<Desc/Clms Page number 1>
In Ziegelherstellungsanlagen wird von dem aus einer Strangpresse kontinuierlich austretenden Strang des zu verarbeitenden Guts ein zirka 1 bis 3 m langer Abschnitt abgetrennt und derselbe auf einer Transport- bahn in einen sogenannten "Harfenabschneider" eingebracht. Im Harfenabschneider wird dann nach Stoppen der Transportbahn der Strangabschnitt des Guts in eine Anzahl von Ziegelformlingen von gewünschter Länge i geschnitten, wodurch eine verhältnismässig grosse Leistungsfähigkeit der Anlage erzielt wird.
Die Erfindung betrifft nun einen derartigen Harfenabschneider für Ziegelherstellungsanlagen, mit einem in Längsrichtung umlaufenden, endlosem Transportorgan, beispielsweise einem Förderband oder einer För- derkette, das zahlreiche, in geringen Abständen voneinander angeordnete, querstehende Tragleisten trägt, auf dem ein in Längsrichtung eingebrachter, abgelängter Strangabschnitt des zu verarbeitenden Guts nach ) Stoppen des Transportorgans, auf den Tragleisten aufliegend, mittels einer vertikal absenkbaren Schneid- vorrichtung mit darin in gleichen Abständen voneinander eingespannten Schneidedrähten in einzelne Ziegel- formlinge getrennt wird, wobei nach vollständigem Abschneiden der Ziegelformlinge die Schneidedrähte un- terhalb der Formlinge zwischen die Tragleisten frei eingetaucht sind,
worauf die Ziegelformlinge auf dem
Transportorgan in gleicher Richtung herausgeführt werden.
Ein derartiger Abschneider ist in der US-PS Nr. 477,915 beschrieben. Hiebei sind die Tragleisten als breite, prismatische Körper ausgeführt, die nur um die Breite eines zum Eintauchen des Schneidedrahts nach dem Schnitt dienenden Spalts schmäler sind als die abgeschnittenen Ziegel. Bei einer nach demselben
Prinzip arbeitenden Trennvorrichtung für Leichtbetonblöcke (FR-PS Nr. 2. 065. 995) ruht jedes durch den
Schnitt erzeugte Teilstück auf zwei, nahe den Kanten angeordneten Tragleisten. Diese Tragleisten haben somit jeweils zwei verschiedene Abstände, je nachdem, ob zwischen ihnen der zum Eintauchen der Drähte die- nende Spalte gebildet wirdoder nicht. In derartigen Abscheidern muss daher bei jedem Wechsel des Abstands zwischen den Schneiddrähten auch die Gestalt bzw. die Anordnung der Tragleisten am Transportorgan geän- dert werden.
Nach der Erfindung wird nun ein Harfenabschneider der angeführten Art für unterschiedliche Ziegel- ! formate ohne Änderung des Transportorgans dadurch verwendbar gemacht, dass die Tragleisten aus dünnem
Blech bestehen und vertikal abstehend-also kammartig-am Transportorgan angebracht sind.
Beim Betrieb des erfindungsgemäss ausgebildeten Harfenabschneiders können die einzelnen Schneide- drähte an jeder beliebigen Stelle zwischen den am Transportorgan vertikal abstehenden, dünnen Blechlei- sten, deren Stärke maximal etwa dem Durchmesser der Schneidedrähte entspricht bzw. sogar noch etwas dinner dimensioniert sein kann, praktisch ungehindert frei eintauchen.
Auf dem Transportorgan sind die
Tragleisten aus dünnem Blech in bezug auf die Schnittlänge der Ziegelformlinge in so grosser Anzahl dicht nebeneinander gesetzt, dass auf demselben der noch deformierbare Strangabschnitt des Guts mit nur gerin- gem spezifischem Druck aufliegt und, auch nach Durchtrennung mittels der Schneidedrähte, eine für Bauma- terialien jedenfalls ausreichend plane Oberfläche ohne merkbare Einkerbungen hat. In diesem Harfenab- schneider können also Ziegelformlinge von jeder gewünschten Länge, vor allem auch verhältnismässig kurze
Ziegel, geschnitten werden. Beim Wechsel der Schnittlängen der Ziegelformlinge kann stets ein und dassel- be Transportorgan verwendet werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform dieses Harfenabschneiders sind die Tragleisten an ihrem obe- ren Rand im Mittelabschnitt mit einer Ausnehmung versehen, in welcher ein auf der Tragleiste allenfalls leicht verschränkt bzw. schräg auftreffender Schneiddraht einsenkbar ist.
Inden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäss aufgebauten Harfenabschneiders für
Ziegelherstellungsanlagen in den Fig. l und 2 in Seitenansicht bzw. in Draufsicht veranschaulicht ; weiters zeigen die Fig. 3 und 4 eine der am umlaufenden Förderorgan vertikal abstehend angebrachten Tragleisten in Ansicht bzw. in Draufsicht, in vergrösserter Darstellung.
Bei dem hier dargestellten Harfenabschneider besteht das Förderorgan aus einem über zwei Walzen --1 und 2-- endlos umlaufenden Förderband --3--bzw. allenfalls aus zwei über entsprechenden Rollen geführten
Förderketten. Auf diesem endlosen Förderband --3-- sind nun über seine ganze Länge zahlreiche Traglei- sten--4-- aus verhältnismässig dünnem Blech, insbesondere maximal gleich dem Durchmesser der im
Schneidegatter eingesetzten Schneidedrähte, quer zur Transportrichtung sowie senkrecht abstehend in gerin- gen Abständen voneinander äquidistant angebracht, also quasi in kammartiger Struktur.
In der rahmenfor- migen Schneidvorrichtung-10--, von gegenüber dem Umriss des Förderorgans --3, 4-- grösserer lichter
Weite, ist eine Anzahl von Schneidedrähten-11-in der Länge der zu schneidenden Ziegelformlinge ent- sprechenden Abständen quer eingespannt. Bei der in den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Betriebsstellung liegt auf dem Obertrum des gestoppten Förderbands --3, 4-- ein Strangabschnitt des zu verarbeitenden Guts, welcher
EMI1.1
zerschnitten ist,Zwischenraum frei liegen. Die vertikal stehenden, dünnen Tragleisten --4-- sollen selbstverständlich an ihrem oberen Rand nach den handwerklichen Regeln der Feinwerktechnik bearbeitet sein, d. h. facettiert bzw. abgerundet, um scharfe Schnittkanten bzw.
Gratbildungen und dadurch etwa mögliche Beschädigung der ein-
<Desc/Clms Page number 2>
tauchenden Schneidedrähte-11-zu vermeiden.
Wie aus den Fig. 3 und 4 ersichtlich, sind die am umlaufenden Förderband --3-- senkrecht abstehenden Tragleisten --4-- an, ihrem oberen Rande in der Mitte mit einer Ausnehmung --5-- versehen, so dass ein der nach Durchschneiden des Strangabschnitts ungefähr auf der Tragleiste allenfalls leichterschränkt bzw. etwas schräg auftreffender Schneidedraht --11 1-- in dieser Mittel-Ausnehmung --5-- einsenkbar ist, und somit mit beiden Endabschnitten, ohne hängen zu bleiben, an der Tragleiste --4-- beiderseits abgleitet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Harfenabschneider für Ziegelherstellungsanlagen, mit einem in Längsrichtung umlaufenden, endlosen Transportorgan, beispielsweise einem Förderband oder einer Förderkette, das zahlreiche, in geringen Abständen voneinander angeordnete, querstehende Tragleisten trägt, auf dem ein in Längsrichtung eingebrachter, abgelängter Strangabschnitt des zu verarbeitenden Guts nach Stoppendes Transportorgans, auf den Tragleisten aufliegend, mittels einer vertikal absenkbaren Schneidvorrichtung mit darin in gleichen Abständen voneinander eingespannten Schneidedrähten in einzelne Ziegelformlinge getrennt wird, wobei nach vollständigem Abschneiden der Ziegelformlinge die Schneidedrähte unterhalb der Formlinge zwischen die Tragleisten frei eingetaucht sind,
worauf die Ziegelformlinge auf dem Transportorgan in gleicher Richtung herausgeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragleisten (4) aus dünnem Blech bestehen und vertikal abstehend - also kammartig - am Transportorgan (3) angebracht sind.