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Die Erfindung bezieht sich auf eine Wanne zur Erbrütung oder Aufzucht von Forellen, mit einem Brut- bzw. Aufzuchtraum, dem an einer Seite über einen vom Brut- bzw. Aufzuchtraum durch ein Gitter od. dgl. getrennten Sammelraum Wasser zugeführt wird und an den an der gegenüberliegenden Seite ein Sammelraum für das abzuführende Wasser anschliesst.
Zur Aufzucht von Forellen werden nach dem Erreichen der Fressreife die Brütlinge in vorbereitete, kleine Teiche ausgesetzt. Dabei entstehen bis zur Setzlingsgrösse im Herbst durch tierische Schädlinge und Anfälligkeiten für Krankheiten Verluste. Um diese Verluste zu verringern, gibt man vom Bruttrog die Rahmen heraus und leert die Brütlinge in den Trog und füttert sie zirka 4 Wochen darin und setzt erst nachher die Brütlinge aus. Die Brütlinge kommen damit schon grösser in die Naturteiche, sind kleineren, tierischen Schädlingen entwachsen, jedoch noch für Krankheiten anfällig.
Diese Aufzuchttröge, sogenannte Langstromtröge, haben einen grossen Bedarf an reinem Quellwasser und sind schlecht zu reinigen. Der Schmutz wird aufgewirbelt. Die Brütlinge ballen sich beim Wassereinlauf zu Haufen zusammen, da dort der grösste Sauerstoffgehalt ist. Der hintere Teil ist fast leer. Das Futter dagegen wird von der Strömung nach hinten getragen. Dadurch entstehen besonders am Fang der Fütterung, wenn die Brütlinge noch nicht gut fressen, beträchtliche Futterverluste.
In der AT-PS Nr. 5847 ist eine Wanne zur Erbrütung von Fischen beschrieben, die einen Behälter besitzt, in die ein mit Siebwänden versehener Kasten eingesetzt ist. Die Zuführung des Wassers erfolgt an einer Seite über einen trichterförmigen Einlauf, die Abführung über ein Rohr. Zufolge dieser Anordnung weist die bekannte Einrichtung ebenfalls die oben geschilderten Nachteile auf. Die Strömung des Wassers erfolgt nämlich im wesentlichen in der Verbindungslinie von Einlauf und Auslauf, wogegen die davon abgelegenen Bereiche von der Wasserströmung nicht erfasst werden.
Nach der AT-PS Nr. 59987 ist sowohl die Zufuhr als auch die Abfuhr des Wassers längs eines geringen Teiles der Längsseitenwände vorgesehen. Überdies ist bei dieser bekannten Anordnung kein Wassersammelraum für das zugeführte Wasser angeordnet. Abgesehen von den zufolge des Fehlens eines Wassersammelraumes auftretenden Nachteilen ist auch die Wasserströmung bei dieser bekannten Wanne ungleichmässig.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Nachteile zu vermeiden und erreicht dies, ausgehend von einer Wanne der eingangs genannten Art dadurch, dass oberhalb des Sammelraumes für das zugeführte Wasser eine sich über die Breite dieses Sammelraumes erstreckende Überfallsrinne angeordnet ist. Durch die erfindungsgemässe Massnahme fällt das Wasser über die Breite der Wanne verteilt ein und es wird eine überall gleich gute Verteilung gesichert. Durch den grossen Überfall wird das Wasser auch mit Sauerstoff angereichert. Es gibt kein Vorbeiziehen an den Wänden, die Wasserqualität ist in der ganzen Wanne gleich und die Fische haben es nicht notwendig, sich an der Einlaufseite zusammenzudrängen.
Durch die entstehende geringe Strömung wird das Futter auch nicht abgeschwemmt sondern verteilt sich gleichmässig über den gesamten Wasserspiegel. Um die Gleichmässigkeit der Strömung weiter zu erhöhen, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Boden des Brut- bzw. Aufzuchtraumes in an sich bekannter Weise mindestens auf einem Teil seiner Länge über die Breite gelocht und es erstreckt sich unterhalb dieses gelochten Bodens ein mit dem Sammelraum für das abzuführende Wasser verbundener Raum, der mit einer sich ebenfalls über die Breite der Wanne erstreckenden Überfallsrinne verbunden ist.
Die Erfindung ist an Hand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert, ohne sich darauf zu beschränken. Fig. 1 zeigt eine Aufzuchtanlage in Ansicht von oben und Fig. 2 dazu eine Seitenansicht. In Fig. 3 ist eine Aufzuchtwanne in Vorderansicht, in Fig. 4 in Seitenansicht mit Schnitt, in Fig. 5 in Ansicht von oben und in Fig. 6 in Schrägansicht gezeigt. Fig. 7 zeigt in Seitenansicht und Schnitt eine Eierbrutanlage mit hintereinander eingesetzten Einsatzrahmen. Fig. 8 dazu eine Ansicht von oben.
Die in den Fig. 1 und 2 gezeigte Anlage hat einen Quellensammeltrog --3--, in welchen eine Quellenzuflussleitung --7-- mündet. Das reine Quellwasser fliesst im Ausführungsbeispiel mit einer Schüttung von 12 l/min und gleichbleibender Temperatur von 8 bis 11 C über die Quellenzuflussleitung mit eigenem Gefälle in den Quellensammeltrog --3--. Von dort wird es mit einer selbsttätig mit Schwimmerschaltung arbeitenden Speicherpumpe--5--in den ersten Speicherbehälter --1-- von zwei 2, 50 m über den Quellensammeltrog --3-- liegenden Hochbehältern gepumpt. Wenn dieser Speicherbehälter --1-- voll ist, fliesst Wasser über Zuflussrinnen --8--, bzw.
Verteilerrinnen --9-- zu den Fischaufzuchtwannen - -10--. Die Verteilerrinnen --9-- sind als Überfallrinnen ausgebildet. Das Wasser fällt aus dieser Über-
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fallrinne --9-- längs der Breite in die Fischaufzuchtwannen --10--. Wie insbesondere den Fig. 3 bis 6 zu entnehmen ist, befindet sich im Wassereinfallbereich in der Fischaufzuchtwanne ein Verteilerfach --11--, das vom Fischstandbereich --12-- durch ein Beruhigungsgitter --13-- getrennt ist.
Das Wasser strömt vom Verteilerfach durch das Beruhigungsgitter in den Fischstandraum--12--, durchzieht diesen gleichmässig mit nur geringer Strömung sehr langsam und tritt auf der gegenüberliegenden Seite wieder über die Breite der Wanne verteilt, durch ein Durchströmgitter in ein Reinigungsfach --15--.
Der Fischstandraum wird durch eine Wand --16-- mit einem Wasserstandsicherheitsüberlauflochblech --17-- begrenzt. Über einen Überfall --18-- fällt das Wasser in die Rücklaufrinne --19-- und fliesst in den ersten Absetzbehälter - -20--. Von diesem fällt es in den ersten Umwälzpumpentrog --22-- über. Eine von einem Umwälzpumpentrog --22-- alternativ zum Umwälzpumpentrog --23-- umschaltbare Umwälzpumpe --24-- fördert das Wasser
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Kreis arbeitet so lange, als das Wasser noch genügend rein ist, üblicherweise 24 Stunden lang. Dann wird das Wasser des ersten Kreises abgelassen.
Mit dem abfliessenden Wasser werden die Fischaufzuchtwannen --10-- und die Zu-und Abflussrinnen-8, 9, 19-- gereinigt, bis der erste Hochbehälter leer ist. Der Hochbehälter kann nun gereinigt werden. Durch Schliessen eines Abflusses --25-- des Hochbehälters, der in die Zuflussrinnen --8-- mündet, wird der Kreislauf des Hochbehälters --1-- unterbrochen.
Eine Schwenkleitung --6--, die das vom Sammeltrog --3-- kommende Wasser bis zu diesem Zeitpunkt zum Speichertrog --2-- geleitet hat, der zu diesem Zeitpunkt bereits gefüllt ist, wird vom Speicherbehälter - zum Speicherbehälter --1-- geschwenkt. Diese Schwenkleitung befindet sich am Ende der Zuflussleitung --4--. Damit wird erreicht,
dass das von der Speicherpumpe --5-- geförderte Wasser in den nunmehr leeren Speicherbehälter-l-fliesst. Die Umlaufpumpe --24-- fördert über die gleichfalls vom Speicher Speicher --2-- umgelegte Leitung --27-- in den Speicherbehälter --2--. Damit wird das Wasser des Speicherbehälters --2-- über den Umlauf --28-- in die Zuflussrinne --8-- und Verteilerrinnen --9-- geleitet. In die Fischaufzuchtwannen wird damit frisches Wasser geleitet. Das Wasser der Rücklaufrinnen wird nun in den zweiten Absetzbehälter --21-- und in den zweiten Umwälzpumpentrog - geleitet.
Der leere Absetzbehälter --20-- und der Umwälzpumpentrog --22-- wird durch Öffnen der Bodenventile entleert und gereinigt. Die Speicherpumpe --5-- pumpt nun den Behälter des ersten Kreises wieder mit frischem Quellwasser voll. Nach einer von der Förderleistung eventuell abhängigen Zeit steht der Behälter des ersten Kreises wieder bereit und kann, wenn das Wasser des zweiten Kreises abgearbeitet ist, wieder die Arbeit übernehmen. So wechseln der erste und der zweite Kreis einander ab.
Wenn ein Speicherbehälter voll gepumpt ist, wird das überschüssige Quellwasser über einen Überlauf - dem jeweils arbeitenden Kreis beigemischt und fliesst über den Überlauf in die Zuflussrinnen. Damit wird die Wasserqualität bis zum Wechseln genügend rein erhalten und verbessert. Im Ausführungsbeispiel sind 12 Aufzuchtwannen mit einer Bodenfläche von 1 x 1 m und einem Fischstandraum von 1 m x 80 cm nebeneinander aufgestellt. Es werden jeder Aufzuchtwanne in der Minute 12 1 zugeführt. Es findet etwa alle 21 min ein Wasserdurchgang statt. Die Fischaufzuchtwannen sind in Reihen mit 4 Stück Wannen dicht nebeneinander gereiht. Diese Reihen stehen parallel nebeneinander und lassen zwischen jeder Reihe einen Gang frei. Dadurch heben immer zwei Reihen einen gemeinsamen Futter- und Reinigungsgang, und dahinter den Wassergang.
Das Reinigen der Aufzuchtwannen --10-- ist sehr einfach und mit wenigen Handgriffen geschehen. Ein Bodenventil'--28-- im Reinigungsfach, praktisch ein Rohr, welches bis zum höchsten Wasserspiegel und darüber reicht und welches eine Öffnung abschliesst, welches aber auch anders ausgebildet sein kann, wird im Reinigungsfach geöffnet oder aufgezogen. Während das Wasser abläuft wird mit einem feinen Haarbesen der Schmutz am Boden von der Wassereinlaufseite zur gegenüberliegenden Wasserauslaufseite gekehrt. Der Boden ist um etwa 50 geneigt. Der Fischstand ist vom Reinigungsfach durch einen 12 cm breiten Lochblechstreifen --14-- mit 2,5 mm Lochung getrennt. Dieser Streifen bildet das letzte Bodenstück des Fischstandraumes auf der tiefsten Stelle und wird vom Reinigungsfach unterfangen. Er reicht über die Breite der Wanne.
Beim Auskehren wird der Schmutz über diesen Lochstreifen gekehrt. Das abfliessende Wasser zieht den Schmutz durch den Lochstreifen --14-- in das Reinigungsfach-15--. Durch das geöffnete Bodenventil --28-- wird mit dem Wasser der Schmutz in eine Schmutzwasserrinne und weiter in einen Abwasserkanal geleitet. Wenn die Wanne --10-rein ist und das Wasser im Fischstandraum --12-- den Boden nur noch leicht bedeckt, wird das Bodenventil geschlossen. Die Fischstandwanne kann sich mit Frischwasser füllen. Die Reinigung ist beendet. Tote Fische müssen mit einem kleinen Netz entfernt werden. Die Fütterung geschieht mit der
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Hand, kann aber auch mit Automaten erfolgen. Durch die geringe Strömung in der Wanne wird das Fertigfutter nicht abgeschwemmt, sondern verteilt sich wie ein Ölfilm gleichmässig über den ganzen Wasserspiegel.
Da das Wasser nicht am Wasserspiegel sondern unten abfliesst, fliesst kein Futter ungewollt ab. Dadurch können alle Fische an das Futter kommen. Da infolge der geringen Strömung die Fische auch gleichmässig verteilt im Fischstandraum stehen, wachsen alle Fische ziemlich gleichmässig. Die Verluste sind, unter Voraussetzung eines guten Eimaterials, sehr gering. Nach 4 bis 6 Wochen müssen die Fische in die nächst grösseren Wannen umgesetzt werden. Man kann sie aber auch schon in : Aufzuchtteiche einsetzen. Eine derartige Fischaufzuchtwanne nimmt 10000 bis 12000 Stück Brütlinge auf. Von Dezember bis Mai können so drei Partien aufgezogen werden. Das im Kreislauf befindliche Wasser wird durch den ständigen Überfall von einem Behälter in den nächsten Behälter und von einer Rinne in die nächste Rinne fortwährend mit Sauerstoff angereichert.
Vom anfallenden Schmutz bleibt der grösste Teil schon am Boden der Aufzuchtwanne und im Reinigungsfach liegen. Reste setzen sich im Absetzbehälter im Umwälzpumpentrog und Hochbehälter ab. Dies genügt, um das Umlaufwasser 24 Stunden einwandfrei verwenden zu können. Filteranlagen oder biologische Reinigung sind nicht notwendig. Das geschilderte Ausführungsbeispiel arbeitet bei einer Quellschüttung von nur 12 l/min ausgezeichnet. Bei grösseren Quellen oder auch bei ausreichendem Brunnenwasser lässt sich das Umlaufwasser vermehren und es können mehr Aufzuchtwannen versorgt werden. Man kann auch mehrere Arbeitsgruppen nebeneinander oder in einer zweiten Ebene übereinander stellen und die Leistung steigern. Es ist lediglich einmal im Tag notwendig, die Reinigung, Fütterung und das Umschalten zu bewerkstelligen.
Selbstverständlich kann die geschilderte Anlage auch mit andern Abmessungen, mit andern Anzahlen von Fischaufzuchtwannen, mit abgeändertem Leitungsüberfall und Wasserrinnen, mit anders ausgebildeten Behältern, mit anders gearteten Umlauf- und Umschalteinrichtungen, usw. betrieben werden, wenn dadurch gewährleistet ist, dass die Umschaltung von einem Wasserkreis auf den andern in den notwendigen, regelmässigen Abständen erfolgen kann, so dass nach jeder Umschaltung der Kreislauf mit frischem Wasser versorgt ist. Der Wasserverbrauch ist dabei ein Minimum, da kein nicht abgearbeitetes Wasser abfliessen muss.
In Fig. 7 und 8 sind in Seitenansicht mit Schnitt und Ansicht von oben Brutrahmen gezeigt, die in einen Langstromtrog --31-- eingehängt sind. Bei den bisher bekannten Brutrahmen ist das Wasser in den eingehängten Brutrahmen von unten nach oben geflossen.
Zur Erleichterung des Brütens der Fische aus den Eiern mit in Langtrögen hintereinander eingesetzten Einsatzrahmen wird vorgeschlagen, dass jede Brutwanne einen unter einen Überfall einer vorhergehenden Brutwanne schiebbaren Wasserfall und einen den Wasserablauf bildenden Überfall, unter den Wassereinfall die nächste Brutwanne schiebbar ist, sowie einen vom Wassereinfall und dem Brutwannenboden mit einem Durchströmungsgitter und gegen den Überfall durch eine wasserdurchlässige Wand getrennten Brutstandsraum aufweist. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Eiauflageraum über die ganze Breite der Brutwanne geht. Das Wasser durchströmt dabei die Eier nicht mehr von unten nach oben, sondern von oben nach unten.
Der Einsatzrahmen ist so ausgebildet, dass das gesamte Wasser die Eier passieren muss und dann in die nächste Wanne, die 2 cm tiefer steht als die vorherige, überfällt.
Selbstverständlich können die angegebenen Masse zweckmässig variiert werden. So stehen 25 bis 30 Wannen hintereinander und werden von dem selben Wasser durchflossen. Der Schmutz lagert sich unter dem Siebrahmen ab. Das Wasser reichert sich durch den dauernden Überfall wieder mit Sauerstoff an und ist, wie Kontrollen bewiesen haben, am Ende der Reihe sogar reicher an Sauerstoff als am Anfang. Das ändert sich allerdings, wenn die Brut geschlüpft ist und grösser wird. Dann verbraucht sie mehr Sauerstoff als wieder angereichert werden kann. Es muss daher die Belegzahl im bestimmten Verhältnis zur Rahmengrösse und der durchströmenden Wassermenge stehen und darf nicht überschritten werden. Im angegebenen Ausführungsbeispiel sind etwa 4000 Stück Eier pro Rahmen möglich.
Die so ausgebrüteten Brütlinge können sodann in die beschriebenen Fischaufzuchtwannen der Anlage gesetzt werden.
Die in Fig. 7 und 8 gezeigten Brutwannen --32-- sind eine Abänderung der kalifornischen Brutwannen, mit dem Ziel, auch mit wenig Quellwasser Eier erbrüten zu können.
Der Einsatzrahmen wurde mit einer Vorkammer bzw. Verteilerfach --35-- versehen. Dieses Verteilerfach --35-- hat auf drei Seiten feste Wände und einen festen Boden. Die Wand zu dem Ei-Auflageraum --34-- wird durch ein Lochblech --36-- gebildet. Der Boden des Ei-Auflageraumes besteht wieder aus einem Lochblech --37--. Der obere Rand ist auf allen vier Seiten mit einem Sicherheits-
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überlauflochblech --38-- vier cm hoch versehen. Dieses muss auch ein Über- bzw. Abschwemmen der Brütlinge verhindern. Der Boden --37-- des Einsatzrahmens ist von dem Boden der Wanne --32-- drei cm abgehoben. Der Einsatzrahmen ist auch etwas kürzer als die Wasserwanne --32--, und wird bei der Einlaufseite dicht an die Wand der vorhergehenden Wasserwanne angeschoben. Dadurch bleibt bei der Auslaufseite ein kleiner Raum frei.
Das Wasser fällt nun bei der Einlaufseite in die Verteilerkammer - -35--, kann nur durch das Gitter --36-- in den Ei-Auflageraum fliessen, strömt nach unten durch den Gitterboden --37-- und die aufgelegten Eier, steigt in dem freien Raum zwischen Einsatzrahmen und Wasserwanne bei der Ablaufseite auf und fällt über die Überlaufkante --33-- in das Verteilerfach --35-des nächsten Einsatzrahmens. Jede Wanne mit Rahmen muss um drei cm tiefer als die vorherige stehen, damit alles Wasser überlaufen kann. Durch dieses Vorkammer-System, bzw. Verteilerfach-System muss das ganze Wasser die Eier passieren. Es gibt kein Vorbeiziehen an den Wänden. Das Wasser fällt über die ganze Breite der Wanne verteilt ein und ab. Das ergibt überall gleich gute Verteilung. Durch den dauernden Überfall wird das Wasser auch mit Sauerstoff angereichert.
Bei einem Ausführungsbeispiel einer Brutanlage stehen 38 Wannen hintereinander. Jede Wanne nimmt 4000 Stück Eier auf, das ergibt zirka 150000 Stück. In einer Brutperiode können drei Partien überbrütet werden. Das ergibt zirka 450000 Stück. Die Sauerstoffanreicherung durch den dauernden Überfall von einer Wanne in die nächste Wanne ist ausreichend, dass die Brütlinge bis zum Erreichen der Fressreife damit leicht auskommen. Diese Leistung wird mit einer Quellschüttung von 6 l/min erreicht. Das ist 0, 10 1/sec. Die Wannen sind im Ausmass 32 cm breit, 52 cm lang und 13 cm hoch. Die Einsatzrahmen sind 31 cm breit, 48 cm lang und 10 cm hoch, mit zusätzlich 4 cm Sicherheitsüberlaufrand. Wannen und Einsatzrahmen sind ganz aus Aluminiumblech und Aluminiumlochblech mit dichter Rundlochung von 2, 0 mm Durchmesser angefertigt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wanne zur Erbrütung oder Aufzucht von Forellen, mit einem Brut- bzw. Aufzuchtraum, dem an einer Seite über einen vom Brut- bzw. Aufzuchtraum durch ein Gitter od. dgl. getrennten Sammelraum Wasser zugeführt wird und an den an der gegenüberliegenden Seite ein Sammelraum für das abzuführende Wasser anschliesst, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Sammelraumes (11, 35) für das zugeführte Wasser eine sich über die Breite dieses Sammelraumes (11,35) erstreckende Überfallsrinne (9,33) angeordnet ist.