AT38296B - Verwendung von hochviskosen Flüssigkeiten, welche durch Erhitzen von Glyzerin infolge Wasserabspaltung entstehen. - Google Patents

Verwendung von hochviskosen Flüssigkeiten, welche durch Erhitzen von Glyzerin infolge Wasserabspaltung entstehen.

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AT38296B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verwendung von hochviskosen Flüssigkeiten, welche durch Erhitzen von Glyzerin infolge
Wasserabspaltung entstehen. 



   Das Glyzerin findet in der Textilindustrie ausgedehnte Anwendung zur   Erhöhung der     Gosc11meidiglceit   der Textilfasern in Fäden und Geweben aller Art : ferner findet es Verwendung bei der Herstellung von Papier, Holzschliff,   Hektographenmassen, Hektographen-   tinten, Druckwalzen u. s. w. Die Eigenschaften des Glyzerins, auf welche sich seine Ver- 
 EMI1.1 
 2. seine Fähigkeit, Wasser anzuziehen. 



   Es wurde nun gefunden, dass die durch Erhitzen von Glyzerin unter Wasserabspaltung entstehenden Produkte, wie das nach den Angaben des D. R. P. Nr. 181754 hergestellte Diglyzerin und seine Mischungen mit den sich   gleichzeitig bildpnden, höher kondensierten   
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 dagegen viel geringer als bei dem Glyzerin, und das   Klebevermögen   sowohl als die Zähigkeit daraus hergestellter Massen ist   unerreicht   gut. Bei der Verwendung zum Geschmeidig-   machen der Wollfaser   zeigen sich die Di-bezw. Polyglyzerine nicht nur erheblich an- 
 EMI1.3 
 grösseren Viskosität bei weitem fester und länger auf der Faser haftend als Glyzerin,   wodurch naturgemäss der   Verbrauch erheblich geringer wird. 



   Besonders günstig gestaltete sich der Ersatz des Glyzerins durch Polyglyzerine bei der Herstellung nachstehender Präparate. 



   Appretur masso für Baumwolle und Leinengewebe. 
 EMI1.4 
 
<tb> 
<tb> 



  1. <SEP> 30 <SEP> Gewichtsteile <SEP> Kölner <SEP> Leim, <SEP> II. <SEP> 30 <SEP> Teile <SEP> Kölner <SEP> Leim,
<tb> 40 <SEP> " <SEP> Wasser, <SEP> 45 <SEP> 11 <SEP> Wasser,
<tb> 30 <SEP> ,, <SEP> Sirup, <SEP> 35 <SEP> ,, <SEP> Stärkesirup,
<tb> 10 <SEP> " <SEP> t11yzerin. <SEP> 5 <SEP> " <SEP> Polyglyzerin.
<tb> 
 



   Wurde das mit der Masse I imprägnierte Gewebe nach dem Trocknen eine Stunde in Wasser gelegt, so war die aufgebrachte Masse fast gänzlich losgelöst, während das mit 
 EMI1.5 
 



    Buchdruckerwalzenmasse.   



   1. 500 Gewichtsteile Leim in 2000 Gewichtsteile Wasser aufquellen lassen, das überschüssige Wasser nach mehreren Stunden abgegossen und mit 500 Gewichtsteilen Glyzerin auf 1000 Gewichtsteile Wasser eingedampft. 



   11. 500 Gewichtsteile Leim in 2000 Gewichtsteilen Wasser wie vorstehend behandelt und dazu 50 Gewichtsteile Polyglyzerin. 



   Die erhaltene Masse II erhielt sich gleich elastisch und gab gleich guten   Druck,   war dagegen um etwa fünfmal mehr wasserbeständig als Masse I. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Hektographenmassen. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  1. <SEP> Gelatineleim.. <SEP> 200 <SEP> Teile, <SEP> Gelatineleim <SEP> . <SEP> . <SEP> 200 <SEP> Teile,
<tb> Glyzerin. <SEP> 2400 <SEP> n <SEP> Polyglyzerin. <SEP> 1200 <SEP> " <SEP> 
<tb> Wasser.. <SEP> 1125 <SEP> Wasser.. <SEP> 2325
<tb> 2. <SEP> Gelatineleim.. <SEP> 160 <SEP> Teile, <SEP> Gelatineleim <SEP> 160 <SEP> Teile,
<tb> Wasser. <SEP> 250 <SEP> " <SEP> Wasser. <SEP> 550 <SEP> "
<tb> Glyzerin <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 600 <SEP> Polyglyzerin <SEP> 300 <SEP> 
<tb> Zucker <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 250 <SEP> ,, <SEP> Zucker <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 250 <SEP> ,,
<tb> 3. <SEP> Kölner <SEP> Leim.. <SEP> 100 <SEP> Teile, <SEP> Kölner <SEP> Leim <SEP> 100 <SEP> Teile,
<tb> glyzerin <SEP> . <SEP> . <SEP> . <SEP> 500 <SEP> ,, <SEP> Polyglyzerin <SEP> . <SEP> . <SEP> 250 <SEP> ,,
<tb> Wasser.... <SEP> 375 <SEP> Wasser....

   <SEP> 825 <SEP> 
<tb> Bariumsulfat <SEP> . <SEP> . <SEP> 25 <SEP> Bariumsulfat.. <SEP> 25 <SEP> n
<tb> 
 
Sämtliche Massen sind im Gebrauch ziemlich gleich. Die Masse 2 mit Polyglyzerin gab feuern und klareren Druck. Nach zweiwöchentlichem alltäglichem Gebrauch, so zwar, dass die Platten mit einem nassen Schwamm abgewaschen wurden, zeigte sich, dass die mit Glyzerin hergestellten, etwa 10 mm starken Platten um 1 mm, die mit Polyglyzerin dagegen nur um 0,3 mm in der Stärke abgenutzt waren. Beim Kochen der Massen mit Wasser lösten sich die mit Glyzerin erhaltenen in einigen Minuten, während die mit Polyglyzerin zu diesem Zerfall 10 bis 15 Minuten erforderten. 



   Wasserdichtes Gelatinepapier. 



   Ein Bogen weisses Schreibpapier wurde mit einer Lösung von 1 Teil Gelatine und 1 Teil Glyzerin in 4 Teilen Wasser auf beiden Seiten bestrichen und an der Luft getrocknet, dann in eine etwa fünfprozentige Formalinlösung getaucht und wieder getrocknet. 



  Als Gegenversuch wurde die gleiche Masse, mit O,   25   Teilen Polyglyzerin hergestellt, im übrigen aber wie vorstehend verfahren. Beide fertiggestellten Papiere wurden   48 Stunden   in kaltes Wasser   eingelöst, und es   zeigte sich die überraschende Tatsache, dass das Glyzeringelatinepapier vollkommen weich und fast zerfallen war, während das Polyglyzerinpräparat zwar etwas erweicht war, aber fest auf dem Papier haftete, eine Eigenschaft von gaul. hervorragendem Wert. 



   In gleicher Weise verhielt sich ein mit Polyglyzerin hergestellter   Cbromleim   gegen- über einem solchen mit Glyzerin. Letzterer zeigte nach der Reduktion des Chromates nur geringe Wasserbeständigkeit, dagegen ersterer ganz   vorzügliche.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verwendung von hochviskosen Flüssigkeiten, welche durch Erhitzen von Glyzerin infolge Wasserabspaltung entstehen (Diglyzerin und Polyglyzerino enthaltenden Gemischen), zum Zwecke der Appretur und der Herstellung von plastischen Massen.
AT38296D 1907-04-08 1908-07-04 Verwendung von hochviskosen Flüssigkeiten, welche durch Erhitzen von Glyzerin infolge Wasserabspaltung entstehen. AT38296B (de)

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AT38296D AT38296B (de) 1907-04-08 1908-07-04 Verwendung von hochviskosen Flüssigkeiten, welche durch Erhitzen von Glyzerin infolge Wasserabspaltung entstehen.

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