AT368276B - Gleitschuh fuer stossoefen - Google Patents
Gleitschuh fuer stossoefenInfo
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Description
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Die Erfindung betrifft einen Gleitschuh für Stossöfen, welcher dem Gleittransport von auf dem Gleitschuh abstellbarem Wärmgut durch den Ofen dient und einen wenigstens angenähert U-förmigen Querschnitt mit nach unten abragenden Schenkeln aufweist zur seitlich geführten Auflage auf den Schienenmitteln des Stossofens.
Zur Wärmebehandlung von Barren aus Aluminium oder Aluminium-Legierungen, welche Barren mehrere Tonnen Gewicht haben können, bedient man sich sogenannter Stoss- oder Durchlauf-Öfen, durch welche hindurch die Barren bewegt und dabei der Glühtemperatur von einigen Hundert Grad ausgesetzt werden.
Für den Durchlauf durch den Ofen werden die Barren auf Gleitschuhe gestellt, die sich auf Schienen des Ofens verschieben lassen, wofür in der Regel eine hydraulische Stossvorrichtung eingesetzt wird, die eine Stosskraft von einigen Hundert Tonnen entwickeln kann.
Bei Ofenlängen von zwanzig und mehr Metern und somit entsprechenden Verschiebungswegen der hochbelasteten Gleitschuhe auf den Schienen besteht, wie leicht erkennbar ist, ein wesentliches Problem in der Aufrechterhaltung der Schmiermittelversorgung zwischen den Gleitschuhen und den Schienen.
Dieses Problem wird praktisch nicht beherrscht bei einem bekannten Ofen, bei dem das Schmiermittel, beispielsweise in Form eines Graphit-Öl-Gemisches od. dgl., vor dem Aufsetzen der Gleitschuhe auf die Schienen zwischen diese eingebracht wird. Bereits nach wenigen Metern Verschiebungsweg ist dieses Schmiermittel aufgebraucht, worauf der Restweg unter Trockenlauf zurückgelegt wird. Dies bedeutet aber einen sehr hohen Verschleiss und die Erfordernis eines häufigen Austausches der Gleitschuhe und der Schienen.
Bei einer andern Methode, bei der ein trockenes, pulverförmiges Graphit-Schmiermittel aus trichterförmigen Vorratskammern im Gleitschuh auf die Schienen gelangt, kann zwar eine begrenzte Schmiermittelversorgung über den ganzen Verschiebungsweg aufrechterhalten werden, wobei aber die zu treffenden Massnahmen aufwendig und umständlich sind.
Es ist somit Aufgabe der Erfindung, Massnahmen zu treffen, welche die erwähnten Nachteile vermeiden und eine im wesentlichen verschleiss- und ruckfreie Bewegung zwischen den Gleitschuhen und den Schienen gestatten.
Dies wird nun erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass der Gleitschuh auf seiner inneren Stegseite mindestens ein, zur Auflage auf die Schienen bestimmtes Gleitelement trägt.
Bevorzugt sind dabei als Gleitelemente in Schubrichtung längsverlaufende Gleitleisten, wobei manche Anwendungsbeispiele auch andere Formen, beispielsweise runde Gleitelemente erforderlich machen können.
Wesentlich ist dabei, dass die Gleitelemente aus einem Material bestehen, welches bei einer Ofenraumtemperatur von zirka 600 bis 7000 C einen, für einen verschleissfreien Vorschub der Gleitelemente auf den Schienen ausreichenden Reibungskoeffizienten aufweist.
Dieses Material kann eine Speziallegierung mit Kolloidalgraphit als Selbstschmiermittel sein.
Vorzugsweise ist die Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes dann so, dass das Material der Gleitelemente zum Zusammenwirken mit den Schienen aus hitzebeständigem Stahl od. dgl. bestimmt ist.
Durch diese Massnahmen ist es nunmehr möglich, auf Schmiermittel in der einleitend erwähnten Form überhaupt zu verzichten, wobei die erfindungsgemässen Massnahmen einen praktisch verschleissfreien Vorschub der Gleitelemente auf den Schienen gestatten bei im wesentlichen ruckfreiem und geringere Stosskraft erforderndem Vorschub im Vergleich zu bisherigen Konstruktionen.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Stossofen mit den erfindungsgemässen Gleitschuhen, im Querschnitt ; Fig. 2 in schaubildlicher Darstellung und in grösserem Massstab einen Gleitschuh in einer Einzeldarstellung.
Der in Fig. l veranschaulichte Stossofen in einer stirnseitlichen Schnittdarstellung lässt einen Glühraum-l-erkennen, in welchem Heissgase umlaufen, welche von Brennern --2-- im Ofenmantel --3-- erhitzt und von einem Ventilator --4-- umgewälzt werden.
Bodenseitig des Ofens wird letzterer von Schienen --5-- (vertikal zur Zeichnungsebene und über eine Länge von oft mehr als 20 m) durchsetzt, die sich über Sockel-8-am Boden abstützen.
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Auf den Schienen --5-- sitzen eine Mehrzahl verschiebbare Gleitschuhe --6-- auf, deren erfindungsgemässe Ausbildung nachfolgend noch näher beschrieben ist. Diese Gleitschuhe --6-- dienen der Auflage von Wärmgut-Barren --7--, welche durch den Ofen bewegt werden, wie das einleitend bereits ausführlich erläutert wurde.
Wie die Fig. 2 mehr im einzelnen erkennen lässt, ist der Körper der Gleitschuhe --6-- in bekannter Weise im wesentlichen von U-förmigem Querschnitt mit nach unten abragenden Schenkeln - zur seitlich geführten Auflage auf der betreffenden Schiene --5--.
Gleitschuhe dieser Art und deren Führungsmittel zur geführten Schienenauflage sind im übrigen bekannt und bedürfen hier keiner weiteren Erläuterungen, da dies nicht erfindungswesentlich ist.
Erfindungsgemäss weisen nun die Gleitschuhe --6-- auf ihrer inneren Stegseite --11-- zur Auflage auf die Schienen --5-- bestimmte Gleitelemente --12-- auf, die hier durch beispielsweise zwei in Schubrichtung längsverlaufende Gleitleisten gebildet sind.
Diese, gering von der Stegseite --11-- abragenden Gleitleisten --12-- können in geeigneter Weise mit dem betreffenden Gleitschuh --6-- verbunden sein, etwa durch Verschraubung (nicht gezeigt).
Um nun einen im wesentlichen verschleissfreien Vorschub der Gleitschuhe --6-- auf den Schienen --5-- zu erreichen, wurde gefunden, dass ein Material für die Gleitelemente --12--, welches bei einer Umgebungstemperatur von zirka 600 bis 7000C einen ausreichenden Reibungskoeffizienten im Zusammenwirken mit hitzebeständigem Stahl od. dgl. für die Schienen --5-- aufweist, die besten Resultate ergibt.
Dieses Material ist zweckmässig eine Speziallegierung mit Kolloidalgraphit als Selbstschmiermittel.
Diese vorbeschriebenen Massnahmen, welche eine zusätzliche Schmierung überflüssig machen, lassen erwarten, dass bei Dauerbetrieb ein Auswechseln der Gleitschuhe erst nach mehreren Jahren erforderlich sein dürfte.
Zudem gestatten die Gleiteigenschaften der erfindungsgemässen Gleitschuhe einen ruckfreien, gleichförmigen Vorschub, was einen gefahrlosen Transport auch von z. B. hochkant aufgestellten Glühgut-Blöcken gestattet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Gleitschuh für Stossöfen, welcher dem Gleittransport von auf dem Gleitschuh abstellbarem Wärmgut durch den Ofen dient und einen wenigstens angenähert U-förmigen Querschnitt mit nach unten abragenden Schenkeln aufweist zur seitlich geführten Auflage auf den Schienen des Stossofens, dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitschuh (6) auf seiner inneren Stegseite (11) mindestens ein, zur Auflage auf die Schienen (5) bestimmtes Gleitelement (12) trägt.
Claims (1)
- 2. Gleitschuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (12) vorzugsweise in Schubrichtung längsverlaufende Gleitleisten sind.3. Gleitschuh nach Anspruch l oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (12) aus einem Material bestehen, welches bei einer Ofenraumtemperatur von zirka 600 bis 700 C einen, für einen verschleissfreien Vorschub der Gleitelemente (12) auf den Schienen (5) ausreichenden Reibungskoeffizienten aufweist.4. Gleitschuh nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitelemente (12) aus einer Legierung mit Kolloidalgraphit als Selbstschmiermittel bestehen.5. Gleitschuh nach einem der vorangehenden Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Gleitelemente (12) zum Zusammenwirken mit den Schienen (5) aus hitzebeständigem Stahl od. dgl. bestimmt ist.
Priority Applications (1)
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| ATA29881A ATA29881A (de) | 1982-01-15 |
| AT368276B true AT368276B (de) | 1982-09-27 |
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Family Applications (1)
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| AT (1) | AT368276B (de) |
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1981
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA29881A (de) | 1982-01-15 |
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