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Die Erfindung betrifft ein Schrankelement mit ausschwenkbarem Ess-, Lese- bzw. Ablagetisch, insbesonders für Krankenhaus-Schrankwände, das sich an eine Aussparung in der Schrankwand für das Haupt eines mit seiner Längsachse im wesentlichen senkrecht zur Schrankwandfront stehenden Bettes anschliesst und an einer der Aussparung zugewendeten Seite einen Schwenkmechanismus für eine Tischplattenhalterung aufweist, welcher es erlaubt, eine Tischplatte in ihre Gebrauchslage neben das Schrankelement bzw. über das Bett in der Aussparung zu bringen, und das eine Aufnahme für die weggeschwenkt Tischplatte besitzt.
Derartige Elemente, welche hauptsächlich die Aufgabe haben, trotz einer kompakten Bauweise der Schrankwand eine optimale Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Raumes sowie einen möglichst hohen Bedienungskomfort zu ermöglichen, sind beispielsweise in Form eines aus der Schrankwand ausziehbaren Nachtkästchens bekannt. Dieses Nachtkästchen weist an seiner der Aussparung in der Schrankwand zugewendeten Vorderkante einen um eine vertikale Achse in Richtung zur Aussparung bzw. zu dem in der Aussparung befindlichen Bett ausschwenkbaren Arm auf, der eine Tischplatte trägt, welche im weggeschwenkten Zustand in einem unter der Platte des Nachtkästchens vorgesehenen Raum Platz findet.
Der Schwenkmechanismus für die Tischplatte dieses bekannten Elementes ist wegen der relativ gedrängten Platzverhältnisse für die Einschwenkung der Tischplatte in den Stauraum unter der Platte des Nachtkästchens vielseitig und relativ kompliziert aufgebaut, wodurch insbesondere auch die Herstellung von derartigen Schrankelementen verteuert wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, die genannten Nachteile zu vermeiden und insbesonders ein Schrankelement der eingangs genannten Art so auszubilden, dass durch die Ausschwenkbarkeit des Tisches, keine wesentliche Verteuerung der Konstruktion auftritt und dass weiters auch die Handhabung des Schwenkmechanismus vereinfacht wird.
Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der Schwenkmechanismus einen zweiarmigen Schwenkhebel aufweist, der in an sich bekannter Weise an einer im wesentlichen parallel zur Längsachse des Bettes verlaufenden Seitenwand des als Hochschrank ausgebildeten Schrankelementes im wesentlichen senkrecht zur Schrankwandfront ausschwenkbar angelenkt ist, wobei der ausgeschwenkte vordere Hebelarm eine wesentlich grössere Länge als der zur Hinterseite des Schrankelementes hin verschwenkbare hintere Hebelarm hat und für das Ende des hinteren Hebelarmes ein Auflager zur Fixierung des ausgeschwenkten Zustandes vorgesehen ist, dass, wie an sich bekannt, das Auflager höhenverstellbar ist und dass die Tischplatte, welche im eingeschwenkten Zustand des Schwenkarmes an einer Halterung im Inneren des Schrankelementes unterbringbar ist,
mittels an einer ihrer Seiten vorgesehener Halterungen am ausgeschwenkten vorderen Hebelarm einhängbar ist. Der zweiarmige Schwenkhebel, der an seinem vorderen Hebelarm unmittelbar zum Einhängen der Tischplatte ausgebildet ist, ergibt eine sehr einfache Konstruktion des Schwenkmechanismus, welche durch die Verstellbarkeit des Auflagers für den hinteren Hebelarm auch auf sehr einfache und bedienungsfreundliche Weise eine gewisse Justierung der Tischplattenhöhe im ausgeschwenkten Zustand erlaubt. Da die Tischplatte selbst im eingeschwenkten Zustand des Schwenkarmes - der dann beispielsweise auch ganz oder teilweise durch Aufbauten bzw.
Nischen in der Schrankwand abgedeckt sein kann-separat von diesem an einer eigens vorgesehenen Halterung im Inneren des Schrankelementes angebracht ist, braucht auch bei der Kinematik des Schwenkmechanismus nicht auf die Tischplatte bzw. deren Unterbringung Rücksicht genommen werden.
Wie die AT-PS Nr. 26603 zeigt, ist es bei Fahrkartenschränken bereits vorgeschlagen worden, an jeder der beiden Seitenwänden des Schrankes einen zweiarmigen Hebel anzuordnen, der im wesentlichen senkrecht zur Schrankvorderseite ausschwenkbar ist, wobei der ausgeschwenkte vordere Hebelarm eine grössere Länge als der zur Hinterseite des Schrankes hin verschwenkbare hintere Hebelarm hat und wobei für das Ende des hinteren Hebelarmes ein Auflager zur Fixierung des ausgeschwenkten Zustandes an der Schrankwand vorgesehen ist. Bei dieser Ausführung wird die Tischplatte mit zwei Zapfen, die an den Hebeln befestigt sind, die bei ausgeschwenkten Hebeln vertikal nach oben ragen und die in dieser Lage in Sackbohrungen der Tischplatte eingreifen, an den Hebeln befestigt.
Bei diesem Fahrkartenschrank dient die Tischplatte zur Ablage von Fahrkarten, Fahrplänen
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od. dgl. Eine Anwendung der bekannten Tischplatte bei Schrankelementen ist nicht möglich, da Schrankelemente nur an einer Seite von Betten angeordnet sind, die bekannte Tischplatte jedoch eine Abstützung an beiden Schmalseiten erforderlich macht.
Es ist weiters schon bekanntgeworden, das Auflager für das hintere Ende einer um eine waagrechte Achse aus einem Schrank herausklappbaren Tischplatte höhenverstellbar auszubilden (vgl. DE-OS 2926733). Dabei wird die Tischplatte in der ausgeschwenkten Lage durch eine Anschlagleiste, welche an der Schrankrückwand mittels Schrauben befestigt ist, gehalten. Die Bohrungen für diese Schrauben haben von der Längssymmetrieebene der Anschlagleiste einen Abstand.
Soll eine Höhenverstellung des Auflagers der Tischplatte vorgenommen werden, so wird die Anschlagleiste zunächst von der Rückwand abgenommen, dann um 1800 verschwenkt und schliesslich in ihrer neuen Lage wieder angeschraubt. Diese Lösung hat allerdings den Nachteil, dass nur zwei Höhenlagen des Auflagers der Tischplatte möglich sind. Eine kontinuierliche Einstellung des Auflagers, wie sie beim Erfindungsgegenstand der Fall ist, ist daher ausgeschlossen.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass am Schwenklager des zweiarmigen Schwenkhebels in an sich bekannter Weise eine Reibungsbremse vorgesehen ist, welche zwei unter Zwischenlegung eines Reibteiles gegeneinander verspannbare Drehteile aufweist, von denen der eine mit dem Schwenkarm und der andere mit dem Schrankelement verbunden ist. Es ist dadurch auf sehr vorteilhafte und einfache Weise sichergestellt, dass der vordere, eine wesentliche grössere Länge aufweisende Hebelarm nicht aus seiner im eingeschwenkten Zustand im wesentlichen vertikalen Ruhelage unbeabsichtigt plötzlich in seine horizontale Lage fallen kann. Die Einstellbarkeit der Verspannung der beiden Drehteile gegeneinander gewährleistet auf sehr einfache Weise die Kontrolle der Bremswirkung der Reibungsbremse.
An sich ist es bei Schwenkmechaniken für Klappteile von Möbeln od. dgl. bekannt, diese mit Friktionsschwenklagern auszustatten, so dass eine Verschwenkung des klappbaren Möbelteiles nur gegen eine selbsthemmende Reibkraft vorgenommen werden kann (s. DE-OS 2806618). Durch die Anwendung dieser Massnahme bei einem erfindungsgemässen Schrankelement wird jedoch der Vorteil erzielt, dass die Bedienungssicherheit des zweiarmigen Schwenkhebels für den ausschwenkbaren Tisch erheblich erhöht wird.
Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist zumindest der vordere Hebelarm des Schwenkhebels als quadratisches Hohlprofil ausgebildet und die Tischplattenhalterung weist einerseits Anlageflächen auf, die dieses Hohlprofil an der bei ausgeschwenktem Schwenkhebel oberen Seite, der der freien Tischplatte abgewendeten Seite und einem Teil der Unterseite eng umgreifen und anderseits zum Ein- und Aushängen der Tischplatte an den übrigen Seiten offen ist, wodurch die Tischplatte einerseits durch eine Drehbewegung um die Profilstangenlängsachse in diese einhängbar und im wesentlichen waagrecht zur Liegefläche des Bettes abgestützt und anderseits mitsamt ihrer Halterung entlang des vorderen Hebelarmes frei verschieblich ist.
Es ergibt sich damit einerseits eine sehr einfache Ausbildung des Schwenkhebels und anderseits in sehr vorteilhafter Weise die Möglichkeit, die Tischplatte samt ihren Halterungen entlang der ausgeschwenkten Länge des vorderen Hebelarmes frei zu verschieben, was den Komfort für den Benutzer sehr verbessert.
In diesem Zusammenhang wäre noch auf die US-PS Nr. 3, 199, 467 zu verweisen, in der ein Baby-Wickeltisch beschrieben ist, dessen Tischplatte an ihren Schmalseiten angelenkte Haken trägt, mit denen die Tischplatte an zwei in einer waagrechten Ebene parallel verlaufenden Stangen eines Kinderbettes befestigt werden kann. Es besteht bei dieser Ausführung jedoch auch die Möglichkeit, die Tischplatte an zwei in einer vertikalen Ebene im Abstand übereinander liegenden Stangen des Kinderbettes zu befestigen. In diesem Falle sind an der Breitseite der Tischplatte zwei konsolenartige Beschläge befestigt, welche mit ihren oberen hakenartigen Enden an der oberen Stange angehängt werden und welche sich gleichzeitig an der unteren Stange abstützen.
In jedem der beiden Fälle sind bei dieser Konstruktion zwei Stangen für die Abstützung des Tisches in der Gebrauchslage erforderlich, was gegenüber der erfindungsgemässen Lösung nachteilig ist.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand des in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 eine Ansicht eines erfindungsgemässen Schrank-
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elementes von vorne, Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1, Fig. 4 eine teilweise Ansicht in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 3, Fig. 5 einen teilweisen Schnitt entlang der Linie V-V in Fig. 2 und Fig. 6 einen teilweisen Schnitt entlang der Linie VI-VI in Fig. 2.
Das Schrankelement --1--, welches hier als Hochschrank ausgebildet ist, schliesst sich an eine Aussparung --2-- in der Schrankwand für das Haupt eines hier nicht dargestellten, mit seiner Längsachse im wesentlichen senkrecht zur Schrankwandfront stehenden Bettes an. An der der Aussparung --2-- zugewendeten Seite --3-- weist das Schrankelement --1-- einen Schwenkmechanismus für eine Tischplattenhalterung --4-- auf, der es erlaubt, im Bedarfsfalle eine Tischplatte --5-- über ein in der Aussparung --2-- angeordnetes Bett zu klappen.
Der Schwenkmechanismus weist einen zweiarmigen Schwenkhebel --6-- auf, der an der im wesentlichen parallel zur Längsachse des nicht dargestellten Bettes verlaufenden Seitenwand --3-des Schrankelementes --1-- in Richtung der Längsachse des Bettes ausschwenkbar angelenkt ist.
Zu diesem Zwecke dient im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Schwenklager --7--, an dem-wie insbesondere aus Fig. 5 ersichtlich ist-eine Reibungsbremse vorgesehen ist. Diese weist zwei unter Zwischenlegung eines Reibteiles --8-- gegeneinander mit Hilfe einer Schraube --9-- verspannbare Drehteile --10, 11-- auf, von denen der eine (10) mit dem Schwenkarm --6-- und der andere (11) mit. dem Schrankelement bzw. dessen Seitenwand --3-- verbunden ist. Über die Vorspannung der Schraube --9-- ist die Wirkung der Reibungsbremse einstellbar, so dass beim Ausschwenken des Schwenkhebels --6-- aus der in den Fig. 1 und 2 strichliert dargestellten Position kein unbeabsichtigtes und ein Sicherheitsrisiko darstellendes Herabfallen des vorderen Hebelarmes --12-- passieren kann.
Der ausgeschwenkte vordere Hebelarm --12-- weist eine wesentlich grössere Länge als der zur Hinterseite des Schrankelementes-l-hin verschwenkbare hintere Hebelarm --13-- auf.
Für das Ende des hinteren Hebelarmes --13-- ist an der Seitenwand --3-- des Schrankelementes-l-ein verstellbares Auflager --14-- angebracht (s. insbesondere auch Fig. 6), welches über eine Schraube --15-- eine variable Einwirkung auf den hinteren Hebelarm --13-- und damit in gewissen Grenzen eine Höhenverstellung am Ende des vorderen Hebelarmes --12-- ermög- licht.
Die Tischplatte --5-- weist an einem Ende Halterungen --16-- auf, welche - wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist-über einen bestimmten Umfangsteil des als Profilstange mit quadratischem Hohlprofil ausgebildeten Schwenkhebels --6-- mit dessen Oberflächen so zusammenwirken, dass die Tischplatte --5-- durch eine Drehbewegung in Richtung des Pfeiles 17 um die Profilstangenlängsachse in diese bzw. damit in den vorderen Hebelarm --12-- einhängbar ist.
Sobald die Anlageflächen --18-- der Halterung --16-- in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise am Hohlprofil des Schwenkhebels --6-- anliegen, ist die Tischplatte --5-- im wesentlichen waagrecht zur Liegefläche des Bettes am Schwenkhebel --6-- abgestützt. Diese Art der Halterung für die Tischplatte --5-- erlaubt auf sehr einfache Weise auch eine Verschiebung der Tischplatte mitsamt ihrer Halterungen entlang des vorderen Hebelarmes --12--, wozu lediglich ein leichtes Anheben der Tischplatte --5-- - entgegen Pfeil 17 - und sodann Verschieben entlang des in Fig. 3 ersichtlichen Pfeiles 19 erforderlich ist.
Aus den Fig. l und 3 ist auch noch die im Inneren des Schrankelementes-l-an der Aussenseite einer Innentür --21-- angebrachte Halterung --20-- ersichtlich, welche für die im in den Fig. 1 und 3 strichliert eingezeichneten eingeschwenkten Zustand des Schwenkhebels --6-- von dessen vorderen Hebelarm --12-- abgenommene Tischplatte --5-- als Aufnahme dient. Da somit der Schwenkhebel --6-- in seinem eingeschwenkten Zustand die Tischplatte --5-nicht trägt, braucht keinerlei Vorkehrung für die Unterbringung derselben während des Einschwenkens getroffen werden, was die Konstruktion des Schwenkmechanismus insgesamt sehr vereinfach.
Im eingeschwenkten Zustand des Schwenkhebels --6-- ist dessen oberes Ende - wie aus den Fig. l und 2 ersichtlich-in einer Nische --22-- eines oberen Schrankwandteiles --23-- aufgenommen.