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Die Erfindung bezieht sich auf eine Verriegelungsvorrichtung für eine pendelbar gelagerte
Bordwand einer kippbaren Ladebrücke mit in Rastausnehmungen der Ladebrücke eingreifenden Rast- gliedern am unteren Längsrand der Bordwand und mit die Rastglieder in den Rastausnehmungen verriegelnden, schwenkbar gelagerten Haken, die über ein Gelenkviereck mit einem auf der Lade- brücke gelagerten Betätigungshebel antriebsverbunden sind, der beim Hochkippen der Ladebrücke mit einer Anlauffläche und beim Absenken der Ladebrücke mit einer Fangfläche des Fahrgestelles zusammenwirkt und die Haken zwischen einer Entriegelungsstellung und einer Verriegelungsstellung verschwenkt.
Um vor dem Kippen der Ladebrücke die Bordwandverriegelung der pendelbaren Bordwände nicht von Hand aus lösen zu müssen, ist es bekannt (AT-PS Nr. 320445), die Verriegelungshaken, die auf einer gemeinsamen Betätigungswelle sitzen, über die Schwinge eines Gelenkviereckes anzu- treiben, dessen Kurbel als zweiarmiger Hebel ausgebildet ist. Der freie Hebelarm dieser Kurbel ist dabei auf einer Anlauffläche des Fahrgestelles abgestützt, so dass dieser Hebel beim Kippen der Ladebrücke entlang der Anlauffläche gleitend verschwenkt wird, was das Öffnen der Bordwand- verriegelung zur Folge hat.
Nachteilig bei dieser bekannten Bordwandverriegelung ist, dass die
Verriegelungsstellung der die Rastglieder der Bordwand in den Rastausnehmungen der Lade- brücke festhaltenden Haken nicht gesichert ist und dass beim Absenken der Ladebrücke in ihre
Ausgangsstellung der Bordwandpendelverschluss nicht wieder automatisch verriegelt wird.
Damit der Bordwandpendelverschluss beim Absenken der Ladebrücke ohne zusätzliche Hand- habung wieder verriegelt werden kann, ist es bekannt (GB-PS Nr. 807, 104, US-PS Nr. 2, 876, 038), dem Betätigungshebel für die Verriegelungshaken nicht nur eine Anlauffläche, sondern auch eine
Fangfläche zuzuordnen, gegen die der Betätigungshebel beim Absenken der Ladebrücke ge- drückt wird, wobei dieser Betätigungshebel im Schliessungssinn verschwenkt wird. Obwohl durch die zusätzliche Fangfläche eine automatische Verriegelung des Bordwandverschlusses beim Ab- senken der Ladebrücke erfolgt, bleibt die Verriegelungsstellung ungesichert, so dass die Gefahr besteht, dass auf Grund von Erschütterungen od. dgl. die Verriegelung geöffnet wird.
Bei einer andern bekannten Konstruktion einer Verriegelungsvorrichtung (US-PS Nr. 2, 767, 017) wird die Verriegelung über ein Gestänge betätigt, das im Öffnungssinn der Verriegelungshaken durch eine Feder belastet ist und sich über einen Betätigungshebel an einer fahrgestellfesten Rolle abstützt, gegen die der Betätigungshebel durch die Feder gedrückt wird. Wird die Ladebrücke hochgekippt, so kann sich der an der Rolle anliegende Betätigungshebel verdrehen, was die Öffnung der Verriegelungshaken zur Folge hat. Beim Absenken der Ladebrücke wird der Betätigunghebel gegen die Kraft der Feder wegen seines Anliegens an der Rolle in seine Ausgangsstellung zurückgeschwenkt, wobei die Haken geschlossen werden.
Da die Schliessstellung ausschliesslich durch die Stellung des Betätigungshebels gegeben ist und sich dieser Betätigungshebel erschütterungsbedingt verstellen kann, ist wieder keine Sicherheit gegenüber einer ungewollten Entriegelung der Bordwände gegeben.
Um bei einer Vorrichtung zum Abschwenken einer Bordwand eine Beschädigung des ein Gelenkviereck bildenden Hebelgestänges zu vermeiden, wenn beispielsweise die Bordwand auf Grund eines eingeklemmten Ladegutteilchens nicht ganz schliesst, ist es bekannt (GB-PS Nr. 649, 202), in die Koppel des Gelenkviereckes eine Druckfeder einzuschalten, so dass durch eine Längenänderung der Koppel Schäden vermieden werden.
Schliesslich ist eine Vorrichtung zum Abschwenken der Ladebordwand einer kippbaren Ladebrücke bekanntgeworden (GB-PS Nr. l, 380, 163), bei der das zum Verschwenken der Bordwand vorgesehene Gelenkviereck in der Schliessstellung der Bordwand eine Übertotpunktlage einnimmt. Durch diese Massnahme soll verhindert werden, dass durch einen Öffnungsdruck auf die Bordwand diese abgeschwenkt werden kann, weil der die Kurbel des Gelenkviereckes bildende, an einer Kulissenführung abgestützte Betätigungshebel in einem solchen Fall im Schliessungssinn und nicht im Öffnungssinn belastet. wird.
Dies bringt zwar eine Sicherheit, dass im Öffnungssinn auf die Bordwand wirksam werdende Kräfte die Bordwand nicht absenken können, doch kann mit einer solchen Vorrichtung nicht verhindert werden, dass sich erschütterungsbedingte Bewegungen des Betätigunghebels in unerwünschter Weise auf die Verriegelung auswirken. Für die Verriegelung einer pendelbar gelagerten Bordwand sollte jedoch gewährleistet werden können, dass auch eine erschütterungsbedingte Drehung des Betätigungshebels kein Öffnen der Bordwandverriegelung zur Folge haben kann.
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Wird die Ladebrücke zurückgekippt, so gelangt die Rolle -15-- des Betätigungshebels --14-- in den Bereich der Fangfläche-17-, die gegensinnig auf den Betätigungshebel-14wirkt und diesen im Gegenuhrzeigersinn verschwenkt. Die Kurbel --12-- des Gelenkviereckes --9-- wird daher über die Strecklage mit der Koppel --11-- hinaus in die anschlagegrenzte Übertotpunktlage gedrückt, was mit einem Verschwenken der Haken 6-- in die Verriegelungsstellung verbunden ist. Bevor die Haken --6-- in ihre Verriegelungsstellung verschwenkt werden, müssen die Rastglieder -4-- in die Rastausnehmungen --5-- eingreifen.
Dies kann dadurch sichergestellt werden, dass die Bordwand --1-- so pendelnd gelagert wird, dass ihr Schwerpunkt ein das Schliessen der Bordwand bereits bei noch nicht völlig abgesenkter Ladebrücke bewirkendes Drehmoment bedingt.