<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckeinrichtung für den Filmdruck mit einem Langtisch, an dessen Längsrändern Schienen angeordnet sind, auf welchen oberhalb der Tischebene motorisch verfahrbare Wagen angeordnet sind, welche Druckvorrichtungen, Waschvorrichtungen, Aufklebevorrichtungen od. dgl. tragen, wobei unterhalb der Tischebene, welche vorzugsweise von einer in Längs- und Querrichtung ausgespannten Druckdecke gebildet ist, zumindest eine Stützeinrichtung auf einem Wagen motorisch verfahrbar ist.
Bei derartigen Druckeinrichtungen ist vorgesehen, die zu bedruckende Warenbahn auf eine Platte oder auf eine in Längs- und Querrichtung des Langtisches ausgespannte Druckdecke aufzukleben. Die Rund- oder Flachschablonen sind auf den Schienen in Längsrichtung des Langtisches verfahrbar, wobei die einzelnen Farben des Musters nacheinander aufgetragen werden. Nach dem Druckvorgang wird die Ware vom Tisch abgezogen und zu einer Trockeneinrichtung transportiert.
Die Tischplatte oder die Druckdecke muss von den Farb- und Kleberesten gereinigt werden, bevor ein neues Warenbahnstück aufgeklebt werden kann. Für die Reinigung der Tischoberfläche, für das Auftragen des Klebers und das Befestigen der Ware auf der Tischoberfläche werden eigene Wasch- und Klebewagen verwendet. Diese im weiteren als Hilfseinrichtung bezeichneten Wagen werden kontinuierlich in Längsrichtung des Tisches bewegt. Die Flachschablonendruckwagen werden jeweils zwischen den Druckvorgängen um eine Rapportlänge verschoben. Die Rundschablonen-Druckwerke werden wie die Hilfseinrichtungen mit gleichförmiger Geschwindigkeit in Längsrichtung verfahren, wobei die Rundschablone auf der Warenbahn abrollt.
Die mit kontinuierlicher Geschwindigkeit verfahrbaren Einrichtungen werden auf selbstfahrenden Wagen aufgebaut, wie es beispielsweise in der FR-PS Nr. 2. 142. 301 beschrieben ist, wobei die Längsbewegung meist durch Abrollen von Zahnrädern auf an den Längsseiten des Tisches angeordneten Zahnstangen erfolgt. Der Motor treibt über ein Getriebe eine die beiden Zahnräder verbindende Welle an. Durch die Anordnung eines eigenen Antriebes für jede Einrichtung werden die einzelnen Wagen relativ schwer, und die übliche Verwendung auf mehreren Langtischen hintereinander ist nicht einfach durchzuführen. Der Gebrauch der einzelnen Einrichtungen erfolgt nur in grösseren Zeitabständen, so dass die Antriebselemente nicht ausgelastet werden.
Aus der FR-PS Nr. 984. 151 ist weiters eine Druckeinrichtung mit einem Langtisch bekannt, bei welcher oberhalb der Tischebene und unterhalb der Tischebene angeordnete Wagen auf Schienen verfahrbar sind. Die oberhalb der Tischebene angeordneten Wagen tragen Druckvorrichtungen, Waschvorrichtungen od. dgl., und der unterhalb der Tischebene angeordnete Wagen trägt eine Absaugvorrichtung. Die Bewegung der Wagen in Längsrichtung des Langtisches wird von Hand aus vorgenommen oder mittels einer in Längsrichtung des Tisches verlaufenden Kette erreicht. Die Nachteile einer Längsbewegung der Wagen von Hand aus sind offensichtlich, während die Anordnung einer sich über die gesamte Länge des Langtisches erstreckenden Kette mechanisch ausserordentlich aufwendig ist, weil derartige Langtische Abmessungen in der Grössenordnung von 100 m erreichen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Druckeinrichtung für den Filmdruck vorzuschlagen, welche eine leichtere Handhabung der Druck- und Hilfseinrichtungen ermöglicht und einen rationelleren Einsatz der Antriebselemente aufweist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass oberhalb der Tischebene ein getrennter, mit einem Motor versehener Antriebswagen vorgesehen ist, welcher zumindest eine Kupplung aufweist, mit welcher die die Druckvorrichtungen od. dgl. tragenden, antriebslosen Wagen verbindbar sind.
Für den Langtisch ist nur ein Antriebswagen für die Bewegung in Längsrichtung vorgesehen und mit den notwendigen Antriebselementen ausgestattet. Der Rundschablonen-Druckwagen, das Waschwerk und die Aufklebevorrichtung mit dem Warenvorrat werden bei Bedarf mit dem Antriebswagen verbunden und benötigen daher keine eigenen Antriebsmotoren. Die Längsbewegung des Antriebswagens erfolgt vom Motor vorteilhaft über ein selbsthemmendes Getriebe auf eine querliegende Welle, deren an den Enden befestigte Zahnräder in Zahnstangen eingreifen.
Die Rundschablonen-Druckeinrichtung und die Hilfseinrichtungen können also auf leicht gebauten Schleppwagen, welche sich mit einer Seite am Antriebswagen abstützen, montiert sein.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen erläutert, ohne auf dieses Ausführungsbeispiel
<Desc/Clms Page number 2>
beschränkt zu sein. Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Druckeinrichtung und Fig. 2 einen Querschnitt.
Das Maschinengerüst besteht im wesentlichen aus Füssen --16--, welche in Längs- und Querrichtung durch Streben miteinander verbunden sind, aus Laufschienen --17-- für den Stützkörper - sowie aus U-Profilen --14 und 15-- zum Ausspannen der Druckdecke --10-- bzw. für die Aufnahme der auf beiden Längsseiten angeordneten Zahnstangen --7--. Die innenliegenden Schenkel des Profils --14-- dienen als Schienen --3-- zum Verfahren des Antriebswagens --1-- und der Druck- und Hilfseinrichtungen in Längsrichtung (Pfeil 18) des Langtisches. Der Antriebswagen - wird mit dem zur Verwendung kommenden Wagen --2-- der Rundschablonen-Druckeinrichtung bzw. einer der Hilfseinrichtungen mit Hilfe einer Kupplung --4-- verbunden und bewegt den jeweiligen Wagen mit einstellbarer Geschwindigkeit in Längsrichtung des Tisches.
Am Wagen --1-ist eine querliegende Welle --5-- gelagert, welche vom Motor --8-- über das selbsthemmende Getriebe --9-- angetrieben wird. Die Längsbewegung des Antriebswagens --1-- wird durch den Eingriff der an der Welle --5-- angeordneten Zahnräder --6-- in die Zahnstangen --7-- erzielt. Unterhalb der Druckdecke --10-- ist der Stützkörper --11-- auf den Laufschienen --17-- verfahrbar angeordnet und dient als Stützkörper für die oberhalb der Druckdecke --10-- bewegbaren Einrichtungen sowie zum Anpressen der Rakeleinrichtung, z. B. in einer Rundschablone --19--, welche am Rund- schablonen-Druckwagen-2-- gelagert ist.
Die Drehzahl des Motors --8-- und damit die Geschwindigkeit des Antriebswagens --1-- wird so geregelt, dass der Stützkörper --11-- und der Antriebswagen --1-- stets in der gleichen gegenseitigen Lage bleiben. Diese beim Langtisch vorgesehene Gleichlaufregelung zwischen dem Stützkörper --11-- und dem Antriebswagen --1-- wird dadurch erzielt, dass am Stützkörper --11-- ein Permanent-Magnet --13-- in geringem Abstand zur Druckdecke - angeordnet ist, welcher ein Pendel --12-- am Antriebswagen --1-- verschwenkt, wenn dieser
EMI2.1
--11-- verlässt.- wird ein Potentiometer verstellt, und die Drehzahl des Motors --8-- wird so geregelt, dass der Antriebswagen --1-- und der Rundschablonen-Druckwagen --2-- im Gleichlauf mit dem Stützkörper --11-- bewegt werden.