AT371974B - Beutel fuer schaedlingsbekaempfungsmittel - Google Patents
Beutel fuer schaedlingsbekaempfungsmittelInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Beutel zur Aufnahme Phosphin entwickelnder Schädlingsbe- kämpfungsmittel.
Es sind Schädlingsbekämpfungsmittel fester Konsistenz bekannt, die an der Luft langsam gasförmige Bestandteile abgeben. Solche Schädlingsbekämpfungsmittel können aus hydrolisierbaren Erdalkali-und/oder Erdmetallphosphiden bestehen, die unter dem Einfluss von Luft bzw. Lagergut- feuchtigkeit Phosphin abspalten. Derartige Schädlingsbekämpfungsmittel werden beispielsweise zur
Schädlingsbekämpfung in Lagerhäusern bzw. Silos für Getreide, Tabak od. ähnl. Nahrungs-bzw.
Genussmitteln eingesetzt. Das Schädlingsbekämpfungsmittel dient dabei der Vernichtung von tieri- schen Organismen, wie z. B. Käfern, Würmern, Schaben oder sonstige Insekten. Es ist bekannt, ! hiefür derartige Schädlingsbekämpfungsmittel in Papierbeutel zu füllen und in das Lagergut einzu- bringen. Das Schädlingsbekämpfungsmittel sollte dann in dem Papierbeutel langsam zerfallen und seine schädlingsbekämpfenden, gasförmigen Bestandteile durch die Wände des Papierbeutels nach aussen entlassen. Die staubförmigen Rückstände des Schädlingsbekämpfungsmittels sollen dabei von dem Papierbeutel zurückbehalten werden. An das hiefür verwendete Papier werden besondere An- forderungen bezüglich Festigkeit, Gasdurchlässigkeit und wasserabweisender Ausrüstung gestellt.
Solche Papiere können aber nur sehr bedingt auf automatischen Anlagen (wie z. B. Schlauch- beutelmaschinen usw.) verarbeitet werden. Sie werden zum überwiegenden Teil durch Nähen ver- schlossen, was einen hohen Arbeitsaufwand erfordert. Auch kann es leicht vorkommen, dass die
Nähte aufgehen und der giftige Inhalt in das zu behandelnde Nahrungsmittel gelangt.
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chlorbenzol, in einem Innenbehälter befindet, der mit Vlies nach oben hin abgedichtet ist, wobei die ganze Vorrichtung in einen äusseren luftdichten Umschlag eingeschweisst wird.
Aus der FR-PS Nr. 2. 290. 843 bzw. aus der DE-PS Nr. 2454172 ist ein Formkörper bekannt, der aus einer Mischung von Aluminiumphosphid und Polyvinylacetat besteht und zu einem festen Körper durch Schmelzen und Wiederabkühlen vereint wurde und mindestens an einer Seite angeschmolzenes Vlies enthält. Von dem Vlies wird nun gefordert, dass es durchlässig für Wasserdampf ist. Da es sich um einen festen Körper handelt, der auch nach der Ausgasung fest bleibt, stellt sich auch die Frage der Staubdurchlässigkeit nicht. Dagegen sollen die Fasern zumindest teilweise bis an die Phosphidteilchen in den festen Körper hineinreichen.
Für die vorerwähnten Zwecke kann praktisch jedes beliebige Vlies verwendet werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Beutel aus einem Material zu schaffen, das eine für die Anwendung erforderliche Gasdurchlässigkeit aufweist, jedoch die staubförmigen Rückstände des zerfallenen Schädlingsbekämpfungsmittels zurückbehält und zusätzlich noch eine hohe Haltbarkeit besitzt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Beutel aus einem gasdurchlässigen, vorzugsweise wasserfreien Vliesstoff besteht, der eine Maschenweite von 5 bis 15 pm, vorzugsweise 10 bis 12 pm, aufweist.
Diese geringe Maschenweite lässt zwar Gase noch ohne weiteres durchtreten, hindert jedoch Stäube, wie sie bei der Hydrolyse der Schädlingsbekämpfungsmittel auftreten, am Durchtritt. Der Austritt der Rückstände der Schädlingsbekämpfungsmittel wird von einem solchen Vliesstoff praktisch vollkommen verhindert.
Zur Herstellung der erfindungsgemässen Beutel kann Vliesstoff von einer Vliesstoffbahn entsprechend gefaltet und an den Längsseiten verklebt oder vernäht werden. In die verbleibende Öffnung lässt sich nun das feste, gewöhnlich granulierte, Schädlingsbekämpfungsmittel einfüllen.
Danach wird auch noch die verbliebene Öffnung verschlossen, z. B. verklebt oder vernäht. Eine andere Möglichkeit sieht vor, den Vliesstoff auf einer automatischen Schlauchbeutelmaschine in an sich bekannter Weise zu fertigen und gleichzeitig zu befüllen.
Als Material für den erfindungsgemässen Beutel eignen sich Vliesstoffe, u. zw. Trockenvliese oder Nassvliese. Sie bestehen vorzugsweise aus verschweissbaren natürlichen und/oder synthetischen Fasern, insbesondere handelsüblichen Fasern aus Polyester, Polyäthylen, PVC, Polypropylen und Polyamid. Diese sollen weder oberflächlich feucht sein noch während des Gebrauchs aus dem Material abspaltbare Feuchtigkeit aufweisen, gegebenenfalls müssen die Materialien getrocknet werden.
<Desc/Clms Page number 2>
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht das Material für den erfindungsgemässen Beutel aus Wirrvliesstoff. Zweckmässige Abmessungen des erfindungsgemässen Beutels richten sich selbstverständlich nach der gewünschten Menge des aufzunehmenden Schädlingsbekämpfungsmittels.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform besteht der Vliesstoff aus Polyamidfasern. Dabei weisen die Fasern des Vliesstoffes einen Titer von 1 bis 3, vorzugsweise 1,5 bis 2, auf. Solche Vliesstoffbahnen aus entsprechendem Material werden vorzugsweise bei der Faltung zu Beuteln bzw.
Formung zu Schlauchbeuteln an den Seiten nicht verklebt, sondern durch Wärme und/oder Ultraschall in an sich bekannter Weise verschweisst. Für besondere Einsatzzwecke können auch mehrere Beutel beispielsweise durch Nähen zu einer Beutelkette verbunden werden.
Selbstverständlich kann auch ein Mehrfachbeutel bzw. ein Beutel mit mehreren Kammern hergestellt werden. Dabei dienen Zwischennähte, welche beispielsweise durch Wärme oder Ultraschall gebildet werden, zur Unterteilung in Kammern bzw. Segmente. Doppelbeutel können beispielsweise eine gemeinsame Quernaht am Ende der Längsseiten besitzen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Der Beutel-l-weist eine Unterseite --3-- und eine Oberseite --4-- auf, wobei erstere am offenen Ende des Beutels etwas hervorsteht. An den Längsseiten --2-- befindet sich eine Verbin-
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--5--,kann.
Wie bereits kurz angegeben, besteht eine zweckmässige Herstellungsweise eines solchen Beutels darin, dass die Vliesstoffbahn derart gefaltet wird, dass die Oberseite --4-- auf die Unterseite in der angegebenen Weise zu liegen kommt, wonach man die Längsseiten --2-- verschweisst. Nach der Füllung wird der hervorstehende Abschnitt der Unterseite --3-- gefaltet und auf die Oberseite - gelegt, wonach auch diese Querseite in der angegebenen Weise verschweisst werden kann. Nach dem Einschluss in den erfindungsgemässen Beutel ist das Schädlingsbekämpfungsmittel vollkommen eingeschlossen und die bei dem Zerfall von diesem gebildeten Stäube können aus dem Beutel nicht mehr austreten. Somit kann der Beutel mit dem Schädlingsbekämpfungsmittel direkt zu den zu begasenden Lebensmitteln gegeben werden.
Der Vorzug des erfindungsgemässen Schädlingsbekämpfungsmittelbeutels liegt darin, dass er praktisch völlig gasdurchlässig ist, dennoch aber die staubförmigen Rückstände des zerfallenen Schädlingsbekämpfungsmittels zurückhält. Ein erfindungsgemässer Beutel für Schädlingsbekämpfungsmittel besitzt darüber hinaus eine verbesserte Haltbarkeit und einen äusserst geringen Feuchtigkeitsgehalt. Dadurch wird eine vorzeitige unerwünschte Gasentwicklung bei der Herstellung verhindert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Beutel zur Aufnahme Phosphin entwickelnder Schädlingsbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einem gasdurchlässigen, vorzugsweise wasserfreien Vliesstoff besteht, der eine Maschenweite von 5 bis 15 pm, vorzugsweise 10 bis 12 pm, aufweist.
Claims (1)
- 2. Beutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vliesstoff aus natürlichen und/oder synthetischen Fasern besteht.3. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Vliesstoff um ein Trockenvlies, vorzugsweise einen Wirrvliesstoff, handelt.4. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Vliesstoff um ein Nassvlies, vorzugsweise um ein Vlies aus der Grundlage von Cellulose oder Cellulosemischmaterial, handelt.5. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden des Vliesstoffes einen Titer von 1 bis 3, vorzugsweise 1,5 bis 2, aufweisen.6. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einer Phosphin entwickelnden Zubereitung von Erdalkali- und/oder Erdmetallphosphiden gefüllt ist.
Applications Claiming Priority (2)
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| ATA901180A (de) | 1983-01-15 |
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