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Die Erfindung betrifft ein Schlaginstrument mit einem glockenartigen Körper, welcher an einem Arm eines Gestänges bzw. eines sonstigen Aufbaues drehbar und/oder verschiebbar, jedoch feststellbar gehalten ist, wobei der glockenartige Körper durch eine fussbetätigbare Schlagvorrichtung anschlagbar ist.
Glockenartige Körper werden im Bereich der üblichen Sehlaginstrumente angeordnet und in der Regel vom Schlagzeuger mit einem Schlagstock von Hand angeschlagen.
Es ist ferner bereits bekannt, einen glockenartigen Körper an einer Stange höhenverstellbar und verschwenkbar zu halten. Durch eine Schraube wird der glockenartige Körper gegenüber dieser Stange arretiert. Durch diese Ausgestaltung ist es wohl möglich, den glockenartigen Körper um die Achse der
Stange zu verdrehen, es ist jedoch keine Möglichkeit angedeutet, den glockenartigen Körper so zu verstellen, dass eine bestimmte Auftreffstelle zu erreichen wäre. Eine solche Verstellmöglichkeit hat aber auch nur dann einen Sinn, wenn eine fussbetätigbare Schlagvorrichtung vorhanden ist. Bei einer
Handbetätigung, also bei einem direkten Aufschlag mittels eines Handgerätes ist es sinnlos, eine
Verstellung des glockenartigen Körpers vorzusehen, da dann an der gewünschten Stelle am glockenartigen
Körper aufgeschlagen werden kann.
Bei dieser bekannten Ausführung ist wohl die gesamte Anordnung der
Trommel und des Schlagtellers um die Achse einer Stange verdrehbar, doch ist diese Massnahme höchstens dazu gedacht, um eine Höhenverstellung der ganzen Kombination zu bewirken und gegebenenfalls um eine geringe Winkelversetzung vorzunehmen. Um nämlich die Glocke in eine andere Lage zu bringen, müsste die ganze Anordnung beispielsweise um 180 drehbar sein, wobei dann jedoch die unbedingt dem Schlagzeuger zuzuordnenden Trommeln auf der Rückseite liegen würden.
Es ist weiters eine fussbetätigbare Schlagvorrichtung für einen glockenartigen Körper bekannt, wobei jedoch eine Verstellmöglichkeit des glockenartigen Körpers fehlt.
Die Aufgabe der Erfindung liegt nun darin, eine Möglichkeit zu schaffen, den glockenartigen Körper in einfacher Weise gegenüber einer fussbetätigbaren Schlagvorrichtung zu verstellen, um dadurch eine gewünschte Auftreffstelle der Schlagvorrichtung zu erreichen, damit eine bestimmte Tonstärke und eine bestimmte Klangfarbe erreicht werden kann.
Erfindungsgemäss wird zu diesem Zweck vorgeschlagen, dass der den glockenartigen Körper tragende Arm um eine vorzugsweise achsparallel versetzte Drehachse drehbar, jedoch feststellbar an einem Träger gehalten ist.
Mit einer derartigen Anordnung können bei einem fussbetätigbaren Schlaginstrument in konstruktiv einfacher Weise Variationsmöglichkeiten in der Tonstärke und der Klangfarbe erreicht werden. Je nach Einstellung des glockenartigen Körpers bezüglich des Schlagstabes der Schlagvorrichtung kann eine mehr oder weniger starke Veränderung erzielt werden. Ausserdem ist die konstruktive Anordnung mittels eines einzigen drehbaren Armes sehr einfach, so dass dadurch rasch und ohne viele Handgriffe eine Verstellung des glockenartigen Körpers möglich ist.
Weitere Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung an Hand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen : Fig. l eine Seitenansicht des Schlaginstrumentes in schematischer Darstellung ; Fig. 2 eine Rückansicht des Schlaginstrumentes.
Das dargestellte Schlaginstrument besteht im wesentlichen aus dem glockenartigen Körper --1--, dem diesen tragenden Gestänge --2-- sowie der Schlagvorrichtung --3--. Das Gestänge-2-ist abgekröpft ausgebildet, wobei zwei achsparallel zueinander versetzte Arme --4 und 5--durch einen abgekröpften Mittelteil --16-- miteinander verbunden sind.
Das Gestänge --2-- ist drehbar, jedoch feststellbar in einem Fuss-7-- gehalten. Der glockenartige Körper-l-ist über einen Befestigungsteil --8-- mit dem Arm --4-- des Gestänges-2-- verbunden, wobei bei Lösen einer Schraube --9-- der Körper --1-- sowohl um die Achse des Armes --4-- verschwenkt und in Richtung dieser Achse verschoben werden kann. Durch Drehen des Gestänges --2-- um die Achse des Armes --5-- wird der Arm --4-- entsprechend verschwenkt, so dass dadurch ein Verschieben des glockenartigen Körpers-l-in den Pfeilrichtungen --10-möglich ist.
Es kann dadurch der glockenartige Körper-l-gegenüber der Verschwenkebene des Schlagstabes --11-- verschoben werden, so dass bei einer Betätigung des Schlagstabes --11-- der Körper - an der gewünschten Stelle bezogen auf seine Länge, angeschlagen wird.
Es wurde im vorstehenden erläutert, dass der Arm --4-- um eine achsparallel versetzte Drehachse drehbar ist. Selbstverständlich könnte der Arm --4-- mit der entsprechenden Drehachse auch einen spitzen Winkel einschliessen, wobei dann trotzdem bei einem Verdrehen die Stellung des glockenförmigen Körpers-l-verändert wird. Beim gezeigten Beispiel verläuft ferner die Drehachse in annähernd
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vertikaler Richtung. Auch ist eine Drehachse in annähernd horizontaler Richtung denkbar, wobei dann jedoch eine entsprechende Umkonstruktion der Schlagvorrichtung --3-- erforderlich ist.
Beim gezeigten Beispiel ist die Verstellmöglichkeit des glockenartigen Körpers durch ein abgekröpftes Gestänge --2-- gegeben. Es wäre im Rahmen der Erfindung auch denkbar, den Arm --4--, welcher den Körper-l-aufnimmt, exzentrisch in einem drehbar gehaltenen Träger zu fixieren. Auch dadurch wäre eine einfache Verstellmöglichkeit gegeben. Ferner sind auch andere Ausführungsvarianten denkbar, wobei lediglich die Forderung zu erfüllen ist, dass der Arm --4--, welchen den Körper-l--aufnimmt, um eine mit Abstand zu diesem angeordnete Achse verdrehbar ist.
Bezüglich der Schlagvorrichtung --3-- ist ebenfalls lediglich ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches in verschiedenartiger Ausführungsform gestaltet werden könnte. Es ist hier ein um die Achse - -12-- am Fuss --7-- drehbar gelagerter Fusshebel --13-- vorgesehen, an dessen freien Ende eine Stange - angreift, welche wieder mit einem elastischen Verbindungsglied-15-z. B. aus Leder, verbunden ist. Dieses Verbindungsglied --15-- ist an einem Träger --16-- für den Schlagstab --11-- befestigt. Der Träger --16-- und somit der Schlags tab --11-- sind um die Achse --17-- in entsprechenden Streben - mittels einer Achse --19-- drehbar gelagert.
An den äusseren Enden dieser Achse --19-- sind Exzenterscheiben --20-- angebracht, an deren unteren Enden Zugfedern-21-- greifen, deren anderes Ende an den Streben --18-- befestigt ist. Es ist hier ferner eine Einstellschraube-22-- zur Veränderung der Zugkraft der Feder --21-- vorgesehen.
Wie schon ausgeführt, kann die fussbetätigbare Schlagvorrichtung in verschiedenen Ausführungsvarianten gestaltet werden, wobei hier auch sämtliche für Trommeln und Pauken eingesetzte Lösungmöglichkeiten Anwendung finden können.