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Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung, insbesondere Zylinderschloss mit Magnetrotoren, wobei die Magnetrotoren in Nähe der Trennfläche zwischen dem Zylinderkern und dem Zylindergehäuse gelagert sind und Sperrabschnitte aufweisen, die in Sperrstellung mit dem Zylinderkern und dem Zylindergehäuse in
Eingriff stehen, und die Trennfläche, mit Ausnahme der Eingriffsstelle der Magnetrotoren, mit dem Zylin- i dergehäuse und gegebenenfalls der Durchtrittsstelle von Stiftzuhaltungen, als Zylinderfläche über die ge- samte Ausdehnung der Trennfläche ununterbrochen vorgesehen ist,
wobei die Magnetrotoren Sperrabschnitte und Freigabeabschnitte umfassen und in der Freigabestellung die der Trennfläche zugekehrte Fläche der
Freigabeabschnitte parallel zur und innerhalb der Trennfläche oder in dieser Trennfläche angeordnet ist und in Sperrstellung die Sperrabschnitte über die Trennfläche in im Gehäuse gegenüber den Magnetrotoren liegende Ausnehmungen, für die Sperrfunktion hineinragend, vorgesehen sind.
Durch die DE-OS 1920815 ist eine ähnliche solche Einrichtung bekanntgeworden, bei der ein im Zylin- dergehäuse umlaufender Kanal vorgesehen ist, in dem sich das eine Ende eines Magnetstiftes bei passender
Drehlage (Freigabestellung) bewegen kann. Der genannte Kanal besitzt den Nachteil, dass sich darin Staub und
Schmutz ansammeln kann, wodurch die Betätigung der Schliessvorrichtung auf Schwierigkeiten stossen kann. Ge- mäss der DE-OS 1901968 ist ein Schlitz im Magnetrotor vorgesehen. In der Freigabestellung läuft dieser
Schlitz entlang einer umlaufenden Rippe. Es sind somit auch bei dieser bekannten Bauart Konstruktionsteile vorgesehen, die nicht dauernd dicht aneinanderliegen, sondern in nachteiliger Weise Räume für das Ansam- meln von Fremdkörpern aufweisen.
Die GB-PS Nr. 1, 269,988 offenbart wohl eine im wesentlichen zylinder- förmige Ausbildung der Trennfläche, es sind aber in Bohrungen des Kernes und des Gehäuses verschiebbare
Magnetstiftzuhaltungen vorgesehen. Beim Gebrauch dieser Einrichtung ist nicht zu vermeiden, dass Fremd- körper (Staubkörper, Öl, Schmutz) in diese Bohrungen gelangen und dort die Magnetstiftzuhaltungen in ihrer freienBewegbarkeit hindern. Dabei ist noch zu bedenken, dass diesbezügliche Magnetkräfte gering sind. Sam- meln sich Fremdkörper, insbesondere am Boden der Bohrungen im Kern an, so können die Magnetstiftzuhal- tungen nicht in Freigabestellung gelangen, so dass das Schloss dauernd blockiert bleibt. Endlich zeigt die
GB-PS Nr. l, 223, 040 Magnetrotoren mit Sperrabschnitten und Freigabeabschnitten, die in sich axial er- streckenden Ausnehmungen des Kernes gelagert sind.
Diese Magnetrotoren können in nachteiliger Weise nicht reibungsarm geführt werden. Auch verändert sich der Abstand der Rotormagnetpole zu den Magneten des
Schlüssels, so dass grössere magnetische Kräfte erforderlich sind als bei einer Drehung etwa in einer Äqui- potentialfläche. Ferner kann das bekannte gesperrte Schloss durch gewaltsames Drehen des Kernes geöffnet werden, weil die Sperrkörper zur Verriegelung an den Grenzflächen zwischen Kern und Gehäuse nicht senk- recht, sondern schräg stehen. Die Magnetrotoren, die leicht beweglich sein müssen, können somit gewalt- sam in die Freigabestellung verdreht werden. Dazu kommen noch Probleme der Fertigung, da eine wannen- förmige Vertiefung im Kern und eine äquivalente im Gehäuse nicht sehr leicht herstellbar ist.
Alle oben erwähnten Nachteile werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass die Magnetrotoren mittels einer Achse im Zylinderkern und in einem Kerndeckel gelagert sind.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung in zwei Ausführungsformen beispielsweise darge- stellt. Fig. l veranschaulicht in einem axialen Mittelschnitt eine Gesamtübersicht über eine vorzugsweise verwendete derartige Steuereinrichtung. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch ein Zylinderschloss gemäss der
Erfindung, aus den Fig. 3 und 4 ist in einander zugeordneten Rissen der Sperrotor zu ersehen. In Fig. 5 ist ein Querschnitt durch eine andere Ausführungsform dargestellt, Fig. 6 und 7 zeigen einen Teil des zugehöri- gen Sperrotors. Fig. 8 stellt einen Querschnitt durch ein weiteres Ausführungsbeispiel dar.
In Fig. l sieht man einen Zylinderkern --4--, der in einem Gehäuse --5-- drehbar gelagert undmit einem Seegerring --18-- gesichert ist. Der Zylinderkern --4-- weist einen Schlüsselspalt auf, in den von links ein Schlüssel --9-- eingeschoben ist, während von rechts eine nicht näher zu beschreibende Kupplung - -19-- in Eingriff steht. In bekannter Weise trägt der Schlüssel-9-Schliesskerben-12-, die mit Stiftzuhaltungen --10-- zusammenwirken. Zusätzlich dazu trägt der Schlüssel noch magnetisch kodierte Sperrinformationen in Form von Schlüsselmagneten --8--. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind auf jeder
Schlüsselseite drei Schlüsselmagnete, also insgesamt sechs, vorgesehen.
Ist jeder der zugehörigen und hier nicht dargestellten Magnetrotoren achtfach kodiert, so besitzt ein solches Schloss, zusammen mit den
2 mal 4 plus 3 mal 2 Variationsmöglichkeiten (jeweils strichliert gezeichnet) der fünf Stiftzuhaltungen--10-- etwa 35 Millionen theoretische Varianten.
Im Zylinderkern --4--, s. Fig. 2 sind mit den Schlüsselmagneten --9-- korrespondierende Magnet- rotoren --1, 2-- um Achsen --14-- frei drehbar gelagert. Die Magnetrotoren --1, 2-- sind dabei durch einenKerndeckel--15-- in dieser Stellung gehalten. Die Lagerung des Magnetrotors ist nicht auf die in Fig. 2 dargestellte Form beschränkt, sondern auch auf andere Weise, z. B. zwischen Spitzen, durchführbar. Der Magnetrotor besteht in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem Rotormagnet --2-- und dem Sperr- rotor-l- (Fig. 3,4). Letzterer weist entlang seines Umfanges einen Sperrabschnitt --6-- und einen Freigabeabschnitt --17-- auf.
Die Magnetrotoren können bei entsprechendem magnetischem Material auch einstückig ausgebildet sein.
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Es ist fernerhin auch möglich, an einem Rotor mehrere Freigabeabschnitte --17-- vorzusehen, was für Generalschlüsselanlagen von Vorteil sein kann.
Der Magnetrotor --1, 2-- ist im Zylinderkern --4-- so angeordnet, dass dessen Sperrabschnitt --6-bei Sperrstellung des Magnetrotors über die Trennfläche-3-- vorsteht und mit einer korrespondierenden Ausnehmung --13-- im Gehäuse --5-- in Eingriff steht (ausgezogene Linie in Fig. 2), womit ein Verdrehen des Zylinderkernes --4-- gegenüber dem Gehäuse --5-- verhindert ist. Dies ist z. B. bei herausgezogenem oder falschem Schlüssel --9-- der Fall.
Trägt der Schlüssel --9-- die richtige magnetische Kodierung, so werden die Magnetrotoren--1, 2--in eine Stellung gebracht, bei der der Freigabeabschnitt --17-- der Ausnehmung --13-- des Gehäuses --5-- ge- genüberliegt. Dieser Freigabeabschnitt --17-- liegt dann innerhalb der Trennfläche --3-- und der Magnetrotor --1, 2-- steht somit nicht in Eingriff mit dem Gehäuse --5--. Damit kann der Zylinderkern --4-- gegenüber dem Gehäuse --5-- frei verdreht werden (strichlierte Linie --20-- in Fig. 2).
Wird der Schlüssel - wieder aus dem Schlüsselspalt herausgezogen, so nehmen die Rotoren --1, 2--, bedingt durch ihre gegenseitig wirkenden magnetischen Kräfte, wieder eine Sperrstellung ein.
In dem zweiten Ausführungsbeispiel (Fig. 5 bis 7) ist eine Variation der Lagerung des Magnetrotors --1, 2-und dessen Aufbaues dargestellt. Der Aufbau des Schlosses entspricht im wesentlichen den Fig. l und 2, jedoch ist der Zylinderkern-4-für jedenMagnetrotor mit einer kreisförmigenAusfräsung--26--versehen, in deren Mittelteil Material zur Bildung einer Achse --16-- stehen gelassen wurde. Auf dieser Achse --16-ist der Magnetrotor --1, 2-- aufgeschoben und mit einer Scheibe --21--, die durch eine Nietung --22-- auf der Achse --16-- gehalten wird, gesichert. Bei dieser Lagerung des Magnetrotors ist ein Kerndeckel wie er im ersten Ausführungsbeispiel beschrieben werden ist, nicht notwendig. Als Rotormagnet --2-- dient ein kleiner Stabmagnet, der in den peripheren Teil des massiven Sperrotors --1-- eingesetzt ist.
In besonders gelagerten Fällen könnten auch mehrere Stabmagnete in einem Rotor angeordnet sein.
In dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 8 sind Sperrotor --1-- und Achse --14-- einstückig ausgebildet.
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genüber dem Kern --4-- und durch den Absatz --25-- gegenüber dem Kerndeckel-15-- gegeben, der mittlere Absatz --24-- ist vierkantig ausgebildet und trägt denRotormagnet --2--. Hier sind also Sperrotor --1-- undRotormagnet --2-- voneinander räumlich getrennt, zwischen ihnen befindet sich die eine Lagerstelle für den Absatz --23--. Diese Konstruktion kann in vorteilhafter Weise hergestellt werden.
Wie schon oben gesagt, ist die Erfindung auf die dargestellten Ausführungsbeispiele nicht beschränkt.
Die erfindungsgemässe Konstruktion ist für Steuereinrichtungen aller Art anwendbar, erfindungswesentlich ist, dass die Magnetrotoren selbst als Zuhaltungen Sperr- und Freigabefunktionen ausüben können und mittels einer Achse im Zylinderkern und in einem Kerndeckel gelagert sind.
Die erfindungsgemässe Konstruktion ist platzsparend, so dass die einzelnen Bauteile in vorteilhafter Weise stärker dimensioniert werden können als bisher.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Steuereinrichtung, insbesondere Zylinderschloss mit Magnetrotoren, wobei die Magnetrotoren in Nähe der Trennfläche zwischen dem Zylinderkern und dem Zylindergehäuse gelagert sind und Sperrabschnitte aufweisen, die in Sperrstellung mit dem Zylinderkern und dem Zylindergehäuse in Eingriff stehen, und die Trennfläche, mit Ausnahme der Eingriffsstelle der Magnetrotoren, mit dem Zylindergehäuse und gegebenenfalls der Durchtrittsstelle von Stiftzuhaltungen, als Zylinderfläche über die gesamte Ausdehnung der Trennfläche ununterbrochen vorgesehen ist, wobei die Magnetrotoren Sperrabschnitte und Freigabeabschnitte umfassen und in der Freigabestellung die der Trennfläche zugekehrte Fläche der Freigabeabschnitte parallel zur und
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einer Achse (14) im Zylinderkern (4) und in einem Kerndeckel (15) gelagert sind (Fig.
2), wobei die Magnetrotorenachsen die Zylinderkernachse in an sich bekannter Weise kreuzen.