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Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungsvorrichtung eines Fahrzeugrades, insbeson- dere eines äusseren Rades eines Zwillingsradpaares, an einem mit einer angetriebenen oder frei drehbaren Welle bzw. Achse über eine Radschüssel verbundenen Fahrzeugrad, wobei die Felgen der beiden Fahrzeugräder mittels eines unter Verwendung von Spannschrauben angepressten Flach- eisenringes miteinander verbunden sind.
Zur Zeit werden Zwillingsfelgen mit einer sehr aufwendigen Konstruktion hergestellt. Zum
Beispiel werden in Felgenringen Blechplatten von 8 bis 10 mm eingeschweisst, auf deren Platten werden wieder mehrere Füsse aus Flacheisen angeschweisst, die wieder in der Höhe je nach Reifen- abstand verschieden sind. In der Mitte des Zwillingsrades befindet sich ein Exzenterverschluss mit einem verschieden langen Haken. Am Fahrzeugrad befindet sich ein Bügel, der mit zwei oder mehreren Radmuttern an die Radschüssel mitgeschraubt wird.
Nachteil dieser, etwa aus der FR-PS Nr. 2. 505. 742 bekanntgewordenen Konstruktion ist es, dass die Flacheisenfüsse, die in das Fahrzeugrad eingreifen, durch die geringe Auflage nach kurzer
Zeit in das Fahrzeugrad einscheuern und somit ein schlechter Sitz und eine Felgenbeschädigung entsteht. Weiters muss an der Fahrzeugfelge ein Mitnehmer aufgeschweisst werden, der das Zwil- lingsrad mitnimmt.
Es werden auch Bügel mit angeschweissten Mitnehmern hergestellt, die wieder sehr kompli- ziert sind, weil die Einpresstiefe und die Ausführung der Radschüsseln von Hersteller zu Herstel- ler verschieden sind. Wenn Belastungsgewichte vorgesehen sind, sind selbst bei Abschrauben der
Gewichte immer noch die Stehbolzen im Wege. Sollte dennoch ein Bügel auf den Gewichten vorhanden sein, so ist bei einem Abnehmen der Gewichte der Bügel wieder zu niedrig.
Bezüglich des Exzenterverschlusses gibt es folgenden Nachteil : Zuerst muss eine Hakenschrau- be, die sich bei jeder Demontage verstellt, wieder genau auf die richtige Länge eingestellt wer- den. Man muss dabei durch ein Loch an der Zwillingsfelge mit einer Hand auf die Innenseite der
Zwillingsfelge greifen und durch Drehen die Länge des Hakens einstellen. Dasselbe gilt auch beim
Einhängen des Hakens. Sollte nach dem Anspannen des Exzenters die Länge des Hakens nicht stim- men, so ist der Vorgang zu wiederholen. Nach diesen ganzen Vorgängen muss der Exzenterhebel nach dem Schliessen gegen Aufspringen gesichert sein. Dieses Absichern wird meistens vergessen.
Zusammengefasst ergeben sich folgende Nachteile dieser Konstruktion : Die Kugelbundmuttern am Fahrzeugrad haben nicht mehr die volle Wirkung, da zwei oder mehrere Muttern für die Bügel- aufnahme verwendet werden. Die Einpresstiefe der Radschüsseln ist bei jedem Hersteller verschie- den. So gibt es auch vorstehende Radnaben, dabei muss der Bügel entsprechend hoch sein, er steht am Fahrzeugrad vor und ist somit im Einsatz sehr gefährlich. Weiters gibt es eine Unmenge von Ausführungen und Stärken von Radbolzen und Radmuttern. Selbst der Exzenterverschluss ist beim Anspannen durch schwächere Personen schwierig und gefährlich, weil dies meistens mit dem Fuss geschieht. Sollte die Absicherung einmal vergessen werden, so wäre dies eine unvorstellbare Gefahr beim Fahren an Steilhängen und auf öffentlichen Strassen.
Sollte ein Traktor mit Belastungsgewichten ausgerüstet sein, so ist eine Montage der Zwillingsräder unmöglich, weil ein Bügel nicht montierbar ist, denn die Radschraube wird durch die Gewichte abgedeckt.
Ein weiterer Nachteil besteht im folgendem : Will man eine grössere Zugleistung erreichen, muss man den Reifendruck absenken, dies ist wieder nur möglich, wenn man das Zwillingsrad abnimmt. Aber auch eine regelmässige Kontrolle auf Sitz der Radmuttern bzw. ein Nachziehen der Radmuttern ist nur bei abmontierten Zwillingsrädern möglich, auch das Abschmieren am Nippel vom Radlager ist damit nicht möglich.
Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung wird in den Felgenring ein Kreuz aus U-Profil hineingeschweisst. Auf einen Teil des Kreuzes werden gegenüberliegend zwei Schlitze angebracht.
Durch diese Schlitze führen je eine Zugschraube. Auf diesen Zugschrauben ist auf der Innenseite ein abgebogenes Flacheisen angeschweisst. Dieses Flacheisen greift in die Radschüssel ein. Damit beim Anziehen das Flacheisen nicht abgleitet, gibt es eine Einstellschraube, die den Abstand zwischen Felge und Radschüssel herstellt. Den Abstand zwischen dem Zwillings- und dem Fahrzeugrad hält ein unter anderem aus der AU-PS Nr. 29405 und den US-PS Nr. 3, 893, 689 und Nr. 4, 131, 323 bekannter und an unterschiedlichen Konstruktionen angewendeter Flacheisenring.
Zusammenfassend ergeben sich nachstehend angeführte Nachteile dieser Konstruktion : Die
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eingeschweisste Radschüssel am Traktorrad weist meistens vier Öffnungen auf. Davon werden zwei gegenüberliegende Öffnungen verwendet. Da die Herstellerfirma die Radschüsseln nicht genau presst, entstehen verschiedene Öffnungen, die bis zu zirka 10 mm verschieden sein können. Wenn die
Zugschraube eingehängt wird und die Einstellschraube an beiden Seiten, in den meisten Fällen, wie erwähnt, verschieden eingestellt ist, kann dies noch passen. Wenn jedoch das Rad einmal abgenommen und wieder befestigt wird, so kann ein Verwechseln der Öffnungen leicht vorkommen.
Der Haken gleitet dann ab und das Rad löst sich. Da diese Räder hauptsächlich in Steilhängen verwendet werden, können sich schwere Unfälle ereignen, wenn der Traktor abrollt. Also muss bei jeder Montage die Einstellschraube überprüft und eingestellt werden. Dies ist nicht immer möglich, weil nicht immer fachkundige Personen die Montage durchführen. Sollte einmal ein Rad nicht fest angezogen sein, da vielleicht Schmutz dazwischen liegt oder die Zugschrauben nicht gerade zur Radschüssel stehen, so kann sich beim Fahren des Traktors das Rad lockern. Vor allem, wenn die Spannschraube oben liegt, fällt sie durch ihr Eigengewicht nach unten, der Haken hängt sich aus und das Rad fällt wieder ab. Eine weitere Gefahr ergibt sich daraus, dass die
Radschüsseln am Fahrzeug so eingeschweisst werden, dass sie eine Spurverstellung ermöglichen.
Sollte dabei eine Radschüssel umgedreht werden und somit nach aussen stehen, so ist ein Einhängen unmöglich, da der Haken beim Anziehen sofort abgleitet und eine Montage unmöglich macht. Ge- fährlich ist nur, wenn derjenige, der die Montage durchführt, dies nicht weiss und losfährt.
Aber auch das erwähnte eingeschweisste Kreuz ist nachteilig, denn bei einer vorstehenden Achse oder wenn der Traktor mit Belastungsgewichten ausgerüstet ist, stört das Kreuz. Aber auch wenn die Gewichte hinter dem Kreuz passen, ist ein Abnehmen der Gewichte nur möglich, wenn vorerst das Zwillingsrad entfernt wird. Dies ist aber sehr zeit- und kraftaufwendig. Zu erwähnen ist auch noch, dass bei montierten Belastungsgewichten ein Einhängen der Zugschrauben in die Radschüsseln unmöglich ist. Dabei soll das Zwillingsrad leicht sein, innen keine Platte oder Verstrebungen, aber auch keine gefährlichen, vorstehenden Anbauteile aufweisen. Es soll eine äusserst einfache, sichere und an allen Fahrzeugen, insbesondere Traktoren, durchzuführende Befestigung ermöglichen. Es soll in der Herstellung einfach und kostensparend sein und eine mühelose Handhabung ermöglichen.
Auch sollen die Montageteile, vor allem die Gewinde, vor Schmutz geschützt sein.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, diese angeführten Nachteile zu beseitigen und ein Zwillingsrad anzugeben, das mit zwei oder mehreren Befestigungen ohne Schweissarbeit am Fahrzeug, ohne Radschüssel oder Kreuz, ohne sonstige Verstrebungen im Inneren der Zwillingsfelge, die bei der Montage und auch bei der Handhabung stören, herstellbar ist und das schliesslich keine Spannhebel benötigt.
Ein wesentliches Merkmal zur Lösung der erfindungsgemässen Aufgabe besteht darin, dass die innen liegende Felge an der zugehörigen Radschüssel mittels Einspannkloben festgeklemmt ist, wobei der Flacheisenring an der Felge des äusseren Rades unter Anlage an deren Felgenschulter befestigt, vorzugsweise durch Schweissen verbunden ist, und dass die zum Anpressen des Flacheisenringes an die Felgenschulter der Felge des innen liegenden Rades vorgesehenen Spannschrauben mit je zwei Einspannkloben lösbar verbunden sind.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung weisen die Einspannkloben gegenüber der Radschüssel des inneren Rades geneigt liegende und zu dessen Felge parallel liegende Anlageflächen auf und die Spannschrauben zum Zusammenspannen der Einspannkloben greifen jeweils verdrehungsgesichert an einem der beiden Einspannkloben an, sind mit je einer Mutter und einer Öse versehen, wobei die Spannschrauben jeweils einen in die Öse eingreifenden Haken tragen und zur Abstützung der Spannschrauben an der Felge des äusseren Rades bzw. am Flacheisenring mit diesem, sind z. B. durch Schweissen verbundene Aufnahmeböcke vorgesehen.
Erfindungsgemäss ist ferner vorgesehen, dass jede einen Haken tragende Spannschraube eine hülsenartig ausgebildete Spannmutter trägt, in der ein gegenüber dem Gewindeschaft der Spannschraube frei bleibender Raum zur Aufnahme eines Schmiermittels vorgesehen ist. Dabei ist mit der Spannmutter ein Ring zum Einführen eines Werkzeuges, z. B. eines Dornes, verbunden.
Schliesslich ist mit jedem äusseren Einspannkloben eine Platte als Abstützung gegenüber der Felge des inneren Rades und/oder der Spannschraube verbunden.
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Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Erläuterung an Hand der Zeichnungen, die eine beispielsweise Ausführungsform der erfindungsgemässen Befestigungsvor-
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stehend dargestellt ist, aber auch eben oder nach aussen gebogen sein kann. Diese Radschüssel --7-- weist vier Öffnungen auf, von denen zwei gegenüberliegende Öffnungen, die auch verschieden gross ausgebildet sein können, benutzt werden, um Einspannkloben-l, 2-- einführen zu können.
Der Einspannkloben-l-liegt dabei von innen und der Einspannkloben --2-- von aussen an der Radschüssel --7-- mit geneigten Anlageflächen --13 bzw. 14-- an. Durch die Ein- spannkloben-l und 2-- ist eine Spannschraube --3-- von aussen nach innen hindurchgeführt, die mit einer Öse --18-- versehen ist, die verdrehungssicher an dem Einspannkloben --2-- anliegt. Die Spannschraube --3-- wird durch eine Mutter --4-- angezogen, wobei die Einspann- kloben --1 und 2-- nicht nur gegen die Radschüssel --7-- gedrückt werden, sondern auch mit ihren Anlageflächen --15, 16-- gegen die Felge --10-- gepresst werden.
Der Einspannkloben-l- besitzt ferner zur Verhinderung einer Verkantung und Abstützung gegenüber der Felge-10bzw. der Spannschraube --3-- eine Platte --21--, die in dem aus einem U-Profil gefertigten
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--13gestellt.
Die mit der Innenfelge --10-- zu verbindende Felge --12-- für das Zwillingsrad weist einen Flacheisenring --8-- auf, der an der Felgenschulter --22-- anliegt und mit der Felge --12-vorzugsweise durch Schweissen verbunden ist. Dieser Flacheisenring --8-- liegt auch an der Felgenschulter --20-- der Innenfelge --10-- an und dient zur Zentrierung und zur Abstandhaltung der Felge --12-- gegenüber der Innenfelge --10--.
Die Felge --12-- trägt zwei oder mehrere durch Schweissen mit ihr verbundene Aufnahmeböcke --11--, durch die eine Spannschraube --5-hindurchgeführt ist, auf die aussen eine Spannmutter --6-- aufgeschraubt ist und die innen einen Haken --19-- trägt, der in die Öse --18-- der Spannschraube --3-- eingeführt werden kann.
Die Spannmutter --6-- ist nach Art einer Hülse ausgebildet, wobei gegenüber dem Gewindeschaft der Spannschraube --5-- ein Raum --23-- freigehalten ist, der zur Aufnahme eines Schmiermittels dient. Die Spannmutter --6-- trägt ferner einen Ring --17--, der mittels eines einfachen Dornes oder eines ähnlichen Werkzeuges ein Anziehen der Spannmutter --6-- ermöglicht. Dabei wird die Felge --12-- gegen die Innenfelge --10-- gezogen und durch Reibungsschluss mitgenommen.
Durch die Erfindung ist die Verbindung der beiden Felgen auch dann gesichert, wenn die Spannmutter --6-- nicht fest genug angezogen ist. Auch hängt die Festigkeit der Verbindung nicht davon ab, ob die beiden Spannschrauben-3 und 5-genau miteinander fluchten und ist auch unabhängig davon, ob die Innenfelge --10-- eines Traktorrades verschmutzt ist. Auch eine geringfügige Verschiebung der Felge --12-- gegenüber der Innenfelge --10-- beeinträchtigt nicht die Festigkeit der Verbindung. Die Erfindung verhindert somit ein Lösen eines Zwillingsrades, wobei insbesondere ein bei bekannten Ausführungsformen notwendiger Exzenter überflüssig wird, der in der Bedienung Schwierigkeiten bereitet und sich im Betrieb leicht lösen kann.
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