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Die Erfindung betrifft ein Einbau-Nachtkästchen, insbesonders für Krankenhaus-Schrankwände, welches an der Seite einer Aussparung für das Kopfende eines Bettes in einer Schrankwand angeordnet werden kann und von der Seite der Aussparung her zumindest teilweise Einblick in bzw. Zugriff zu seinem Innenraum ermöglicht, und wobei der Korpus an der Seite der Aussparung eine bis in den Bereich der mittleren Tiefe offene Seitenwand sowie eine bis in den Bereich der mittleren Breite offene Vorderwand aufweist und im Inneren des Korpus ein um eine zumindest annähernd mittig im Korpus angeordnete vertikale Drehachse drehbarer, im wesentlichen zylindrischer Karussellteil gelagert ist, der an einem im wesentlichen dem offenen Seiten- und Vorderwandbereich angepassten Teil seines Umfanges geschlossen und im übrigen, bis auf gegebenenfalls vorgesehene Versteifungen bzw.
Halterungen für Zwischenböden offen ist und dass der Karussellteil an seiner Oberseite einen Lagerteil zum Einhängen in eine an der Unterseite der Nachtkästchenplatte vorgesehene Drehhalterung und an seiner Unterseite einen Drehzapfen, der mit einem am Korpus befestigten Führungsarm zusammenwirkt, aufweist, wobei die Bodenplatte des Korpus zumindest unter dem Karussellteil offen ist und dieser, nach Öffnen des geschlossenen Vorderwandteiles, aus seiner Drehlagerung aushängbar ist, nach Patent Nr. 372262.
Mit dieser Ausbildung nach dem Stammpatent wurde die Zugänglichkeit zum Innenraum des Nachtkästchens wesentlich verbessert, wobei gleichzeitig auch die Montage und Demontage, beispielsweise für Reinigung und Desinfektion, sehr vereinfacht ist.
Um insbesondere die Zugänglichkeit bzw. den Zugriff zu dem Innenraum des Nachtkästchens weiter zu verbessern, ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass die Drehlagerung des Karussellteiles, wie an sich bekannt, an einer um eine vertikale Achse schwenkbaren Tragkonstruktion angebracht ist, an deren oberem und unterem Tragarm der Karussellteil gelagert ist, und dass die Schwenkachse der Tragkonstruktion an der der Aussparung für das Bett abgewendeten Seitenwand im Bereich von deren Vorderkante angeordnet ist.
Durch diese Massnahmen ist eine voneinander unabhängige Verdrehung des Karussellteiles um seine Drehachse und/oder Herausbewegung aus dem Korpus des Nachtkästchens möglich, was die Zugänglichkeit zum Inhalt des Nachtkästchens wesentlich vereinfacht und der im Bett liegenden Person den Zugriff ebenso vereinfacht wie beispielsweise einer neben dem Bett stehenden Person.
An sich ist der Gedanke, Ablageflächen für Gegenstände in einem Gestell übereinander anzuordnen, das in einer Tragkonstruktion mit einem oberen und einem unteren Tragarm drehbar gelagert ist, wobei die Lager für die vertikale Drehachse der Tragkonstruktion an einer lotrechten Wand befestigt sind, bekannt, wie die FR-PS Nr. 1. 014. 467 zeigt. Allerdings ist diese bekannte Tragkonstruktion nur für Vitrinen bestimmt. Sie dient sohin vor allem zur Schaustellung und nicht zur Ablage und Unterbringung von Gegenständen, wie dies bei Nachtkästchen der Fall ist.
Der Zweck dieser bekannten Tragkonstruktion ist daher vom erfindungsgemässen Vorschlag grundsätzlich verschieden.
Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, die sich auf ein Nachtkästchen mit einer an der der Aussparung abgewendeten Seitenwand gelenkig mit dem Korpus verbundenen Vorderwand bezieht, ist die Vorderwand über eine an sich bekannte Gelenklasche mit der Tragkonstruktion gekoppelt.
Die Massnahme, eine Tragplatte für einen Drehteller über Gelenklaschen mit den beiden Türflügeln eines Kästchens zu koppeln, ist in der GB-PS Nr. 725,757 beschrieben. Doch ist bei dieser Konstruktion die Tragplatte auf seitlichen Schienen im Kästchen geführt, also nur einer Translation unterworfen. Dadurch sind aber der Zugänglichkeit des bekannten Drehtellers insofern enge Grenzen gesetzt, als dieser bei geöffneten Türflügeln nur nach vorne offen ist. Bei der erfindungsgemässen Lösung hingegen erstreckt sich der offene Bereich über etwa 240 .
Schliesslich sieht die Erfindung vor, dass der obere Tragarm im Bereich seines der Schwenkachse abgewendeten Endes verbreitert ist, so dass auch bei der grösstmöglichen Ausschwenkung der Tragkonstruktion - in Richtung der Schwenkachse gesehen-eine Überdeckung mit der Nachtkästchenplatte gegeben ist. Dadurch wird die Gefahr einer Quetschung der Finger der Bedienungsperson beim Einschwenken des Karussellteiles gebannt.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Fig. l zeigt ein erfindungsgemässes Einbau-Nachtkästchen in einem Schnitt
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entlang der Linie I-I in Fig. 2, Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. l, Fig. 3 eine der Fig. 2 entsprechende Ansicht des Nachtkästchens bei ausgeschwenktem Karussellteil, Fig. 4 ein Detail der Tragkonstruktion des in den Fig. 2 und 3 dargestellten Nachtkästchens und Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 4.
Das dargestellte Einbau-Nachtkästchen ist an einer Seite einer Aussparung --2-- für das Kopfende eines nicht näher dargestellten Bettes in einer Schrankwand-l-angeordnet und weist einen Korpus --3-- auf, der an der der Aussparung --2-- zugewendeten vorderen senkrechten Kante eine bis in den Bereich der mittleren Tiefe offene Seitenwand --4-- sowie eine bis in den Bereich der mittleren Breite offene Vorderwand --5-- hat.
Im Inneren des Korpus --3-- ist ein um eine zumindest annähernd mittig in Korpus --3-- angeordnete vertikale Drehachse --6-- drehbarer, zylindrisch ausgebildeter Karussellteil --7-- gelagert, der an einem im wesentlichen dem offenen Seiten- und Vorderwandbereich angepassten Teil --8-- seines Umfanges geschlossen und im übrigen bis auf Versteifungen bzw. Halterungen --9-- für Zwischenböden --10-- offen ist.
Der Karrussellteil --7-- weist eine seine Drehung um die Drehachse --6-- ermöglichende Drehlagerung --24-- an seiner Ober- und Unterseite auf, deren spezielle Ausbildung nicht dargestellt ist. Diese Drehlagerung --24-- ist an einer am Korpus --3-- befestigten Tragkonstruktion --25-- angebracht und zusammen mit dem Karussellteil --7-- um eine gegenüber dem Korpus --3-- fixierte Schwenkachse --26-- aus dem Korpus --3-- ausschwenkbar.
Die Schwenkachse --26-- ist dazu an der Innenseite der der Aussparung --2-- für das Bett abgewendeten Seitenwand --27-- im Bereich von deren Vorderkante --28-- angeordnet, was günstige Bewegungsverhältnisse beim Herausschwenken des Karussellteiles --7-- ergibt.
Die Tragkonstruktion --25-- weist an der Ober- und Unterseite des Karussellteiles --7-je einen gemeinsamen um die Schwenkachse --26-- ausschwenkenden Tragarm --29, 29'-- auf, der im Bereich seines der Schwenkachse --26-- abgewendeten Endes --30, 30 I -- die Drehlage- rung --24-- für den Karussellteil --7-- trägt. Die Befestigung der Tragkonstruktion --25-- an der Seiten wand --27-- des Korpus --3-- ist in den Fig. 4 und 5 angedeutet und mit --31-- bezeichnet.
Die in Form einer verschwenkbaren Blende gelenkig mit dem Korpus --3-- verbundene Vorder- wand --5-- muss bei der dargestellten Ausführungsform beim Ausschwenken des Karusselltei- les-7-- in die in Fig. 3 dargestellte Stellung verschwenkt werden, was entweder vor bzw. gleichzeitig mit dem Herausschwenken des Karussellteiles durch einen weiteren Handgriff erfolgen kann oder mittels Anbringung einer in Fig. 3 strichliert angedeuteten Gelenklasche --32--, die mit dem unteren Tragarm --29'-- verbunden ist, automatisch sichergestellt wird.
Um jede Verletzungsgefahr für die Bedienungsperson an der Quetschkante zwischen oberem Tragarm --29-- und Vorderkante der Nachtkästchenplatte --12-- zu vermeiden, ist der obere Tragarm --29-- im Bereich seines der Schwenkachse --26-- abgewendeten Endes --30-- so ausgeführt, dass auch bei der grösstmöglichen Ausschwenkung des Karussellteiles --7-- - in Richtung der Schwenkachse --26-- gesehen - eine Überdeckung mit der Nachtkästchenplatte --12-- gegeben ist.
Neben der dargestellten einstückigen Ausbildung des Karussellteiles --7-- mit drei eingelegten Zwischenböden --10-- ist auch die Ausbildung des Karussellteiles mit mehreren übereinanderliegenden und unabhängig voneinander verdrehbaren bzw. aus dem Korpus herausbewegbaren Ladenteilen möglich, was gewisse Vorteile hinsichtlich der Zugänglichkeit zu einzelnen Teilen des Innenraumes des Nachtkästchens ergibt.
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