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Die Erfindung betrifft eine Kiste, deren Boden und Seitenwände einen nach oben offenen, im wesentlichen parallelepipedischen Raum begrenzen und die vorzugsweise einstückig aus Kunst- stoff, insbesondere Kunstschaumstoff, wie beispielsweise geschäumtem Polystyrol, besteht, und in deren Seitenwänden im Bereich von zwei einander diagonal gegenüberliegenden oder im Bereich aller vier Ecken Schlitze vorgesehen sind, die nach oben hin offen sind und etwa über die halbe
Wandhöhe reichen.
Aus Kunstschaumstoff bestehende Kisten, die beispielsweise für den Transport und die Lage- rung von Obst, Gemüse u. dgl. angewendet werden, sind als Ersatz für die aus Holz gefertigten
Obst- oder Gemüsesteigen gedacht. Aus Kunstschaumstoff bestehende Kisten haben gegenüber Holzstei- gen den Vorteil der einfachen Fertigung und des bei gleicher Festigkeit geringeren Gewichtes.
Ein den Holzsteigen und den bekannten Kisten aus Kunststoff gemeinsamer Nachteil besteht darin, dass für den Transport vom Erzeuger zum Verbraucher unverhältnismässig viel Transportvolumen benötigt wird.
Es sind auch schon zusammenklappbare Kisten vorgeschlagen worden, die jedoch wieder den
Nachteil besitzen, dass sie aus mehreren Teilen zusammengesetzt sein und Gelenke aufweisen müssen.
Eine Kiste der eingangs genannten Gattung ist aus der DE-PS Nr. 1161511 bekannt. Durch die in den Seitenwänden der Kiste vorgesehenen Schlitze lassen sich jeweils zwei leere Kisten mit einander zugekehrten Öffnungen ineinanderstecken, so dass gegenüber herkömmlich übereinandergestapelten Kisten nahezu 50% des Transportvolumens eingespart werden. Ein Nachteil der bekannten Kiste besteht darin, dass die Seitenwände durch die Schlitze geschwächt werden. Um diese Schwächung in Grenzen zu halten, sind die Schlitze bei der aus der DE-PS Nr. 1161511 bekannten Kiste nicht ganz im Eckbereich angeordnet, was aber den Nachteil hat, dass die Kisten nicht so raumsparend ineinandergesteckt werden können, wie dies bei in den Ecken angeordneten Schlitzen möglich wäre.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kiste der eingangs genannten Gattung anzuheben, welche die geschilderten Nachteile nicht aufweist und bei der insbesondere bei übereinander gestapelten Kisten die Gefahr der Beschädigung der Seitenwände verringert ist.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass in mindestens zwei gegenüberliegenden Wänden, vorzugsweise in deren Mitte, nach oben offene Ausnehmungen vorgesehen sind und dass vom Boden der Kiste Vorsprünge nach unten ragen, welche bei übereinandergestapelten Kisten formschlüssig in die Ausnehmungen eingreifen.
Die am oberen Rand der Seitenwände vorgesehenen, an sich bekannten Ausnehmungen dienen zunächst dazu, bei übereinandergestapelten Kisten die jeweils obere Kiste im Bereich der Bodenkante erfassen zu können. Bei der Erfindung dienen diese Ausnehmungen in Kombination mit den am Boden vorgesehenen Vorsprüngen noch zur Entlastungsabstützung der Seitenteile, so dass diese bei seitlich einwirkender Belastung nicht auf Biegung beansprucht werden. Vielmehr wird die gesamte Schubkraft von den in die oben offenen Ausnehmungen eingreifenden abstützenden Vorsprüngen aufgefangen. Es ist mit der Erfindung jetzt möglich, die Schlitze ohne Bruchgefahr ganz nach aussen zu legen, so dass ein raumsparendes Ineinanderstapeln der Kisten möglich ist.
Dies ist bei der aus der DE-PS Nr. 1161511 bekannten Kiste nicht in diesem Ausmass möglich, weil dort die Schlitze zur Verringerung der Bruchgefahr im Abstand von der angrenzenden Seitenwand vorgesehen sind, so dass die bekannten Kisten nicht so raumsparend wie die der Erfindung ineinandergeschachtelt werden können.
Mit Vorzug ist dabei vorgesehen, dass die nach oben offenen Ausnehmungen in den Wänden eine im wesentlichen trapezförmige Form besitzen. Damit wird ein zentrierender Effekt erreicht, der das richtige Übereinanderstapeln der Kisten erleichtert.
Schliesslich kann gemäss der Erfindung vorgesehen sein, dass jeweils zwei im Abstand voneinander angeordnete, in je eine Ausnehmung eingreifende Vorsprünge vorgesehen sind. Bei dieser Ausführungsform ist die ursprünglich den nach oben offenen Ausnehmungen zugedachte Funktion, nämlich das Erfassen der jeweils oberen Kiste eines Kistenstapels zu gestatten, nicht beeinträchtigt.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung der in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsbeispiele. Es zeigen Fig. l eine Kiste in Schrägansicht,
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Fig. 2 mehrere Kisten aus Fig. l übereinandergestapelt, Fig. 3 eine Draufsicht auf die Kiste aus Fig. 1, Fig. 4 eine zweite Ausführungsform einer Kiste, Fig. 5 eine Draufsicht auf die Kiste aus Fig. 4 und Fig. 6 zwei ineinandergesteckte Kisten.
Eine Kiste --1-- besteht aus zwei Längsseitenwänden --2, 2'--, zwei Querseitenwänden --3, 3'-- und einem Boden --4--. Die Wände und der Boden begrenzen einen nach oben offenen, im wesentlichen quaderförmigen Aufnahmeraum für das in den Kisten aufzunehmende Gut, wie beispielsweise Obst, Gemüse od. dgl. Im Boden --4-- sind --4-- sind Löcher --5-- vorgesehen, die ebenso wie im Be-
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haus von Bedeutung ist.
Im Bereich der unteren Kanten der Querseitenwände --3, 3'-- sind Griffmulden --7-- vorge- sehen.
Im Bereich der oberen Ränder der Wände-2, 2'und 3, 3'-sind nach oben offene Ausnehmungen --8 bzw. 9--vorgesehen, die dazu dienen, das Erfassen einer auf einer Kiste abgesetzten Kiste (Fig. 2) zu erleichtern.
Wie aus den Fig. l und 3 besonders deutlich ersichtlich, sind im Bereich von zwei einander diagonal gegenüberliegenden Ecken --13, 14-- der Kiste --1-- in den Wänden --2 und 3-- Schlit- ze-10, 11-vorgesehen. Die Schlitze --10, 11-- in den Wänden --2 und 3-- sind nach oben hin offen und erstrecken sich über etwa die halbe Innenhöhe der Wände --2 und 3--. Weiters ist ersichtlich, dass die Schlitze --10, 11-- im Bereich von zwei einander in einer gemeinsamen
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dergesteckt werden, wobei die Anordnung von zwei Schlitzen, wie dies bei der in den Fig. l bis 3 gezeigten Kiste der Fall ist, die Schlitze --10 und 11-- in der auf die in Fig. l bis 3 gezeigten Kiste aufsteckbaren Kiste entsprechend gegengleich zu den Schlitzen der Kiste-l-angeordnet sein müssen.
Dies bedeutet, dass der Schlitz --10-- in der Längsseitenwand --2-- im Bereich der der Ecke --13-- gegenüberliegenden Ecke der Kiste und der Schlitz --11-- in der Querwand --3'-im Bereich der Ecke --13-- angeordnet ist.
Falls man zwei Typen von Kisten mit entsprechend spiegelsymmetrisch angeordneten Schlitzen - 10 und 11-- nicht vorsehen will, können, wie dies im Ausführungsbeispiel der Fig. 4 und 5 gezeigt ist, auch vier Schlitze, d. h. zwei Schlitzpaare --10 und 11--, vorgesehen sein. Bei Anordnung von zwei Schlitzpaaren sind die Schlitze jedes Schlitzpaares im Bereich einander diagonal gegenüberliegender Ecken von sich in einer weiteren Ecke treffenden Wänden der Kiste vorgesehen.
Es ist ersichtlich, dass die in den Fig. 4 und 5 gezeigte Kiste auf eine ident ausgebildete Kiste in der in Fig. 6 angedeuteten Weise aufgesteckt werden kann.
Im Bereich der Wände --2 und 2'-trägt der Boden --4-- der Kiste --1-- nach unten weisende Vorsprünge --15--, die bei gemäss Fig. 2 übereinandergestapelten Kisten-l-in die nach oben offenen Ausnehmungen --8-- in den Längsseitenwänden 2'-- formschlüssig eingreifen.
Sinngemässe Vorsprünge können am Boden --4-- auch im Bereich der Querseitenwände --3, 3'-- nach unten ragend vorgesehen sein. Durch diese Vorsprünge, welche bei übereinandergestapelten Kisten in die Ausnehmungen --8 bzw. 9-- eingreifen, werden seitlich auf einen Kistenstapel einwirkende Schubkräfte aufgefangen. Es wirken demnach bei Anordnung von in die Ausnehmungen --8--
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die nach oben offenen Ausnehmungen --9-- eingreifende Vorsprünge vorgesehen sind.
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