AT352056B - Verfahren zur herstellung einer loesung zum aromatisieren von lebensmitteln und/oder getraenken - Google Patents

Verfahren zur herstellung einer loesung zum aromatisieren von lebensmitteln und/oder getraenken

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AT352056B
AT352056B AT655377A AT655377A AT352056B AT 352056 B AT352056 B AT 352056B AT 655377 A AT655377 A AT 655377A AT 655377 A AT655377 A AT 655377A AT 352056 B AT352056 B AT 352056B
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Description


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   Die Erfindung betrifft die Herstellung einer Lösung zum Aromatisieren von Lebensmitteln und/oder
Getränken, insbesondere von Bier oder Ale. 



   Die Ausnutzung der Humulone oder a-Säuren (nachstehend kurz als Humulon oder Humulone bezeichnet) aus dem Hopfen spielt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Bier und"Ale". Bei
Verwendung von natürlichem Hopfen zum Hopfen im Kessel werden die Humulone in die entsprechenden
Isohumulone oder   Iso-a-säuren   umgewandelt. Nachstehend werden diese Verbindungen als Isohumulon bzw. 



   Isohumulone bezeichnet. Diese Verbindungen sind löslich und verleihen dem Bier die sogenannte Bittere. 



   Die Gesamtausnutzung der Humulone, berechnet als Konzentration der Isohumulone im fertigen Bier, beträgt 25 bis 35%. 



   Es sind zahlreiche Verfahren zur Herstellung einfacher Lösungsmittel-Hopfen-Extrakte in der
Patentliteratur beschrieben. Ferner sind Verfahren zur Herstellung von isomerisierten Hopfenextrakten in der GB-PS   Nr. l, 064, 068   (entspricht AU-PS Nr. 274051), in der BE-PS Nr. 796316 und der DE-OS 2143783 beschrieben. 



   Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung von isomerisierten Hopfenextrakten werden eine Humulone enthaltende Lösung entweder allein oder zusammen mit andern extrahierbaren Stoffen aus dem Hopfen einer elektromagnetischen Strahlung ausgesetzt, oder die Natrium- oder Kaliumsalze der Humulone werden gegebenenfalls zusammen mit andern alkalilöslichen Bestandteilen des Hopfens bei erhöhten Temperaturen in einem wässerigen oder wässerig-alkoholischen Medium in einem PH-Bereich von beispielsweise 5 bis 10 isomerisiert, oder Humulon wird in wässerig alkoholischer Lösung und in Gegenwart katalytischer Mengen von Metallionen, wie Magnesiumionen isomerisiert. 



   Bei den in den vorgenannten Druckschriften beschriebenen Verfahren zur Herstellung eines isomerisierten Hopfenextrakts werden zweiwertige Metallsalze oder Komplexe der Humulone in fester Phase oder in geschmolzenem Zustand bei erhöhten Temperaturen isomerisiert. Zur Durchführung dieses Verfahrens kann man eine Lösung der Humulone herstellen, beispielsweise durch Extrahieren von Hopfen mit einem organischen Lösungsmittel, wie Hexan. Es wird eine Lösung der Hopfenharze erhalten. Durch Gegenstromextraktion mit einer wässerigen Lösung eines Alkalimetallsalzes, wie Kaliumcarbonat, wird aus dieser Lösung eine Lösung der Humulone erhalten. Die Humulone werden aus der erhaltenen wässerigalkalischen Lösung in Form eines   Metallion-Humulon-Komplexes   durch Zusatz einer Lösung eines zweiwertigen Metallions, wie Magnesium, ausgefällt und abfiltriert.

   Sodann wird der Metallion-HumulonKomplex gegebenenfalls in Gegenwart von Wasser oder einer andern Flüssigkeit in fester Form oder bis zum Schmelzen erhitzt, unter Bildung eines   Metallion-Isohumulon-Komplexes,   beispielsweise Magnesiumisohumulat. 



   Bei den beiden erstgenannten Verfahren erfolgt zwangsläufig auch die Bildung von Nebenprodukten zusammen mit den Isohumulonen. Bei dem dritten Verfahren ist eine Konzentrierungsstufe und eine Stabilisierung des isomerisierten Produkts erforderlich. 



   Bei den in der DE-OS 2143783 und der BE-PS Nr. 796316 beschriebenen Verfahren der Isomerisierung zweiwertiger Metallsalze oder Komplexe der Humulone in fester Phase oder geschmolzenem Zustand ist weder eine Konzentrierungsstufe noch irgendeine Stabilisierung des Produkts erforderlich. Die Konzentration des Isohumulons im Komplex beträgt normalerweise 50 bis 75%, bezogen auf das Trockengewicht. 



   Die zweiwertigen Metallion-Isohumulon-Komplexe oder-Salze, die in der DE-OS 2143783 und der BE-PS Nr. 796316 beschrieben sind, unterscheiden sich im Verfahren ihrer Herstellung und ihrer Struktur von den Isohumulonen, die nach den vorstehend beschriebenen drei Verfahren erhalten werden. Diese Unterschiede beruhen zumindest zum Teil auf den grundsätzlichen Unterschieden, die zwischen einer Reaktion in fester Phase und einer Reaktion in homogener Lösung bestehen. Die in der DE-OS 2143783 und der BE-PS Nr. 796316 beschriebenen Verfahren in fester Phase haben den Vorteil, dass die Reaktionen rasch und ohne nennenswerte Bildung von unerwünschten Abbauprodukten verlaufen, während gleichzeitig das Isohumulon in einer Form erhalten wird, die keine Stabilisierung oder Konzentrierung erfordert. 



   Die begrenzte Löslichkeit dieser Komplexe oder Salze von Isohumulonen führten zur Entwicklung eines Spezialverfahrens zum Vermahlen des fertigen isomerisierten Produkts vor der Zugabe zum Bier oder andern Getränken, das ebenfalls in der DE-OS 2143783 und der BE-PS Nr. 796316 beschrieben ist. 



   Bei diesem Verfahren wird der wasserunlösliche   Metallion-Isohumulon-Komplex   in Wasser auf eine Korngrösse von höchstens 10 pm zerkleinert, so dass nach Zugabe des Extrakts zum Getränk eine raschere 

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Auflösung erfolgt. Das Verfahren hat den Nachteil, dass die Auflösung des   feinvermahlenen   Isohumulon- komplexes in Bier oder einem andern Getränk zeitraubend ist, beispielsweise 24 bis 48 h erfordert. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den wasserunlöslichen   Metallion-Isohumulon-Komplex   bzw. das Salz, das   z. B.   bei den in der DE-OS 2143783 und der BE-PS Nr. 796316 beschriebenen Verfahren anfällt, durch Inberührungbringen mit Wasser oder einem wasserhaltigen Medium möglichst rasch und vollständig in eine Lösung eines wasserlöslichen Alkali-Isohumulonsalzes überzuführen, welche Lösung dem
Bier, Ale oder einem andern Getränk direkt zugesetzt werden kann. Auf diese Weise lässt sich ein
Feinstvermahlen des unlöslichen Komplexes vermeiden. 



   Dementsprechend betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Lösung zum Aromati- sieren von Lebensmitteln und/oder Getränken, wie insbesondere Bier oder Ale, das dadurch gekenn- zeichnet ist, dass man in Wasser oder in einem wasserhaltigen Medium a) einen wasserunlöslichen   Metallion-Isohumulon-Komplex   in, vzw. feinzerteilter Form, beispiels- weise als Suspension, und b) eine Alkalimetallverbindung, die mit dem Metallion des Isohumulon-Komplexes stärker reagiert als das Isohumulon, in einem Molverhältnis von Alkalimetallverbindung zu Isohumulon im
Isohumulon-Komplex von mindestens   0, 2 : 1,   insbesondere von mindestens 0, 8 :

   1, einbringt und miteinander verrührt bzw. vermischt, wobei die Konzentration des Isohumulons in der
Lösung auf höchstens 5%, vorzugsweise auf höchstens 2%, und ein Mengenverhältnis von unlöslichen Stoffen zu den Isohumulonen in der Lösung auf einen Wert von 0 : 1 bis 1 : 1, insbesondere auf höchstens 0, 1 : 1, eingestellt wird. 



   Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung wird der wasserunlösliche Metallion-Isohumulon-Komplex vorzugsweise in feinvermahlener oder feinstvermahlener Form mit einer Alkalimetallverbindung, die vorzugsweise in fester Form vorliegt, vermischt. Diese Alkalimetallverbindung setzt sich bei deren Zugabe zu Wasser mit dem Metallion des Isohumulon-Komplexes stärker um, als das Isohumulon mit dem Metallion. 



  Das Molverhältnis von Alkalimetallverbindung zu Isohumulon im Metallion-Isohumulon-Komplex beträgt mindestens   0, 2 : 1,   vorzugsweise mindestens 0, 8 : 1. Das Produkt wird vorzugsweise in Wasser oder ein anderes wasserhaltiges Medium eingetragen, und es bildet sich eine Lösung von höchstens 5%, vorzugsweise höchstens 2% Isohumulongehalt. In der Lösung liegt nur ein verhältnismässig geringer Anteil an unlöslichen Stoffen vor. Die Umwandlung des wasserunlöslichen   MetaIion-Isohumulon-Komplexes   in ein wasserlösliches Alkalimetallsalz des Isohumulons verläuft in einer Ausbeute von mindestens 80%, vorzugsweise mindestens   90%.   



   Die verfahrensgemäss eingesetzte Alkalimetallverbindung ist vorzugsweise Natriumtripolyphosphat. Es kann jedoch auch jede andere Verbindung verwendet werden, die in Gegenwart von Wasser eine doppelte Umsetzung mit dem wasserunlöslichen Metallion-Isohumulon-Komplex eingeht, beispielsweise ein Alkalimetallcarbonat, -phosphat, -hydroxyd oder -metasilikat oder ein Alkalimetallsalz der   Äthylendiamintetra-   essigsäure. Es können auch Gemische dieser Verbindungen eingesetzt werden. 



   Die Umwandlung des wasserunlöslichen   Metallion-Isohumulon-Komplexes   in eine Lösung eines wasserlöslichen Isohumulats, wie Natrium- oder Kaliumisohumulat, kann folgendermassen durchgeführt werden :
Der feinvermahlene oder feinstvermahlene wasserunlösliche   Metallion-Isohumulon-Komplex   wird mit dem festen oder pulverisierten Natriumtripolyphosphat oder einer andern geeigneten Alkalimetallverbindung vermischt. Das Gemisch kann als freifliessendes Pulver oder in Form von Tabletten oder in anderer komprimierter oder agglomerierter Form (nachstehend kurz als Tabletten bezeichnet) eingesetzt werden. 



   Bei Verwendung üblicher Tablettiermaschinen kann das Produkt den Zusatz eines in der Lösung löslichen, vorzugsweise festen, Schmiermittels erfordern. Vorzugsweise wird für diesen Zweck ein Salz der Stearinsäure, wie Magnesiumstearat, in einer Konzentration von 0, 5 bis   2, 5 Gew.-%   verwendet. Die Verwendung eines Schmiermittels, wie Magnesiumstearat, hängt von der verwendeten Alkalimetallverbindung ab. Vorzugsweise wird ein derartiges Schmiermittel eingesetzt, wenn als Alkalimetallverbindung Natriumtripolyphosphat verwendet wird. Der Bruchpunkt der Tablette beträgt vorzugsweise höchstens 10 S. C. Härteeinheiten, insbesondere 2 bis 5 S. C. Härteeinheiten. 



   Die Tablette oder das Pulver kann dann in Wasser oder ein anderes geeignetes Lösungsmittel, vorzugsweise bei einer Temperatur von 0 bis   40 C,   unter Rühren eingetragen werden. Die Tablette zerfällt und das Natriumtripolyphosphat bzw. die Alkalimetallverbindung geht in Lösung. Es erfolgt die 

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 doppelte Umsetzung unter Bildung des wasserlöslichen Isohumulats, beispielsweise des Natrium- oder   Kaliumisohumulats   des dispergierten   Metallion- Isohumulon-Komplexes.   



   Gemäss der Grundausführungsform kann der, vorzugsweise feinvermahlene oder feinstvermahlene, wasserunlösliche Metallion-Isohumulon-Komplex entweder in tablettierter Form oder als Pulver oder als
Suspension in Wasser oder in einem andern geeigneten flüssigen Medium unter Rühren mit einer wässerigen Lösung von Alkaliverbindung, insbesondere Natriumtripolyphosphat oder einem andern geeigneten Komplexierungsmittel, versetzt werden. Es kann aber auch die Alkalimetallverbindung in fester, beispielsweise in gemahlener oder in Pulver-Form, eingesetzt werden.

   Ein besonderer Vorteil der oben beschriebenen Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens zur Umwandlung des wasser- unlöslichen Metallion-Isohumulat besteht darin, dass das Produkt als feinvermahlenes Pulver oder in Form von Tabletten oder andern Formkörpern gelagert und transportiert werden kann und zur Herstellung einer Lösung unmittelbar vor der Verwendung in Wasser oder ein anderes wasserhaltiges Medium eingetragen werden kann. Das Produkt kann längere Zeit ohne nennenswerte Qualitätseinbusse bei üblichen
Temperaturen und an der Luft gelagert werden. Das Produkt ist in jeder Hinsicht praktisch unbegrenzt stabil. Deshalb ist der Zusatz spezieller Stabilisatoren nicht erforderlich. 



   Weitere Vorteile des Einsatzes des festen Gemisches von unlöslichen Isohumulonkomplex und
Alkaliverbindung, in Form von Formkörpern, wie z. B. Tabletten, sind : a) die Zeit zur Auflösung des Produkts oder seiner Lösung in dem Getränk ist vermindert, b) die Tablette oder ein anderer Formkörper unterliegt weniger dem Angriff durch Sauerstoff auf
Grund seiner erheblich verminderten Oberfläche (beispielsweise weniger als 1 :

   2000) im
Vergleich zu einem vermahlenen Pulver, das selbst nicht besonders stark dem Angriff durch
Sauerstoff unterliegt, wodurch die Möglichkeit der Bildung von Abbauprodukten oder andern unerwünschten Substanzen weiter vermindert wird, c) der wasserunlösliche Metallion-Isohumulon-Komplex muss nicht so fein vermahlen werden, wie zur
Herstellung der in der DE-OS 2143783 beschriebenen Paste des Extrakts, und d) die aus der Tablette beim Auflösen in Wasser gebildete Lösung ist praktisch stabil und erfordert, wenn überhaupt, nur eine geringe Stabilisierung. 



   Die   Auflösungsgeschwindigkeit   der Tablette in Wasser oder einem andern flüssigen Medium kann durch Änderung des Kompressionsfaktors bei der Herstellung der Tablette gesteuert werden. 



   Die Konzentration des aus dem wasserunlöslichen Metallion-Isohumulon-Komplex gebildeten Natriumoder Kaliumisohumulats in der Lösung hängt vom Umwandlungsgrad des Komplexes in das wasserlösliche Isohumulonsalz ab. Es lässt sich ein Umwandlungsgrad von mindestens 80%, vorzugsweise mindestens 90%, erhalten. Die Konzentration des Alkalimetallisohumulats in der Lösung beträgt weniger als 5%, vorzugsweise weniger als 2%. 



   Ein Vorteil der Erfindung ist darin zu erblicken, dass die Reaktionsbedingungen so eingestellt werden können, dass der wasserlösliche Isohumulonkomplex bzw. das wasserlösliche Isohumulonsalz ohne nennenswerte Bildung bei einer unerwünschten Fällung, beispielsweise einer die Metallionen des eingesetzten   Metallion-Isohumulon-Komplexes   enthaltenden Fällung, gebildet werden kann. Das Mengenverhältnis dieser Fällung zum Isohumulon in der Lösung beträgt höchstens 1 : 1, vorzugsweise höchstens 0, 1 : 1. 



   Die Erfindung gestattet die Verwendung vereinfachter und wirtschaftlicherer Dosierungsverfahren bei Zusatz der Lösung zum Getränk. Im Falle der Einbringung der festen Mischung von unlöslichem Metall-Isohumulon-Komplex und Alkaliverbindung in das wässerige Medium sind die Vorteile der Isomerisierung in festem Zustand und die Bildung eines festen, isomerisierten Produkts mit den Vorteilen eines leicht löslichen, festen, stabilen konzentrierten Produkts, das in einigen Fällen den Getränken unmittelbar oder nach Bildung einer Lösung einverleibt werden kann, miteinander vereinigt. 



   Die Teilchengrösse des verfahrensgemäss eingesetzten wasserunlöslichen   Metallion-Isohumulon-Komple-   xes kann in verhältnismässig breiten Grenzen liegen. Vorzugsweise soll die Teilchengrösse höchstens 200 pm betragen. Die Umwandlung in das wasserlösliche Salz bzw. den wasserlöslichen Komplex und damit die Lösung verläuft umso rascher, je kleiner die Teilchengrösse ist. Die Umwandlung verläuft auch rascher bei höheren Temperaturen. Normalerweise kann die Umwandlung bei Temperaturen von 0 bis   400C   durchgeführt werden. 

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   Das Mengenverhältnis der Alkalimetallverbindung, beispielsweise Natriumtripolyphosphat, zum   Metallion-Isohumulon-Komplex   beeinflusst die Geschwindigkeit und das Ausmass der Umwandlung in die wasserlösliche Form. Es wurde festgestellt, dass ein Molverhältnis von Alkalimetallverbindung, beispielsweise Natriumtripolyphosphat, zu Isohumulon im   Metallion - Isohumulon - Komplex   von mindestens 0, 8 : 1, vorzugsweise mindestens 1, 0 : 1, eine Umwandlung von mindestens 80% des unlöslichen   Metallion-Isohumu-     lon-Komplexes   zum wasserlöslichen Alkalimetallsalz bewirkt. Man erhält eine Suspension oder Lösung, deren Isohumulonkonzentration z. B. 1% beträgt.

   Niedrigere Molverhältnisse von Alkalimetallverbindung zu Isohumulon von beispielsweise   0, 2 : 1   bis 0, 8 : 1 ergeben eine entsprechend geringere Umwandlung in das wasserlösliche Salz. Weniger konzentrierte Suspensionen des wasserunlöslichen   Metallion-Isohumulon-   Komplexes ergeben anderseits eine grössere Umwandlung zum wasserlöslichen Alkalimetallsalz. 



   Beispielsweise kann der gemahlene   Metallion-Isohumulon-Komplex   mit einer solchen Menge an Natriumtripolyphosphat eingebracht oder vermischt werden, die 1 Moläquivalent, bezogen auf Isohumulon, beträgt. 



   Zur Herstellung von Tabletten wird vorteilhaft eine geringe Menge eines Gleitmittels, wie Magnesiumstearat, zugesetzt. Nach dem Vermischen wird das Pulver in einer üblichen Tablettiermaschine zu Tabletten verpresst. Zum Gebrauch können die Tabletten beispielsweise der entsprechenden Menge von   40 C   warmem Wasser zugesetzt werden. Es wird eine Lösung mit einer Isohumulon-Konzentration von 0, 5 bis 1% erhalten. Die Lösung wird gerührt und auf   400C   erwärmt, bis die Tabletten zerfallen sind und mindestens 80% des   Metallion-Isohumulon-Komplexes   sich in das lösliche Natriumisohumulat umgewandelt haben. Dies erfordert im allgemeinen höchstens 2 h. Die erhaltene Lösung kann sodann unmittelbar in das 
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 komprimierter Form zu einer Suspension in Wasser oder einem andern flüssigen Medium verarbeitet.

   Diese
Suspension wird sodann in ein mit einem Rührwerk ausgerüstetes Gefäss eingespeist, das eine   40 C   warme wässerige Lösung von Natriumtripolyphosphat enthält. In das Gefäss wird der Metallion-Isohumulon-Komplex und das Natriumtripolyphosphat in solcher Menge eingespeist, dass eine Suspension mit 0, 5 bis 1%
Isohumulon erhalten wird, und dass mindestens 1 Moläquivalent Natriumtripolyphosphat pro Mol Isohumulon im Metallion-Isohumulon-Komplex vorliegt. 



   Die Beispiele erläutern die Erfindung. 



     Beispiel l :   Hopfen wird mit Hexan extrahiert. Der Hexanextrakt wird einer GegenstromExtraktion mit einer wässerigen   Kaliumcarbonatlösung   unterworfen. Aus dem wässerigen Extrakt werden die Humulone durch Zusatz von Magnesiumsulfat in Form ihrer Magnesiumsalze ausgefällt. Das Magnesiumhumulat wird abfiltriert und der feuchte Filterkuchen erhitzt. Der entstandene feste Magnesium-Isohumulon-Komplex wird getrocknet. 



   Der trockene Magnesium-Isohumulon-Komplex wird zu einer Teilchengrösse von höchstens 200   pm   vermahlen. 1 kg des vermahlenen Pulvers wird mit 800 g Natriumtripolyphosphat und 20 g Magnesiumstearat vermischt. Das Gemisch wird zu Tabletten mit einem Gewicht von etwa 1 g, einem Durchmesser von 1, 4 cm und einer Dicke von 0, 5 cm verpresst. Auf Grund der Analyse enthält jede Tablette etwa 390 mg Isohumulon als Magnesium-Isohumulon-Komplex. 



   Ein mit 80 ml Wasser von   40 C   gefülltes Gefäss wird mit einem Magnetrührer gerührt und mit einer Tablette versetzt. Nach 2stündigem Rühren beträgt die Konzentration an unlöslichen Stoffen in der Lösung weniger als   0, 01 Gew.-%.   Der Inhalt des Gefässes wird filtriert und das Filtrat auf Isohumulon analysiert. Die wässerige Lösung enthält   0, 50% Isohumulon,   entsprechend einer   100% eigen   Umwandlung des Magnesium-Isohumulon-Komplexes in das lösliche Natriumisohumulat. 



   Die erhaltene wässerige Lösung wird unfiltriertem, ungehopftem vergorenen Bier in solcher Menge zugesetzt, dass die Zunahme der Isohumulon-Konzentration im Bier 30   mg/l   beträgt. Die Analyse des Bieres auf den Isohumulongehalt ergibt eine Zunahme der Isohumulon-Konzentration im Bier von 27 mg/l. 
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    igeBeispiel 2 :   500 g des gemäss Beispiel 1 hergestellten trockenen Magnesium-Isohumulon-Komplexes mit einer Teilchengrösse von höchstens 200 um werden mit 400 g wasserfreiem Kaliumphosphat vermischt. Auf Grund der Analyse enthält das Pulver etwa 40% Isohumulon in Form des Magnesium-Isohumulon-Komplexes. 

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   Ein mit 80 ml Wasser von   40 C   gefülltes Gefäss wird mit einem Magnetrührer gerührt. Sodann wird
1 g des erhaltenen Pulvers eingetragen, und das Gemisch wird 2 h gerührt. Die Konzentration an unlöslichen Stoffen in der Lösung beträgt etwa   0, 25 Gew.-%.   Nach 2 h wird der Inhalt des Gefässes filtriert und das Filtrat auf Isohumulon analysiert. Die wässerige Lösung enthält   0, 4%   Isohumulon. Dies entspricht einer 80%igen Umwandlung des Magnesium-Isohumulon-Komplexes in das lösliche Kaliumiso- humulat. 



   Die filtrierte wässerige Lösung wird in unfiltriertes, ungehopftes vergorenes Bier in solcher Menge eingespeist, dass eine Zunahme der Konzentration an Isohumulon im Bier von 25   mg/l   erhalten wird. Die
Analyse des Bieres auf Isohumulon ergibt eine Zunahme der Konzentration an Isohumulon im Bier von
20 mg/l. Dies stellt eine 80% ige Ausnutzung des dem Bier zugesetzten Isohumulons dar. 



     Beispiel 3 :   Ein Gemisch von 0, 46 g des Dinatriumsalzes der Äthylendiamintetraessigsäure und 1, 56 g Tetranatriumsalz der Äthylendiamintetraessigsäure wird unter Rühren in 100 ml Wasser gelöst. 



   Die erhaltene Lösung wird mit einer Dispersion von 2, 1 g des gemäss Beispiel 1 hergestellten Magnesium-
Isohumulon-Komplexes in 50 ml Wasser versetzt und 2 h gerührt. Die Konzentration an unlöslichen Stoffen in der erhaltenen Lösung beträgt weniger als   0, 01 Gew.-%.   Die erhaltene Lösung wird zentrifugiert und der klare Überstand auf Isohumulon analysiert. Der Isohumulongehalt beträgt 1, 0%. Dies entspricht einer
100% igen Umwandlung des Magnesium-Isohumulon-Komplexes in das lösliche Natrium-Isohumulat. 



   Die wässerige Lösung wird in unfiltriertes, ungehopftes vergorenes Bier in solcher Menge eingespeist, dass eine Zunahme der Konzentration an Isohumulon im Bier von 30   mg/l   erhalten wird. Die
Analyse des Bieres auf den Isohumulongehalt ergibt eine Zunahme der Konzentration an Isohumulon im Bier von 25 mg/l. Dies bedeutet eine   83%ige   Ausnutzung des dem Bier zugesetzten Isohumulons. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung einer Lösung zum Aromatisieren von Lebensmitteln und/oder Getränken, wie insbesondere Bier oder Ale,   dadurch gekennzeichnet,   dass man in Wasser oder in einem wasserhaltigen Medium a) einen wasserunlöslichen   Metallion-Isohumulon-Komplex   in vzw. feinzerteilter Form, beispielsweise als Suspension, und b) eine Alkalimetallverbindung, die mit dem Metallion des Isohumulon-Komplexes stärker reagiert als das Isohumulon, in einem Molverhältnis von Alkalimetallverbindung zu
Isohumulon im Isohumulon-Komplex von mindestens 0, 2 : 1, insbesondere von mindestens
0, 8 :

   1, einbringt und miteinander verrührt bzw. vermischt, wobei die Konzentration des
Isohumulons in der Lösung auf höchstens 5%, vorzugsweise auf höchstens 2%, und ein
Mengenverhältnis von unlöslichen Stoffen zu den Isohumulonen in der Lösung auf einen
Wert von 0 : 1 bis   l : l,   insbesondere auf höchstens 0, 1 : 1, eingestellt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Alkaliverbindungen Alkaliphosphat, insbesondere das Natrium- oder Kaliumtripolyphosphat, Alkalicarbonat, Alkalihydroxyd, Alkalimetasüikat, das Natrium- oder Kalium-Salz der Äthylendiamintetraessigsäure, vorzugsweise einem Gemisch von deren Di-und Tetra-Natrium-und-Kalium-Salzen, oder deren Gemische eingesetzt werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass als wasserunlöslicher Metallion-Isohumulon-Komplex ein Magnesium-Isohumulat und als Alkalimetallverbindung Natriumtripolyphosphat eingesetzt wird, wobei ein Molverhältnis von Natriumtripolyphosphat zu Isohumulon im Magnesium-Isohumulat von mindestens 0, 8 :
    1 und eine Konzentration der Isohumulone in der Lösung von höchstens 2% eingestellt wird, die Umwandlung von Magnesium-Isohumulat zu Natrium-Isohumulat auf mindestens 80% gebracht wird und das Mengenverhältnis von unlöslichen Stoffen zu Isohumulonen in der EMI5.1 dass man eine Mischung des wasserunlöslichen Metallion-Isohumulon-Komplexes in gemahlener fester Form mit der in fester Form, gegebenenfalls in gemahlener Form vorliegenden Alkalimetallverbindung in das Wasser bzw. wasserhaltige Medium einbringt. <Desc/Clms Page number 6>
    5. Verfahren nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass man die Mischung von wasserunlöslichen Metallion-Isohumulon-Komplex und Alkalimetallverbindung zu Formkörpern, insbesondere zu Tabletten, verpresst und dann in das Wasser bzw. wässerige Medium einbringt.
AT655377A 1974-02-04 1977-09-12 Verfahren zur herstellung einer loesung zum aromatisieren von lebensmitteln und/oder getraenken AT352056B (de)

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