AT349877B - Wachstumsbeschleunigende tierfutterzubereitung sowie verfahren zur herstellung derselben - Google Patents

Wachstumsbeschleunigende tierfutterzubereitung sowie verfahren zur herstellung derselben

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AT349877B
AT349877B AT132876A AT132876A AT349877B AT 349877 B AT349877 B AT 349877B AT 132876 A AT132876 A AT 132876A AT 132876 A AT132876 A AT 132876A AT 349877 B AT349877 B AT 349877B
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Jack Peter Waite
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American Cyanamid Co
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft eine wachstumsbeschleunigende Tierfutterzubereitung, insbesondere für Nichtwiederkäuer, z. B. Geflügel, mit einem Gehalt an Antibiotikum sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Tierfutterzubereitung. 



   In den letzten Jahren wurde die Verwendung von Antibiotika   in Tierfutter   zur Wachstumserhöhung und Verbesserung der Futterausnutzung wirtschaftlich ziemlich bedeutend. Erfindungsgemäss dienen nun ein   Komplex aus Antibiotikum A V290 und Alkylsulfat, der gegebenenfalls   die Erntemaischefeststoffe enthält, entweder allein oder in Kombination mit geeigneten Trägern nach Zusatz zu einem Tierfutter zur Erhöhung der Wachstumsgeschwindigkeit. Darüber hinaus wird auch die Futterausbeute verbessert. Der erfindungsgemäss verwendete Komplex hat den Vorteil einer beachtlichen Erhöhung der Wachstumsgeschwindigkeit von Nichtwiederkäuern, wie Geflügel und Schweinen, und insbesondere von entwöhnten Ferkeln, und der ganz merklichen Verbesserung der   Futterumwandlungsraten.   



   Die erfindungsgemässe wachstumsbeschleunigende Tierfutterzubereitung mit einem Gehalt an Antibiotikum ist dadurch charakterisiert, dass sie einen Komplex aus Antibiotikum   A V290 und Alkylsulfat   enthält und vorzugsweise einen Gehalt an Trockengemisch aus Fermentationserntemaischfeststoffen und Antibiotikum AV290-Alkylsulfat-Komplex aufweist. 



   Die erfindungsgemässen Tierfutterzubereitungen werden in solcher Menge verabreicht, dass man etwa folgende Dosierungsspiegel in mg pro Kopf und Tag erhält : 
 EMI1.1 
 
<tb> 
<tb> grosse <SEP> Wiederkäuer <SEP> 350
<tb> kleine <SEP> Wiederkäuer <SEP> 200
<tb> Nichtwiederkäuer <SEP> 100
<tb> Geflügel <SEP> 2
<tb> 
 
Die jeweils vorhandene mg-Menge an Antibiotikum AV290 pro kg in der jeweiligen besonderen erfindungsgemässen Tierfutterzubereitung lässt sich leicht durch einen Bioversuch (nach Einstellen des pi-Wertes auf 8,0 bis 9,0) ermitteln, wie dies beispielsweise in der US-PS Nr. 3, 338, 786 beschrieben ist. Das bevorzugte Verfahren besteht in einer Adaptation des turbidimetrischen Verfahrens von Staphylococcus aureus für Tetracyclin, das in dem Mannual "Assay Methods of Antibiotics, a Laboratory Manual" von D. C. Grove und W. A. Randall, Medical Encyclopedia, Inc.

   (1955), Seiten 48-52 beschrieben ist. Aus den auf diese Weise er-   haltenenWirksamkeitsdaten   kann man die pro Tonne Futtermittel jeweils zu verwendende   KilogrammeI1ge   an erfindungsgemässer Tierfutterzubereitung bestimmen. 



     Zur Herstellung der erfindungsgemässen Tierfutterzubereitungen,   die den getrockneten   Alkylsulfatkomplex   oder den getrockneten Erntemaischfeststoffe enthaltenden Alkylsulfatkomplex enthalten, lässt sich eine Reihe von Trägern verwenden. Als Träger zur Herstellung der erfindungsgemässen Tierfutterzubereitungen kommen beispielsweise folgende in Frage : Sojabohnenmehl, Alfalfamehl, Baumwollsaatölmehl, Leinsamenölmehl, Maismehl, Rohrzuckermelasse, Harnstoff, Bohnenmehl, Maiskolbenmehl u. dgl. Der Träger sorgt für eine gleichförmige Verteilung des Komplexes in dem fertigen Futter, mit dem das Beifutter vermischt wird. Er hat somit eine wichtige Funktion durch Sicherung einer sauberen Verteilung des Komplexes in dem Futter. 



   Das Antibiotikum   AV290   wird durch Fermentationsbiosynthese während der Kultivierung von Streptomyces candidus NRRL 3218 und dessen Mutanten unter gesteuerten Bedingungen gebildet. Die Herstellung und die Eigenschaften des Antibiotikums   AV290   sind in der US-PS Nr. 3,338, 786 beschrieben. Es bestand bisher jedoch immer das sehr ernste Problem einer wirtschaftlichen Gewinnung des Antibiotikums. Gemäss der oben erwähnten Patentschrift erfolgt diese Gewinnung durch Adsorption an Aktivkohle   und anschliessende Eluierung   und Säulenchromatographie. Falls man reines Antibiotikum für eine medizinische Anwendung benötigt, sind Kosten eines derartigen Verfahrens vertretbar.

   Sollte das Antibiotikum jedoch für Tierfutterzubereitungen verwendet werden, dann stellt der Kostenfaktor ein ernsthaftes Problem dar und hier besteht dann die Notwendigkeit nach einem wohlfeileren Verfahren zur Gewinnung des Antibiotikums für diesen Zweck. 



   Für die Zwecke der Erfindung kann die Ausfällung des Antibiotikums entweder aus der Gesamterntemaische oder aus der filtrierten Fermentationsbrühe durch Zusatz von Alkalialkylsulfaten erfolgen. Geeignete Alkalialkylsulfate haben die folgende allgemeine Formel   CHg- (CH2) n-O-SO2-OM    worin n eine ganze Zahl von 9 bis einschliesslich 17 ist und M für Natrium oder Kalium steht. Typische derartige Alkalialkylsulfate, die sich verwenden lassen, sind beispielsweise Natriumdecylsulfat,   Kaliumhen-   
 EMI1.2 
    Na-: riumcetylsulfät, Käliumheptadecylsulfat   und Natriumoctadecylsulfat.

   Es lassen sich auch Gemische von   Alkalialkylsulfaten   verwenden, beispielsweise ein Gemisch aus Natriumhendecylsulfat und Kaliumoctadecylsulfat, ein Gemisch aus Kaliumdecylsulfat und Natriumheptadecylsulfat, ein Gemisch aus Kaliumlaurylsulfat 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 sprechendes Komplexgemisch aus Antibiotikum und Alkylsulfat. 



   Bei diesenVerfahren wird eine nahezu vollständige Entfernung der antibiotischen Aktivität aus der Fer- mentationsmaische oder der Fermentationsbrühe erhalten. Darüber hinaus kann man den auf diese Weise her- gestelltenKomplex aus Antibiotikum und Alkylsulfat ohne Abtrennung der Bestandteile für Tierfutterzuberei- tungen verwenden, was einen wichtigen ökonomischen Vorteil darstellt. 



   Das Produkt aus dem Antibiotikum und dem Alkalialkylsulfat wurde bereits als reversibler Komplex aus
Antibiotikum und Alkylsulfat bezeichnet. Seine exakte chemische Natur wurde bisher nicht bestimmt, es be- steht jedoch keine kovalente Bindung und das Produkt ist auch kein physikalisches Gemisch. Der durch die Wechselwirkung des Antibiotikums und eines Alkalialkylsulfats entstandene Komplex ist nicht notwendiger- weise in irgendeinem begrenzenden stöchiometrischen Verhältnis kombiniert. Die chemischen Bindungen sind reversibel, da man das Antibiotikum   AV290   aus dem Komplex auf verschiedene Weise, beispielsweise durch Adsorption an ein vernetztes Carboxymethyldextrangel in einer Kolonne   und anschliessende Eluierung   mit wäs- seriger Säure, gewinnen kann. 



   Als Ausgangsmaterial für die Gewinnung des erfindungsgemäss eingesetzten Komplexes kann man die ge-   samte   Erntemaische verwenden, die man nach Beendigung einer Fermentation mit S. candidus NRRL 3218 oder dessen Mutanten erhält. Vorzugsweise verwendet man jedoch die Fermentationsflüssigkeit oder Fer- mentationsbrühe, die durch Abfiltrieren des Mycels und anderer unlöslicher Bestandteile geklärt wurde. Zur
Unterstützung der Filtration kann man Diatomeenerde oder eine sonstige übliche Filterhilfe verwenden. In jedem Fall wird der pH-Wert der Gesamtmaische oder der   filtrierten Brühe   zuerst mit einer Säure auf einen Wert zwischen 1, 9 und 2, 1, vorzugsweise etwa 2, 0, eingestellt.

   Für diesen Zweck geeignete Säuren sind bei- spielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Trifluoressigsäure u. dgl., und es lässt sich sogar auch Eisessig verwenden. Die Einstellung des pH-Wertes erscheint insoferne kritisch zu sein, als es bei einem pi-Wert von unter 1, 9 zu einem Abbau des Antibiotikums   A V290 während des Trocknens   des Filterkuchens sogar bei   400C   unter Vakuum kommt. Im Anschluss daran setzt man eine wässerige Lösung eines Alkalialkylsulfats (oder ein Gemisch aus Alkalialkylsulfat) langsam unter Rühren bei Umgebungstemperatur zu. Das gesamte Verfahren wird vorzugsweise bei etwa 15 bis   30 C,   zweckmässigerweise bei Raumtemperatur, durchgeführt. Das Antibiotikum und das Alkylsulfat bilden dabei einen Komplex, der in Wasser unlöslich ist und daher ausfällt.

   Der ausgefällte Komplex, oder im Falle der Verwendung der Gesamtmaische, der ausgefällte Komplex zusammen mit den Fermentationsmaischefeststoffen, wird dann durch Filtrieren oder Zentrifugieren entfernt und getrocknet. Die so erhaltenen Produkte lassen sich trocknen, indem man 1. die feuchten Feststoffe entweder in polaren, mit Wasser mischbaren Nichtlösungsmitteln, wie Aceton, aufschlämmt und das Ganze dann filtriert, spült und an der Luft trocknet, oder indem man 2. die feuchten Feststoffe in Wasser aufschlämmt und das Ganze dann gefriertrocknet oder sprühtrocknet. 



   Nachdem die erhaltenen Produkte auf diese Weise sorgfältig bei einer das Antibiotikum AV 290 nicht abbauenden Temperatur getrocknet wurden, sind sie normalerweise weisse bis lohfarbene Pulver im Falle des Alkylsulfatkomplexes. Im Falle des mit den getrockneten Erntemaischfeststoffen kombinierten Alkyl-   sulfatkomplexes   sind die erhaltenen Produkte normalerweise graue bis braune Pulver oder Feststoffe. In trockener Form sind diese Produkte äusserst stabil und sie halten sich über ziemlich lange Zeitspannen ohne beachtlichen Verlust an antibiotische Aktivität. Diese lange Lagerbeständigkeit ist natürlich ein wichtiger praktischer Vorteil. 



   Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Menge an zum Ausfällen des Komplexes mit dem Antibioti-   kum   zugesetztem Alkalialkylsulfat nicht sonderlich kritisch ist, und dass man keine exakten stöchiometrischen Verhältnisse einhalten muss. Im allgemeinen beträgt die Menge des zum Ausfällen des Antibiotikums AV290 aus einer Gesamterntemaische erforderlichen Alkalialkylsulfats 1, 5 bis 2,5   gig AV290-Aktivität   in der Mai- 
 EMI2.2 
 
Alkalialkylsulfat/gDer Gehalt an AV290 in der Gesamtmaische lässt sich ohne weiteres durch einen mikrobiologischen Versuch, wie oben angegeben, ermitteln. Die erforderliche Menge an Alkalialkylsulfat wird dann vorzugsweise in einer geeigneten Menge Wasser gelöst oder suspendiert und die wässerige Lösung oder Suspension setzt man wie oben beschrieben zu der Gesamtmaische zu.

   Eventuell vorhandenes überschüssiges Alkalialkylsulfat verbleibt nach dem Filtrieren lediglich in Lösung. 



   Im allgemeinen beträgt die Menge an zum Ausfällen des Antibiotikums   AV290   aus einer geklärten Flüssigkeit erforderlichem Alkalialkylsulfat etwa 1 g/g AV290-Aktivität in der   geklärten   Flüssigkeit. Die zum Ausfällen von AV290 aus der Gesamtmaische gegenüber der geklärten Flüssigkeit erforderliche grössere Menge   anAlkalialkylsulfat   ist bedingt durch die gleichzeitige Fällung anderer in der Gesamtmaische vorhandener proteinischer Materialien.

   Die zur Bildung des Komplexes mit dem Antibiotikum in der geklärten Lösung irgendeines besonderen Fermentationsansatzes erforderliche Minimalmenge an Alkalialkylsulfat lässt sich leicht wie folgt bestimmen : Eine Probe der Fermentationsgesamterntemaische (zweckmässigerweise 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 50 bis 100 ml) wird entnommen und durch Entfernen des Mycels und anderer unlöslicher Bestandteile durch Filtration, vorzugsweise unter Verwendung einer Filterhilfe, geklärt. Das Filtrat säuert man dann mit verdünnter wässeriger Mineralsäure, wie verdünnter Salzsäure, verdünnter Schwefelsäure, verdünnter Phosphorsäure u. dgl., auf einen pH-Wert von 1, 9 bis 2, 1 an. Diese Lösung wird dann mit der jeweiligen wässerigen Lösung eines Alkalialkylsulfats titriert, u. zw. so lange, bis sich kein weiterer Niederschlag oder keine weitere Trübung mehr bilden.

   Die Menge der für die geklärte Flüssigkeit des Fermentationsansatzes benötigten   Alkalialkylsulfatlösung   wird dann aus dem Titer der entnommenen Probe berechnet, wobei man auch einen geringen Überschuss berücksichtigt. 



   Vorschrift   l : Ausfällung   des Komplexes aus AntibiotikumAV290 und Natriumlaurylsulfat aus einer ge- klärten Flüssigkeit. 
 EMI3.1 
 Diatomeenerde) zu und dann gibt man tropfenweise unter Rühren eine 2%ige wässerige Natriumlaurylsulfatlösung zu. Den Schlamm lässt man 30 min bei Raumtemperatur altern, worauf man die Feststoffe abfiltriert und den Filterkuchen unter Vakuum bei   40 C   trocknet. Das Filtrat und die Feststoffe werden mikrobiologisch untersucht und die dabei erhaltenen Ergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle I hervor. 



   Tabelle I 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Nr. <SEP> AV290-Konzen-Verhältnis <SEP> von <SEP> % <SEP> eingesetzter <SEP> Wirkstoff
<tb> tration <SEP> in <SEP> CHOSOgNa <SEP> : <SEP> 
<tb> g/l <SEP> AV290 <SEP> Filtrat <SEP> trockener <SEP> AV290-Rest
<tb> Kuchen
<tb> 1 <SEP> 9, <SEP> 57 <SEP> 0, <SEP> 785 <SEP> 0, <SEP> 9 <SEP> 84, <SEP> 9 <SEP> 85, <SEP> 8 <SEP> 
<tb> 2 <SEP> 6, <SEP> 38 <SEP> 0, <SEP> 785 <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 93, <SEP> 5 <SEP> 95, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 3 <SEP> 3, <SEP> 19 <SEP> 0, <SEP> 785 <SEP> 2, <SEP> 8 <SEP> 89, <SEP> 9 <SEP> 92, <SEP> 7 <SEP> 
<tb> 
 
Vorschrift 2 : Ausfällung des Komplexes aus Antibiotikum AV290 und Natriumlaurylsulfat aus einer Ge- samterntemaische. 



   Aus einer   Schüttelkolbenfermentationsgesamterntemaische   von S. candidus werden Proben entnommen, und die Stärke dieser Maische verstärkt man durch Zusatz von technischem AV290-Sulfat. Bei den in der fol- 
 EMI3.3 
 
Tabelle n zusammengefassten Versuchenfiltriert und unter Vakuum bei   400C   trocknet. Die Filtrate und Filterkuchen werden mikrobiologisch untersucht, und die dabei erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle   n   zusammengefasst. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



  Tabelle II 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8
<tb> Maischeprobe <SEP> in <SEP> y/ml <SEP> 1300 <SEP> 1300 <SEP> 1400 <SEP> 1400 <SEP> 1130 <SEP> 1130 <SEP> 975 <SEP> 975
<tb> verstärkte <SEP> Maische
<tb> in <SEP> &gamma;/ml <SEP> 5130 <SEP> 5130 <SEP> 5230 <SEP> 5230 <SEP> 4960 <SEP> 4960
<tb> Verhältnis <SEP> von
<tb> C12H25OSO3Na <SEP> : <SEP> AV290 <SEP> 0,78 <SEP> 0,78 <SEP> 1,15 <SEP> 1,53 <SEP> 1,61 <SEP> 2,02 <SEP> 3,08 <SEP> 4,10
<tb> % <SEP> an <SEP> eingesetztem
<tb> Wirkstoff <SEP> :

   <SEP> 
<tb> Filtrat <SEP> 44,8 <SEP> 48,5 <SEP> 20,3 <SEP> 12,0 <SEP> 12,0 <SEP> 6,5 <SEP> 9,2 <SEP> 6,2
<tb> trockener <SEP> Kuchen <SEP> 49,9 <SEP> 50,7 <SEP> 76,7 <SEP> 85,6 <SEP> 87,6 <SEP> 90,5 <SEP> 88,6 <SEP> 88,7
<tb> AV290-Rest <SEP> 94,7 <SEP> 99,2 <SEP> 97,0 <SEP> 97,6 <SEP> 99,6 <SEP> 97,0 <SEP> 97,8 <SEP> 94,9
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 
Vorschrift   3 : Einfluss   des pH-Wertes auf die Ausfällung des Komplexes aus der Gesamterntemaische. 



   Proben von Fermentationsgesamterntemaischen von S. candidus werden durch Zugabe von technischem AV290-Sulfat auf 4,930 y/ml verstärkt, und den pH-Wert der Proben stellt man mit 15%iger wässeriger Schwefelsäure auf die in der folgenden Tabelle m gezeigten Werte ein. Sodann werden 3,0 g Dicalite   478 (ä)   zugesetzt und anschliessend gibt man unter Rühren tropfenweise 40 ml einer 2%igen wässerigen natriumlaurylsulfatlösung zu, u. zw. bis zu einem   CHOSOgNa :   AV290-Verhältnis von 1, 62. Die Schlämme lässt man 3 h   beiRaumtemperatur   altern, worauf die Feststoffe abfiltriert und unter Vakuum bei   400C   getrocknet werden. Die verbrauchten Filtrate und die trockenen Filterkuchen werden mikrobiologisch untersucht, und die dabei erhaltenen Ergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle m hervor. 



   Tabelle III 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Versuch <SEP> Nr. <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5
<tb> PH-Wert <SEP> der <SEP> Maische
<tb> bei <SEP> der <SEP> Füllung <SEP> 1,6 <SEP> 1,8 <SEP> 2,0 <SEP> 2,2 <SEP> 2,4
<tb> % <SEP> an <SEP> eingesetztem
<tb> Wirkstoff <SEP> : <SEP> 
<tb> Filtrat <SEP> 7,3 <SEP> 6,4 <SEP> 6, <SEP> 1 <SEP> 6,9 <SEP> 10, <SEP> 1 <SEP> 
<tb> trockener <SEP> Kuchen <SEP> 55,3 <SEP> 71, <SEP> 6 <SEP> 92,8 <SEP> 83,3 <SEP> 64,2
<tb> AV290-Rest <SEP> 62,6 <SEP> 78,0 <SEP> 98,9 <SEP> 90,2 <SEP> 74,3
<tb> 
 
Vorschrift 4 : Ausfällung des Antibioticums   AV290   aus einer Gesamterntemaische unter Verwendung von
Natriumlaurylsulfat. 



     Eine 301- Probe   einer Pilot-Fermentermaische, die eine mikrobiologische Konzentration von 3, 740   *//mil   hat, wird wie folgt behandelt. Den   I1CWert   der Maische stellt man durch Zugabe von 219 ml konzentrierter
Schwefelsäure auf 2,0 ein, worauf man 1 kg Dicalite   zoals   Filterhilfe zusetzt. Die Maische wird unter Rühren langsam mit einer Lösung von 240 g Natriumlaurylsulfat in 3   l   Wasser versetzt. Die behandelte
Maische lässt man dann unter Rühren l h bei Raumtemperatur altern, worauf die Feststoffe mit einer Filterpresse entfernt werden. Der Filterkuchen wird unter Vakuum bei   500C   getrocknet, wodurch man 1978 g Trockenprodukt erhält, das eine mikrobiologische Konzentration von 4,   72%   aufweist.

   Dies entspricht einer Gewinnung an Antibioticum AV 290 aus Maische an Trockenkuchen von 83,2%. 



   Vorschrift 5 : Ausfällung des Antibioticums AV290 aus einer Gesamterntemaische unter Verwendung von
Natriumdecylsulfat. 



   Eine 400 ml-Probe einer Gesamtschüttelflaschenmaische (mikrobiologische Konzentration 4590 y/ml) stellt man durch Zusatz von 3, 9 ml konzentrierter Schwefelsäure auf PH 2,0 ein, worauf   5 g Dicalite 4780-   Filterhilfe zugegeben werden. Die Maische wird unter Rühren langsam mit 9,68 g Empicol 0137   z   (einer 30,   5%igen   aktiven Lösung von Natriumdecylsulfat, die von Albright &   Wilson   Chemicals, Ltd. hergestellt wird), die mit Wasser auf 50 ml verdünnt sind, versetzt. Die behandelte Maische lässt man dann unter Rühren 1 h bei Raumtemperatur altern, worauf die Feststoffe mit einem Vakuumfilter entfernt werden.

   Der Filterkuchen wird unter Vakuum bei   50 C   getrocknet, und man erhält auf diese Weise 20,2 g eines Trockenproduktes mit einer mikrobiologischen Konzentration von 9, 14%. Dies entspricht einer Gewinnung von Antibioticum   AV290   aus Maische an Trockenkuchen von 100,5%. 



   Vorschrift 6 : Ausfällung von Antibioticum   AV290   aus einer Gesamterntemaische unter Verwendung eines
Gemisches aus Natriumcetylsulfat und Natriumoleylsulfat. 



   Eine 400 ml-Probe einer   Gesamtschüttelkolbenmaische   (mikrobiologische Wirksamkeit   4590 Y/ml)   wird durch Zugabe von 3,9 ml konzentrierter Schwefelsäure auf einen pH-Wert von 2,0 eingestellt, worauf man als Filterhilfe 5 g   Dicalite 478'--'zusetzt.   Die gerührte Maische versetzt man langsam mit 1, 351 g Empicol CHC   z   (einer 30%igen aktiven Paste eines Gemisches aus Natriumcetylsulfat und Natriumoleylsulfat, das von Albright & Wilson Chemicals, Ltd. hergestellt wird), das in Wasser auf ein Gesamtdispersionsvolumen von 50 ml dispergiert ist. Die behandelte Maische altert man dann unter Rühren 1 h beiRaumtemperatur, worauf die Feststoffe mit einem Vakuumfilter entfernt werden.

   Der Filterkuchen wird unter Vakuum bei   50 C   getrocknet, wodurch man 24, 0 g Trockenprodukt erhält, das über eine mikrobiologische Aktivität von 0,08% verfügt. Dies entspricht einer Gewinnung von Antibioticum   AV290   aus Maische   an Trockenkuchen   von 105,6%.

   

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> Behandlung <SEP> Konzentration <SEP> 1) <SEP> mittlere <SEP> Gewichtszunahme <SEP> Verhältnis <SEP> aus
<tb> (TpM) <SEP> pro <SEP> Hühnchen <SEP> (g) <SEP> Futter <SEP> und
<tb> Gewichtszunahme
<tb> Vergleich-191, <SEP> 38 <SEP> 1,46
<tb> AV290-LaurylsuUatKomplex <SEP> 5 <SEP> 200,12 <SEP> (4,6) <SEP> 1,43 <SEP> (2,4)
<tb> AV290-LaurylsuUatKomplex <SEP> 10 <SEP> 200,12 <SEP> (4,8) <SEP> 1,42 <SEP> (2,6)
<tb> AV290-LaurylsulfatKomplex <SEP> 20 <SEP> 204,65 <SEP> (6,9) <SEP> 1,40 <SEP> (4, <SEP> 6)
<tb> AV290-LaurylsuIfatKomplex <SEP> 40 <SEP> 212,08 <SEP> (10,8) <SEP> 1,38 <SEP> (5,8)
<tb> 
 1)

     A V290- Äquivalent   

 <Desc/Clms Page number 7> 

 
Tabelle V   Brathühnchenfutter   
 EMI7.1 
 
<tb> 
<tb> Bestandteile <SEP> % <SEP> 
<tb> Gemahlener <SEP> gelber <SEP> Mais <SEP> 53,45
<tb> Sojabohnenölmehl <SEP> (49%) <SEP> 28, <SEP> 0
<tb> Menhaden-Fischmehl <SEP> (60%) <SEP> 5,0
<tb> Mais-Glutenmehl <SEP> (60%) <SEP> 5,0
<tb> Entwässertes <SEP> Alfalfamehl <SEP> (17%) <SEP> 2,0
<tb> Stabilisiertes <SEP> Fett <SEP> 4,0
<tb> Dicalciumphosphat <SEP> 1, <SEP> 2
<tb> Gemahlener <SEP> Kalkstein <SEP> 0,5
<tb> Natriumchlorid <SEP> 0,3
<tb> 1) <SEP> Tra-Min <SEP> Nr. <SEP> 3 <SEP> 0,05
<tb> 2) <SEP> Vitaminvorgemisch <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> insg.

   <SEP> 100, <SEP> 00
<tb> 
 2) Vitaminvorgemischfür1-Tonne 
 EMI7.2 
 
<tb> 
<tb> Bestandteile
<tb> DL-Methionin <SEP> 453,6
<tb> BHT <SEP> 113,6
<tb> Vitamin <SEP> A <SEP> (30000 <SEP> glg) <SEP> 100,0
<tb> Vitamin <SEP> D3 <SEP> (200000 <SEP>  /g) <SEP> 5, <SEP> 0
<tb> Vitamin <SEP> E <SEP> (50000 <SEP> u/kg) <SEP> 45, <SEP> 4 <SEP> 
<tb> Riboflavin <SEP> 4,0
<tb> Niacinamid <SEP> 25,0
<tb> Ca-Pantothenat <SEP> 8,0
<tb> Vitamin <SEP> K <SEP> (Menadion) <SEP> 1, <SEP> 0
<tb> Parvo <SEP> (10%), <SEP> Folsäure <SEP> 13,0
<tb> Cholinchlorid <SEP> (50%) <SEP> 908,0
<tb> Proferm <SEP> (44 <SEP> mg <SEP> Vitamin <SEP> B <SEP> /kg) <SEP> 227,0
<tb> Maisöl <SEP> 50,0
<tb> Feinvermahlener <SEP> Mais <SEP> 2582,4
<tb> insg. <SEP> 4536, <SEP> 0
<tb> 
   1)   Tra-Min Nr.

   3 
 EMI7.3 
 
<tb> 
<tb> Elemente <SEP> % <SEP> 1 <SEP> kg/Tonne
<tb> Ausstattung <SEP> (TpM)
<tb> Mangan <SEP> 12,50 <SEP> 28,4
<tb> Eisen <SEP> 6,00 <SEP> 13,6
<tb> Zink <SEP> 5,00 <SEP> 11,4
<tb> Kupfer <SEP> 0,65 <SEP> 1,53
<tb> Jod <SEP> 0,35 <SEP> 0,79
<tb> Kobalt <SEP> 0,25 <SEP> 0,57
<tb> Calcium. <SEP> min. <SEP> 15,30
<tb> max. <SEP> 18,35
<tb> 
 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Wachstumsbeschleunigende Tierfutterzubereitung, insbesondere für Nichtwiederkäuer, mit einem Gehalt an Antibiotikum, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Komplex aus Antibiotikum AV290 und Alkylsulfat enthält und vorzugsweise einen Gehalt an Trockengemisch aus Fermentationserntemaische- <Desc/Clms Page number 8> EMI8.1
AT132876A 1973-04-27 1976-02-24 Wachstumsbeschleunigende tierfutterzubereitung sowie verfahren zur herstellung derselben AT349877B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US00355240A US3856937A (en) 1973-04-27 1973-04-27 Process for isolation of antibiotic av290
AT347574A AT334528B (de) 1973-04-27 1974-04-26 Verfahren zur herstellung eines neuen komplexes des antibiotikums av290

Publications (2)

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ATA132876A ATA132876A (de) 1978-09-15
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