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Die Erfindung betrifft einen Dachaufsatz für ein Fahrerhaus eines Lastkraftwagens mit die
Höhe des Fahrerhauses überragendem Aufbau, bestehend aus einer starren Haube, deren obere Wand sich von vorne vom Fahrerhausdach ausgehend schräg nach hinten oben zur oberen Vorderkante des Aufbaues erstreckt, wobei vorzugsweise an der Haube vorne und an den Seiten im wesent- lichen vertikal verschiebbare Schürzen angebracht sind, die mit ihrem Unterrand dicht am Fahrer- hausdach anliegen.
Ein solcher Dachaufsatz hat den Zweck, die meist senkrecht stehenden Aufbauten der Vorder- front die unerwünschten Luftwirbeln, die im Fahrbetrieb entstehen, zu vermeiden und ausserdem die vorhandene Fläche über der Fahrerkabine zu nutzen.
Es ist bekannt, auf den Fahrerhäusern von beispielsweise schweren Lastfahrzeugen, deren
Ladeaufbauten diese überragen mit sogenannten Schirmen, oder Leitblechen zu versehen, die als aerodynamisches Element dienen und den Luftstau vor den Ladeaufbauten vermeiden sollen. Diese
Leitbleche sind meist als verstellbare oder feste Klappen ausgebildet, die an der Vorderseite dreh- bar angeschlagen sind und durch eine eventuell verstellbare Stütze befestigt sind. Dadurch wird erreicht, dass die störenden Luftwirbel vor den Aufbauten vermindert und somit ein gewisser Ein- fluss auf eine Verbrauchsminderung von Betriebsstoffen im Fahrbetrieb ausgeübt wird.
Auch ist bekannt, beispielsweise solche Leitbleche auf das Dach eines Personenkraftwagens zu montieren, falls ein wesentlich der Dachhöhe überragender Anhänger gezogen wird, wie dies bei Wohnwagen, oder Pferdetransportanhängern der Fall ist.
Ferner ist bekannt, diese Leitbleche auf kleinen Gepäcksträgern zu befestigen, um die un- ter dem Leitblech verbleibende Fläche als Ladefläche zu nutzen.
Es ist nach der DE-OS 3032042 ein Windabweiser mit Stauraum bekannt. Hiebei ist als Lö- sung der Windabweiser als kastenförmiger Behälter angeführt, wobei die Frontseite so ausgebildet ist, dass sie zum Zwecke der Luftumlenkung dient. Durch diese Bauart wird zwar die Funktion der energiesparenden Windabweisung genutzt und darüber hinaus die Möglichkeit gegeben, Lasten und Güter geschützt zu transportieren.
Weiters ist in der DE-OS 3213820 eine Spoilerhaube für LKW-Fahrerhausdächer beschrieben, mit ansteigender oberer Schrägfläche und geschlossenen Seitenwänden zur aerodynamisch günstigen Überbrückung der Höhenstufe zwischen dem Fahrerhausdach und dem Laderaum. Die Höhenverstellbarkeit der Haube wird dadurch ermöglicht, dass ein Haubenoberteil gegenüber einem Haubenunterteil höhenverstellbar vorgesehen ist, wobei sich die Seitenwandteile der beiden Haubenteile parallel überlappen. An der Vorderkante ist eine Scharnierverbindung der beiden Haubenteile an der Vorderkante der Schrägfläche vorgesehen.
In ähnlicher Weise ist nach der GB-PS Nr. 2136362 eine Spoilerhaube gebildet, die ebenfalls für verschieden hohe Aufbauten vorne durch ein Scharnier angeschlagen, höhenverstellbar ist.
Nachteilig ist bei all diesen bekannten Ausführungen, dass es sich nur um eine Behelfseinrichtung handelt, die den aerodynamischen Grundsätzen nur annähernd gerecht werden, oder bei den geschlossenen Ausführungsarten der Windabweiser, diese nur für einen einzigen Fahrerhausdachtyp geeignet sind. Eine Serienfertigung mit nachträglicher Anpassung an die verschiedenen Fahrerhausdachformen und-grossen ist nicht möglich bzw. nahegelegt.
Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, einen Dachaufsatz zu schaffen, der sowohl den aerodynamischen Grundsätzen gerecht wird und darüber hinaus als Stauraum dient, der den Inhalt vor unbefugten Zugriffen schützt und an die verschiedensten Fahrerhausdachformen und-breiten anpassbar ist. Erfindungsgemäss wird das Ziel dadurch erreicht, dass die Haube in der Mitte in Längsrichtung geteilt ist und die beiden Teile der Haube seitlich verschiebbar sind, wobei ein den Spalt zwischen den beiden Haubenteilen überbrückendes Abdeckstück vorgesehen ist.
Um die so ausgebildete Haube auch vielseitig einsetzen zu können, ist nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung, die vertikale Rückwand der Haube mit einer Öffnung für den Zutritt zu dem in an sich bekannter Weise als als Stauraum ausgebildeten Innenraum der Haube versehen.
Dadurch wird erreicht, dass sich nicht nur ein günstiger cw-Wert einstellt und sich ein günstiger Stauraum anbietet, sondern auch für die verschiedensten Fahrerhausdachformen und
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- breiten ein einziger Dachaufsatz einsetzen lässt.
An Hand eines Ausführungsbeispieles ist die Erfindung näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Lastfahrzeuges mit der erfindungsgemässen Haube, Fig. 2 eine Seitenansicht der Haube, Fig. 3 die Haube, die in ihrer Breite verstellbar ist, in Vorderansicht.
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1Haube --4-- eine Schale --11--, deren Vorderfront schräg nach hinten oben zur oberen Vorder- kante --9-- des Aufbaues --3-- verläuft.
Fig. 2 zeigt die Seitenansicht der Haube --4--. Die Schale --11-- ist an der Vorderseite nach oben so stark geneigt verlaufend ausgebildet, dass sich ein aerodynamisch günstiger Strömungsverlauf der anströmenden Luft im Fahrbetrieb ergibt. Zusätzlich ist an der Vorderseite noch eine Schürze --5-- vorgesehen. Diese ist an der Schale --11-- vorzugsweise an der Innenseite angeordnet und im wesentlichen vertikal verschiebbar. Die untere Kante der Schürze --5--
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falls dies durch eine besonders bombierte Dachform erforderlich erscheint.
Fig. 3 zeigt die Vorderansicht der Haube --4--, die durch Verbreiterung an die Grösse des
Daches des Fahrerhauses --1-- anpassbar ist. Hiezu ist die Schale --11-- in der Mitte in Längsrichtung geteilt, wobei die beiden Teile in Querrichtung verschiebbar und durch ein den Spalt überbrückendes Abdeckstück --7-- verbunden sind. Auch hier ist die vordere Schürze --5-- er- sichtlich.
Durch diese besondere Ausbildung der Haube --4-- ist es nun möglich, dass durch die strömungsgünstige Form ein wirtschaftlicher Betrieb erreicht wird, da der cw-Wert wesentlich niedriger ausfällt. Darüber hinaus ist die allseitig geschlossene Haube --4-- als Stauraum verwendbar, wobei besonders durch die hintere Öffnung --8-- auch Langgut eingebracht werden kann, da der Stauraum nur von der Laderaumseite aus erreichbar ist. Wesentlich ist, dass durch die Verwendung von Verstelleinrichtungen die Haube --4-- sowohl in der Höhe veränderbar, als auch an die Dachform und darüber hinaus auch an die Breite des Fahrerhausdaches anpassbar ist. Dies hat auch fertigungstechnische Vorteile, weil nur einige Typen von Hauben genügen, um alle gängigen Dachformen bedienen zu können.
Ferner ist noch wichtig, dass Werbeflächen gewonnen werden, die beispielsweise bei aufgerollten Planen nicht ersichtlich wären. Weiters kann man die Ladekapazität erhöhen, wobei bei Trennung vom Laderaum der Stauraum beispielsweise für den persönlichen Bedarf eines Fernfahrers dienen kann.
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