dass sich durch dieses Heben und Senken des sich in Arbeitsstellung im Bereich der Aufgabestation --3-- über einen kufenbestückten Stützschemel --13-- bodenseitig auflagernden Traggestells-lb-die Steigung des Förderers --2-- und die Abwurfhöhe der Siebstation --4-- ändern lassen. Um die Schräglage der Siebstation --4-- und damit den Siebeffekt beeinflussen zu können, gibt es zusätzlich Einstellarme --4a--, die eine Änderung der Winkellage zwischen Förderer --2-- und Siebstation --4-- erlauben.
Auf Grund der schmalen Bauweise des Traggestells --lb-- lässt sich der Förderer --2-- um den Längsholm --7-- herumführen, so dass das Obertrum des Förderers --2-- oberhalb und das Untertrum des Förderers unterhalb des Längsholmes --7-- verlaufen. Der Förderer --2-kann daher auch bei abgenommenem Fahrwerk --la-- mit geschlossenem Förderband seitlich auf die Führungs- und Umlenkrollen aufgeschoben werden, was die Montage und etwaige Demontage des Förderers --2-- wesentlich vereinfacht.
Die Aufgabestation --3-- ist mit einem massiven Vorabscheiderost --3a-- ausgerüstet und weist zur kontinuierlichen Beschickung des Förderers --2-- einen hin- und herfahrbaren Schubwagen --3b-- auf. Als Antrieb dieses Schubwagens dient ein über die Hydropumpe der Baueinheit --6-- druckbeaufschlagbarer Hydromotor --6a--, dessen Drehzahl zur Dosierung des Siebgutes unabhängig vom Fördererantrieb regelbar ist.
Die Aufgabestation --3-- ist dem Förderer --2-- vorgeordnet und sitzt auf dem am Längsholm angelenkten Schemel-13-, der die Kufen --13a-- trägt und eine Anhängedeichsel --13b-- aufweist. Über einen Flansch --14-ist der an den Schemel --13-- anschliessende Endteil --7a-- des Längsholmes --7-- abnehmbar und/oder abklappbar, was die Verkürzung der Transportlänge des Fahrgestells-l-erlaubt.
Die erfindungsgemässe Siebmaschine zeichnet sich durch ihre aufwandsarme und doch stabile Bauweise aus, lässt sich leicht handhaben und gewährleistet einen rationellen Siebbetrieb.