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Die Erfindung betrifft eine Filmführung für eine kinematographische Kamera, zum genauen Ausrichten eines Abschnittes eines Films, der sich in einer Kassette mit einer diesen Abschnitt freigebenden Öffnung befindet, in eine vorgeschriebene Fokallage, in welcher der Filmabschnitt von einer in der Kassette vorhandenen Andrückplatte gestützt wird, mit an der Bildfensterplatte vorgesehenen seitlichen Führungsleisten für die Aussenkanten des Filmes und anschliessenden Führungsflächen für die Filmränder, wobei diese Teile seitlich eines in einer vorspringenden Filmbühne an der Bildfensterplatte ausgeformten Kanales vorgesehen sind.
Für kinematographische Kameras sind in neuerer Zeit Mehrzweck-Filmkassetten entwickelt worden, aus denen der Film bei der Belichtung, Entwicklungsbehandlung und Vorführung nicht herausgenommen zu werden braucht. Derartige Kassetten sind in den US-PS Nr. 3, 615, 127, Nr. 3,537, 784, Nr. 3,608, 455 und Nr. 3, 627, 407 beschrieben.
Der in der Kassette enthaltene Film wird zunächst in der Filmkamera belichtet und sodann wird die Kassette in einen Spezialprojektor eingesetzt, in dem der Film zuerst einer Entwicklungsbehandlung mit einer Flüssigkeit unterworfen wird, wodurch auf dem Filmstreifen sichtbare Bilder erzeugt werden, und in dem anschliessend die entwickelten Bilder projiziert werden können. Dabei wird Vorsorge getroffen, dass in der Behandlungsstation eine Berührung der Filmemulsionsschicht und der darauf abgelagerten Flüssigkeitsschicht so weit wie möglich vermieden wird. Diese wird dadurch erreicht, dass in der ebenfalls in der Kassette enthaltenen Andrückplatte für den Film ein in Laufrichtung des Filmes verlaufender Kanal ausgebildet ist, der sichert, dass die Andrückplatte nur die Seitenränder der Emulsionsschicht am Film berührt.
Um die für den Filmvorschub erforderliche Leistung zu vermindern, was insbesondere bei batteriebetriebenen Filmkameras erwünscht ist, ist üblicherweise auch die das Filmfenster enthaltende plattenförmige Filmbühne der Kamera derart mit einem durch seitliche Führungsleisten für die Seitenkanten des Filmes und anschliessende Führungsflächen für die Filmränder gebildeten Führungskanal versehen, dass bei in die Filmkamera eingesetzter Kassette die Filmränder lose zwischen gegenüberliegenden Zonen von Filmbühne und Andrückplatte eingeschlossen sind.
Ist jedoch in der Kamera eine solche Filmführung vorgesehen, so ergibt sich insofern ein weiteres Problem, als das Einsetzen der Kassette in die Kamera eine seitliche Bewegung des in der Kassettenöffnung freiliegenden Filmabschnittes über die Filmbühne erfordert, wobei infolge der durch den Kanal verursachte Unregelmässigkeiten der Oberfläche der Filmbühne eine unbehinderte Bewegung des Filmabschnittes in die vorgeschriebene Fokallage nicht gewährleistet ist.
Die Erfindung befasst sich deshalb mit der Aufgabe, bei einer Filmführung der einleitend angegebenen Gattung den Film zwischen der Filmbühne und der Andrückplatte so zu führen, dass beim Einsetzen der Kassette in die Kamera die Bewegung des in der Kassettenöffnung freiliegenden Filmabschnittes in die richtige Fokallage zum Bildfenster nicht behindert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Kanal eine geneigte Leitfläche bildet, welche sich vom Kanalgrund gegen die eine der Führungsflächen erstreckt, so dass der Seitenrand des beim Einlegen quer zur Filmbühne bewegten Filmes aus dem Kanal heraus gegen diese Führungsfläche geleitet wird.
Im allgemeinen weist die Kamera eine Kassettenaufnahmekammer auf, die es erforderlich macht, den Vorderrand der Kassette zunächst in die Kammer einzuführen und danach die Kassette in ihre richtige Lage zu schwenken, wobei sich die schon erwähnte seitliche Bewegung des in der Kassetten- öffnung befindlichen Filmabschnittes über die Filmbühne der Kamera ergibt. Durch die erfindungsgemäss vorgesehene Leitfläche, die sich vorzugsweise längs des grösseren Teils der Kanallänge vom Kanalgrund bis zum Rand der einen Führungsfläche erstreckt, wird der freiliegende Filmabschnitt aus dem Kanal herausgehoben und in seine ordnungsgemässe Lage überführt, wenn er über die Filmbühne bewegt wird, während die Kassette in die Kammer eingesetzt wird.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung werden nachstehend an einem Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine schematische perspektivische Ansicht einer Filmkamera und einer in die Kamera einsetzbaren Filmkassette ; Fig.
2 eine auseinandergezogene perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Filmführung, welche die gegenseitige Lage von Bildfensterplatte der Kamera, Film und Andrückplatte der Kassette erkennen lässt, wenn die Kassette in die Kamera eingesetzt ist ; Fig. 3 einen Querschnitt durch die
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Mitte der Filmfensterplatte, welcher die Arbeitsbedingungen dieser Filmfensterplatte erkennen lässt, wenn die Kassette in die Kamera nach Fig. 1 eingesetzt ist ; Fig. 4 eine Ansicht der Kassettenstirnwand mit unterbrochen dargestelltem Filmstreifen und der Andrückplatte der Kassette.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird eine Mehrzweck-Filmkassette der bereits geschilderten Art benutzt, wobei die verschiedenen Vorgänge wie Belichtung, chemische Behandlung, Trocknung und Projektion der entwickelten Bilder durchgeführt werden, ohne den Film aus der Kassette zu entnehmen.
Fig. 1 der Zeichnungen zeigt eine Mehrzweck-Filmkassette --10-- der vorbeschriebenen Bauart in Verbindung mit einer Filmkamera --12--. Diese weist ein Gehäuse --14-- mit einer Kassettenaufnahmekammer --16-- auf, die durch eine Tür --18-- abschliessbar ist. Am Vorderrand der Kassettenaufnahmekammer --16-- befindet sich, ausgerichtet auf das Objektiv --20--, eine Bildfenster- platte-22--. Wie später im einzelnen in Verbindung mit dem Einlegen der Kassette --10-- in die Kamera --14-- erläutert wird, liegt die Bildfensterplatte --22-- mit der Filmbühne --70-- in einer Ausnehmung --23-- der Kassettenaufnahmekammer --16--, die teilweise von einer vorstehenden Lippe - 24'-des Kameragehäuses-14-- begrenzt wird.
Bevor die Kamera im einzelnen beschrieben wird, soll zunächst die Kassette --10-- in ihren Einzelheiten erläutert werden. Diese weist ein Gehäuse --26-- in Gestalt eines Parallelepipedes auf, das von zwei ebenen Seitenwänden --24, 28-- begrenzt ist, die an den Rändern durch Stirn-
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--30, 32-- und Längswände --34, 36-- verbundenÖffnung --38-- vorgesehen, durch welche die Lichtstrahlen in die Kassette gelangen können, um den Film zu belichten, und durch welche die Lichtstrahlen bei der Projektion des entwickelten Filmes austreten können.
Im Inneren der Kassette --10-- befinden sich eine Vorratsspule --44-- und eine Aufwickelspule --46--, die in der gleichen Ebene angeordnet sind und sich um parallele Achsen drehen.
Ein photographischer Filmstreifen --48-- ist in die Kassette --10-- eingelegt und die beiden Enden desselben sind an den Filmspulen --44 und 46-- derart verankert, dass bei durch Drehung einer der Filmspulen der Filmstreifen --48-- in beliebiger Richtung innerhalb des Kassettengehäuses --26-- bewegt werden kann. Anfänglich ist der Filmstreifen --48-- im unbelichteten Zustand auf die Vorratsspule --44-- aufgespult; auf seinem Weg von der Vorratsspule --44-- zu der Aufwickelspule - läuft der Filmstreifen --48-- durch eine Behandlungsstation --50-- und an der Kassetten- öffnung -38-- vorbei.
Der Film --48-- läuft innerhalb der Kassette --10-- von der Vorratsspule --44-- derart, zur Aufwickelspule --46--, dass die Emulsionsseite nach innen gerichtet ist, d. h. zur Andrückplatte - hin. Um eine störende Berührung mit der in den Zeichnungen nicht dargestellten Emulsion zu verhindern und einen Zwischenraum für die später abzulagernde Behandlungsflüssigkeit (ebenfalls nicht dargestellt) zu erzielen, weist die Andrückplatte --54-- eine Filmbezugsoberfläche --62-- (Fig. 2) auf, die nur die Filmränder berührt.
Zu diesem Zweck ist in der Platte --54-- ein in Längsrichtung verlaufender Kanal --60-- ausgebildet, der in den Fig. 3 und 4 ersichtlich ist, sich über die Gesamtlänge der Platte --54-- erstreckt und die Bezugsoberfläche-62-in zwei in Abstand voneinander liegende Gleitflächen --63 und 64-- unterteilt.
Die Öffnung --68-- der Platte --54-- dient bei der späteren Projektion des Filmes als Projektionsfenster. Mehrere Öffnungen oder Seitenausschnitte --56-- sind, wie später in Verbindung mit Fig. 2 erläutert wird, vorgesehen, um seitliche Filmführungen und die nicht dargestellten Greifer aufzunehmen, wenn die Kassette in die Kamera eingesetzt ist. Die Platte --54-- wird innerhalb der Kassette durch nicht dargestellte Teile der Kassette gehaltert, die mit Abbiegungen --55-an beiden Enden der Platte zusammenwirken. Die seitliche Bewegung der Platte --54-- wird durch die Kassettenwände --24 und 28-begrenzt.
Eine in den Zeichnungen nicht dargestellte Feder in der Kassette --10-- drückt die Platte auf das Fenster --38-- hin, so dass das gewünschte Zusammenwirken zwischen der Andrückplatte --54-- und der Bildfensterplatte --22-- erreicht wird, wenn die Kassette in die Kamera eingesetzt ist.
Wie erwähnt, wird das Kassettenfenster --38-- zur Belichtung aufeinanderfolgender Abschnitte des Filmstreifens --48-- benutzt, wenn die Kassette --10-- in die Kamera --12-- eingesetzt ist.
Zu diesem Zweck weist die Kamera --12-- einen nicht dargestellten Greifermechanismus auf, um
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desselben schrittweise über das Kassettenfenster --38-- hinwegbewegt werden.
Nach der Belichtung wird die Kassette in einen andern, nicht dargestellten Apparat eingesetzt, und es wird dann der Filmstreifen z. B. von der Aufwickelspule --46-- auf die Vorratsspule - 44-- rückgespult, während nicht dargestellte Behandlungsflüssigkeit auf dem Film durch einen Flüssigkeitsspender --50-- aufgetragen wird. Danach wird der Film wieder auf die Aufwickelspule - aufgewickelt, während Lichtstrahlen von einer äusseren Lichtquelle durch die Filmabschnitte hindurchgeleitet werden, um sichtbare Bilder zu projizieren. Um diese Funktionen zu ermöglichen, sind die Andrückplatte --54-- und ein prismatischer Reflektor (nicht dargestellt) hinter dem Fenster - angeordnet.
Ausserdem ist zum Zwecke der Projektion ein weiteres, nicht dargestelltes Fenster in der Seitenwand --24-- der Kassette vorgesehen, um den Einfall von Licht auf das Prisma zu ermöglichen, damit eine Beleuchtung des Filmstreifens --48-- erfolgen kann. Das Fenster --38-wirkt somit zunächst als Teil einer Belichtungsstation und später als Teil einer Projektionsstation der Kassette --10--.
Wie erwähnt, wird die Kassette --10-- in die Kassettenaufnahmekammer --16-- der Kamera dadurch eingefügt, dass die Wand --36-- unter die vorstehende Lippe --24'-- der Kammer --16-geschoben und dann die Kassette, wie durch einen Pfeil --66-- angedeutet, geschwenkt wird, während sie nach vorne zum Objektiv --20-- hin verschoben wird, um das Belichtungsfenster --38-auf die Bildfensterplatte --22-- der Kamera auszurichten. Hiedurch wird der Abschnitt --58-- (Fig. 3) des Films-48-, der im Kassettenfenster --38-- liegt, ordnungsgemäss auf die Filmfenster- platte --22-- ausgerichtet. wie später im einzelnen in Verbindung mit den Fig. 2 und 3 erläutert wird.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, weist die Bildfensterplatte --22-- einen Basisabschnitt --69-auf, von dem eine Filmbühne --70-- und eine Kassettenführung --71-- vorstehen. In gleicher Weise wie bei der Andrückplatte --54-- bildet die Filmbühne --70-- eine Filmbezugsoberfläche --78--, in die ein in Längsrichtung verlaufender Kanal --76-- eingearbeitet ist. Die Oberfläche --78-- ist demgemäss so ausgeschnitten, dass in seitlichem Abstand zueinanderliegende Führungsflächen - 77 und 79-- gebildet werden, die die Filmränder berühren. Von der Oberfläche --78-- stehen zwei Abstandshalter bzw.
Stege --72 und 74-- vor, die den Filmstreifen --48- einfassen und die Andrückplatte-54-- berühren. Diese Stege --72 und 74-- berühren die mit seitlichem Abstand angeordneten Gleitflächen --63 und 64-- der Andrückplatte --54-- derart, dass ein genau vorbestimmter Schlitz oder Spalt --81-- (Fig. 3) gebildet wird, in dem die Ränder des Filmes laufen.
Die Abstandsstege --72 und 74-- stehen über die Filmbezugsoberfläche --78-- der Platte --22-- bis zu einer Höhe vor, welche die Gesamtdicke des Filmstreifens --48-- etwas übersteigt, so dass Spalte-81-- (Fig. 3) geschaffen werden, in welche die Filmränder mit einem losen Sitz eingreifen, wodurch die Bewegungen der Filmränder senkrecht zu den Platten --22 und 54-- begrenzt werden. Die Filmbezugsoberflächen --78 und 62-- beider Platten --22 und 54-- bilden somit zusammen Mittel, um die Filmränder in einer vorbestimmten Ebene parallel zur Bezugsoberfläche --78-- der Filmbühne lose zu halten.
In der Bildfensterplatte --22-- ist ein Fenster --82-- vorgesehen, das die vom Objektiv projizierten Lichtstrahlen bildmässig begrenzt. Am Vorlaufrand und am Nachlaufrand dieses Fensters - befinden sich je ein Filmträgerkissen --84 bzw. 86--. Diese Kissen --84 und 86-- stehen über der Oberfläche --78-- vor, um den Film zu berühren, und sie sind, wie später in Verbindung mit Fig. 3 beschrieben wird, quer zur Längsachse der Platte --22-- konvex gekrümmt, so dass sie den Film in die vorbestimmte Fokallage ausbiegen (in eine sogenannte "gekrümmte Brennfläche"), ohne dass dabei die in der Mitte liegende Fildaufzeichnungsfläche der Filmemulsion berührt wird.
So wirken die Kissen --84 und 86-- mit den Oberflächen --63 und 64-- der Platte --54-- so zusammen, dass der Film in den Kanal --60-- hineingedrückt wird.
In der Bezugsoberfläche --78-- ist eine Öffnung --91-- vorgesehen, damit die nicht dargestellten Greifer wirksam werden können. Längs einer Seite der Bildfensterplatte --22-- sind zwei feste Seitenführungen-90 und 92-- angeordnet, die mit zwei beweglichen Seitenführungen --94 und 96-- der Kamera --12-- zusammenwirken, um den Filmstreifen und die Andrückplatte --54--
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gegen die festen Seitenführungen --90 und 92-- vorgespannt. Eine Rampe --80--, deren Wirkungsweise im einzelnen später beschrieben wird, erstreckt sich von den Kissen --84 und 86-- nach jedem Ende der Platte --22-- längs einer Seite des Kanals --76--, so dass eine geneigte Leitfläche gebildet wird,
die von der Basis des Kanals zur Oberfläche --78-- verläuft.
Wie schon erwähnt, wird die Kassette dadurch an die Bildfensterplatte --22-- angelegt, dass sie in die Kamera --12-- durch eine Schwenkbewegung eingesetzt wird. Der Rand --25-- (Fig. 4) der Kassettenwand --28-- tritt in einen Ausrichtkanal --88-- (Fig. 2) ein, der zwischen den vorspringenden Abschnitten --70 und 71-- der Bildfensterplatte ausgebildet ist. Danach wird zur Vollendung des Einsetzens der Kassette das Kassettenfenster --38-- zur Bildfensterplatte hin so verschwenkt, dass der Filmabschnitt --58--, der im Bildfenster --38-- liegt, seitlich (gemäss Fig. 2 von links nach rechts) verschoben wird und damit auf die Bildfensterplatte ausgerichtet wird.
Wenn die Kassette --10-- in die Kamera --12-- eingesetzt wird und der freiliegende Abschnitt --58-- des Filmstreifens --48-- seitlich über die Bildfensterplatte --22-- bewegt wird, dann wird der Filmrand durch die Rampe --80-- daran gehindert, an den Rändern des Bildfensterplatten-Kanals - entlangzukratzen. Bei dieser Anordnung bildet die Rampe eine Leitfläche für den Vorderrand des Filmstreifens (in Richtung der erwähnten Verschiebung betrachtet), so dass er ordnungsgemäss ausgerichtet auf der Bezugsoberfläche --78-- zu liegen kommt.
Im folgenden wird auf Fig. 3 Bezug genommen. Hier sind das Kassettenfenster --38-- und die Bildfensterplatte --22-- im Schnitt, u, zw. quer zum Plattenfenster, dargestellt und es ist ersichtlich, dass die Kissen --84 und 86-- zusammen mit den genau bestimmten Spalten --81--, welche die Filmränder umgreifen, den Film in eine gekrümmte Brennfläche ausbiegen. In vorteilhafter Weise bewirkt dies eine präzise Lagefestlegung des Films, ohne dass die nutzbaren Bereiche der Emulsionsschicht berührt werden, d. h. dass die Krümmung der vorstehenden Kissen in Verbindung mit der tieferen Lage der schmalen Spalte --81-- den Film in die gekrümmte Brennfläche zwingt.
Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass beim Einsetzen der Kassette --10-- an der Bildfensterplatte
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die mit den Rändern des Filmstreifens in Berührung stehen, diese Ränder über den Kissen - 84 und 86-- in Berührung mit der Bezugsoberfläche --78-- der Bildfensterplatte --22-- bringen.
Dies wieder führt zu einer Krümmung des Films in einer Richtung weg vom Objektiv --20-- und es erfolgt so eine präzise Ausrichtung des Films in der Brennfläche.
Vorzugsweise ist das Kameraobjektiv in herkömmlicher Weise so ausgebildet, dass es eine gekrümmte Brennfläche hat. Die gekrümmten Kissen --84 und 86-- bringen den Mittelabschnitt --58-des Filmes --48-- nicht in Berührung mit der Andrückplatte-54- (dem Boden des Kanals da die Steifheit des Filmstreifens zusammen mit den schmalen Spalten --81-- an den Rändern die Filmmitte dicht auf die Kissen --84 und 86-- hinhält und dadurch eine reproduzierbare Positionierung des Films in der Brennfläche sichert. Die vorstehenden, gekrümmten Kissenoberflächen - 84 und 86-- bilden zusammen mit den Gleit- und Stützflächen für den Film Mittel, um den Film in einer richtigen Fokallage zu haltern, während gleichzeitig eine Berührung des Mittelabschnitts der Emulsionsschicht verhindert ist.
Da die Filmränder nicht festgeklemmt werden, stehen sie im wesentlichen in Linienberührung mit den gegenüberliegenden Oberflächen --63, 64,77 und 79--.
Infolgedessen werden auch die Bremskräfte, die auf den Film einwirken, minimal gehalten.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist der Filmstreifen längs beider Ränder auf der der Schichtseite gegenüberliegenden Seite Stege auf, wie dies in der DE-OS 2300075 beschrieben ist. Demgemäss sind die Filmränder dicker als der übrige Filmstreifen, jedoch sind die Spalte --81-für die Ränder (die im wesentlichen durch die Abstandshalter --72 und 74-- der Bildfensterplatte - gebildet werden) so ausgebildet, dass eine Anpassung an diese erhöhte Dicke erreicht wird, d. h. die lichte Weite der Spalte ist etwas grösser als die Gesamtdicke der Filmränder einschliesslich der Stege.
Bei einem praktischen Ausführungsbeispiel, bei dem der Film einschliesslich Emulsionsschicht eine Dicke von 0, 09 mm hat und die Stege etwa 0, 04 mm dick sind, ergibt sich eine Randdicke von zirka 0, 13 mm. Die Abstandsstege --72 und 74-- stehen um 0, 15 mm über die Bezugsoberfläche
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- vor, so dass sich eine lichte Spaltweite von 0, 15 mm für die 0, 13 mm dicken Ränder des Filmes ergibt.
Die gekrümmten Kissen --84 und 86--, die an ihrer Oberfläche zylindrisch gestaltet sind, stehen in der Mitte um etwa 0, 18 mm über die Bezugsoberfläche --78-- der Bildfensterplatte vor, d. h. etwa 0, 03 mm über die Oberfläche der Abstandshalter --72 und 74--, so dass bei einer Filmdicke von 0, 09 mm der Mittelabschnitt um etwa 0, 03 bis 0, 05 mm in einen etwa 0, 2 mm tiefen Kanal der Andrückplatte hineingebogen wird.
Um das Anlegen des Filmabschnittes --58-- und der Andrückplatte --54-- an die Bildfenster- platte -22-- zu ermöglichen, weist die Andrückplatte --54-- an ihren Rändern Ausnehmungen
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--90,Oberfläche --78-- und sind unter einem Winkel von beispielsweise 150 schräg nach innen gerichtet, so dass der Film und die Andrückplatte wirksam in ihre Endstellung geleitet werden, wenn die Kassette in den Apparat eingesetzt wird.
Vorzugsweise erfolgt dieses Einsetzen ohne dass die Andrückplatte an den Führungen hängen bleibt, indem offene Ausnehmungen --56-- an der Andrück- platte -54-- vorgesehen sind und nicht Löcher, deren äussere Begrenzungen die äusseren Enden der langgestreckten Führungen treffen könnten und dadurch mit der Bewegung der Andrückplatte bei Überführung in ihre Endstellung kollidieren könnten.
Um einen formschlüssigen Sitz zu gewährleisten, wird die seitliche Festlegung der eingesetzten Andrückplatte-54-- gegenüber der Bildfensterplatte --22-- durch die Kassettenwand --28-- in Verbindung mit den festen Seitenführungen --90 und 92-- bewirkt. Diese Führungen --90 und 92-greifen an den Innenrändern --102-- der rechten Ausnehmungen --56-- (rechts gemss Fig. 2) an, während die Kassettenwand --28-- den gegenüberliegenden Rand --104-- der Andrückplatte zu berühren trachtet.
Die Kassette selbst oder wenigstens die Wand --28-- wird gegenüber der Bildfenster-
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Die Kassette wird in Eingriff mit dieser Oberfläche --100-- durch eine oder mehrere Federn --106-- (Fig. 3) gebracht, die unter der überhängenden Lippe --24'-- der Kamera --12-- angeordnet sind.
Daraus ergibt sich, dass im Gegensatz zu Einrichtungen, bei denen die Seitenführungen allein zusammen mit Öffnungen einer Andrückplatte die seitliche Lage der Andrückplatte bestimmen, die Bezugsoberfläche --100- gemäss dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Kassettenwand --28-in ihre Lage bringt, die ihrerseits einen Seitenrand der Andrückplatte festlegt, d. h. die seitliche Bewegung der Andrückplatte --54-- in einer Richtung begrenzt, während die Führungen - 90 und 92-- den andern Seitenrand der Andrückplatte festlegen und dadurch die Plattenbewegung in der andern Richtung begrenzen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filmführung für eine kinematographische Kamera, zum genauen Ausrichten eines Abschnittes eines Films, der sich in einer Kassette mit einer diesen Abschnitt freigebenden Öffnung befindet, in eine vorgeschriebene Fokallage, in welcher der Filmabschnitt von einer in der Kassette vorhandenen Andrückplatte gestützt wird, mit an der Bildfensterplatte vorgesehenen seitlichen Führungsleisten für die Aussenkanten des Filmes und anschliessenden Führungsflächen für die Filmränder, wobei diese Teile seitlich eines in einer vorspringenden Filmbühne an der Bildfensterplatte ausgeformten Kanales vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (76) eine geneigte Leitfläche (80) bildet, welche sich vom Kanalgrund gegen die eine (77) der Führungsflächen (77, 79) erstreckt, so dass der Seitenrand des beim Einlegen quer zur Filmbühne (70)
bewegten Filmes (48) aus dem Kanal (76) heraus gegen diese Führungsfläche (77) geleitet wird.