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Die Erfindung betrifft eine Schibindung, bestehend aus einer Halteeinrichtung für den Schischuh und einer Schibremse, welche mittels eines Trittpedals od. dgl. entgegen Federkraft aus einer Brems- in eine Bereitschaftsstellung verschwenkbar ist, wobei die Halteeinrichtung zwei um senkrecht oder schräg zur Lauffläche des Schis angeordnete Achsen verschwenkbare Haltearme aufweist, welche von zumindest einem, vorzugsweise in Längsrichtung des Schis verschiebbaren, von einer Feder beaufschlagten Kolben vorgespannt sind, wobei die Haltearme in der Abfahrtsstellung gegen den Schischuh drücken und einen grösseren Winkel einschliessen als bei nicht eingesetztem Schischuh.
Es sind bereits mehrere Schibindungen bekanntgeworden, welche aus einer Halteeinrichtung für einen Schischuh und einer Schibremse bestehen. So ist es beispielsweise bekannt, die Schibremse mit der Halteeinrichtung, beispielsweise einem Fersenbacken, mechanisch zu koppeln (DE-OS 2532736). Bei dieser Ausführung ergeben sich jedoch einerseits Probleme dadurch, dass die Schibremse auch dann in die Bremsstellung verschwenken soll, wenn der Fersenbacken nicht auslöst, und anderseits ist die Schibindung nicht mehr generell zu gebrauchen, da für viele Anwendungsfälle eine Schibremse nicht erwünscht ist.
Eine weitere Schibindung, auf welche die genannten Nachteile äquivalent zutreffen, ist in der CH-PS Nr. 349922 dargestellt. Hiezu wird eine Schibremse von einem verdrehbaren Haltebacken in der Bereitschaftsstellung fixiert und bei Verdrehung des Backens freigegeben. Die Schibremse wird jedoch nicht selbsttätig beim Einsetzen des Schischuhs in die Bindung in die Bereitschaftsstellung verschwenkt.
Das Einsetzen ist daher kompliziert.
Weiters ist es bekanntgeworden, Schibremsen, welche mittels eines von der Schischuhsohle beaufschlagbaren Trittpedals aus ihrer Brems- in die Bereitschaftsstellung, jene Stellung, in der der Schischuh in die Bindung eingesetzt ist, verschwenkt werden können, getrennt neben herkömmlichen Halteeinrichtungen für den Schischuh auf dem Schi zu montieren. Ein beträchtlicher Nachteil dieser Ausführung liegt darin, dass eine Schibremse, wenn sie eine wirksame Abbremsung des Schis auf allen Schneearten herbeiführen soll, eine relativ hohe Aufstellkraft aufweisen muss.
Diese Aufstellkraft wirkt nun über das Trittpedal auf den Schischuh und belastet diesen in der Schibindung. Ist die Schibremse nun nahe dem Hinterbacken montiert, so verursacht diese Aufstellkraft eine Vorbelastung des Hinterbackens, so dass dessen eingestellte Auslösekraft unkorrekt ist. Bei der Montage der Schibremse nahe des Vorderbackens werden ebenfalls die Auslösewerte desselben auf Grund der erhöhten Reibung verändert.
Der Erfindung lag daher die Aufgabe zugrunde, eine Schibindung vorzuschlagen, bei welcher die Aufstellkraft einer selbständigen Schibremse keine Änderung der Auslösewerte einer Haltevorrichtung verursacht.
Erfindungsgemäss wird hiefür an einer Schibindung mit einer Halteeinrichtung der eingangs genannten Gattung vorgesehen, dass zumindest einer der Haltearme oder der verschiebbare Kolben eine Haltenase od. dgl. aufweist, welche in der Bereitschaftstellung der Schibremse und der Halteeinrichtung das Trittpedal od. dgl. übergreift und ein Verschwenken der Schibremse in die Bremsstellung verhindert.
Dadurch wird die Aufstellkraft der Schibremse von der Haltenase aufgefangen und eine ungewünschte Belastung des Schischuhes verhindert.
Vorteilhaft übergreift die Haltenase das Trittpedal in einer Ausnehmung, deren Tiefe der Stärke der Haltenase entspricht. Dadurch ist gesichert, dass der Schischuh auf einer glatten Fläche aufliegt und nicht das Öffnen der Halteeinrichtung behindert.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert, ohne dass dem einschränkende Bedeutung zukommen soll.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erfindungsgemässe Schibindung ohne eingesetztem Schischuh, wobei jedoch der besseren Übersichtlichkeit wegen die Schibremse in Bereitschaftsstellung dargestellt ist, Fig. 2 diese Schibindung mit eingesetztem Schischuh, Fig. 2a einen Ausschnitt aus Fig. 2, und Fig. 3 eine Variante mit eingesetztem Schischuh.
Eine in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellte Halteeinrichtung-5-- einer Schibindung verwendet zwei an im wesentlichen vertikal zur Schioberseite angeordneten Schwenkachsen --8-- gelagerte Haltearme - -6--. Diese Haltearme stehen mit einem in Längsrichtung des Schis verschiebbaren Kolben --9-- in Verbindung, welcher von einer schematisch angedeuteten Feder --12-- belastet ist. Weiters ist an diesem Kolben eine Haltenase-10-- ausgebildet. Die Schibremse-l-weist beidseits des Schis angeordnete
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Bremssporne auf, welche über Wellen mit einem Trittpedal --3-- verbunden sind. Die Bremssporne --2-und/oder das Trittpedal --3-- sind über nicht dargestellte Federmittel in die Bremsstellung elastisch vorgespannt.
Wird nun ein Schischuh --11-- in die nur zum Teil dargestellte Schibindung eingesetzt (Fig. 2), so verschwenkt die Schischuhsohle über das Trittpedal --3-- die Schibremse in die Bereitschaftsstellung. Auch die Haltearme --6-- der Halteeinrichtung --5-- werden dabei etwas gespreizt. Um ein reibungsfreies Einsetzen bzw. Auslösen des Schischuhes in bzw. aus der Halteeinrichtung --5-- zu gewährleisten, sind die Haltearme --6-- mit Andruckrollen --7-- versehen. Dieses Spreizen der Haltearme - verursacht eine Verschiebung des die Haltekraft ausübenden Kolbens --9-- gegen die Kraft der Feder --12--. Der Kolben wird bei dieser Ausführung in Richtung zum Schischuh --11-- hin verschoben.
Die in der Halteeinrichtung --5-- angeordnete Feder --12-- übt daher über den Kolben --9-- und weiter über die Haltearme --6-- eine seitliche Haltekraft auf den Schischuh aus.
Durch die Verschiebung des Kolbens --9-- gerät die mit dem Kolben --9-- in Verbindung stehende Haltenase --10-- über der Trittplatte --3-- der Schibremse --1-- zu liegen. Die Haltenase --10-- greift dabei in eine Ausnehmung --4-- des Trittpedals --3-- ein (Fig. 2a), deren Tiefe der Stärke der Haltenase - entspricht. Dadurch bleibt eine ebene Fläche als Auflage für den Schischuh --11-- gesichert. In der Bereitschaftsstellung ist somit der Schischuh entlastet und die Halteeinrichtung --5-- nimmt die Aufstellkraft der Schibremse-l-auf. Wird nun der Schischuh beispielsweise bei einem Sturz auf Torsion belastet, so verschwenken die Haltearme --6-- nach einer vorbestimmten Auslösekraft und geben den Schischuh frei. Während dieser Freigabe bleibt das Trittpedal --3-- weiterhin gesperrt.
Erst nach Rückkehr der Haltearme --6-- in ihre entspannte Stellung gibt die Haltenase --10-- die Schibremse --1-frei und die Bremssporne verschwenken in die Bremsstellung.
Bei der in Fig. 3 schematisch angedeuteten Variante ist an jedem der von zwei verbundenen Hebeln gebildeten Haltearme --6-- je eine Haltenase --10-- ausgebildet. Auch hier verschwenken die Haltearme - nach einem Auslösen des Schischuhes --11-- in ihre Ruhestellung, wodurch die beiden Haltenasen --10-- das Trittpedal-3-- freigeben und ein Verschwenken der Schibremse --1-- aus der Bereitschaftsstellung in die Bremsstellung ermöglichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Skibindung, bestehend aus einer Halteeinrichtung für den Skischuh und einer Skibremse, welche mittels eines Trittpedals od. dgl. entgegen Federkraft aus einer Brems- in eine Bereitschaftsstellung verschwenkbar ist, wobei die Halteeinrichtung zwei um senkrecht oder schräg zur Lauffläche des Skis angeordnete Achsen verschwenkbare Haltearme aufweist, welche von zumindest einem, vorzugsweise in Längsrichtung des Skis verschiebbaren, von einer Feder beaufschlagten Kolben vorgespannt sind, wobei die Haltearme in der Abfahrtsstellung gegen den Skischuh drücken und einen grösseren Winkel
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verhindert.