AT37820B - Apparat zum Gießen von Zahnersatzstücken aus Gold unter Druck. - Google Patents

Apparat zum Gießen von Zahnersatzstücken aus Gold unter Druck.

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AT37820B
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Benvenuto Platschick
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Benvenuto Platschick
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  • Feeding, Discharge, Calcimining, Fusing, And Gas-Generation Devices (AREA)

Description


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   Bei der Herstellung von Zahnersatzstücken aus Gold durch Ausgiessen des geschmolzenen Goldes in eine Form   aus     feuerbeständigem   Stoffe bietet die Verteilung des Metalles in enge Teile der Form oder in besondere Ausgravierungeu derselben in Hinblick auf die Natur und physikalischen Eigenschaften des Goldes grosse Schwierigkeiten. Der am meisten angewendete Kunstgriff besteht darin, die Wände des Giessformhohlraumes mit einem Platinblatte auszukleiden ; infolge der   Affinität   dieser Metalle schliesst sich das geschmolzene Gold leicht der Form der Platin-   umkleidung   und infolgedessen auch der Giessform an.

   Um die   Anwendung von   Platin entbehrlich zu machen, wurde vorgeschlagen, den Druck eines Gases zu benützen, um das geschmolzene Gold in die Form einzubringen und es zu zwingen, in die feinsten Einzelteile derselben sich zu verteilen. Dieses Verfahren gibt ganz gute Ergebnisse, jedoch haben die bisher hiefür zur Benützung in zahntechnischen Laboratorien geschaffenen Apparate verschiedene Unzukömmlichkeiten, die ihrer allgemeinen Anwendung entegenstehen.

   Die einen erfordern die   Anwendung   eines Behälters mit verdichtetem Sauerstoff, andere die Betätigung einer Pumpe vor   Ausführung   jedes Giessvorganges, andere können nur mit einem   elektrischen Strome arbeiten, der   einen Lichtbogen in einem geschlossenen Gefässe erzeugt, das seinerseits mit einem, verdichtetes Gas   put-     haltenden   Behälter   verbunden ist.   



   Zum Zwecke, einen Apparat zu schaffen, der viel handlicher ist, als die bestehenden und weder die Benützung eines elektrischen Stromes noch von verdichtetem Sauerstoff, noch   amer     Pumpe   oder Druckgasleitungen bedarf, besteht die vorliegende Erfindung ill der Vereinigung   eines Schmelzofens oder   einer die Giessform enthaltenden Muffel mit einem kleinen Gas-oder Dampferzeuger, welcher letztere geeignet ist, in jedem beliebigen Zeitpunkte des   Giess-oder Schmelz-   Vorganges jene Menge an Gas oder Dampf abzugeben, die erforderlich ist, um das geschmolzene Gold in die Giessform zu   drängen.   Die Einrichtung dieses Gas-oder Dampferzeugers kann eine verschiedenartige sein, jenachdem, ob die unter Druck stehenden Gase oder Dämpfe durch eine chemische Umsetzung,

   oder durch Explosion einer detonierbaren Substanz, oder durch die Ausdehnung eines verflüssigten Gases oder durch Verdampfung einer Flüssigkeit oder durch sonstige   ähuliche Mittel erzeugt   werden sollen. In allen Fällen wird derselbe aber verhältnismässig klein und in solcher Nähe des   Schmelzofens angeordnet sein,   dass weder er selbst noch seine ihn mit dem Schmelzofen verbindenden Leitungen irgendwie hinderlich sind.

   Zu Beginn jedes Giess-   vorganges bringt man   den Dampf-oder Gaserzeuger in jenen Zustand, demzufolge er den er-   forderlichen   Druck erzeugen kann und in dem Zeitpunkte, wo das Gold geschmolzen und genügend erhitzt sein wird,   bewirkt man mit   der grösstmöglichen Geschwindigkeit ein gasdichtes Abschliessen des Schmelzofens und stellt gleichzeitig die Verbindung zwischen letzterem und dem   s-oder     Dampferzeuger   her, so dass der Druck auf das geschmolzene Gold einwirken kann, ehe dasselbe 
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 noch eine Schwierigkeit in dem Sinne, als es bestrebt ist, sich schon zu verdichten, auch wenn noch Wärme zugeführt wird, besonders dann, wenn es sich um so kleine Mengen handelt, wie sie im vorliegenden Falle zur Anwendung kommen.

   Diese Schwierigkeit wurde bisher dadurch 
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 aufgewendet werden können. Beim vorliegenden Apparat kann man vorteilhaft als Wärmeerzeuger einen gewöhnlichen Gasbrenner verwenden, der geeignet ausgestattet ist, um genügend hohe Hitzegrade zu erzeugen. Zu diesem Zwecke lässt man das Gas-Luftgemisch ein Rohr durchziehen, welches durch eine Hilfsflamme erhitst wird, um auf diese Weise Gas und Luft vor ihrer Ankunft an der Brennermündung zu   überhitzen.   Die dadurch erzeugte Flamme wird infolgedessen weit heisser, sie schmilzt das Gold rasch und erhält es auf einer sehr hohen Temperatur, derart, dass das Metall nicht Gefahr läuft, während der verhältnismässig kurzen Zeit, welche notwendig ist, um den Schmelzofen zu schliessen und die Giessform auszufüllen, seinen flüssigen Aggregatzustand zu verlieren,

   Der so zusammengebaute Apparat benötigt somit weder verdichteten Sauerstoff noch Elektrizität für die Schmelzung des Goldes und dessen Ausgiessen unter Druck, so dass er in allen Laboratorien Verwendung finden kann ; ausserdem ist seine Anwendung viel einfacher und handlicher, wie jene der bestehenden ähnlichen Apparate. 



   Einige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes sind auf der, lediglich AusführungsIw. ispiele gebenden Zeichnung im lotrechten Schnitt schematisch veranschaulicht. 



   In der Fig. 1 bezeichnet 1 einen   Schmelzofen, cL L einen   hohlen, oben offenen Zylinder, in welchein eine Giessform 2 aus feuerbeständigem Stoffe eingesetzt ist und dessen obere Mündung durch emen mit Asbestfutter 4 ausgekleideten Deckel 3 luftdicht abgeschlossen werden kann. Dieser Deckel J ist an einer auf-und abbeweglichen Stange 5 befestigt, die in Armen   6   und 7 
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 Mufle 9 eingesetzte Feder 12 hält die Stange 5 und den Deckel für gewöhnlich in angehobener Lage. Auf dem oberen Teil der in einen Kopf 13   endigenden   Stange 5 kann ein Rahmenviereck 14 
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 an der Säule 8   schwingbar   gelagerten Hebel 19 verbunden.

   Die Gabel 18 trägt einen Finger 20, der sich im gegebenen Zeitpunkt auf die Stange 21 des Ventils 10 aufsetzen und das letztere öffnen kann, sobald die Stange 15 der Stange 5 sich nähert. 



   Auf dem Gestell des Apparates ist ein Brenner 22 befestigt, dessen Mischrohr in einem entsprechenden Abstande vom Gasaustrittsende durch die Flamme eines Bunsenbrenners 23 erhitzt werden kann, derart, dass das brennbare Gemisch schon auf eine hohe Temperatur gebracht wird, ehe es noch zur Entzündung gelangt. Die äusserst intensive Flamme wird unmittelbar auf das in die obere Ausnchmung der   Giessform eingelegte Stück Gold   gerichtet. 



   Vor Beginn der   Schmelzung   setzt   mau   den Gaserzeuger 11 unter Druck. Im dargestellten   Ausfuhrungsbeispiel wird   das Gas durch Zersetzung eines Gemisches von Weinsäure und einem kohlensaurem Salze erzengt. Das Gemisch dieser beiden Bestandteile wird in trockenem Zustande in einen kleinen durchbrochenen Behälter 25 untergebracht und in gewünschtem Zeitpunkte durch m einem Napfehen 26 befindliches Wasser gelöst. In diesem Zwecke wird der Gaserzeuger 11 
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 auf   einen   auf einem Manometer 29 ersichtlichen Grad. 



     @ Sobald das Gold geschmolzen und hinrichend warm ist, senkt   man den Hebel 19 rasch herab. Bei dieser Abwärtsbewegung wird zunächst die   Stange 5 und   die von ihr getragenen Teile   mit gen@mmen, weil die Feder 17 stärker   ist als die Feder 12. Der Deckel 3 wird hiedurch gas-   dicht auf den Schmelzofen 7   aufgesetzt, ehe noch die Feder 17 genügend gespannt ist, um den Finger 20   20 zum Herabbewl"gen   auf die Stange 21'zu veranlassen. Die fortgesetzte Abwärts-   bewegung des Hebels 79 bewirkt,   dass bei gespannter Feder 17 der Finger 20 nun auch das Ventil 10 öffnet, wodurch der Gaserzeuger sofort durch die die Stange 5 durchziehende Leitung 30 mit dem   Innenraum   der   Rehmelzvorrichtl11lg   in Verbindung gebracht wird.

   Der Druck der Kohlensäure kann nun auf den geschmolzenen Goldtropfen einwirken und ihn in die   Giessform   2 drängen, hiebei das geschmolzene Metall zwingend, sich allen Formen der Wandung der   Giessform voll-   kommen anzuschmiegen. Unmittelbar darauf kann der Hebel 19 wieder angehohen und die Giessform 2 aus der Schmelzvorrichtung ausgehoben werden. Es ist verständlich, dass e.   s genügt,   den Hebel 19 rasch herabzubewegen, um den Abschluss der Schmelzvorrichtung und die   Öffnung   
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 man leicht mit vorstehendem Apparate auch eine Einrichtung verbinden können, welche den   Gas, zufluss   im selben Zeitpunkte absperrt, in dem der Deckel 3 die Schmelzvorrichtung schliesst.

   Statt eines umkehrbare Gaserzeugers kann auch ein solcher von anderer geeigneter Einrichtung benützt werden, z. B. ein bekannter Apparat, bei dem verflüssigtes Gas in einer Blase aufgespeichert ist, die im geeigneten Zeitpunkte durch eine die Ventilstange 21 ersetzende Spitze durchstossen wird. Der nötige Druck im Gaserzeuger kann auch durch Erwärmen einer leicht flüchtigen Flüssigkeit oder durch jedes andere ähnliche oder gleichwertige Mittel geschaffen werden.

   Der Gaserzeuger muss nicht mit dem beweglichen Deckel der Schmelzvorrichtung, sondern kann auch mit einem feststehenden Teil derselben verbunden sein, und auch diese Ausführungsform verhindert keinesfalls die Betätigung des Ventiles cder Verbindungshahnes oder der Durchstossspitze oder des Zündstiftes für die Explosionspatrone o. dgl. vom Deckel der Schmelzeinrichtung durch geeignete Zwischenglieder und   unter den vorbeschriebenen   Bedingungen oder auf gleichwertige Art und Weise. 



   Der Druckerzeuger kann auch im Innern des Deckels untergebracht werden ; dann kann die strahlende Wärme der Giessform und der anschliessenden Teile der Schmelzeinrichtung dazu benützt werden, um eine geeignet im Druckerzeuger untergebrachte Substanz zu verflüchtigen und aus dem Deckel auszutreiben, sobald derselbe auf die Schmelzeinrichtung behufs Schliessens derselben niederbewegt ist. Dies ermöglicht auch eine weitere Vereinfachung des Apparates ; so kann der Druckerzeuger einfach in einem beliebigen Behälter oder Träger bestehen, mittels dessen die flüchtige oder feste Substanz im Deckel untergebracht wird, deren Verflüchtigung zu bewirken ist, sobald der Deckel die Schmelzeinrichtung geschlossen hat. 



   Fig. 2 zeigt eine solche beispielsweise Ausführung, bei welcher der von der Stange J getragene und mit Hilfe des Hebels 19 bewegte Deckel 3 der Schmelzeinrichtung 1 ein Kissen 31 aus Asbest oder anderem aufsaugungsfähigem Stoffe wie Löschpapier o. dgl. umschliesst und einerseits dazu dient, durch Kapillarwirkung Wasser oder eine andere verdampfbare Flüssigkeit festzuhalten, anderseits eine dichte Verbindung zwischen Deckel und Schmelzeinrichtung herzustellen. Die Stange 5 ist für gewöhnlich durch eine Feder 12 angehoben. Im Zeitpunkte, wo die auf der Giessform aufgelegte Goldmasse geschmolzen und auf die gewünschte Temperatur gebracht ist,   drückt man   rasch den Deckel 3 nieder.

   Die von der Giessform dem geschmolzenen Golde und den umliegenden Teilen der Schmelzeinrichtung ausgehende Hitze verursacht eine sofortige Verdampfung einer geringen Wassermenge und infolge des nun auf dem Golde lastenden Dampfdruckes wird dasselbe sofort in die Gussform übergedrängt. Es genügt infolgedessen, vor jedem Giessvorgang das   Asbestkissen   zu befeuchten. Zu diesem letzteren Zwecke kann man die Stange   5,   die an ihrem oberen Ende einen Behälter 33 mit Absperrhahn trägt, von einer Bohrung 32 durchziehen lassen.

   Die zu verdampfende Flüssigkeit wird im Behälter 33 untergebracht und es genügt, den Hahn   34   für einen Augenblick zu öffnen, um dem   Asbestkissen eine   hinreichende Menge Verdampfungsflüssigkeit   zuzuführen.   Es ist aber   ein-iuchtpnd.   dass die Befeuchtung des Kissens auch auf jede andere Art herbeigeführt werden kann. 



   Die Fig. 3 veranschaulicht eine Zange, deren einer Arm die   Schmelzvorrichtung j ? und   deren anderer Arm 36 einen Deckel 3 trägt, welche beide von der vorbeschriebenen Ausführung sind.
In diesem   Falle hält man   die Arme der Zange mit der Hand, bietet das in der Schmelzeinrichtung eingelegte Goldstückchen 24 der Einwirkung einer   Heizflamme   dar und nähert schliesslich die beiden Zangenarme einander, sobald die Erhitzung soweit gediehen ist, dass das   Schliessen   der
Schmelzform erforderlich wird. Aus dem vorher geeignet befeuchteten Asbestkissen 31 wird sofort, wie obbeschrieben, Dampf entwickelt, der das geschmolzene Gold in die   Giessform   drängt. 



   Für das Giessen gewisser besondersgeformter Zahnteile wird es vorteilhaft sein, in der Schmelz- einrichtung einen elektrischen Faden-Widerstand anzuordnen, der eine Erhitzung   mittels   
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Claims (1)

  1. EMI3.3 <Desc/Clms Page number 4>
    2. Ausführungsform des Apparates nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drackmittelerzeuger (11) mit dem Deckel (3) der Schmelzeinrichtung (1) durch ein zwi : chen- EMI4.1 (1) zwecks Schliessens derselben niederbewegt wird.
    3. Ausführungsform des Apparates nach Patentanspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelerzeuger im Deckel (3) der Schmelzeinrichtung (1) selbst untergebracht ist, um die strahlende Wärme der letzteren zur Entbindung des Druckgases oder der Dämpfe aus- zunützen, sobald der Deckel auf die Schmelzeinrichtung niederbewegt ist.
    4. Ausfübrungsform des Apparates nach Patentanspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckmittelerzeuger aus einem kissen (31) porösen Stoffes, wie Asbest o. dgl. besteht, EMI4.2
AT37820D 1907-11-06 1907-11-06 Apparat zum Gießen von Zahnersatzstücken aus Gold unter Druck. AT37820B (de)

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