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Die Erfindung betrifft einen Bausatz zum Aufbau von Raumzellen, umfassend U-förmige Grund- elemente und pyramidenstumpfmantelförmige Abschlusswände.
U-förmig aufgebaute Grundelemente, bei denen die Schenkel des U mit seiner Basis einen rechten Winkel einschliessen und aus denen baukastenartig Raumzellen errichtet werden können, sind bekannt. Die Einsatzmöglichkeiten derartiger Grundelemente und die damit erstellbaren Kon- struktionen sind doch auf Grund ihrer Form und auch aus Stabilitätsgründen begrenzt.
Ziel der Erfindung ist die Erstellung eines Bausatzes der eingangs genannten Art, mit dem in einfacher Weise stabile Raumzellen vielfältiger Art aufgebaut werden können. Es soll eine hän- dische Montage der Raumzellen ohne aufwendige Werkzeuge bei leichter Handhabbarkeit möglich sein ; ferner soll die Lagerung platzsparend und der Transport der fertigen Raumzellen bzw. der
Grundelemente leicht möglich sein. Die aus den Grundelementen hergestellte Raumzelle soll als Not- unterkunft bzw. Schutzraum vielseitig gestaltbar und ausrüstbar sein und hinsichtlich Festigkeit und Isolation höchsten Ansprüchen gerecht werden. Ferner sollen die Raumzellen als Aufenthalts- oder Schutzräume, Unterstände, Kommandostellen, Lagerräume usw. in jeder Grössenordnung und
Richtung ober- oder unterirdisch angelegt werden können.
Die Anschlusswände mit Türen können auch als Zwischenwände (Schotte) und zum Einrichten als Schleusenkammern verwendet werden.
Die Verwendung der Raumzellen ist sowohl zivil als auch militärisch möglich.
Diese Ziele werden erfindungsgemäss bei einem Bausatz der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Grundelemente zwischen ihrer Basis und den beiden Schenkeln jeweils eine Ab- schrägung besitzen, dass die Abschrägungen mit der Basis und dem jeweiligen Schenkel einen Win- kel von vorzugsweise 450 einschliessen und dass die Basis im wesentlichen doppelt so lang wie die Schenkel ist. Damit ist es in einfacher Weise möglich, eine Raumzelle zu erstellen, die aus zwei an ihren Stossstellen zu einem achteckigen Ring verbundenen bzw. verschraubten Grundelemen- ten besteht und die mit Wandelementen bzw. Abschlusswänden abgeschlossen werden können.
Mehre- re derartige Ringe können gegebenenfalls mit um 90 zueinander versetzten Stossstellen zusammenge- baut, insbesondere verschraubt, werden, so dass sich beliebig lange Raumzellen ergeben, die an ihren beiden Enden mit Abschlusswänden versehen bzw. verschraubt werden können.
Zum Aufbau der Raumzellen werden prinzipiell nur eine Art von Grundelementen und zwei Arten von Abschlusswänden benötigt, wenn man auf Durchstiegsöffnungen aufweisende Grundelemente verzichtet. Durch entsprechende Aneinanderreihung und Verbindung der Grundelemente können beliebig grosse bzw. verzweigte Raumzellen erstellt werden. Hiezu ist erfindungsgemäss vorgesehen, dass in der Basis von einzelnen Grundelementen bzw. in einer mit dem Grundelement verbindbaren Abschlusswand eine zentral gelegene, als Einstiegs- bzw. Durchstiegsöffnung dienende Ausnehmung ausgebildet ist. Aus Stabilitätsgründen ist es vorzuziehen, diese Ausnehmungen in den Abschlusswänden vorzusehen ; es ist auch einfach, einzelne Raumzellen über die stirnseitigen Abschlusswände mit den Ausnehmungen aneinanderzureihen.
Durch die Wahl der besonderen Form des Grundelements ergibt sich beim Zusammenbau von zwei Grundelementen eine Querschnittsform der Raumzelle, die hinsichtlich Festigkeit und Ausnutzbarkeit des Innenraumes optimal ist und vielfältige Möglichkeiten für den Zusammenbau bietet.
Ein einfacher Zusammenbau von zwei Grundelementen ergibt sich, wenn an die freien Ränder der Schenkel nach innen gerichtete Flansche anschliessen, die angeformt, insbesondere angeschweisst sind, oder durch Abbiegen gebildet sind und die mit den Schenkeln einen Winkel von etwa 90 einschliessen, wobei jeweils zwei Grundelemente durch Schrauben, welche durch Löcher in den Flanschen geführt sind, durch Schnellverschlüsse, Nieten od. dgl. zur Bildung eines achteckigen Ringes miteinander verbindbar sind. Festigkeitsmässig vorteilhaft ist es, wenn die Abschlusswände die Form eines achteckigen Pyramidenstumpfmantels aufweisen, dessen freier Rand in seiner Form der des aus zwei an den Flanschen verbundenen Grundelementen gebildeten achteckigen Ringes entspricht.
Es sind aber auch ebene, kegelförmige oder bombierte Abschlusswände verwendbar.
Zur Verbindung der einzelnen Grundelemente bzw. der von diesen gebildeten Ringe untereinander bzw. mit Abschlusswänden in einer Zusammenbaureihe ist es vorteilhaft, wenn beidseitig an den Seitenkanten der Grundelemente durchgehend nach innen ragende Verbindungsflansche vorgesehen, insbesondere angeschweisst, sind, die Löcher für Schrauben od. dgl. aufweisen. Zur Abdichtung ist es zweckmässig, wenn in der Aussenfläche zumindest eines der Verbindungsflansche an den Seiten-
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rändern der Grundelemente und/oder zumindest eines der Flansche an den Schenkelrändern eines
Grundelements eine durchgehende Nut mit eingelegter Dichtung vorgesehen ist.
Zur Wärmeisolation und auch zur Schalldämmung können die Grundelemente bzw. Abschlusswän- de doppelwandig ausgeführt sein und zwischen den Aussen- und Innenwänden Isoliermaterial, z. B.
Glaswolle, Kunststoffschäume od. dgl. angeordnet sein. Die Doppelwandigkeit und deren Ausfüllung mit elastischem Material ergibt weiters, dass bei starken äusseren Druckeinflüssen eine federnde oder Knautschzonenwirkung erreicht wird. Erfindungsgemäss ist dazu vorgesehen, dass die Grundelemente und die Abschlusswände in an sich bekannter Weise doppelwandig ausgeführt sind und dass an den Flanschen bzw. den Verbindungsflanschen Innenwandplatten befestigt, insbesondere angeschweisst, sind.
Die Abschlusswände können an den Grundelementen einfach befestigt werden, wenn die Ränder der Abschlusswände nach aussen in die Ebene ihrer Grundfläche abgebogen sind und mit dem an dem Grundelement angeformten bzw. angeschweissten Verbindungsflansch gegebenenfalls unter Zwischenlage einer Dichtung verschraubt werden.
Zur Verbindung einzelner Raumzellen untereinander bzw. zur Vergrösserung einer Raumzelle können die Grundelemente mit ihrer Basis und/oder die Abschlussflächen, insbesondere die Ausnehmungen aufweisenden Grundelemente bzw. die Ausnehmungen aufweisenden Abschlusswände, mit Ver- bindungseinrichtungen, z. B. Schrauben, Halterungen für Verschlusseinrichtungen od. dgl., zur Verbindung mit entsprechend andern Grundelementen bzw. Abschlusswänden mit Ausnehmungen versehen sein.
Zum einfacheren Transport der Raumzelle können an den Abschlusswänden Trageinrichtungen, z. B. Tragflansche mit Löchern für Traghaken, angebracht, insbesondere angeschweisst oder angeschraubt, sein. Dies kann insbesondere für den Lufttransport als Aussenlast an Hubschraubern von Bedeutung sein.
Im folgenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 ein Grundelement, Fig. la und 1b Detailschnitte des Grundelements, Fig. 2 einen Ring aus zwei zusammengebauten Grundelementen, Fig. 3 mehrere aus Grundelementen zusammengebaute, miteinander verbundene ringförmige Einheiten mit einer Abschlusswand, Fig. 3a einen Detailschnitt, Fig. 4 und Fig. 4a verschiedene Abschlusswände und Fig. 5a und 5b zwei Varianten für sich verzweigende Raumzellen.
Fig. 1 zeigt ein U-förmiges Grundelement --1--, das eine Basis --2-- und zwei hiezu senkrecht stehende Seiten bzw. Schenkel --3-- besitzt, die mit der Basis --2-- über Abschrägungen
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zwischen die Flansche --7-- ein Dichtmittel (nicht dargestellt), z. B. eine Runddichtung, in eine Nut --16-- eingelegt werden (Fig. 1a). Derartige Nuten --16-- können an jeweils einem oder an beiden Flanschen --7-- eines Grundelements --1-- vorgesehen werden.
Eine Anzahl von Grundelementen --1-- kann in der Basis --2-- mit einer als Durchstiegs- öffnung dienenden Ausnehmung --5-- versehen sein, um die ausgebildeten Raumzellen betreten zu können. Die Ausnehmung --5-- ist auf Grund des achteckigen Querschnitts der aus zwei Grundelementen --1-- zusammengesetzten Einheit entweder horizontal oder vertikal nach oben weisend angeordnet bzw. zu durchsteigen. Bei Anschluss bzw. Anschrauben eines weiteren, eine Ausnehmung aufweisenden Grundelernents --1-- einer andern Raumzelle an ein Grundelement mit einer Ausnehmung --5-- bzw. an die in Fig. 2 dargestellte Einheit ergibt sich eine Verbindung bzw. Abzweigung von der einen Raumzelle zu der andern.
Fig. 3 zeigt eine Anzahl von aneinandergereihten Einheiten, die jeweils aus zwei miteinander verbundenen Grundelementen --1-- bestehen, die jeweils um 900 zueinander versetzt zusammengebaut sind. Die am Ende liegende Einheit ist mit einer pyramidenförmigen Abschlusswand --6-- ver- bunden, wie sie in Fig. 4 dargestellt ist. Ein Traghaken --15-- ist an der Abschlusswand --6-- befestigt, um den Transport von fertigen Raumzellen zu ermöglichen.
Fig. 4a zeigt eine alternative Abschlusswand --6-- in Form eines Pyramidenstumpfmantels.
In der Fläche --14--, die vorteilhafterweise gleiche Grösse wie die Basis --2-- eines Grund-
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elements besitzt, kann eine Ausnehmung --5-- als Durchstieg vorgesehen werden, die mit der Aus- nehmung --5-- in der Basis --2-- grössen- und lagemässig korrespondiert, um eine lagerichtige
Verbindung eines Grundelements --1-- einer anzuschliessenden Raumzelle mit der Abschlusswand - zu erreichen. Bemerkt wird, dass es vorzuziehen ist, in den Abschlusswänden die Durchstiegs- öffnungen vorzusehen und einzelne Raumzellen über die Abschlusswände zu verbinden.
Fig. 5a und b zeigen Beispiele für verschieden aufgebaute Raumzellen, die unter Zuhilfenahme der Grundelemente --1-- bzw. der Abschlusswände --6-- mit den jeweils darin vorgesehenen Aus- nehmungen --5-- errichtet wurden.
Fig. la zeigt einen parallel zu einer Seitenkante verlaufenden Schnitt durch einen Schenkel --3-- Der Flansch --7-- ist mit dem Schenkel --3-- verschweisst, ebenso wie mit einer Innenwand- platte --9--, die im Abstand parallel zu den Schenkeln --3--, zu den Abschrägungen --4-- und der Basis --2-- verläuft. Im gebildeten Zwischenraum ist Isoliermaterial --10-- angeordnet.
Mit durch die Löcher --11-- in den Flanschen --7-- durchzusteckenden Schrauben mit Mut- tern können zwei Grundelemente miteinander verbunden werden, um die in Fig. 2 dargestellte Ein- heit zu bilden, wobei die Nut --16-- mit einer Einlegedichtung (nicht dargestellt) für die Dicht- heit der Verbindungstelle sorgt.
Fig. lb zeigt einen Detailschnitt senkrecht zu den seitlichen Kanten der Schenkel --3-- bzw. der Basis --2-- bzw. der Abschrägungen --4--. Längs dieser Kanten sind beidseitig jedes Grundelements --1-- umlaufende Verbindungsflansche --8-- vorgesehen bzw. angeschweisst (s. auch
Fig. 3a). Zum Beispiel mittels Schrauben und Muttern können die Verbindungsflansche --8-- nebeneinander angeordneter Grundelemente --1-- verbunden werden, wobei eine Dichtung --13-- in einer Nut --16'--, die der Nut --16-- grössenmässig entsprechen kann, den Stoss abdichtet, wobei die Schrauben durch Löcher --11-- in den Verbindungsflanschen --8-- verlaufen.
Gewinde bzw. Schraubenlöcher im Bereich der Ausnehmung --5-- dienen zur Befestigung von Grundelementen --1-- bzw. Abschlusswänden --6-- unter- bzw. miteinander.
Die Innenwandplatte --9-- erstreckt sich so wie die Isolation über den gesamten Innenbereich eines Grundelements-l-und ist am Verbindungsflansch --8-- bzw. am Flansch --7--, insbesondere durchgehend, angeschweisst.
Gewindebuchsen --12-- im Grundelement --1-- bzw. in der Abschlusswand --6-- können zum Anschrauben von zusätzlichen Verstärkungsplatten von aussen, z. B. zur Panzerung oder zum Strahlenschutz, vorgesehen sein.
Die Grundelemente --1-- bzw. die Innenwandplatten --9-- bestehen üblicherweise aus Stahl oder Aluminium. Allerdings ist auch die Herstellung aus Kunststoff möglich.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemässen Grundelements --1-- besteht darin, dass an zwei miteinander verbundenen Grundelementen --1-- ein weiteres Grundelement mit um 90 versets- ter Stossstelle anbaubar ist. Dies wird durch die entsprechende Formgebung und die Anpassung der Abmessungen der einzelnen Flächen der Grundelemente --1-- aneinander erreicht.
Zu bemerken ist, dass beim versetzten Zusammenbau bei der Bemessung der Länge der Basis - in bezug auf die Länge der Schenkel --3-- die Dicke des von den Flanschen --7-- gebildeten Stosses zu berücksichtigen ist.
Die Verbindung der Grundelemente --1-- erfolgt in erster Linie durch Schrauben. Es ist jedoch möglich, die verschiedenen Arten von Verbindungseinrichtungen zu verwenden, so z. B. Spannhaken, Nieten usw., um ein einfaches Aufstellen von Raumzellen zu erreichen.
Wenn auf einen Querschnitt in Form eines regelmässigen Achtecks verzichtet wird, kann der Winkel zwischen Basis und Schenkel auch von 45 verschieden sein.
Ein Vorteil ist es, dass die Grundelemente und die Abschlusswände als einstückige Bauteile vorliegen, die rahmen-bzw. trägerlos aneinandergefügt bzw. zusammengebaut werden können. Auf Grund des achteckigen Querschnitts mit den Abschrägungen --4-- ruht eine Raumzelle stabil mit der Basis --2-- eines Grundelements --1-- auf dem Boden.