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Die Erfindung des Stammpatentes bezieht sich auf ein Schloss mit einem mittels eines Handgriffes bewegbaren Riegel und wenigstens einer mit diesem zusammenwirkenden, gegebenenfalls durch einen Schliesszylinder od. dgl. lösbaren, vorzugsweise federbelasteten Zuhaltung. Ein derartiges Schloss ist nach dem Hauptanspruch des Stammpatentes Nr. 335306 dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff quer zur Bewegungsrichtung des Riegels verschiebbar gelagert und mit wenigstens einem Mitnehmer versehen ist, der in seiner Stellung des Handgriffes mit dem Riegel verbunden und in einer andern Stellung des Handgriffes von dem Riegel gelöst ist, und dass die Zuhaltung in die Bahn des Mitnehmers ragt.
Duch diese Ausbildung können bei Vereisung des Schlosses, in welchem Zustand sich die Zuhaltung mit dem Schlüssel nicht lösen lässt, durch mehrmalige Drehbewegungen am Griff in der verschobenen Stellung die vereisten Teile gelöst werden, wonach anschliessend die Sperre mittels des Schlüssels wieder betätigt werden kann.
Es hat sich nun gezeigt, dass es unter Umständen möglich ist, durch rasche Drehbewegung des Handgriffes die Zuhaltung so weit vom Riegel wegzuschleudern, dass bei gleichzeitiger axialer Verschiebung des Handgriffes ein Einrasten des Mitnehmers in den Riegel erreicht wird. Dadurch wäre ein Öffnen des Schlosses auch ohne Schlüssel möglich.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Nachteil zu beseitigen und ein Öffnen des Schlosses ohne Schlüssel unmöglich zu machen. Erreicht wird dieses Ziel dadurch, dass der Handgriff mit wenigstens einem Fortsatz versehen ist, in dessen Bahn ein mit einem Begrenzungsanschlag für die Zuhaltung verbundener, bewegbar gelagerter und vorzugsweise federbelasteter Anschlagträger ragt. Bei einem derart ausgebildeten Schloss wird bei einer Drehbewegung des Handgriffes in jener Stellung, in der der Mitnehmer ausser Eingriff mit dem Riegel ist, durch den Fortsatz der Anschlagträger jeweils so bewegt, dass der Bewegungsanschlag eine zu grosse Bewegung der Zuhaltung verhindert. Ein Wegschleudern der Zuhaltung ist daher nicht möglich und somit ist auch ein Öffnen des Schlosses ohne Schlüssel ausgeschlossen.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung nach dem Stammpatent ist jeder Mitnehmer auf einer mit dem Handgriff fest verbundenen Scheibe angebracht. Bei einer solchen Ausführung ist zweckmässig jeder Fortsatz auf der jedem Mitnehmer gegenüberliegenden Seite der Scheibe angeordnet. Durch diese Ausbildung ergibt sich eine besonders kompakte und zuverlässig wirkende Anordnung.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung, weist der Anschlagträger einen an einem Ende drehbar gelagerten Arm auf, der in die Bahn des Fortsatzes ragt und mit einem weiteren Arm
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stellbar am Anschlagträger angeordnet, so dass eine Anpassung an die jeweiligen Verhältnisse leicht möglich ist.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben, ohne jedoch auf dieses Beispiel beschränkt zu sein. Dabei zeigt Fig. l einen Schnitt durch ein erfindungsgemässes Schloss mit einem Gleitriegel und Fig. 2 stellt einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig. l dar.
Das gezeigte Ausführungsbeispiel entspricht in seinem grundsätzlichen Aufbau dem in den Fig. 3 und 4 des Stammpatentes dargestellten Ausführungsbeispiel und es werden daher auch die gleichen Bezugszeichen verwendet.
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Handgriff-Z-drehbar- -3-. Mit dem Handgriff fest verbunden ist eine Scheibe --4--, die mit stiftartigen Mitnehmern - versehen ist. Die Sperrung erfolgt über einen Gleitriegel --16--. Dieser Riegel ist zum Zusammenwirken mit den Mitnehmern -5-- der Scheibe --4-- mit Ausnehmungen --17-- versehen. Ferner weist der Riegel -16-- eine Rast --7- für die Nase --9-- einer Zuhaltung --8-- auf.
Die Zuhaltung ist bei --10-- schwenkbar an der Grundplatte-l-gelagert und ist über einen schematisch angedeuteten Riegel -11-- anhebbar. Der Riegel ist über einen Schlüssel zu betätigen.
Soll das dargestellte Schloss aufgesperrt werden, wird mittels des Schlüssels die Zuhaltung - angehoben (strichlierte Stellung in Fig. l) und der Handgriff --2-- in Richtung des in Fig. 2 eingetragenen Pfeiles-A verschoben. Durch leichte Drehbewegungen des Handgriffes werden die
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Mitnehmer --5-- in die Ausnehmungen --17-- des Riegels --16-- eingeschoben und der Riegel--16-- kann zurückgezogen werden.
Sollte sich infolge starker Vereisung die Zuhaltung --8-- mittels des Schlüssels nicht heben lassen, so können durch mehrmalige Drehbewegungen des Handgriffes --2-- die vereisten Teile gelöst werden. Bei dieser Drehbewegung werden nämlich die auf der Scheibe --4-- befestigten stiftartigen Mitnehmer --5-- die Zuhaltung --8-- leicht anheben.
Erfindungsgemäss sind zur sicheren Begrenzung der Bewegung der Zuhaltung --8-- an der Scheibe --4-- gegenüberliegend den Mitnehmern --5-- zwei sich diametral gegenüberstehende Fortsätze --18-- angeordnet. Ein Anschlagträger besteht aus einem Arm --19-- und einem quer dazu verlaufenden Arm --20--, wobei der Arm --19-- bei --21-- an der Platte --1-- schwenkbar gelagert ist und der Arm --20-- einen Begrenzungsanschlag --22-- trägt. Die Befestigung des stiftartigen Be-
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Der Arm --19-- ragt in jener Stellung des Handgriffes --2--, in dem die Mitnehmer --5-ausser Eingriff mit dem Riegel --16-- sind, in den Bewegungsbereich der Fortsätze --18--. Der Begrenzungsanschlag --22-- ragt in den Bewegungsbereich der Zuhaltung --8--.
Wird der Handgriff --2-- in der in Fig. 2 dargestellten Stellung gedreht, verschwenken die Fortsätze --18-- den Arm --19--, bezogen auf die Fig. l, entgegen der Richtung des Uhrzeigers.
Der Begrenzungsanschlag bewegt sich daher auf einem Kreisbogen --24-- und begrenzt in seinen unteren Stellungen die Bewegung der Zuhaltung --8-- derart, dass sie nicht aus der Ausnehmung
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Schlosses kann demnach nur mit einem Schlüssel erfolgen.
Das Zurückziehen des Anschlagträgers --19, 20-- erfolgt über eine Feder --25--.
Im Rahmen der Erfindung sind zahlreiche Abänderungen möglich. Insbesondere kann die Erfindung auch auf einen Drehriegel angewendet werden, wie er im Stammpatent beschrieben ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schloss mit einem mittels eines Handgriffes bewegbaren Riegel und wenigstens einer mit diesem zusammenwirkenden, gegebenenfalls durch einen Schliesszylinder od. dgl. lösbaren, vorzugsweise federbelasteten Zuhaltung wobei der Handgriff quer zur Bewegungsrichtung des Riegels verschiebbar gelagert und mit wenigstens einem Mitnehmer versehen ist, der in einer Stellung des Handgriffes mit dem Riegel verbunden und in einer andern Stellung des Handgriffes von dem Riegel gelöst ist, und die Zuhaltung in die Bahn des Mitnehmers ragt, nach Patent Nr. 335306, dadurch gekennzeichnet, dass der Handgriff (2) mit wenigstens einem Fortsatz (18) versehen ist, in dessen Bahn ein mit einem Begrenzungsanschlag (22) für die Zuhaltung (8,9) verbundener, bewegbar
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