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Die Erfindung betrifft eine einseitig offene Fertiggarage od. dgl. aus Stahlbeton, bestehend aus einem über einer blockförmigen, sich nach oben verjüngenden Innenschalung gefertigten Hohl- körper mit Decke, Seitenwänden und Rückwand und einer nachträglich an die Seitenwände und die
Rückwand anbetonierten und mit diesen verbundenen Bodenplatte, die mit seitlichen Vorsprüngen in entlang den unteren Rändern der Seitenwände und der Rückwand angeordnete Aussparungen form- schlüssig eingreift und deren Bewehrung mit Teilen der Bewehrung der Seitenwände und der Rück- wand, die in die Aussparungen hineinragen, verbunden ist.
Fertiggaragen der vorgenannten Art gehören zu der Gattung derjenigen Stahlbetonraumzellen, bei denen die Bodenplatte nachträglich an den vorgefertigten Hohlkörper anbetoniert wird. Hiebei ist die zwischen der Bodenplatte und den Wänden aussenseitig vorhandene Fuge störend. Durch diese Fuge kann Wasser und Schmutz eindringen. Ferner bricht dort der Beton bevorzugt aus. Das
Bestreben geht also dahin, diese Fuge so weitgehend wie möglich zu vermeiden.
Diesem Bestreben trägt eine bekannte Fertiggarage der eingangs genannten Art (DE-AS 2644316) dadurch Rechnung, dass der Hohlkörper entlang seiner Unterkanten mit schwalbenschwanzartigen, von innen nach aussen durchgehenden Aussparungen versehen ist, in die der Beton der Boden, platte während des Betonierens derselben eindringt. Auf Grund der schwalbenschwanzartigen Aus- bildung der Aussparungen entsteht zwischen dem Beton der Bodenplatte und des Hohlkörpers eine formschlüssige Verbindung, die nur bei dickeren Bodenplatten eine zusätzliche Bewehrung im Ver- bindungsbereich erfordert. Bei dieser Fertiggarage wird also die Fuge zwischen Hohlkörper und
Bodenplatte auf einige kurze Abschnitte reduziert.
Gegenüber dieser bekannten Ausbildung liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Fertiggarage der eingangs genannten Art vorzuschlagen, bei der eine Fuge auf der Aussenseite vollständig vermieden ist.
Ausgehend von der eingangs beschriebenen Fertiggarage wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass die Seitenwände und die Rückwand jeweils eine geschlossene Aussenseite bis zur Unterkante des Hohlkörpers aufweisen, so dass die Aussparungen vor dem Anbetonieren der Bodenplatte nur nach unten und innen offen sind und dass die Bewehrung der Seitenwände und der Rückwand Teile aufweist, die von der geschlossenen Aussenseite her in die Aussparung hineinragen.
Die erfindungsgemäss ausgebildete Garage weist an ihrer Sichtseite keine Fuge mehr auf, da die Aussparungen nicht mehr als vollständige Durchbrüche, sondern nur noch nach innen und unten offen ausgebildet sind. Da die Wanddicke der Seitenwände und der Rückwand aus Gewichtsgründen ein gewisses Mass nicht überschreiten darf, die Bewehrung nach beiden Seiten eine gleichmässige Betonüberdeckung aufweisen soll und auch die zwischen der Aussparung und der Aussenseite vorhandene Wanddicke ein bestimmtes Mass nicht unterschreiten darf-diese Wandabschnitte würden sonst dem Beton- und Rütteldruck beim Anbetonieren der Bodenplatte nicht standhaltenwird die Bewehrung von der geschlossenen Aussenseite her in die Aussparung hineingeführt, um den Anschluss der Bewehrung der Bodenplatte zu ermöglichen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die in die Aussparungen hineinragenden Teile der Bewehrung der Seitenwände und der Rückwand ein Widerlager für den Anschluss der Bewehrung der Bodenplatte und einen nach unten offenen Haken zum Fixieren der Bewehrungsteile an der Innenschalung bzw. an daran angeordneten Schalungskernen aufweisen. Das Widerlager ist dabei bevorzugt so ausgebildet, dass die Anschlussbewehrung der Bodenplatte nur angehängt werden muss. Der nach unten offene Haken fixiert die Bewehrungsteile in der Horizontalebene in jeder Richtung, lässt aber das Entschalen des Hohlkörpers durch Abziehen nach oben ohne weiteres zu, da der Haken nach unten offen ist.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind zwei im Bereich der Aussparungen endende Bewehrungsstäbe der Seitenwände und der Rückwand mit einer senkrechten Platte, welche die jeweilige Aussparung zur Aussenseite hin begrenzt, verbunden, wobei an der Platte die in die Aussparung hineinragenden Bewehrungsteile angebracht sind und die Platte mit Abstand von der Unterkante des Hohlkörpers endet. Die in die Aussparungen vorragenden Bewehrungsteile werden also nachträglich an der Verbindungsplatte angebracht, so dass die auf diese Bewehrungsteile einwirkenden Kräfte über die Platte auf beide Bewehrungsstäbe übertragen werden.
Dadurch, dass die Platte mit Abstand von der Unterkante des Hohlkörpers endet, kann auch in diesen Raum
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unterhalb der Platte der Beton der Bodenplatte eindringen, so dass die Bewehrung allseitig von
Beton überdeckt ist.
Die in die Aussparung hineinragenden Bewehrungsteile können aus einem mit einer Schmalsei- te an der Platte befestigten Plättchen bestehen, das an seiner oberen Schmalseite das Widerlager für den Anschluss der Bewehrung und an seiner unteren Schmalseite den Haken zum Fixieren der
Bewehrungsteile an der Innenschalung bzw. an daran angeordneten Schalungskernen bildet. Dieses
Plättchen kann in einfacher Weise ein Stanzteil sein und an seiner oberen Schmalseite eine das
Widerlager bildende Ausnehmung aufweisen und im Bereich der Ecke zwischen seiner unteren und der mit der Platte verbundenen Schmalseite unter Bildung des Hakens ausgenommen sein.
Die in die Aussparung eingreifende Bewehrung der Bodenplatte kann nach oben abgebogen und in das Widerlager eingehängt werden, so dass im Anschlussbereich nur Zugkräfte auftreten.
Stattdessen ist es, wie an sich bekannt, auch möglich, in die Bewehrung der Bodenplatte Verbin- dungsanker horizontal einzulegen. Erfindungsgemäss können diese Verbindungsanker im Bereich der
Aussparungen der Seitenwände und der Rückwand nach oben abgebogen und an die dort vorragen- den Bewehrungsteile angehängt sein. Eine besonders einfache Ausführungsform ergibt sich schliess- lich dadurch, dass die Verbindungsanker aus einem U-förmig gebogenen, horizontal angeordneten
Bewehrungsstab gebildet sind, der im Bereich der Umbiegung nach oben abgebogen und mit dieser
Umbiegung in das Widerlager an dem Plättchen eingehängt ist.
Durch diese Ausbildung lässt sich die Bewehrung der Bodenplatte vor dem Betonieren leicht anbringen und fixieren.
In bevorzugter Ausführung können die die Aussparung begrenzenden Flächen quer zur Ent- schalungsrichtung nach aussen divergieren.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- formen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch eine
Schalung zur Herstellung des Hohlkörpers, Fig. 2 eine schematische Ansicht von Hohlkörper und
Bodenpalette mit anbetonierter Bodenplatte, Fig. 3 einen Querschnitt im Anschlussbereich zwischen
Hohlkörper und Bodenplatte, Fig. 4 eine Detailansicht der Aussparung vor dem Anbetonieren der Bodenplatte, Fig. 5 einen Verbindungsanker in perspektivischer Ansicht, Fig. 6 den Eckbereich der
Innenschalung mit Schalungskern und Fig. 7 ein Sprengbild in perspektivischer Ansicht mit einem Teil des Hohlkörpers und des Schalungskerns, von der Innenschalung her gesehen.
Die Fertiggarage mit Bodenplatte wird in zwei Stufen hergestellt. In der ersten Verfahrensstufe wird, wie aus Fig. 1 ersichtlich, zwischen einer blockförmigen Innenschalung --1-- mit sich nach oben konisch verjüngenden Seitenwänden --2-- einerseits und bewegbaren, z. B. auf Rollen verfahrbaren Aussenschalungswänden --3-- anderseits ein Hohlkörper --4--, bestehend aus Decke --5--, Seitenwänden --6-- und Rückwand --7-- (Fig.2) betoniert.
Dabei weist die Innenschalung - entlang ihrer Unterkante mehrere in gleichmässigem Abstand voneinander angeordnete Schalungskerne --8-- auf, die zum Abformen von Aussparungen entlang der Unterkante der Seitenwän- de --6-- des Hohlkörpers --4-- dienen. Diese Aussparungen sind nur nach innen und unten offen, zur Aussenseite hingegen geschlossen, wie aus Fig. 1 hervorgeht.
Hat der Hohlkörper --4-- eine ausreichende Transportfestigkeit erreicht, so wird er nach Abrücken der Aussenschalungswände --3-- von der Innenschalung --1-- nach oben abgezogen und anschliessend auf eine Bodenpalette --9--, die ortsfest oder verfahrbar sein kann, aufgesetzt (Fig. 2). Auf die Bodenpalette --9-- wird ferner im Innenraum des Hohlkörpers --4-- eine Bewehrungsmatte aufgelegt, die über Verbindungsanker an die Bewehrung der Seitenwände --6-- an- geschlossen wird. Schliesslich wird auf die Bodenpalette-9-Beton aufgeschüttet und verdichtet.
Der Beton dringt dabei in die von den Schalungskernen --8-- hinterlassenen Aussparungen ein.
Nach dem Erhärten der Bodenplatte --10-- kann die komplette Fertiggarage von der Bodenpalette --9-- abgehoben werden. Die spezielle Ausbildung der Schalungskerne wird später mit Bezug auf die Fig. 6 und 7 beschrieben. In Fig. 3 ist der Anschlussbereich zwischen dem Hohlkörper --4-- bzw. dessen Seitenwänden
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Die Seitenwand --6-- verläuft an ihrer Aussenseite bis zur Unterkante --11-- der kompletten Fertiggarage, schliesst also bündig mit der Unterkante --12-- der Bodenplatte --10-- ab. Entlang der Unterkante --11-- sind mehrere Aussparungen --13-- mit Abstand voneinander angeordnet.
Die
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Aussparungen --13-- sind zur Aussenseite hin durch eine Platte --14-- begrenzt, die an zwei parallel verlaufenden, beim gezeigten Ausführungsbeispiel U-förmig gebogenen Bewehrungsstäben - 15-- angeschweisst ist. Die Unterkante --16-- der Platte --14-- endet mit Abstand von der Unterkante -11-- der Seitenwände. An der Platte --14-- ist rechtwinkelig ein Plättchen --17-- mit seiner Schmalseite angeschweisst.
Dieses Plättchen --17--, das also einen Teil der Bewehrung der Seitenwände --6-- bildet, ragt in die Aussparung --13-- von der Seite her hinein und weist einerseits ein Widerlager --18-- für die Bewehrung der Bodenplatte --10--, anderseits im Bereich seiner unteren hinteren Ecke eine Ausklinkung --19-- auf. Durch die Ausklinkung --19-bildet das Plättchen --17-- im unteren Bereich eine Art Haken --20--, mittels dessen die Bewehrung der Seitenwände, insbesondere die in die Aussparung --13-- vorragenden Bewehrungsteile, während des Betonierens des Hohlkörpers --4-- an der Innenschalung fixiert werden.
In das Widerlager --18-- des Plättchens --17-- wird ein in Fig. 5 näher dargestellter Ver- bindungsanker --21-- eingehängt, der den Anschluss der Bewehrung --15-- der Seitenwände --6-- und der Rückwand --7-- mit der Bewehrungsmatte --22-- der Bodenplatte --10-- herstellt. Der Verbindungsanker --21-- besteht aus einem Bewehrungsstab --23--, der U-förmig zu zwei parallelen Schenkeln gebogen ist. Die U-förmige Umbiegung --24-- ist etwa senkrecht nach oben hochgebogen, während die freien Enden zu U-förmigen Schlaufen -25-- abgebogen sind.
Der Verbindungsanker --21-- wird zunächst an der Bewehrungsmatte --22-- der Bodenplatte --10-- fixiert und mit seiner U-förmigen Umbiegung -24-- in das Widerlager --18-- des Plättchens --17-- eingehängt.
Er nimmt also mit dieser Umbiegung die Zugkräfte im Anschlussbereich auf.
Nach diesen Bewehrungsarbeiten wird die Bodenplatte --10-- betoniert, wobei der Beton, wie bereits angedeutet, in die Aussparung --13-- eindringt und dabei auch den Raum zwischen der Unterkante --16-- der Platte --14-- und der Unterkante --11-- der Seitenwand --6-- ausfüllt. Die Aussparungen --13-- sind in ihrer Höhe so bemessen, dass bei vorgegebener Dicke der Bodenplat- te -10- der Beton bis oberhalb der Aussparung reicht, wie dies Fig. 3 zeigt.
Zur Herstellung der Aussparungen -13-- dienen die in den Fig. 6 und 7 näher erkennbaren, an der Innenschalung-l-lösbar befestigten Schalungskerne --8--. Die Schalungskerne --8-sind blockförmig ausgebildet, wobei ihre stehenden Aussenflächen entsprechend der Konizität der Innenschalung --1-- geneigt sind. Ferner sind die Seitenflächen --26-- und die Deckflächen - derart nach aussen geneigt, dass die Wandungen der Aussparungen --13--, wie aus Fig. 7 ersichtlich, nach aussen divergieren, die Aussparung insgesamt also hinterschnitten ist, so dass
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geführt ist. In dem der Innenschalung --1-- zugekehrten Bereich reicht der Schlitz --28-- bis zur Unterkante des Schalungskerns, bildet also zwischen diesem und der Innenschalung --1-- ein Loch-29-.
Vor dem Betonieren des Hohlkörpers --4-- werden die Haken --20-- der an der Plat- te --14- der Seitenwandbewehrung --15-- angeschweissten Plättchen --17-- in das Loch --29-- am Schalungskern --8-- eingeführt, so dass das Plättchen --17-- und damit die Bewehrung der Seitenwand und Rückwand an der Schalung in jeder horizontalen Richtung fixiert sind.
Wie bereits gesagt, ist die Unterkante -16-- der an den Bewehrungseisen -15-- angeschweissten Platte -14- mit Abstand oberhalb der Unterkante der Seitenwand --6-- und der Rückwand --7-- angeordnet. In den dadurch gebildeten Raum greift eine vom Schalungskern --8-nach aussen vorragende Leiste --30-- ein, so dass dieser Raum beim Betonieren des Hohlkörpers - nicht ausgefüllt wird. Hat der betonierte Hohlkörper eine ausreichende Transportfestigkeit erreicht, so kann er ohne Behinderung nach oben abgezogen werden, wobei das Plättchen --17-- und dessen Haken --20-- aus dem Schlitz --28-- bzw. dem Loch --29-- nach oben herauswandern.
Nach dem Aufstellen des Hohlkörpers auf die Bodènpalette --9-- dringt beim Anbetonieren der Bodenplatte --10-- der Beton in die Aussparungen --13-- ein und füllt sowohl diese als auch den zwischen der Unterkante der Platte --14-- und der Unterkante der Seitenwände bzw. der Rückwand vorhandenen Raum aus, so dass sämtliche Teile der Bewehrung einwandfrei mit Beton überdeckt sind.