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Die Erfindung betrifft eine Leiste mit Z-förmigem Querschnitt zum Abschliessen von kera- mischen Platten auf einer Stufe od. dgl., welche einen dünnen, mit Durchbrechungen versehenen
Befestigungsschenkel, einen dazu senkrechten Abschlussschenkel und eine zu diesem senkrechten
Auftrittsschenkel aufweist, an welchem neben dem Abschlussschenkel eine nach oben, in Richtung der Oberseite des Auftrittsschenkels, offene hinterschnittene Kammer ausgebildet ist, in der ein
Abdeckstreifen mit angeformtem Steg eingeklemmt ist.
Zum Abschliessen von keramischen Plattenbelägen, beispielsweise im Bereich von Dehnungs- fugen oder im Übergangsbereich zu andern Belägen, sind bisher ungleichschenkelige Leisten ein- gesetzt worden mit einem dünnen Befestigungsschenkel in der Stärke unter 1,5 mm, der sich auch in einer dünnen Kontaktschicht unterhalb der keramischen Platte ohne zusätzliche Aufbauhöhe unter- bringen lässt (AT-PS Nr. 353461). Der Befestigungsschenkel ist dabei mit Durchbrechungen versehen, durch die der Kleber bzw. der Mörtel hindurchtreten kann. Beim entsprechenden Einbau einer solchen Leiste an einer Stufenkante können an diese Leiste die zueinander senkrechten Platten so herangeführt werden, dass die Stirnkanten von der Leiste abgedeckt sind.
Auf Treppenstufen aus keramischen Plattenbelägen besteht eine erhöhte Rutschgefahr. Die
Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, eine geeignete Leiste zum Abschliessen von keramischen
Platten an einer Stufe od. dgl. vorzuschlagen, welche mit rutschhemmenden Profilen kombiniert ist.
An Stufen aus Beton oder einem Estrichaufbau sind bereits rutschhemmende Leisten vorge- schlagen worden, die direkt in den Estrich eingelassen sind (DE-PS Nr. 290198). Alle bekannten
Leisten dieser Art lassen sich jedoch nicht an Treppenstufen od. dgl. mit keramischen Plattenbe- lägen einsetzen.
Zur Abdichtung von Dehnungsfugen ist aus der DE-OS 2549041 eine Leiste mit Z-förmigem
Querschnitt bekannt. Diese Leisten werden immer in einer Zweieranordnung zur Begrenzung der
Dehnungsfugenkanten eingesetzt. Zwischen ihnen ist brückenartig ein eingesprengter Abdeckstreifen gehalten. Der Auftrittsschenkel einer solchen Leiste geht an seiner Unterseite abgerundet in den
Abschlussschenkel über. Dieser Auftrittsschenkel hat keine Abstütz-oder Überdeckfunktion gegen- über etwaigen darunter angeordneten Elementen. Zum Abschliessen von keramischen Platten an einer
Stufe od. dgl. in Verbindung mit rutschhemmenden Abdeckstreifen sind diese Leisten mit Z-förmigem
Querschnitt nicht geeignet.
Die Erfindungsaufgabe wird gelöst mit einer Leiste der eingangs genannten Art, welche da- durch gekennzeichnet ist, dass am Auftrittsschenkel mit Abstand voneinander mindestens zwei nach oben offene, hinterschnittene Kammern und zwischen diesen Kammern jeweils eine zur entgegen- gesetzten Richtung hin offene Abstandskammer ausgebildet sind, wobei der mit einer rutschhemmenden Oberseite ausgerüstete Abdeckstreifen mit je einem angeformten Steg in jeder hinterschnittenen Kammer eingeklemmt ist.
Die erfindungsgemässe Leiste lässt sich ohne zusätzliche Aufbauhöhe unter den Keramikplatten einer Stufe od. dgl. zur Befestigung unterbringen. Dabei besitzt der senkrecht zum Befestigungsschenkel stehende Auftrittsschenkel mindestens zwei Befestigungsstellen für einen einzusprengenden rutschhemmenden Abdeckstreifen. Die Unterseite des Auftrittsschenkels deckt die Kanten der senkrecht stehenden Keramikplatten ab. Die zwischen den beiden nach oben offenen Kammern angeordnete, nach unten offene Abstandskammer ermöglicht die sichere Verklammerung über den Mörtel bzw. den Kleber mit der Stirnkante der Platten. Diese Kammern können vorzugsweise innen profiliert sein.
Weitere Vorteile der Erfindung sowie entsprechende erfindungsgemässe Merkmale werden im folgenden an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. l in einer prinzipiellen Schnittdarstellung den Kantenbereich einer mit Platten belegten Stufe, in der eine Leiste mit Z-förmigem Querschnitt eingesetzt ist und Fig. 2 in einer vergrösserten Darstellung einen Schnitt durch die Leiste in Fig. 1.
Auf der rohen, beispielsweise aus Beton gegossenen Stufe-l-ist im Kantenbereich eine Leiste --3-- mit Z-förmigem Querschnitt eingesetzt, auf welche von oben eine keramische Platte - aufgebracht und gegen welche in vertikaler Richtung ebenfalls eine keramische Platte - herangeführt ist. Die Leiste. --1-- und die Platten --2-- sind bei dieser Ausführungsart einer Stufe im sogenannten Dünnbettverfahren verlegt, wobei zur Befestigung an der Stufe eine relativ
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dünne Kontaktschicht --5-- aus Mörtel oder einem entsprechenden Kleber aufgebracht ist. In die obere Schicht ist der Befestigungsschenkel --31--, dessen Stärke unter 1, 5 mm liegt, eingebracht.
Der durch die Durchbrechungen --311-- hindurchgetretene Kleber verbindet in diesem Bereich die
Unterseite der Platte --2-- mit dem Untergrund.
Senkrecht zu diesem Befestigungsschenkel --31-- steht der Abschlussschenkel --32--, der etwa in der gleichen Stärke gehalten ist. Dieser Schenkel --32-- ist in seinem oberen Bereich - nach innen gerichtet verbreitert. In der Höhe versetzt zum Befestigungsschenkel --31-- ist am Abschlussschenkel nach aussen gerichtet ein Auftrittsschenkel --34-- angeformt, der zur Auf- nahme eines rutschhemmenden Abdeckstreifens --4-- aus Kunststoff dient.
An diesem Schenkel --34-- sind zwei nach oben offene, hinterschnittene Kammern --35-- ausge- bildet, die an der Unterseite des Abdeckstreifens --4-- angeformte hohle, flexible Wulststege - nach ihrer Einsprengung aufnehmen. Der mit der rutschhemmenden Oberseite --42-- ausge- rüstete Streifen --4-- stützt sich auf der Oberseite des Schenkels --34-- ab. An der offenen Seite der mit Abstand voneinander ausgebildeten Kammern --35-- sind zwei einander gegenüberliegende, nach innen gerichtete abgerundete Stege --36-- angeformt, die die Hinterschneidung bilden und die das Einführen der Wulststege --41-- erleichtern.
Zwischen den beiden Kammern --35-- ist eine nach unten offene Abstandskammer --37-- vorge- sehen, durch die der Materialaufwand für die Leiste verringert wird. Die Flächen --38-- der Abstandskammer --37-- sind mit Rillen profiliert, an denen der Mörtel bzw. ein Kleber besser anhaftet.
P A T E N T ANS PRO C HE :
1. Leiste mit Z-förmigem Querschnitt zum Abschliessen von keramischen Platten auf einer Stufe od. dgl., welche einen dünnen, mit Durchbrechungen versehenen Befestigungsschenkel, einen dazu senkrechten Abschlussschenkel und einen zu diesem senkrechten Auftrittsschenkel aufweist, an welchem neben dem Abschlussschenkel eine nach oben, in Richtung der Oberseite des Auftrittsschenkels, offene hinterschnittene Kammer ausgebildet ist, in der ein Abdeckstreifen mit angeformtem Steg eingeklemmt ist, dadurch gekennzeichnet, dass am Auftrittsschenkel (34) mit Abstand voneinander mindestens zwei nach oben offene, hinterschnittene Kammern (35) und zwischen zwei dieser Kammern (35) jeweils eine zur entgegengesetzten Richtung hin offene Abstandskammer (37) ausgebildet sind, wobei der mit einer rutschhemmenden Oberseite (42)
ausgerüstete Abdeckstreifen (4) mit je einem angeformten Steg (41) in jeder hinterschnittenen Kammer (35) eingeklemmt ist.