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Die Erfindung betrifft einen Auslegerkran zum Einbau in einem Gebäude, mit in diesem ortsfest angeordneten Schienen, auf denen eine Hängelaufkatze aufgehängt ist, die einen nach zwei entgegen- gesetzten Seiten hin ausfahrbaren Ausleger trägt, auf dem eine Laufkatze mit dem Hubwerk verfahrbar ist.
Nach der DE-PS Nr. 433367 ist ein Laufkran dieser Art bereits bekanntgeworden. Bei diesem Kran ist die Hängelaufkatze als eine das Mittelschiff einer Fabrikshalle überspannende Brücke ausgebildet, die auf quer zu ihrer Längsausdehnung ausgerichteten Schienen verfahrbar ist und einen auf zwei verschiedene
Ebenen einstellbaren teleskopischen Ausleger trägt, der parallel zur Längsausdehnung der Brücke ausfahrbar ist. Ein solcher Kran ist gedacht für die Verwendung in Werkshallen mit einem hohen
Mittelschiff und Seitenschiffen geringerer Deckenhöhe.
Der Patentinhaber hat sich die Aufgabe gestellt, einen Kran anzugeben, dessen Arbeitsbereich an die
Raumverhältnisse von Gebäuden verschiedenster Art leicht anzupassen ist.
Gemäss der Erfindung ist ein solcher Auslegerkran dadurch gekennzeichnet, dass die Hängelaufkatze in an sich bekannter Weise um eine vertikale Achse drehbar und/oder längs geradlinigen, sich in
Richtung ihrer Längsachse erstreckenden Schienen in Längsrichtung des Auslegers verfahrbar ist, wobei die geradlinigen Schienen auf den ortsfesten Schienen dreh-oder längsverfahrbar sind, und dass der
Ausleger geradlinig oder gekrümmt ausgebildet ist.
Durch die mögliche, gegenseitige Abstimmung der verschiedenen beweglichen Teile des Kranes während der Arbeit sowohl als auch bei der geplanten Konstruktion des Kranes, hier durch Wahl eines geradlinigen oder gekrümmt ausgebildeten Auslegers, lässt sich erreichen, dass die Bahnkurve des Auslegerendes der Dachform des Gebäudes angepasst wird und damit sämtliche unter dem Dach befindlichen Lagerplätze erreichbar werden.
In Arbeitshallen vorhandene Säulen und Querträger bedingen keine Einschränkung des Arbeitsbereiches des Kranes, eine Kollision zwischen dem Ausleger und den Säulen einer Werkhalle ist durch einfaches Ein- und Ausfahren des Auslegers vermeidbar, sofern bei der Konstruktion des Kranes darauf geachtet wird, dass die Gesamtlänge des Auslegers die Länge der sich in seiner Richtung erstreckenden Schienen nicht übersteigt.
In diesem Fall ist dann gewährleistet, dass bei Mittelstellung der Hängelaufkatze auf den sich in ihrer Längsrichtung erstreckenden Schienen und bei Symmetriestellung des Auslegers in der Hängelaufkatze, dessen Enden seitlich nicht über die ortsfest in dem Gebäude angeordneten Schienen hinausragen.-
Gemäss einer vorzugsweisen Ausbildung der Erfindung sind die Hängelaufkatze und die Laufkatze für das Hubwerk durch einen Seilzug verbunden, der über am Ausleger vorgesehene Umlenkrollen geführt ist, und die Hängelaufkatze und der Ausleger sind in übereinstimmender Richtung und gegebenenfalls mit übereinstimmender Relativgeschwindigkeit zu ihrer jeweiligen Führungsvorrichtung bewegbar.
Durch diese Ausbildungsform lässt sich erreichen, dass die Symmetriestellung des Auslegers relativ zur Hängelaufkatze gleichzeitig auch eine Mittelstellung der das Hubwerk tragenden Laufkatze im Ausleger bewirkt, während sich die das Hubwerk tragende Laufkatze im ausgefahrenen Zustand des Auslegers dann an dessen äusserem Ende befindet.
Gemäss einer weiteren vorzugsweisen Ausbildung der Erfindung sind Antriebsmittel vorgesehen, die Fahrwerke mit Flaschen- oder Elektrozügen, Antriebsräder, Ketten mit Kettenrädern oder hydraulische Aggregate enthalten, die zum Verfahren der Hängelaufkatze oder des Auslegers in der Hängelaufkatze und/oder der Laufkatze auf dem Ausleger dienen, wobei die Antriebsmittel der Hängelaufkatze und des Auslegers und gegebenenfalls der Laufkatze miteinander mechanisch oder elektrisch gekoppelt sind.
Zur Erläuterung der Erfindung sind nachstehend Ausführungsbeispiele an Hand der Zeichnungen beschrieben. Hierin zeigen : Fig. 1 die Anordnung eines fahrbaren Auslegerkranes nach der Erfindung in einer Werkhalle mit Fachwerkaufbau, Fig. 2 einen Querschnitt durch die Hängelaufkatze mit der Laufkatze für das Hubwerk, Fig. 3 einen Auslegerkran, dessen Hängelaufkatze in einer an der Ecke der Werkhalle befestigten Schiene drehbar ist und Fig. 4 einen ortsfest installierten Drehkran mit einer längs dessen Grundausleger verfahrbaren Trägerkatze, die ihrerseits einen ausfahrbaren Ausleger mit einem auf einer Laufkatze angeordneten Hubwerk trägt.
Ein in einer Fachwerkhalle --1-- mit Säulen --2-- und Quertr gern --3-- installierter, fahrbarer Brückenkran --4-- umfasst eine waagrechte, aus Schienen --5-- gebildete Brücke, die längs zwei ortsfest in der Halle --1-- parallel zueinander angeordneten Schienen --6a, b-- verfahrbar ist. Eine Hängelauf-
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katze-7-ist längs der Schienen --5-- verfahrbar. Sie trägt einen Ausleger-8-, der parallel zu den
Schienen --5-- nach beiden Seiten hin ausfahrbar ist. Ein Hubwerk --9-- ist an einer Laufkatze --10-- gehaltert, die ihrerseits längs des Auslegers --8-- verfahrbar ist.
Die von diesem Kran bedienbare Arbeitsfläche ist nicht mehr auf die Spannweite der Brücke --5-beschränkt. Durch Verfahren der Hängelaufkatze --7-- zum einen Ende der Schienen --5-- und gleichzeitiges Ausfahren des Auslegers --8-- über dieses Schienenende hinaus, während die Laufkatze - zum freien Ende des Auslegers --8-- verschoben wird, lässt sich die Arbeitsfläche in optimaler Weise erweitem.
In Anpassung an die durch die Werkhalle-l-vorgegebene Dachkonstruktion weist im Beispiel der Ausleger --8-- eine gekrümme Gestalt auf. Hiedurch wird ermöglicht, einen grösseren Arbeitsbereich ausserhalb der Schienen --6a, b-- mit dem Kran zu bedienen und den Lagerraum unter der Dachschräge besser auszunutzen, als dies bei geradlinig verlaufenden Auslegern der Fall wäre.
Soll eine Last --11-- von einem über das Hubwerk --9-- bedienbaren Greifer --12-- aufgenommen und beispielsweise in den Bereich --la-- der Werkhalle --1-- versetzt werden, so wird die Hängelaufkatze - in Richtung auf die Schiene --6an und gleichzeitig der Ausleger --8-- relativ zur Hängelaufkatze - so weit verschoben, bis das in den Zeichnungen freie Ende --8a-- des Auslegers --8-- in die Hängelaufkatze gelangt ist und das in der gezeichneten Position in der Hängelaufkatze --7-- gehaltene Ende --8b-- in den Hallenbereich --la-- reicht. Gleichzeitig wird auch die Laufkatze --10-- zusammen mit der vom Hubwerk --9-- hochgehobenen Last --11-- längs des Auslegers zu dessen freien Ende --8b-- hin bewegt, um die Last dort nach entsprechender Betätigung des Hubwerks --9-- abzulegen.
Erforderlichenfalls kann während des beschriebenen Bewegungsvorganges auch zugleich die waagrechte Brücke --5-- längs der Schienen --6a, b-- verfahren werden. Hat sie hiebei Säulen --2-- der Werkhalle-l-zu passieren, so ist es zweckmässig, die Hängelaufkatze --7-- auf der Brücke --5-- in Mittelstellung zu bringen und den Ausleger --8-- symmetrisch zu der Hängelaufkatze --7-- auszurichten, so dass er in halber Länge von dieser gehalten ist.
Ferner sorgt man in diesem Fall zweckmässigerweise auch dafür, dass sich die Laufkatze --10-- in Mittelstellung zum Ausleger --8-- und damit im Schwerpunktbereich der Hängelaufkatze --7-- befindet. Hiedurch wird erreicht, dass der Ausleger --8-- während der Fahrt der waagrechten Trägerbrücke --5-- nicht an einer Säule --2-- der Halle anstossen kann und dass ausserdem der Kran symmetrisch belastet ist.
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Bezugszeichen bezeichnet.
Die Hängelaufkatze --7-- ist durch ein Hohlprofil mit den Seitenwänden --7a, b-- gebildet, die über
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an den Seitenflächen --7a bzw. 7b-- der Hängelaufkatze --7-- mittels Stummelwellen gelagert sind. Der Flansch --8a-- trägt auf seiner der waagrechten Brücke --5-- zugewandten Fläche eine Kette --29--, in die das Zahnrad --27-- der --27-- der Welle --24-- eingreift. Infolge der gewählten Übereinstimmung der Zahnräder - 26 und 27-bewegt sich die Hängelaufkatze -7-- relativ zur waagrechten Brücke --5-- mit gleicher Geschwindigkeit und gleicher Richtung wie der Ausleger --8-- relativ zur Hängelaufkatze --7--, sobald sich die Motorwelle --24-- dreht.
Die Laufkatze --10-- ist entsprechend der Hängelaufkatze --7-- ebenfalls als Hohlprofil mit zwei parallelen Seitenwänden-lOa und lOb-gebildet, die über Abstandshalter --30-- miteinander verbunden sind. In den Seitenflächen --10a bzw. 10b-- sind Laufwalzen --31a, 31b-- gelagert. Bei Betätigung eines
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an der Aussenfläche --10b-- angeordneten Motors --32-- werden diese Laufrollen --31a, b-- über ein auf der Motorwelle sitzendes Zahnrad --33-- angetrieben, das mit einem am Umfang der Laufkatze --31b-vorgesehenen Zahnkranz --34-- kämmt.
Hiedurch ist eine von der Bewegung des Auslegers --8-- und der
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--7-- unabhängige BetätigungSeilzügen zwischen Hängelaufkatze --7-- und Laufkatze --10--, die über an den Enden des Auslegers - vorgesehene Rollen geführt sind, kann man aber auch eine Kopplung von Trägerkatze und
Laufkatze erreichen, die eine gleichsinnige Bewegung beider bewirkt. Da eine solche mechanische
Kopplung keine besonderen konstruktiven Probleme aufwirft, wurde von einer Darstellung dieser gegenüber der in Fig. 2 gezeigten Ausbildungsform abweichenden Konstruktion abgesehen.
Das Hubwerk --9-- ist auf der Seitenfläche --10a-- der Laufkatze --10-- angeordnet und umfasst einen ebenfalls für sich betätigbaren Motor --35-- in Kombination mit einer Winde --36--, die gegebenenfalls auch als Greifvorrichtung --12-- od. dgl. ausgebildet sein kann, betätigt.
Zur Vereinfachung und besseren Übersicht der Darstellung in Fig. 2 sind die für die Halterung des Auslegers --8-- in der Hängelaufkatze --7-- unbedingt erforderlichen Gegengewichte nicht dargestellt. Die sind aber in Fig. 1 durch die Walzenpaare --39a, b-- angedeutet. Die Dimensionierung dieser Walzen --39-wird durch die Länge des Auslegers --8-- und die Grösse der maximalen Belastung des Kranes bestimmt.
Die im Beispiel gezeigte mechanische Kopplung zwischen der Hängelaufkatze --7-- und dem Ausleger - ist im Beispiel so ausgelegt, dass die Relativgeschwindigkeiten beider Teile zu ihren Haltevorrichtungen übereinstimmt. Es bleibt jedoch jedem Fachmann überlassen, die Geschwindigkeitsrelationen den jeweiligen Erfordernissen anzupassen und ferner den Betrieb der Motoren --25, 32 und 35-- durch eine entsprechende elektrische Schaltung so zu konstruieren, dass der Arbeitsvorgang des Kranes weitgehend automatisiert ablaufen kann. Ferner bleibt es dem Fachmann freigestellt, auch Fahrwerke mit Flaschenoder Elektrozügen, Antriebsrädern oder hydraulischen Aggregaten zu verwenden.
Bei automatisierter Arbeitsweise ist zusätzlich darauf zu achten, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen sind, um während des Verfahrens der waagrechten Brücke --5-- längs der Schienen --6a, b--, bei noch ausgefahrenem Ausleger --8--, Kollisionen mit Säulen --2-- der Werkhalle --1-- zu verhindern.
Hiefür sind dem Fachmann Fühlvorrichtungen bekannt, die bei Annäherung des Auslegers --8-- an eine Säule --2-- das Anhalten des Kranes und das Einfahren des Auslegers --8-- veranlassen.
Der in den Fig. 1 und 2 gezeigte Auslegerkran lässt sich ohne Änderung seines Konstruktionsprinzips, wie aus Fig. 3 hervorgeht, an der Decke --40-- einer Werkhalle anbringen. Hier trägt die Hängelaufkatze - -41-- den Ausleger --8-- mit Laufkatze --10-- und Hubwerk --9--. Die Hängelaufkatze --41-- ist um eine vertikale Achse drehbar und in einer Ringschiene verfahrbar. Es ist aber auch denkbar, die beschriebene
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waagrechten Brücke --5-- nach Fig.1 übernehmen.
Ferner kann an Stelle eines auf Schienen in einer Werkhalle verfahrbaren Brückenkranes auch ein in Fig. 4 dargestellter, ortsfest installierter Drehkran mit einem Grundausleger --42--, der über eine senkrechte Drehsäule --43-- hinausragt und um diese drehbar ist, mit einer verfahrbaren Trägerkatze - -7-- bestückt sein. Der schwenkbare Grundausleger --42-- übernimmt in diesem Falle die Funktion der waagrechten Trägerbrücke --5-- der Hebevorrichtung nach Fig. l, das heisst, er bildet die Führungsvorrichtung für die verfahrbare Trägerkatze --7--, die ihrerseits das auf einer Laufkatze --10-angeordnete Hubwerk --9-- trägt.
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