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Die Erfindung betrifft ein Keilriemengetriebe mit einem treibenden und einem angetriebenen
Keilriemenrad, von denen eines an einem Schwenkarm drehbar gelagert ist, der um eine zur Dreh- achse des betreffenden Keilriemenrades parallele ortsfeste Achse verschwenkbar ist, und mit einer mit dem Schwenkarm gekuppelten Gewindespindel od. dgl., die zum Verschwenken des Schwenkarmes um die ortsfeste Achse und damit zur Veränderung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder antreibbar ist.
Bei einem in der DD-PS Nr. 75915 beschriebenen Keilriemengetriebe dieser Gattung ist der
Schwenkarm als zweiarmiger Hebel ausgebildet und die Gewindespindel ist in eine am freien Ende desselben befestigte Schlossmutter eingeschraubt. Die starre Verbindung des Schwenkarmes der Ge- windespindel hat zur Folge, dass der Achsabstand der beiden Keilriemenräder konstant bleibt, so- lange die Gewindespindel nicht verdreht wird. Wenn sich der Keilriemen im Laufe der Zeit dehnt, dann muss der Achsabstand der beiden Keilriemenräder durch Verdrehen der Gewindespindel ent- sprechend vergrössert werden, um ein Durchrutschen des Keilriemens zu verhindern. Dabei besteht aber die Gefahr, dass durch eine übermässige Vergrösserung des Achsabstandes der beiden Keil- riemenräder der Keilriemen zu stark gespannt wird, was sich auf dessen Lebensdauer nachtei- lig auswirkt.
In der AT-PS Nr. 226026 ist auch bereits ein Riemengetriebe mit selbsttätiger Nachspannung des Riemens beschrieben. Bei diesem bekannten Riemengetriebe ist der Achsabstand der treibenden
Riemenscheibe und der angetriebenen Riemenscheibe nicht veränderlich. Es ist vielmehr eine
Spannrolle vorgesehen, die mit der Kraft einer Druckfeder über ein Hebelgetriebe gegen die Spannungsseite des Riemens angedrückt wird. Wenn sich der Riemen dehnt, dann kann sich die Druckfeder entspannen, weil ihr eines Ende ortsfest abgestützt ist. Da die Vorspannkraft der Druckfeder bei einer solchen Entspannung abnimmt, nimmt aber die Spannung des Riemens gleichfalls ab.
Diese Verringerung der Spannung des Riemens wird zwar durch eine Vergrösserung des Umschlingungswinkels in einem gewissen Masse ausgeglichen, wodurch aber die Lebensdauer des Riemens verringert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemässe Keilriemengetriebe dahingehend weiterzubilden, dass bei einer Dehnung des Keilriemens der Achsabstand der beiden Keilriemenräder selbsttätig um ein solches Mass vergrössert wird, bis der Keilriemen wieder seine vorbestimmte Spannung erlangt.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Gewindespindel od. dgl. unter Zwischenfügung einer Druckfeder mit dem Schwenkhebel gekuppelt ist, dass die Gewindespindel od. dgl. von einem Elektromotor antreibbar ist, um den Schwenkarm im Sinne einer Vergrösserung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder zu verschwenken, und dass im Stromkreis des Elektromotors ein auf das Ausmass der Zusammendrückung der Druckfeder ansprechender Schalter liegt, der bei Unterschreiten einer vorbestimmten Zusammendrückung der Druckfeder den Stromkreis des Elektromotors schliesst und nach Erreichen der vorbestimmten Zusammendrückung wieder unterbricht.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Keilriemengetriebes wird eine selbsttätige Regelung der Spannung des Keilriemens erreicht, so dass dieser stets auf der optimalen Spannung gehalten wird.
Zweckmässige Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird nachfolgend näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Seitenansicht des erfindungsgemässen Keilriemengetriebes, Fig. 2 eine Vorderansicht des Getriebes nach Fig. l, und Fig. 3 ein elektrisches Blockschaltbild.
Wie aus den Fig. 1 und 2 der Zeichnungen ersichtlich ist, umfasst das Keilriemengetriebe ein ortsfest gelagertes, angetriebenes Keilriemenrad --1-- und ein treibendes Keilriemenrad --2--.
Um beide Keilriemenräder --1 und 2-- ist in üblicher Weise ein Keilriemen --3-- gelegt. Das treibende Keilriemenrad --2-- wird über ein Kardangelenk --4-- von einer Welle --5-- angetrieben. Das Kardangelenk --4-- ermöglicht eine Verstellung des treibenden Keilriemenrades--2-quer zu seiner Achse, d. h. gegenüber dem angetriebenen Keilriemenrad --1--, um die Spannung des Keilriemens--3--verstellen zu können.
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Das treibende Keilriemenrad --2-- weist ein Lager --6-- auf, das am einen Ende eines Schwenkarmes --7-- vorgesehen ist. Letzterer ist um eine ortsfeste Schwenkachse --8-- verschwenkbar. In der Nähe der Schwenkachse --8-- ist der Schwenkarm --7-- mit einem quer abstehenden Hebelarm --9-- versehen. Auf der Schwenkachse --8-- ist ferner ein Zwischenhebel --10-- schwenkbar gelagert, an dessen freiem Ende eine Verstelleinrichtung --11-- angreift. Im
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--13-- eine Gewindespindel --14-- antreibt,bel --10-- angelenkt ist.
Zwischen den Zwischenhebel --10-- und den Hebelarm --9-- ist eine Druckfeder --15-- eingefügt, über die der Hebelarm --9-- beim Ausfahren der Gewindespindel - zum Verschwenken des Schwenkarmes --7-- im Sinne einer Vergrösserung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder --1 und 2-- vom Motor --12-- beaufschlagt wird. Die Druckfeder --15-und der Hebelarm --9-- sind von einem Schraubbolzen --16-- durchsetzt, der mit einem Ende am Zwischenhebel --10-- festgelegt ist und mit seinem andern Ende von aussen her am Hebelarm --9-angreift, so dass der Zwischenhebel --10-- bei einer Verschwenkung im Sinne einer Verkleinerung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder --1, 2-- den Hebelarm --9-- über den Schraubbolzen --16-- mitnimmt.
Um beim Ausfahren der Gewindespindel --14-- den Motor --12-- selbsttätig abzuschalten, sobald der Keilriemen --3-- die gewünschte Spannung erreicht hat, sind auf dem Hebelarm --9-ein Schalter --17-- und am Zwischenhebel ein entsprechender Betätigungsteil --18-- ange- ordnet.
Aus Fig. 3 geht hervor, dass der Schalter --17-- im Stromkreis des von einer Gleichstromquelle --19-- gespeisten Motors --12-- liegt. Die Feder --15-- wird bei einer Vergrösserung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder --1, 2-- zusammengedrückt. Erreicht die Zusammendrückung das der gewünschten Keilriemenspannung entsprechende Ausmass, dann wird der Schalter --17-- durch den am Zwischenhebel --10-- angeordneten Betätigungsteil --18-- betätigt, so dass er über seinen Schaltkreis den Stromkreis öffnet. Nach Massgabe des Verschleisses bzw. der Län-
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zwischen dem Hebelarm --9-- und dem Zwischenhebel --10-- und die Keilriemenspannung nimmt ab.
Bei Unterschreiten einer bestimmten Keilriemenspannung schliesst sich der Kontakt des Schalters--17--und der Motor --12-- bewirkt über die Gewindespindel --14-- ein selbsttätiges Nachspannen des Keilriemens --3--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Keilriemengetriebe mit einem treibbaren und einem angetriebenen Keilriemenrad, von denen eines an einem Schwenkarm drehbar gelagert ist, der um eine zur Drehachse des betreffenden Keilriemenrades parallele ortsfeste Achse verschwenkbar ist, und mit einer mit dem Schwenkarm gekuppelten Gewindespindel od. dgl., die zum Verschwenken des Schwenkarmes um die ortsfeste Achse und damit zur Veränderung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewindespindel (14) od. dgl. unter Zwischenfügung einer Druckfeder (15) mit dem Schwenkhebel (7) gekuppelt ist, dass die Gewindespindel (14) od. dgl.
von einem Elektromotor (12) antreibbar ist, um den Schwenkarm (7) im Sinne einer Vergrösserung des Achsabstandes der beiden Keilriemenräder (1, 2) zu verschwenken, und dass im Stromkreis des Elektromotors (12) ein auf das Ausmass der Zusammendrückung der Druckfeder (15) ansprechender Schalter (17) liegt, der bei Unterschreiten einer vorbestimmten Zusammendrückung der Druckfeder (15) den Stromkreis des Elektromotors (12) schliesst und nach Erreichen der vorbestimmten Zusammendrückung wieder unterbricht.