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Die Erfindung betrifft ein Gehäuse für elektrische oder elektronische Bauteile, dessen Wandteile mittels längs ihrer Kanten angeordneter, wechselseitig ineinandergreifender Profilleisten ineinander steckbar und lösbar sind.
Abgesehen von der Unterbringung von Bauteilen oder Baugruppen erfüllen Gehäuse noch zusätzliche Zwecke, wie Staubabdeckung, Staubschutz, Feuchtigkeitsschutz, Explosionsschutz und Berührungsschutz.
Die verschiedenen Schutzarten bedingen zum Teil teure und aufwendige Konstruktionen.
In den Patentschriften FR-PS Nr. 1. 333. 556 und CH-PS Nr. 219534 sind Beispiele gegeben, bei denen Gummiprofile unter Druckeinwirkung als Dichtungsmittel dienen, wobei der auszuübende Druck durch Schraubverbindungen erreicht wird. Zur Lösung der Verbindung sind hier Werkzeuge erforderlich. Zudem ist durch unterschiedliche Pressung auf Grund der Verschraubung die Dichtheit des Gehäuses unterschiedlich.
In der DD-PS Nr. 98418 wird eine zerlegbare Anordnung zur form-und kraftschlüssigen Verbindung von zu einem Gehäuse oder Rahmen vereinigten Plastwandungen für Geräte und Anlagen der Elektro- und Fernmeldetechnik beschrieben, bei der an der jeweiligen Verbindungsstelle zweier Wandungen die eine Wandung ein der Dicke der andern Wandung entsprechendes U-Profil aufweist, in das die andere Wandung einsetzbar ist, und bei der in einer Fläche des U-Profils und in einer anstossenden Fläche der andern Wandung je eine Ausnehmung vorgesehen ist, die beide beim Zusammensetzen der beiden Wandungen ein Sackloch bilden, in das ein Kerb- oder Kegelstift eintreibbar ist.
Nachteilig ist hier die Verwendung von leicht verlierbaren Kerbstiften, die Benötigung eines Schlag-oder Presswerkzeuges zum Eintreiben des Kerbstiftes, ein allfälliges Demolieren des Stiftes und eine schlechte Lösbarkeit der Verbindung bei zu weit eingesteckten Kerbstiften.
In der GB-PS Nr. l, 131, 782 wird eine faltschachtelähnliche Gehäusekonstruktion dargestellt, die in einem Stück aus Kunststoff hergestellt ist und nach Aufsetzen eines Deckels mittels Schrauben verriegelt wird. Nachteilig ist hier jedoch die Notwendigkeit von Befestigungsmitteln, beispielsweise von Schrauben, und das nur strenge Zusammenpassen der Wandteile, wodurch kein Schutz vor Feuchtigkeit und Staub gegeben ist.
In der US-PS Nr. 3, 634, 732 ist eine spezielle Gehäusekonstruktion mit keilförmig verriegelbaren Bauteilen dargestellt, wobei auf die Aufwendigkeit der Konstruktion und auf zusätzliche Befestigungsmittel hinzuweisen ist.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Verbindungsmechanismus zu finden, der es ermöglicht, verschiedene Bausteine einer Geräteserie entsprechend ihrem Verwendungszweck nebeneinander in einem zweiteiligen Gehäuse zu fixieren, wobei komplizierte aufwendige Schraubverbindungen oder Verriegelungen der Abdeckungen vermieden werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass bei Ineinandergreifen der Profilleisten aneinanderliegende Profilflächen zur kraft-und reibungsschlüssigen Verbindung zwischen den Profilleisten teilweise zylindrische Ausnehmungen zur Aufnahme bzw. Einrastung von an sich bekannten abdichtenden Gummiwülsten aufweisen, und dass aneinanderliegende Profilflächen verschiedener Wandteile zum Teil einerseits mit Vertiefungen und anderseits mit in diese eingreifenden Ansätzen auf den der Druck- und Reibungsverbindung abgewandten Profilflächen der Profilleiste versehen sind.
Vorteilhaft ist hier, dass die Gummiwülste gleichzeitig Befestigungs-, Verriegelungs- und Dichtungselement unter Nutzung der Elastizität und Reibung sind, wodurch auch ein Staub- und Feuchtigkeitsschutz gegeben ist, dass die verriegelten Teile schnell und einfach lösbar sind, dass die Verriegelungselemente raumsparend sind, und dass die Profilleisten als getrennt vom Wandteil gefertigte Profilschienen ausbildbar und kraftschlüssig in die zugehörigen Wandteile einsetzbar sind, wodurch fertigungstechnische Schwierigkeiten umgangen und komplizierte Profile wirtschaftlich und vorteilhaft verwendbar sind.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausbildung der Erfindung sind Profilleisten mit zwei zylindrischen Ausnehmungen auf verschiedenen Profilflächen vorgesehen, in die wahlweise je nach benötigter Richtung des Anpressdruckes Gummiwülste einsetzbar sind, wodurch eine universelle Anwendung erreichbar ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Es zeigen Fig. 1 einen teilweisen Gehäusequerschnitt und Fig. 2 die Variante eines Randleistenausschnittes.
In Fig. 1 ist ein Schnitt durch das Gehäuse dargestellt. Zwischen einer Frontplatte --1-- und einer Rückwand --2-- sind auf Leiterplatten --3-- Baugruppen aufgebaut, die mit Abstandhaltern auf Schienen - aufgereiht sind. Zwei Abdeckkappen --5-- (nur die untere in den Zeichnungen gezeigt) mit
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U-förmigem Querschnitt sind durch ein spezielles ineinandergreifendes Leistensystem (an den Abdeckkappen --5-- und an der Frontplatte-l-bzw. an der Rückwand --2--) ineinander verklemmt.
In Ausnehmungen in Randnähe der Abdeckklappen-5- (in den Zeichnungen nur im Schnitt gezeichnet als Boden und hinterer Seitenteil) sind U-förmig umlaufend E-Profil-ähnliche Schienen --6-- eingelassen, wobei die innersten E-Schenkel --7-- als Führungs- oder Halterungsschienen für einen modifizierten Baugruppenaufbau dienen. Die Ränder der Frontplatte-l-und der Rückwand --2-- sind leistenförmig so ausgebildet, dass bei zusammengestecktem Gehäuse der äussere E-Schenkel --8-- der Schiene --6-- in einer Nut am Rand der Frontplatte-l-bzw. der Rückwand --2-- liegt und der mittlere E-Schenkel - und der äussere E-Schenkel --8-- der Schiene --6-- eine Leiste --10-- mit Rechteckquerschnitt (am Rand der Frontplatte-l-bzw. der Rückwand-2-) dreiseitig umgreift.
Den E-Schenkeln --8 und 9-gegenüberliegend sind in der Leiste --10-- kreisförmige Nuten zum Einlegen von Gummiwülsten --11-- vorgesehen. Die Nuten sind so angeordnet, dass die Gummiwülste --1-- aus der Leistenfläche so weit herausragen, dass eine Pressung mit den Schenkeln --8, 9-- erfolgt. Durch zusätzliche Hohlkehlen im jeweiligen Gegenprofil gegenüber den Gummiwülsten --11-- ist (in den Zeichnungen angedeutet) ein Rasteneffekt erzielbar. Die eingesetzten Leiterplatten --3-- werden nach dem Aufsetzen der zweiten Abdeckkappe --5-- von vier in einer Richtung wirkenden Gummiwülsten --11-- in ihrer Lage festgehalten.
In Fig. 2 ist eine modifizierte Konstruktion eines Randleistenausschnittes dargestellt, wobei die Bezugsziffern--1.... 11--in Fig. 1 weitgehend erklärt sind. Die Leiste --10-- trägt eine zusätzliche Stütznasenleiste --12-- und ist nur mit einer Nut für einen Gummiwulst --11-- ausgestattet. Zur Erzielung
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die in eine Ausnehmung --14-- rastend eingreift.
Durch die erfindungsgemässe Lösung sind die Bedingungen für Staubschutz, Feuchtigkeitsschutz und in Spezialfällen auch Explosionsschutz weitgehend erfüllbar.