AT379632B - Tragkonstruktion fuer hallenbauten - Google Patents

Tragkonstruktion fuer hallenbauten

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    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B1/00Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
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    • E04B1/342Structures covering a large free area, whether open-sided or not, e.g. hangars, halls

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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Tragkonstruktion für Hallenbauten, mit beiderseits auf Pfeilern aufgesetzten Fachwerkbindern und Schrägstreben zwischen den im Fundament eingespannten Pfeilern und den Fachwerkbindern. 



   Bei bekannten Bindersystemen bilden die Binder und Pfeiler starre Einheiten. Beide Gurte der Fachwerkbinder sind mit den Pfeilern starr verbunden und zur zusätzlichen Versteifung der Eckverbindung können Schrägstreben dienen. Es besteht keine Möglichkeit, die Stabkräfte auf Grund der auftretenden Belastungen zu verringern und vorgefertigte Konstruktionen bringen wegen ihrer grossen Winkel- oder U-Form schwierige   Transport-und Montageverhältnisse   mit sich. 



   Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Tragkonstruktion für Hallenbauten der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass es zu einer Beeinflussung der Stabkräfte kommt und Transport und Montage vereinfacht werden können. 



   Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Fachwerkbinder jeweils nur mit einem ihrer beiden Gurte an den Pfeilern selbst angreifen, mit ihrem andern Gurt hingegen über die Schrägstreben an den Pfeilern abgestützt sind. Die Schrägstrebenabstützung des einen Gurtes und die sich daraus ergebenden Horizontalkräfte verursachen eine auf die Fachwerkbinder rückwirkende Kraftumkehrung, die zu einer wesentlichen Verringerung der Stabkräfte führt. Die fehlende starre Eckverbindung erlaubt Binder und Pfeiler auch einzeln vorzufertigen, relativ problemlos zu transportieren und auf der Baustelle selbst erst rationell zu montieren, wobei zur Montage lediglich die Pfeiler im Fundament lotrecht eingespannt und dann die Binder auf die freistehenden Pfeiler aufgelegt und verankert zu werden brauchen, was mit nur einem Montagekran bei grösster Sicherheit möglich ist.

   Da für die im Fundament eingespannten Pfeiler das maximale Biegemoment durch die Aufnahme der Windlasten im Einspannbereich auftritt und sich dieses Biegemoment nach oben hin auf Null reduziert, haben die zumeist mit gleichbleibendem Querschnitt ausgebildeten Pfeiler nach oben hin steigende freie verfügbare Widerstandsmomente, die für die Lastaufnahme der Binderabstützung über die Schrägstreben herangezogen werden können, so dass die Aufnahme der durch die Auflagerlasten entstehenden Biegemomente in den Pfeilern keinerlei Schwierigkeit bereitet. 



  Mit vergleichsweise geringem Konstruktionsaufwand entstehen daher Tragkonstruktionen, die sich gut transportieren und montieren lassen und sich ausserdem auf Grund der reduzierten Stabkräfte durch entsprechend grosse Spannweiten oder verminderte Querschnitte auszeichnen. 



   Ist erfindungsgemäss der Untergurt über die Schrägstreben an den Pfeilern abgestützt und der Obergurt mit den Pfeilern zugfest verbunden, wird die gesamte Binderauflast über den Untergurt auf die Schrägstreben und damit auf die Pfeiler übertragen. Die in Abhängigkeit von der Strebenneigung auftretenden Horizontalkräfte drücken nun die Pfeiler auseinander, die aber durch den Zugbandfunktion übernehmenden Obergurt zusammengehalten werden. Dadurch wird der auf Zug belastete Untergurt über die Schrägstreben einer Drucklast ausgesetzt und der auf Druck belastete Obergurt über die Pfeiler einer Zugebelastung, so dass diese Kraftumkehrungen, durch die den Zugspannungen im Untergurt eine Druckbelastung und den Druckspannungen im Obergurt eine Zugbelastung entgegenwirken, zu der gewünschten Reduzierung der Stabkräfte führen. 



   Gemäss einer Konstruktionsvariante kann der Obergurt über die Schrägstreben an den die Fachwerkbinder überragenden Pfeilern aufgehängt und der Untergurt mit den Pfeilern druckfest verbunden sein. Dadurch bleibt der Raum unterhalb der Binder beispielsweise zur Anordnung einer Kranbahn od. dgl. frei. Ausserdem ist es möglich, die über den Obergurt hinausragenden Pfeiler und Schrägstreben als Bauelemente für eine Attika-Ausführung zu verwenden. Dennoch kommt es zur gewünschten Kraftumkehrung, da nun die Binderauflasten über den Obergurt auf die Schrägstreben und damit die Pfeilerenden übertragen werden und die auftretenden Horizontalkräfte die Pfeiler einwärts ziehen, wodurch der Untergurt die Funktion eines Druckstabes übernimmt.

   Den Zugspannungen im Untergurt werden über die Pfeiler wieder Druckbelastungen und den Druckspannungen im Obergurt über die Schrägstreben Zugbelastungen überlagert, so dass sich die Stabkräfte verringern. 



   Vorteilhaft ist es, wenn erfindungsgemäss der an den Pfeilern angreifende Gurt mit diesen Pfeilern vertikal beweglich verbunden ist, damit sich der über die Schrägstreben Richtung Pfeiler vorragende Kragteil des Binders an die Formänderungen des Fachwerkbinders auf Grund unterschiedlicher Belastungen anpassen kann. Es muss aber immer dafür gesorgt sein, dass trotz dieser 

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 Beweglichkeit eine die auftretenden Zug- oder Druckspannungen übertragende Verbindung gegeben ist. 



   Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind zur Seitenführung der Fachwerkbinder die Schrägstreben beidseitig der Fachwerkbinder über den sie abstützenden Gurt hinaus verlängert und/oder der von den Schrägstreben abgestützte Gurt greift endseitig zwischen Führungslaschen der Pfeiler ein, so dass ein seitliches Ausweichen des Binders unter Last sicher verhindert wird. 



   In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand rein schematisch dargestellt,   u. zw.   zeigen Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Tragkonstruktion in Seitenansicht, Fig. 2 ein Detail dieser Konstruktion in grösserem Massstab und Fig. 3 ein anderes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Tragkonstruktion ebenfalls in Seitenansicht. 
 EMI2.1 
 verlegten   Fachwerkbinder --1-- an   den im Fundament --4-- eingespannten Pfeilern --2-- dienen. 



   Um durch eine innere Kraftumkehr eine Reduzierung der Stabkräfte zu erreichen, wird dazu, wie im Ausführungsbeispiel nach den Fig. l und 2 angedeutet, nur der Untergurt-la-über die   Schrägstreben --3-- an   den   Pfeilern --2-- abgestützt,   der   Obergurt --lb-- hingegen   ist zugfest direkt mit den Pfeilern --2-- verbunden, so dass die Horizontalkomponenten der über die   Schrägstreben --3-- auf   die Pfeiler --2-- übertragenen Abstützkräfte diese auswärts drücken und die Pfeiler --2-- dadurch auf den Obergurt --1b-- eine Zugbelastung ausüben.

   Diese Zugbelastung wirkt den Druckspannungen im   Obergurt --lb-- entgegen,   genauso wie die über die Schrägstreben --3b-- in den Untergurt --la-- eingeleitete Horizontalkraft der Zugspannung im Untergurt   --la--   entgegenwirkt, was zur Verringerung der Stabkräfte des Fachwerkbinders --1-- führt. 



  Wie aus Fig. 2 hervorgeht, ist der Obergurt --lb-- durch einen   Längsschlitz --5-- vertikal   beweglich am Pfeiler --2-- angelenkt, um Formänderungen des   Fachwerkbinders --1-- unter   verschiedenen Belastungen nachgeben zu können, ohne dass dadurch aber die Zugfestigkeit der Verbindung gelockert würde. Zur Ausgestaltung einer Vordachkonstruktion kann der Obergurt --lb-auch mit seinem Endteil --6-- über den Pfeiler --2-- hinaus vorkragen. Ausserdem gibt es, um ein seitliches Ausweichen des   Fachwerkbinders --1-- unter   Last zu verhindern, an den Pfeilern - befestigte seitliche   Führungslaschen --7--,   zwischen die der Untergurt --la-- eingreift. 



  Eine andere Möglichkeit einer Seitenführung ergibt sich durch eine strichpunktiert angedeutete Verlängerung der   Schrägstreben --3--,   die beidseitig über den Untergurt --la-- hinausreicht und den Binder-l-zwischen sich aufnimmt. 



   Um die gewünschte Kraftumkehr und dadurch eine Reduzierung der Stabkräfte für den Fachwerkbinder --1-- zu erreichen, kann auch, wie im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 angedeutet, der Obergurt --lb-- des Fachwerkbinders --1-- über die   Schrägstreben --3-- an   den Pfeilern - 2a-- aufgehängt werden, welche Pfeiler --2a-- dazu den Fachwerkbinder --1-- überragen müssen. In diesem Fall ist der Untergurt --la-- mit den Pfeilern --2a-- druckfest verbunden, damit die über die   Schrägstreben --3-- auf   die   Pfeiler --2a-- ausgeübten   einwärts gerichteten Zugkräfte von den Pfeilern auf den Untergurt --lb-- als den Zugspannungen des Untergurtes --lb-- entgegenwirkende   Druckkräfte   zu nutzen sind.

   Die über die   Schrägstreben --3-- auf   den Obergurt - übertragenen Horizontalkräfte wirken als Zugkräfte den Druckspannungen des Obergurtes - entgegen, so dass es wieder zur gewünschten Stabkraftreduzierung kommt. Auf Grund der Aufhängung des Fachwerkbinders --1-- ergibt sich unterhalb des Binders Platz zur Anordnung eines Laufkranes --8-- und die über den   Fachwerkbinder --1-- liegenden Schrägstreben --3--   sowie die hochragenden   Enden     --9-- der Pfeiler --2a-- können   als Unterkonstruktion für eine Attika-Ausführung dienen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Tragkonstruktion für Hallenbauten, mit beiderseits auf Pfeilern aufgesetzten Fachwerkbindern und Schrägstreben zwischen den im Fundament eingespannten Pfeilern und den Fachwerkbindern, dadurch gkennzeichnet, dass die Fachwerkbinder (1) jeweils nur mit einem (lb ; la) ihrer beiden Gurte (la, Ib) an den Pfeilern (2 ; 2a) selbst angreifen, mit ihrem andern Gurt (la ; Ib) hingegen über die Schrägstreben (3) an den Pfeilern (2 ; 2a) abgestützt sind.
    2. Tragkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Untergurt (la) über die Schrägstreben (3) an den Pfeilern (2) abgestützt und der Obergurt (lb) mit den Pfeilern (2) zugfest verbunden ist.
    3. Tragkonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzechnet, dass der Obergurt (lb) über die Schrägstreben (3) an den die Fachwerkbinder (1) überragenden Pfeilern (2a) aufgehängt und der Untergurt (la) mit den Pfeilern (2a) druckfest verbunden ist.
    4. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der an den Pfeilern (2) angreifende Gurt (lb) mit diesen Pfeilern (2) vertikal beweglich verbunden ist.
    5. Tragkonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zur Seitenführung der Fachwerkbinder (1) die Schrägstreben (3) beidseitig der Fachwerkbinder (1) über den sie abstützenden Gurt (la) hinaus verlängert sind und/oder der von den Schrägstreben (3) abgestützte Gurt (la) endseitig zwischen Führungslaschen (7) der Pfeiler (2) eingreift.
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Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
MERINSKY: HOCHBAU, BD. III, S 140 *
TASCHENBUCH FÜR BAUINGENIEURE (BERLIN 1949), S 1775 (ABB. 75) *

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