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Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für eine Berieselungsvorrichtung mit einer
Schlauchtrommel, die zum Aufwickeln des Schlauches mittels einer in der Schlauchzuleitung einge- schalteten Turbine, eines verstellbaren Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebes und eines Zahnradge- triebes antreibbar ist.
Bei derartigen Berieselungsvorrichtungen wird der an seinem freien Ende an einem fahrbaren
Sprühkopf angeschlossene Schlauch langsam auf der Schlauchtrommel aufgewickelt und dabei vom fahrbaren Sprühkopf her die Berieselung durchgeführt. Da der Antrieb der Schlauchtrommel über die in der Schlauchanschlussleitung vorgesehene Turbine mit dem Sprühwasser selbst erfolgt, er- übrigt sich ein eigener Motor. Der Turbinenantrieb bringt allerdings den Nachteil mit sich, dass sich die Drehzahl in Abhängigkeit vom Einziehwiderstand des Schlauches ändert, was dazu führt, dass mit abnehmendem Widerstand, also mit Zunahme der auf der Schlauchtrommel aufgewickelten
Schlauchlänge die Einziehgeschwindigkeit erhöht wird, die zufolge der Zunahme des Wickeldurch- messers von vornherein zunimmt.
Die gegen die Schlauchtrommel hin zunehmende Fahrgeschwindig- keit des Sprühkopfes bedingt dann eine geringere Berieselung im Bereich der Schlauchtrommel, was selbstverständlich vermieden werden soll.
Zur Steuerung der Drehzahl der Schlauchtrommel entsprechend der auf ihr aufgewickelten
Schlauchlänge ist es bereits bekannt, im Mündungsbereich der Zuleitung zur Turbine eine Steuer- klappe anzuordnen, die mittels eines durch eine Feder gegen einen verstellbaren Anschlag ge- drückten Hebels zwischen einer gegen das Laufrad gerichteten Arbeitsstellung und einer gegen einen das Laufrad umgebenden Ringraum gerichteten Ruhestellung verschwenkbar ist, wobei der
Anschlag während des Aufwickelns des Schlauches auf der Schlauchtrommel in Abhängigkeit von der Trommeldrehzahl im Sinne eines Verschwenkens der Steuerklappe zur Ruhelage verstellt werden kann (AT-PS Nr. 364566). Eine solche Steuerklappe ergibt aber eine nur ungenaue Drehzahlregelung und beeinträchtigt die Strömungsverhältnisse in der Turbine.
Das zwischen der Turbine und dem Zahnradgetriebe angeordnete Kegelscheiben-Umschlingungs- getriebe ist bisher zwar bereits verstellbar ausgebildet, d. h. es besitzt eines der beiden Kegel- scheibenpaare des Umschlingungsgetriebes eine mit der zugehörigen Welle drehfest verbundene, aber auf der Welle axial verschiebbare Kegelscheibe, jedoch wird diese Kegelscheibe mittels einer
Stellschraube zur Erweiterung oder Verengung des Keilspaltes nur bei Stillstand zur Grundein- stellung des Übersetzungsverhältnisses entsprechend den jeweiligen Betriebsbedingungen verschoben, und es erfolgt keine Veränderung des Keilspaltes zur Drehzahlveränderung während des Laufes.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und eine
Antriebseinrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, bei der eine selbständige Anpassung der Drehzahl in Abhängigkeit von der auf der Schlauchtrommel jeweils aufgewickelten Schlauchlänge gewährleistet ist.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das auf der Eingangswelle des Zahn- radgetriebes sitzende getriebene Kegelscheibenpaar des Umschlingungsgetriebes aus einer während des Laufes axial festgelegten Kegelscheibe und einer mit Hilfe eines vom Zahnradgetriebe her über einen zusätzlichen Schneckentrieb od. dgl. und einen Schraubentrieb im Sinne einer Verengung des Keilspaltes verschiebbaren Kegelscheibe besteht.
Es wird also während des Laufes der Keilspalt des auf der Eingangswelle des Zahnradgetriebes sitzenden Kegelscheibenpaares allmählich verengt, damit der Keilriemen auswärts gedrückt und der wirksame Durchmesser dieses getriebenen Kegelscheibenpaares vergrössert, was eine entsprechende Drehzahlverringerung der Eingangswelle des Zahnradgetriebes und somit auch der nachgeordneten Schlauchtrommel zur Folge hat, wobei durch die Verwendung eines Schneckentriebes od. dgl. und eines Schraubentriebes die notwendige, geringe Verschiebegeschwindigkeit der betreffenden Kegelscheibe erreicht wird.
Der Schraubentrieb stellt die einfachste Konstruktion dar, um die gegebene Drehbewegung in eine Verschiebebewegung umzuwandeln, wobei ein weiterer Vorteil der erfindungsgemässen Antriebseinrichtung darin bestht, dass beim Abziehen des Schlauches von der Trommel, also bei Umkehr der Drehrichtung der verschiebbaren Kegelscheibe die Rückbewegung in die Ausgangsstellung mit breitem Keilspalt selbständig freigegeben wird. Es ist klar, dass das
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unveränderbar ist, der Änderung des wirksamen Durchmessers des getriebenen Kegelscheibenpaares folgen zu können.
Eine besonders einfache und zweckmässige Konstruktion wird dadurch erzielt, dass der Schrau- bentrieb aus einer vom Schneckentrieb od. dgl. angetriebenen, die Eingangswelle des Zahnradge- triebes umschliessenden Hohlwelle mit Bolzengewinde und einem auf dieser mit Muttergewinde ge- lagerten, an Drehung gehinderten Stellkörper besteht, der auf die verschiebbare Kegelscheibe drückt.
Die Zeichnung zeigt als Ausführungsbeispiel die wesentlichen Teile einer erfindungsgemässen
Antriebseinrichtung rein schematisch im Schnitt.
Auf der Eingangswelle --1-- eines nicht weiter dargestellten Zahnradgetriebes sitzt drehfest, aber axial verschiebbar ein Kegelscheibenpaar --2, 3--, das über einen Keilriemen --4-- mit einem nicht dargestellten Kegelscheibenpaar in Verbindung steht und zusammen mit diesem ein Kegel- scheiben-Umschlingungsgetriebe bildet. Dieses Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebe stellt die Antriebsverbindung von einer in der Zuleitung zum Schlauch der Berieselungsvorrichtung eingeschalteten Turbine zum Zahnradgetriebe dar, auf dessen Abtriebswelle ein Ritzel sitzt, das mit einem Zahnkranz auf der Schlauchtrommel kämmt. Das Kegelscheibenpaar --2, 3-- ist also in bezug auf das Umschlingungsgetriebe das getriebene Kegelscheibenpaar.
Die Kegelscheibe --2- stützt sich während des Laufes an einer Stellschraube --5-- ab und ist damit axial festgelegt. Vom Zahnradgetriebe wird die Schnecke --6-- eines zusätzlichen Schneckentriebes --6, 7-- angetrieben, dessen Schneckenrad --7-- mit einer auf der Getriebeein- gangswelle --1-- frei drehbaren Hohlwelle --8-- in dauernder Verbindung steht, die ein Bolzengewinde --9-- aufweist. Auf der Hohlwelle --8-- bzw. dem Bolzengewinde --9-- ist ein Stellkörper --10-- mit entsprechendem Muttergewinde gelagert, der durch einen im Getriebegehäuse verankerten Stift --11-- an Drehung gehindert ist und auf die verschiebbare Kegelscheibe-3-einwirkt.
Bei laufender Antriebseinrichtung wird vom Zahnradgetriebe her der Schneckentrieb --6, 7-angetrieben und damit die Hohlwelle --8-- als Gewindebolzen langsam gedreht. Diese Drehung hat eine Axialverschiebung des mit dem Muttergewinde versehenen, aber undrehbaren Stellkörpers-10-- zur Folge, der die Kegelscheibe --3-- im Sinne einer Verengung des Keilspaltes --12-- seitwärts drückt, wodurch der Keilriemen --4-- zu einem grösseren Durchmesser des Kegelscheibenpaares-2, 3gedrängt und die Drehzahl dieses getriebenen Kegelscheibenpaares --2, 3-- und damit auch der Ein- gangswelle-l-des Zahnradgetriebes bzw. in weiterer Folge schliesslich die Drehzahl der Schlauchtrommel verringert wird.
Mit der Stellschraube --5-- kann das Ausgangs-Übersetzungsverhältnis des Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebes geändert bzw. an die jeweiligen Betriebsverhältnisse angepasst werden. Der Stellkörper --10-- und die Stellschraube --5-- werden bei der praktischen Ausführung in der Regel nicht unmittelbar auf die Kegelscheiben --2, 3-- einwirken, es wird vielmehr vorteilhaft sein, ein Druckwälzlager od. dgl. zwischenzulagern. PATENTANSPRÜCHE :
1.
Antriebseinrichtung für eine Berieselungsvorrichtung mit einer Schlauchtrommel, die zum Aufwickeln des Schlauches mittels einer in der Schlauchzuleitung eingeschalteten Turbine, eines verstellbaren Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebes und eines Zahnradgetriebes antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das auf der Eingangswelle (1) des Zahnradgetriebes sitzende getriebene Kegelscheibenpaar (2,3) des Umschlingungsgetriebes aus einer während des Laufes axial festgelegten Kegelscheibe (2) und einer mit Hilfe eines vom Zahnradgetriebe her über einen zusätzlichen Schneckentrieb (6,7) od. dgl. und einen Schraubentrieb (8,9, 10) im Sinne einer Verengung des Keilspaltes (12) verschiebbaren Kegelscheibe (3) besteht.