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Die Erfindung bezieht sich auf ein impulsgesteuertes elektronisches Gerät, wie elektronisch gesteuerter Spielautomat od. dgl.
In impulsgesteuerten Spielautomaten werden Impulse zur Auslösung von verschiedenartigen Funktionen verwendet. Bei Spielautomaten, z. B. bei Rouletteautomaten od. ähnl. Geschicklichkeits-oder Glücksspielautomaten, werden durch Betätigung von Eingabetasten, durch Münzeinwurf oder durch Steuerfunktionen Impulse ausgelöst, die weiteren Funktionsgliedern, normalerweise integrierten Schaltungen mit einer Vielzahl von Funktionen zugeführt werden, die über Speicher, Rechenwerke usw. verschiedenartige Spielfunktionen auslösen und steuern. Wesentlich ist dabei, dass nur die gewünschten und kontrollierenden Betätigungsimpulse zu den einzelnen Steuerwerken und integrierten Schaltkreisen, Rechnern, Speichern u. dgl. gelangen, da ansonst Fehlfunktionen ausgelöst würden.
Nun können von einer Vielzahl von elektrischen Geräten Einschalt- und Ausschaltimpulse durch Funkenbildung u. dgl. erzeugt werden und es besteht die Gefahr, dass derartige Impulse entweder über das Netz oder durch induktive Einstreuung in eine Leitung eine oder mehrere Fehlimpulse verursachen, die die Funktion des Gerätes beeinträchtigen können. Diese Impulse wirken üblicherweise nur eine bestimmte Zeit.
Die Erfindung setzt es sich zum Ziel, eine Einrichtung zu schaffen, die den Einfluss derartiger Störimpulse unwirksam macht. Dieses Ziel wird dadurch erreicht, dass ein Störungsempfänger zur Aufnahme von von aussen kommenden Störimpulsen vorgesehen ist, der Störimpulse in ein Sperrsignal umwandelt, wobei das Sperrsignal einem Sperreingang oder Sperreingängen von störungsempfindlichen Bauteilen zugeführt ist. Sperreingänge zur Verhinderung von Ausgabebefehlen oder zur Lösung von gespeicherten Werten u. dgl. sind bei einer Vielzahl von derartigen elektronischen Geräten bekannt und notwendig. Es gibt beispielsweise Sperreingänge, die eine Funktion zeitweise sperren, wenn mechanische Erschütterungen auf einen Spielapparat ausgeübt werden, aber auch Sperreingänge, die im Verlauf der Funktion von Geräten notwendig sind.
Falls derartige Sperreingänge nicht vorhanden sind, müssen sie, um die Erfindung wirksam einsetzen zu können, in den entsprechenden Geräten vorgesehen werden, was üblicherweise möglich ist.
Bei Spielautomaten sind normalerweise "Strobe-" oder "Enabler-Eingänge" zumindest bei Bauteilen vorgesehen. Diesen Eingängen wird das Sperrsignal zugeleitet. Dadurch wird verhindert, dass beispielsweise mit elektronischen Feuerzeugen oder andern Funkenerzeugern Störimpulse und Störfunktionen wissentlich oder aber unbeabsichtigt verursacht werden. Zweckmässig ist dabei der Ausgang eines das Störsignal aufnehmenden Verstärkers mit einem auf ein Verstärkersignal ansprechenden Schalter verbunden, der beim Umschalten bzw. Ansprechen das Sperrsignal liefert. Der Verstärker kann dabei beispielsweise mit einer Antenne verbunden sein. Die Antenne kann durch einen um das Gerät ausserhalb des üblicherweise vorgesehenen Abschirmbereiches des Gerätes angeordneten Draht bestehen.
Es ist aber auch eine Ankopplung an die Versorgungsleitung über einen Kondensator oder ein Frequenzsiebglied möglich.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, wenn der Verstärker periodische oder Einzelimpulse im Frequenzbereich von 100 KHz bis 50 MHz aufnimmt. Dabei kann der Verstärker so ausgelegt sein, dass er lediglich im Frequenzbereich verstärkt. Es ist jedoch auch möglich, entsprechende Filter vor-oder nachzuschalten.
Es wird weiter vorgeschlagen, dass als Schalter ein monostabiler Multivibrator vorgesehen ist und zum Schalten der Ausschaltimpulse oder des Umschaltzustandes verwendet ist. Das verstärkte Störsignal wird diesem monostabilen Multivibrator zugeführt. Wenn ein Störsignal vorhanden ist, schaltet der monostabile Multivibrator für die Dauer des Störsignals. Dadurch wird ein Umschaltimpuls oder eine Änderung des Zustandes erzeugt. Der Ausgang kann beispielsweise von 0 auf ein Potential angehoben werden, welches zum Sperren von Bauteilen bei elektronischen Geräten verwendet werden kann.
Es ist selbstverständlich auch die Verwendung des Umschaltimpulses zum Sperren möglich, wobei das Zurückkippen des Multivibrators zur Entsperrung verwendet werden kann.
Um zu verhindern, dass bei einer Folge von Störungen doch ein Störsignal durchschlägt, ist es zweckmässig, wenn im Multivibrator ein Verzögerungsglied zur Verzögerung des Zurück-
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kippens nach einer störungsfreien Zeit und der Freigabe der Betriebsfunktionen vorgesehen ist.
Die Erfindung ist an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken.
Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild und Fig. 2 ein Funktionsschaltbild eines erfindungsgemässen Gerätes.
Am Spielautomat --1-- ist eine Antenne --2--, ein aussen am Spielautomat angeordneter Leiter vorgesehen, die über einen Koppelkondensator --3-- oder über ein Siebglied mit einem Störungsaufnehmer, einem Verstärker --4-- verbunden ist, der ein Störsignal im Störfrequenzbereich sicher auswertbar verstärkt und weiter, z. B. über einen Koppelkondensator --8-- einem Störungsauswerter --5--, der im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 ein monostabiler Multivibrator-9-- ist, zuleitet. Bei Eintreffen eines Störungssignals ändert der Auswerter --5-- den elektrischen Zustand am Sperrsignalausgang --6--.
Es wird entweder ein Störpotential am Störausgang auftreten oder ein Störsperrimpuls abgegeben, der dem Sperreingang --7-- des Spielautomaten --1-- zugeführt wird und die Funktion so lange sperrt, bis nach Aufhören des Störsignals das Sperrpotential nicht mehr abgegeben wird bzw. ein Entstörimpuls auftritt.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wird dabei das Störsignal --11-- nach Verstärkung im Ver- stärker --4-- durch Kippen des monostabilen Multivibrators --9-- in einen Impuls --12--, eine sprunghafte Potentialänderung umgewandelt. Durch Differenzieren könnte daraus auch ein Sperrimpuls gewonnen werden. Ein Zeitglied -10-- sorgt in bekannter Weise für das Halten dieses Zustandes des monostabilen Multivibrators während einer durch das Zeitglied bestimmten Zeitdauer, die z. B. einige Sekunden sein kann, worauf, wenn kein weiterer Störimpuls auftritt, der monostabile Multivibrator in seine Ausgangslage zurückkippt. Dadurch tritt am Ausgang --6-- kein Sperrpotential mehr auf bzw. wird ein Entsperrimpuls abgegeben. Damit werden aber wieder die Funktionen des Spielautomaten freigegeben.
Selbstverständlich kann die Erfindung nicht nur bei Spielautomaten, sondern auch bei andern elektronischen Geräten, z. B. bei Telephonwählern, Münzautomaten usw. verwendet werden, die impulsempfindliche Teile, wie Speicherteile, Prozessoren, Mikroprozessoren u. dgl. besitzen, die durch ein entsprechendes Signal sperrbar sind oder für die Sperre eingerichtet werden.
Dadurch wird der Funktionsablauf dieser Systeme nicht gestört und wichtige Daten vor Zerstörung geschützt. PATENTANSPRÜCHE :
1. Impulsgesteuertes elektronisches. Gerät, wie elektronisch gesteuerter Spielautomat od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass ein Störungsempfänger (2,3, 4,5) zur Aufnahme von von aussen kommenden Störimpulsen vorgesehen ist, der Störimpulse (11) in ein Sperrsignal (12) umwandelt, wobei das Sperrsignal (12) einem Sperreingang oder Sperreingängen (7) von störungsempfindlichen Bauteilen zugeführt ist.