AT383436B - Gluehlampe und verfahren zum herstellen derselben - Google Patents
Gluehlampe und verfahren zum herstellen derselbenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft eine Glühlampe mit einem einen Glühfaden tragenden Gestell, einem
Kolben und einem Sockel, wobei eine in der Mitte des Sockels geführte Mittelelektrode und eine einem mit Sägeschnitten versehenen Formstück zugeführte Seitenelektrode vorgesehen sind und das Formstück am Rand des Sockels angeordnet ist ; weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Herstellen einer derartigen Glühlampe.
Das Verbinden und Kontaktieren der Glühlampenseitenelektrode mit dem Sockel erfolgt im allgemeinen durch Löten. Zum Löten wird Weichlot, zweckmässig Lötzinn, eingesetzt. Obzwar
Lötzinn kein besonders teures Material ist, sind seine Gesamtkosten wegen der grossen Mengen bei der Glühlampenerzeugung doch erheblich. Das Löten ist auch mit andern Nachteilen behaftet.
So können z. B. Aluminiumsockel nicht eingesetzt werden und ausserdem kann es vorkommen, dass das Ende der Elektrode aus dem Lot austritt, was unter Umständen Lebensgefahr und Sachschaden verursachen kann bzw. ein ausschussfördernder Faktor ist.
Ein weiteres Problem ergibt sich dadurch, dass ein gewisses Mass an Kupfergehalt im Seiten- elektrodenende wegen des Lötens notwendig ist, und aus diesem Grunde muss noch ein kupferhalti- ger Zusatz oder Überzug an der Seitenelektrode nach dem Sicherungsfaden angebracht werden, dessen Werkstoff schwer zu löten ist.
Aus der DE-PS Nr. 864129 ist eine elektrische Glühlampe oder Entladungsröhre mit einem
Kolben und einem Sockel zur Befestigung der Lampe oder Röhre in einer Fassung bekannt, wobei der Sockel mit seinem durch das Vorhandensein eines oder mehrerer Sägeschnitte etwas elastischen
Rand am Kolbenkopf mittels in diesem Rand vorgesehener Einstülpungen befestigt ist, die in entsprechende Vertiefungen im Kolbenkopf greifen. Zum Sichern der Befestigung dieser Teile in ihrer wirksamen Lage dienen ein oder mehrere draht- oder streifenförmige Teile, von denen sich jeder nur über einen Teil des Umfanges des elastischen Sockelrandes erstreckt und dabei einen oder mehrere der Sägeschnitte in diesem Rand überbrückt und beidseitig des (der) über- brückten Sägeschnitte (s) mit dem Sockelrand verbunden, insbesondere verlötet, ist.
Diese bekann- te Konstruktion dient somit zur kittlosen Befestigung des Kolbens einer Glühlampe oder Entladungs- röhre innerhalb des Randbereiches des Metallmantels des zugehörigen Sockels. Dabei kann der am Mantelkontakt der Lampe oder Röhre elektrisch leitend zu befestigende Stromzuführungsdraht durch einen der Sägeschnitte im Sockelrand nach aussen geführt und zusammen mit dem ohnedies vorhandenen, sich über diesen Sägeschnitt erstreckenden Sicherungsteil am Sockelrand befestigt, insbesondere verlötet, sein.
Die Erfindung setzt eine wie vorstehend beschriebene Befestigung des Lampenkolbens im Sockel nicht voraus und daher ist auch kein den Sockelrand im Bereich der Sägeschnitte umgreifender Sicherungsteil vorhanden. Aufgabe der Erfindung ist es, unter Vermeidung der eingangs geschilderten Nachteile eine elektrisch zuverlässige lötfreie Anschlussverbindung der Seitenelektrode an dem am Sockelrand vorgesehenen Formstück zu schaffen, ohne dass hiefür ein gesonderter kleiner und schwierig zu handhabender Sicherungsteil erforderlich ist.
Zur Lösung dieser Aufgabe besteht die Erfindung bei einer Glühlampe der eingangs angegebenen Art im wesentlichen darin, dass die Seitenelektrode um das Formstück zwischen zwei in den Rand des Sockels geschnittenen Schlitzen herumgeschlungen ist.
Bei dem Verfahren zum Herstellen einer derartigen Glühlampe werden zum Festlegen der Seitenelektrode der Glühlampe am Sockel in den Rand des Sockels auf dem gewindefreien Teil desselben Schlitze geschnitten. Die Erfindung besteht hiebei im wesentlichen darin, dass das Formstück zwischen zwei Schlitzen aus der ursprünglichen Lage ausgebogen wird, dass danach die Seitenelektrode beim Zusammenbau von Lampenkolben und Sockel in einen der Schlitze eingesetzt und um das Formstück herumgeschlungen wird, dass darauf das freie Ende der Seitenelektrode in das Sockelinnere eingesteckt wird und dass schliesslich das Formstück in die ursprüngliche Lage zurückgebogen und die Schlinge der Seitenelektrode an das Formstück gepresst wird.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass nach dem mechanischen Anschliessen und Pressen der Seitenelektrode an den Lampensockel beim Einschalten der Lampe in den Stromkreis durch den verhältnismässig hohen Einschaltstrom elementare Warzenschweissungen von mikroskopischen Abmessungen entstehen, wodurch ein beständiger Kontakt zustandekommt.
Es ist zweckmässig, den Abstand zwischen den beiden das Formstück seitlich begrenzenden
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Schlitzen klein zu wählen, in der Praxis aber würden Ausführungsschwierigkeiten im Falle eines kleineren Abstandes als 2, 5 mm wegen der Werkstoffeigenschaften des Sockels auftreten.
Die Schlitze werden maximal bis zum Gewindeteil des Sockels geschnitten, für die Praxis ist eine Länge der Schlitze zwischen 2, 0 und 3, 5 mm am besten geeignet.
Das von den geschnittenen Schlitzen umfasste Formstück ist vorzugsweise trapezförmig ; dadurch wird erreicht, dass die Schlinge vom Formstück nicht abrutscht, da das Trapez vom Rand des Sockels weg immer enger wird und die Schlinge bei der kürzeren Parallelseite des Trapezes ausgebildet ist. Das Formstück wird aus seiner ursprünglichen Lage zweckmässig über einen Winkel zwischen 50 und 950 ausgebogen. Im Falle eines kleineren Winkels als 50 kann die Seitenelektrode nicht ohne Schwierigkeiten bis zum Grund des Formstückes in die Schlitze eingesetzt werden, dagegen ist die Anwendung eines Winkels von mehr als 950 überflüssig und wäre auch hinsichtlich Beanspruchung des Sockelwerkstoffes schädlich.
Die Seitenelektrode wird vorteilhaft zweimal um das Formstück herumgeschlungen, um ein sicheres Festhalten zu erzielen.
Die Seitenelektrode und der Sockel werden zweckmässig kalt gepresst. Das Kaltfliessen erfolgt bei den Schlitzen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen ausführlicher an einem praktischen Beispiel erläutert. Die einzelnen Figuren veranschaulichen das Festlegen der Seitenelektrode einer Allgebrauchslampe am Sockel in der Reihenfolge der einzelnen Arbeitsschritte. Es zeigen :
EMI2.1
2/a(vergrössert) ; Fig. 4 das Einsetzen der Seitenelektrode in den Schlitz ; Fig. 5 das Herumschlingen der Seitenelektrode um das Formstück (vergrössert) ; Fig. 6 das Einstecken des überstehenden freien Endes der Seitenelektrode in das Sockelinnere (vergrössert) und Fig. 7 das Zurückbiegen des Formstückes (vergrössert).
Fig. 1 zeigt den Sockel einer Allgebrauchslampe zu Beginn der Bearbeitung. Zuerst werden
Schlitze--4 und 5--nach Fig. 2 bzw. 2/a mit Hilfe eines entsprechenden Schneidwerkzeuges vom Rand --3-- des Sockels --1-- her in den gewindelosen Bereich geschnitten. Das durch die Schlitze --4 und 5-- begrenzte Formstück ist ein Trapez --6--, dessen kürzere parallele Seite 2, 5 mm lang ist und dessen Höhe auch 2, 5 mm beträgt.
Nach dem Schneiden wird das Formstück --6-- gemäss Fig. 3 über einen Winkel von 60 nach aussen abgebogen. Fig. 4 zeigt das Einsetzen der Seitenelektrode --7-- in den Schlitz --5--.
Diesem Schritt folgt das Einsetzen des Lampenkolbens --2-- in den Sockel --1--, ein Teilschritt der gebräuchlichen Technologie. Danach wird, wie in Fig. 5 ersichtlich, die Seitenelektrode --7-zweimal um das Formstück --6-- herumgeschlungen. Nach dem Umschlingen wird das überstehende Ende der Seitenelektrode --7-- in das Sockelinnere gesteckt, wie dies in Fig. 6 zu sehen ist, danach wird das umschlungene Formstück --6-- in die ursprüngliche Lage zurückgebogen, wie dies Fig. 7 zeigt, und die Schlinge der Seitenelektrode --7-- wird an das Formstück--6-- angepresst.
Durch das erfindungsgemässe Festlegen der Seitenelektroden kann bei der Massenherstellung von Glühlampen eine erhebliche Menge Lötmaterial erspart werden. Ein anderer Vorteil der Erfindung liegt darin, dass die Möglichkeit für den Einsatz von Aluminiumsockeln geboten wird. Ferner bietet die Erfindung hinsichtlich Vermeidung von Lebensgefahr und Sachschaden mehr Sicherheit, da ein Drahtaustritt nicht erfolgen kann, und ausserdem braucht das Seitenelektrodenende nicht aus einem gut lötbaren Stoff hergestellt zu werden.
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Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Glühlampe mit einem einen Glühfaden tragenden montierten Gestell, einem Kolben und einem Sockel, wobei eine in der Mitte des Sockels geführte Mittelelektrode und eine einem mit Sägeschnitten versehenen Formstück zugeführte Seitenelektrode vorgesehen sind und das Formstück am Rand des Sockels angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenelektrode <Desc/Clms Page number 3> (7) um das Formstück (6) zwischen zwei in den Rand (3) des Sockels (1) geschnittenen Schlitzen (4, 5) herumgeschlungen ist.2. Glühlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der minimale Abstand zwischen den zwei Schlitzen (4, 5) 2, 5 mm ist.3. Glühlampe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der zwei Schlitze (4, 5) je 2, 0 bis 3, 5 mm beträgt.4. Glühlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (6) zwischen den zwei geschnittenen Schlitzen (4, 5) eine Trapezform hat und sich vom Rand (3) weg verengt und dass die Seitenelektrode (7) neben der kürzeren parallelen Seite des Trapezes um das Formstück (6) herumgeschlungen ist.5. Glühlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenelektrode (7) das Formstück (6) zweimal umschlingt.6. Verfahren zum Herstellen einer Glühlampe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zum Festlegen der Seitenelektrode der Glühlampe am Sockel in den Rand des Sockels auf dem gewindefreien Teil desselben Schlitze geschnitten werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (6) zwischen zwei Schlitzen (4, 5) aus der ursprünglichen Lage ausgebogen wird, dass danach die Seitenelektrode (7) beim Zusammenbau von Lampenkolben (2) und Sockel (1) in einen der Schlitze (4, 5) eingesetzt und um das Formstück (6) herumgeschlungen wird, dass darauf das freie Ende der Seitenelektrode (7) in das Sockelinnere eingesteckt wird und dass schliesslich das Formstück (6) in die ursprüngliche Lage zurückgebogen und die Schlinge der Seitenelektrode (7) an das Formstück (6) gepresst wird.7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Formstück (6) aus seiner ursprünglichen Lage über einen Winkel zwischen 50 und 950 ausgebogen wird.8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlinge der Seitenelektrode (7) an das Formstück (6) kaltgepresst wird.
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| ATA16783A ATA16783A (de) | 1986-11-15 |
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| DE864129C (de) * | 1942-03-07 | 1953-01-22 | Philips Nv | Elektrische Lampe oder Entladungsroehre |
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1983
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| DE864129C (de) * | 1942-03-07 | 1953-01-22 | Philips Nv | Elektrische Lampe oder Entladungsroehre |
Also Published As
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| HU183951B (en) | 1984-06-28 |
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