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Die Erfindung bezieht sich auf eine Mischvorrichtung für Silogut, mit einem Mischgefäss, das eine Zufuhr und eine Abfuhröffnung aufweist und in dem eine entlang seines schrägen trogförmigen
Bodens verlaufende Misch- und Förderschnecke angeordnet ist, die gegebenenfalls am abfuhrseitigen
Ende einen oder mehrere Auswurfflügel aufweist, wobei im Bereich des abfuhrseitigen Endes der
Misch- und Förderschnecke im Mischgefäss ein quer zur Schneckenachse angeordneter Stauschirm zur Gutab-und-umlenkung vorgesehen ist.
Derartige Mischvorrichtungen ohne Stauschirm werden bei der Herstellung von Mischfutter verwendet. Da Mischfutter aus sehr vielen Komponenten besteht, die in sehr unterschiedlichen Mi- schungsverhältnissen vorhanden sind, kommt dem Erzielen homogener Mischungen erhebliche Bedeu- tung zu.
Bei bekannten Mischvorrichtungen wird das zu mischende Silogut durch die Zufuhröffnung in den tiefsten Bereich des Mischgefässes eingebracht und von dort mittels der Misch- und Förder- schnecke schräg aufwärts zur Abfuhröffnung transportiert, dabei durchmischt und schliesslich von an der Schneckenwelle an deren oberem Ende befestigten Auswurfflügel durch die Abfuhröffnung ausgetragen.
Zur besseren Durchmischung des Silogutes ist bei einer entsprechenden Mischvorrichtung ein
Stauschirm bekannt, mit dem die Homogenität des Endproduktes erheblich gesteigert werden kann, was insbesondere bei Mischungen mit Vitaminanteilen von Bedeutung ist.
Ziel der Erfindung ist eine weitere Verbesserung der Durchmischung des Mischgutes, wobei
Ansammlungen von Mischgut an den Wänden des Mischgefässes und am Stauschirm verhindert werden sollen.
Dieses Ziel wird mit einer Mischvorrichtung der vorstehend angegebenen Art dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss der Stauschirm um eine im Abstand über der Schneckenachse verlaufende, im wesentlichen horizontale Achse schwenkbar aufgehängt ist.
Auf diese Weise wird das zu durchmischende Gut von der Schnecke zum Stauschirm transpor- tiert und von diesem rückgestaut sowie abgelenkt, so dass sich an der Oberseite des im Mischge- fäss befindlichen Gutes ein zur Förderrichtung der Schnecke gegenläufiger Gutstrom einstellt, der über einen erheblichen Teil der Schneckenlänge reicht. Dieses rückgeführte Gut wird sodann neuer- lich der Durchmischung unterworfen. Insgesamt wird also die Durchmischung des Silogutes samt
Zusätzen länger durchgeführt, so dass das abgeführte Gut besser durchmischt und homogener ist als dies bisher der Fall war.
Infolge der Schwenkbarkeit um die quer über die Schneckenachse verlaufende Achse wird verhindert, dass pulverförmige oder feuchte Komponenten des Mischgutes am Stauschirm oder diesem benachbarten Wandungsteilen des Mischgefässes anhaften, weil im Betrieb der Mischvorrichtung der Stauschirm in unregelmässige pendelnde Bewegungen versetzt wird.
In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann der Stauschirm in Form eines Gitters ausgebildet sein.
Auf diese Weise trägt der z. B. auch siebförmig ausgebildete Stauschirm zum Durchmischen des Mischgutes bei, das an den Rändern der Gitter- oder Sieböffnungen abgelenkt und aufgelockert wird.
Weiters kann der Stauschirm höhenbeweglich aufgehängt sein, wodurch die Ablenk- und Auflockerungswirkung verstärkt werden kann.
Alternativ kann der Stauschirm von wenigstens einer Feder in seiner Ruhelage gehalten, insbesondere an Blattfedern aufgehängt sein.
Günstig ist ferner, wenn der Rand des Stauschirmes teilweise der Kontur der Misch- und Förderschnecke angepasst ist.
Bei einer andern Ausführungsform der Erfindung kann der Stauschirm teilweise auf der Mischund Förderschnecke aufliegen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind ; es zeigen Fig. l einen Längsschnitt durch die Mischvorrichtung, Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. l, Fig. 3 einen teilweisen Längsschnitt durch eine Variante der Erfindung, Fig. 4 einen Schnitt durch eine weitere Variante der Erfindung nach der Linie IV-IV in Fig. 5 und Fig. 5 einen teilweisen Längsschnitt durch diese Variante.
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Gemäss Fig. 1 weist die erfindungsgemässe Mischvorrichtung ein auf Beinen-l-stehendes
Mischgefäss --2-- auf, dessen Boden --3-- trogförmig mit etwa, halbkreisförmigem Querschnitt gestaltet ist und schräg zur Aufstandsfläche --4-- verläuft. Im Bereich der tiefsten Stelle des Bodens - ist eine Zufuhröffnung --5-- zur Zufuhr des zu mischenden Silogutes vorgesehen.
Entlang des schräg verlaufenden Bodens --3-- ist eine Misch- und Förderschnecke --6-- angeordnet, wobei deren Kontur bzw. Aussendurchmesser und die Querschnittsform des Bodens-3einander angepasst sind (s. Fig. 2). Die Schnecke --6-- erstreckt sich schräg aufwärts bis zu einer im Boden --3-- des Mischgefässes --2--. vorgesehenen Abfuhröffnung --7--. Im Bereich der Abfuhr- öffnung --7-- sind vorzugsweise mehrere Auswurfflügel --8-- an der Schneckenachse angebracht.
Im Betrieb der Mischvorrichtung wird das durch die Zufuhröffnung --5-- eingebrachte Gut von der Schnecke --6-- schräg aufwärts gefördert und dabei durchmischt. Um die Durchmischung zu verbessern und die Homogenität des Endproduktes zu steigern, ist am Ende der Schneckengänge im Bereich der Abfuhröffnung --7-- im Mischgefäss --2-- ein Stauschirm --9-- vorgesehen, der gemäss Fig. 1 und 2 als Gitter ausgebildet und um eine horizontale Achse --11-- schwenkbar aufgehängt ist, die in einem Abstand über der Schneckenachse sowie quer zu dieser angeordnet ist. Der Stauschirm --9-- verläuft daher quer zur Schneckenachse und erstreckt sich angenähert über 1/3 bis 1/2 des Gefässquerschnittes (s. Fig. 2).
Im Bereich der Schnecke --6-- ist der Rand des Stauschirmes --9-- der Schneckenkontur entsprechend ausgenommen und folgt dem Umriss der Schnekke --6--. Das von der Schnecke --6-- hochgeförderte Mischgut staut sich an dem Stauschirm --9-und wird durch das nachkommende Mischgut am Stauschirm --9-- hochgedrückt, somit von der Förderrichtung der Schnecke --6-- abgelenkt und unter Schwerkrafteinfluss im Sinne des Pfeiles 10 in Fig. 1 nach hinten sowie unten umgelenkt. Das umgelenkte Gut bewegt sich sodann im Gegenstrom
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erneut durchmischt zu werden.
Ausserdem wird der Stauschirm-9-vom herantransportierten Mischgut unregelmässig in Pen- delbewegungen versetzt, die ein Anhaften pulverförmiger oder feuchter Komponenten des Mischgutes am Stauschirm --9-- sowie an benachbarten Wandungsteilen des Mischgefässes --2-- verhindern und eine Lockerung des Mischgutes bewirken.
Die Achse --11-- kann von einem Rundstab gebildet sein, an dem das Gitter (oder ein Sieb oder eine perforierte Platte) mit Hilfe angeschweisster Ringe gegebenenfalls auch höhenbeweglich aufgehängt ist. Eine derartige Höhenbeweglichkeit des Stauschirmes --9-- unterstützt die vorerwähn- ten Wirkungen.
Weiters kann der Stauschirm --9-- von einer (nicht gezeigten) Feder bzw. Federn in seiner
Ruhelage gehalten sein. Alternativ hiezu kann der Stauschirm --9-- an Blattfedern aufgehängt sein, wodurch er zugleich schwenkbar gelagert als auch in seine Ruhelage vorgespannt ist.
Die Ruhelage muss nicht notwendigerweise die vertikale Lage sein. Desgleichen kann der Stau- schirm --9-- gekrümmt oder bloss abschnittsweise mit Öffnungen versehen sein.
Fig. 3 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, bei welcher der Stauschirm --9-in Transportrichtung der Schnecke --6-- vor der Abfuhröffnung --7-- bzw. vor den Auswurfflügeln - 8-- angeordnet ist. In diesem Fall ist der (platten-, sieb- oder gitterförmige) Stauschirm --9-mit Hilfe von Ringen --12-- an Haken --13-- aufgehängt sowie gegen Aushängen aus denselben gesichert. Somit kann der Stauschirm --9-- begrenzte Pendel- und Höhenbewegungen ausführen.
Der Stauschirm --9-- reicht in diesem Fall vorteilhafterweise über den gesamten Querschnitt des Mischgefässes --2-- und ist mit einem vom unteren Rand nach oben erstreckten Schlitz versehen, so dass er die Schneckenachse sattelförmig umgibt.
Bei der in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die geringfügig schräg gestellte Achse --11-- im Mischgefäss --2-- drehbar gelagert, ragt mit einem Ende aus dem Mischgefäss --2-- heraus und ist an diesem Ende mit einem Betätigungsorgan --14--, z.B. einem Handgriff versehen. Die Achse --11-- ist in relativ geringem Abstand über der Schnecke - angeordnet. An ihr ist ein Gitter befestigt, das angenähert parallel zur Schneke --6-- verläuft und sich von der Achse --11-- zur Zufuhröffnung --5-- erstreckt. An dem zur Zufuhröffnung - weisenden Ende ist das Gitter hochgebogen und bildet den Stauschirm-9-. Bei leerem Mischgefäss --2-- liegt das Gitter auf der Schnecke --6-- auf.
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Im Betrieb der Mischvorrichtung liegt das Gitter auf der Schnecke --6-- auf, wenn sich im Mischgefäss --2-- wenig Mischgut befindet ; ist jedoch die Mischgutmenge grösser, so tritt der Stauschirm --9-- in Funktion, wobei gegebenenfalls das Gitter von der Schnecke --6-- abgehoben wird. In der Praxis führt der Stauschirm --9-- Pendelbewegungen um die Achse --11-- aus.
Auf diese Weise wird der Effekt erzielt, dass die Mischvorrichtung ungeachtet des Betrages der jeweiligen Füllmenge im wesentlichen die gleiche Mischwirkung durchführt bzw. zur gleichen Homogenität des Mischgutes führt.
Die Erfindung schafft also eine Mischvorrichtung mit verbesserter Mischwirkung und einer selbsttätigen Reinigung, wodurch ein homogeneres Mischgut erzielbar ist als mit herkömmlichen Mischvorrichtungen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mischvorrichtung für Silogut, mit einem Mischgefäss, das eine Zufuhr- und eine Abfuhröffnung aufweist und in dem eine entlang seines schrägen trogförmigen Bodens verlaufende Mischund Förderschnecke angeordnet ist, die gegebenenfalls am abfuhrseitigen Ende einen oder mehrere Auswurfflügel aufweist, wobei im Bereich des abfuhrseitigen Endes der Misch- und Förderschnecke im Mischgefäss ein quer zur Schneckenachse angeordneter Stauschirm zur Gutab-und-umlenkung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stauschirm (9) um eine im Abstand über der Schneckenachse verlaufende, im wesentlichen horizontale Achse schwenkbar aufgehängt ist.