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Biegsame Leitrolle
EMI1.1
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Wie es am besten in den Fig. 2 und 3 gezeigt ist, enthält die biegsame Leitwalze ein zentrisches
Verstärkungsglied 14, das aus einem biegsamen Kabel, wie z. B. Drahtseil od. dgl. besteht, und das der
Leitwalze die notwendige Zugfestigkeit verleiht. An jedem Ende des Kabels sind kurze Wellenstümpfe 15 befestigt. Das Anbringen des Kabels an der Welle kann so erfolgen, dass man die Kabelenden in Bohrungen in den inneren Enden der Wellenstümpfe einsetzt und die Wellenstümpfe dann über das Kabel zieht.
Die Aussenenden der Wellenstümpfe liegen in der Mittelöffnung des inneren Laufringes eines Kugel- lagers 16. Das Aussenende eines Wellenstumpfes ragt über das Ende des Lagers hinaus und ist mit einer
Umfangsnute 17 ausgerüstet, in der ein hufeisenförmiger Ring 18 befestigt ist. Der Durchmesser des Rin- ges ist grösser als der Durchmesser der Mittelöffnung in dem Lager und er wird durch eine Befestigungs- kappe 19, die auf der Welle aufsitzt, in seiner Lage gesichert. Der eine Schenkel der Kappe sitzt dabei zwischen dem Lagerende und dem Ring. Nachdem die Teile damit in die in Fig. 3 gezeigte Arbeitslage zusammengesetzt worden sind, kann sich der Ring nicht mehr verschieben.
Zu Servicezweckenkönnen die
Teile leicht auseinander genommen werden, indem die Welle gegenüber dem Lager nach rechts-in
Blickrichtung nach Fig. 3 - verschoben wird, bis der Ring von der Haltekappe freigeworden ist. Der Ring wird dann aus der Nute in der Welle herausgenommen und das Ende der Welle nach links geschoben.
Der äussere Laufring des Kugellagers sitzt in einem Lagergehäuse 20, das an einem Ende geöffnet ist, so dass durch diese Öffnung die gesamte Lageranordnung eingesetzt werden kann. Eine Abdeckung 21 in
Gestalt einer geformten ringförmigen Platte, durch die die Welle hindurchragt, schliesst das offene Ende des Gehäuses. Die Abdeckung weist eine Schulter auf, die auf dem äusseren Laufring des Lagers aufliegt und einen Umfangsflansch, der an einem Sprengring 22 anstösst, der in einer Umfangsnute im Inneren der Öffnung in dem Lagergehäuse sitzt. Der Sprengring hält damit die Abdeckung und die Lagerteile fest in ihrer Stellung. Ein an dem andern Ende des Lagergehäuses vorgesehener Schmiernippel 23 steht mit dem Inneren des Gehäuses und des Lagers in Verbindung.
Das Lagergehäuse weist zwei von seinen beiden gegenüberliegenden Seiten ausgehende Drehzapfen
24 auf. Diese Zapfen passen in Schlitze 25, die in sich gegenüberliegenden und in einem Abstand von- einanderstehenden Teilen eines Bügels 26 eingearbeitet sind, der sich am oberen Ende des senkrechten
Haltepfostens befindet. Diese Anordnung ermöglicht, dass sich das Lagergehäuse in einer senkrechten
Ebene frei um eine waagrechte Achse drehen kann, die parallel zu der Seitenkante des Förderbandes ver- läuft. Weiter wird hiedurch ermöglicht, dass die biegsame Leitwalze unter normalen Bedingungen ihre kettenlinienförmige Gestalt annehmen kann oder ihre Form ändert, um sich den verschiedenen Lastbe- dingungen anzupassen, ohne dabei irgendeinen besonderen Teil der Anordnung übermässig zu beanspru- chen.
Zur gleichen Zeit kann sich der mittlere Teil der Leitwalze einschliesslich der Wellenstümpfe frei unter dem Einfluss der Bewegung des Förderbandes drehen. Ausserdem sei darauf hingewiesen, dass die
Leitwalze nicht unbedingt von den senkrechten Pfosten getragen werden muss, sondern dass dies bei Be- darf auch auf andere Weise vorgenommen werden kann. Zum Beispiel können die Bügel 26 Teil einer
Platte sein, die mit Klammern oder andern geeigneten Mitteln an biegsamen Kabeln befestigt ist, die an den Seiten des Riemens in einem biegsamen seitenrahmenähnlichen Führungsteil verlaufen.
Der Kern oder der Hauptteil 27 der Leitwalze besteht aus einem nachgiebigen plastischen Stoff, wie z. B. Gummi, der auf das zentrische Verstärkungsglied aufgegossen ist. Auf der Aussenseite der Walze ist eine Rippe angeordnet. Die Rippe schreitet auf einem schraubenförmigen Weg in Längsrichtung an der
Walze entlang, wobei die nebeneinanderliegenden Gänge der Rippe in einem Abstand voneinander liegen und ihr das Aussehen eines viereckigen Gewindeganges geben. Wie man in den Zeichnungen erkennt, weist die schraubenförmige Rippe, die das das Förderband berührende und das Band tragende Glied der
Leitwalze darstellt, einen einen Einschnitt begrenzenden Teil auf, der sich zwischen zwei benachbarten
Gängen der sich in Längsrichtung schraubenförmig an der Leitwalze entlang windenden Rippe befindet und dessen Durchmesser kleiner als der Gesamtdurchmesser der Rippe ist.
Die Rippe und der den Einschnitt begrenzende Teil bestehen über der gesamten Länge der Leitwalze aus einem Stück mit der Schutzabdek- kung für das Kabel. Wie es anschliessend noch ausgeführt werden wird, kann die Höhe der Rippe und der Durchmesser des den Einschnitt begrenzenden Teiles verändert werden, um die gewünschte Biegewirkung und Festigkeit unter Belastungsbedingungen zu erzielen.
Die Aussenseite der Rippe, die die Bodenfläche des Bandes berührt, ist flach und von gleichmässigem Durchmesser. Wie es in Fig. 1 gezeigt ist, kann die Rippe von der Mittellinie x - y der Leitwalze bis zu deren beiden Enden in entgegengesetzten Richtungen vorschreiten (d. h. ein rechtsgängiges und ein linksgängiges Gewinde darstellen) oder sie kann in der gleichen Richtung von einem Ende zum andern laufen, wie es in Fig. 4 gezeigt ist. Wenn die Rippe von der Mittellinie der Leitwalze aus gesehen in entgegengesetzten Richtungen vorschreitet, wird auf das Band eine selbsttätige Richtwirkung ausgeübt.
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Die Schraubenform der Rippe auf der Aussenfläche der Leitwalze sorgt für einen Abstand zwischen den einzelnen Gängen der Rippe, die hoch genug ist, um die notwendige Biegsamkeit zu gewährleisten, um die Leitwalze in einem kettenlinienförmigen Bogen zu biegen, während sie gleichzeitig einer Torsionsverschiebung eines beliebigen Teiles der Leitwalze gegenüber einem andern Teil der Leitwalze unter dem Einfluss der Bewegung des Förderbandes ausreichenden Widerstand entgegensetzt. Die schraubenförmige Rippe macht es praktisch unmöglich, dass irgendein Teil der Leitwalze gegenüber einem andern Teil oder dem zentrisch durchgeführten Kabel verschoben oder von diesem abgedreht wird, da einem solchen Verdrehen oder einer Bewegung eines beliebigen Teiles der Leitwalze gegenüber einem andern Teil der volle Querschnitt der Rippe unmittelbar entgegensteht.
Der Abstand zwischen den nebeneinanderliegenden Gängen der Rippe gewährleistet eine Selbstreinigung der Leitwalze unter der stetigen Biegewirkung, die bei dem Betrieb des Förderbandes auftritt. Man erkennt, dass die Leitwalze das biegsame Kabel auf dessen gesamter Länge umgibt. Das Kabel trägt deshalb auf seiner vollen Länge zu dem gesamten Biegebedarf bei und nimmt an diesem teil, wodurch in der Biegefähigkeit der Leitwalze über deren gesamter Länge keine plötzlichen Unterschiede oder Sprünge auftreten. Eine gleichmässige Biegsamkeit wird in der Mitte der Leitwalze (in Längsrichtung gesehen) dort, wo die grösste Biegsamkeit erforderlich ist, durch eine gleichmässige Höhe der Rippe und gleichmässigem Abstand zwischen den einzelnen Gängen der Rippe erreicht.
An den Enden der Leitwalze kann die Biegsamkeit herabgesetzt werden, um eine bessere Halterung für das Förderband zu bieten und um an den Stellen eine übermässige Biegung zu verhindern, an denen das Kabel an den Wellenstümpfen befestigt ist. Man erreicht dies dadurch, dass man die Höhe der Rippe herabsetzt oder umgekehrt den Durchmesser des Fussteiles erhöht und indem man weiter die Steigung der
Rippe oder den Abstand zwischen benachbarten Gängen der Rippe herabsetzt. Ein Beispiel hiefür ist in den
Fig. 1 und 2 gezeigt, in denen die Schraubensteigung der Rippe 28 an den Enden der Leitwalze abnimmt, wobei die Breite der Rippe und die Tiefe der Zwischenräume zwischen benachbarten Gängen der Rippe allmählich absinkt.
Wie in Fig. 2 gezeigt, haben die drei ersten Gänge oder Windungen der Rippe die kleinste Tiefe und die entsprechenden Fussabschnitte haben den grössten Durchmesser, wobei der Abstand zwischen benachbarten Gängen am geringsten ist. Die Höhe der Rippe und der Abstand zwischen benach- barten Gängen nimmt dann allmählich gleichzeitig mit der Breite der Rippen in einer einzigen Windung zu, bis die volle Breite und Höhe einer Rippe und der volle Abstand zwischen benachbarten Gängen er- reicht ist. Das Herabsetzen der Steigung der Rippe in Richtung auf das Ende der Leitwalze gibt den Kan- ten des Förderbandes einen zusätzlichen Halt und es erhöht weiter die Steifheit in dem Gebiet der Leit- walze, in dem die winkelförmige Biegung am geringsten ist.
Durch diese zusätzliche Steifigkeit an einer
Stelle, an der das biegsame Kabel mit den Wellenstümpfen verbunden ist, wird weiterhin jegliche über- mässige Biegebeanspruchung vermieden, die an dieser Stelle stattfinden könnte.
Die Walze hat somit Fndabschnitte oder Endteile und einen Mittelabschnitt oder einen Mittelteil, die gegeneinander durch die Zone mit geringerer Steigung der Rippe und grösserem Durchmesser der Fuss- abschnitte an den Enden und vergrösserter Steigung der Rippe und kleinerem Durchmesser der Fussab- schnitte in der Mitte abgegrenzt sind. Wie in den Zeichnungen gezeigt, beträgt der Durchmesser der Fuss- abschnitte der Walze weniger als die Hälfte des Gesamtdurchmessers der Rippe im Mittelteil der Walze.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Biegsame Leitrolle der Kettenlinientype zum Tragen eines Förderbandes, die einen zentralen biegsamen Kern aufweist, an dem eine diesen umgebende Leitwalze aus gummiähnlichem, nachgiebigem
Material befestigt ist und der an jedem Ende Lager aufweist, so dass Seele und Leitwalze zusammen dreh- bar sind, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung gleichmässiger Biegsamkeit und Drehbeanspruchung der Leitrolle, die Leitwalze (27) auf dem Kern aufgeformt ist und aus einem rippenförmige, sich im we- sentlichen über die ganze Länge des Kernes in Form einer Schraube erstreckenden Glied mit einer flachen
Aussenoberfläche besteht,
welche Aussenoberfläche im Bereich des gesamten mittleren Längsteiles der
Walze in beträchtlichem Abstand ausserhalb der zwischen den Flanken des rippenförmigen Gliedes liegen- den Fussabschiiitte der Schraube verläuft.