AT34906B - Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlen- und Koksabfällen. - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlen- und Koksabfällen.Info
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Description
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Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlen- und Koksabfällen.
Bei den Zechen und Kokereien bilden die sogenannten Wäscheberge und Koksahfälle eine Verlustquelle, deren Beseitigung immer wieder versucht worden ist.
Die Wäscheberge bilden sich bei dem Waschen der geförderten Kohle. zwecks Befreiung derselben von dem anhaftenden Gestein. Sie bestehen aus mehr oder weniger groben Stein- teilchen (Leseberg, Wäscheberg usw. ), denen Kohle in grösserem oder geringerem Masse bis zn 50% und sogar darüber beigemengt ist ; ferner aus den Steinen, aus welchen Kohle nicht ausgebrochen ist (sogenannte Brandschiefer).
Die Koksabfälle entstehen zum Teil dadurch, dass einzelne Teile des Ofengutes nicht ganz gar werden, zum grössten Teile aber durch Zerfall der Koksstücke unter Einwirkung des Löschwasser.
Es bilden sich dadurch bröcklige Massen, welche beim Gabeln bzw. Zerkleinern des Koks zerbrechen und einen fast unverkäuf1iehen Abfall bilden.
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so dass nur ein geringer Teil der beigemengten Kohle wirklich verbrannte und der Betrieb fort- dauernden Unterbrechungen ausgesetzt war. Dieselbe Erscheinung trat auch ein. als man es versuchte, diese Abfälle durch den Wassergasprozess nutzbar zu machen. Während der Periode des Heissblasens traten Verschlackungen ein, welche eine Weiterführung des Prozesses ver- hinderten.
Das neue Verfahren bezweckt und ermöglicht nicht nur die volle Ausnutzung des Heiz- wertes der in den Wäschebergen enthaltenen brennbaren Bestandteile, sondern gleichzeitig auch eine fast quantitative Gewinnung des in diesen Abgängen enthaltenen Stickstoffes in Form von Ammoniak, u. zw. im kontinuierlichen Betriebe.
Gleichzeitig wird aber auch hiedurch die Möglichkeit gegeben, die auf den Kokereien er- haltenen Koksabfälle unter Anwendung dieses Prozesses mit zu verwerten.
Der Zweck wird dadurch erreicht dass man die eventuell vorgetrockneten Wäschebergc in einem Retortenofen (Schacht- oder Kammerofen) mit Aussenfeuerung unter Ausschluss des
Zutrittes von Luft- und Verbrennungsgasen erhitzt und während der Erhitzung Wasserdampf einleitet. Dadurch wird nicht nur erreicht, dass die Kohle unter fast quantitativer Entbindung des Stickstoffes in Form von Ammoniak, vollständig vergast. sondern auch, dass die Asche in poröser, leicht zerbröckbarcr Form erhalten wird, so dass sie bequem aus dem Ofen entfernt werden kann.
Erleichtert wird die Ausführung des Verfahrens durch Beimengung von Koksabfällen zu den Wäschebergen. Durch eine solche Beimengung wird einerseits ein Zusammenbacken der
Wäscheberge auch in der Entgasungszolle verhindert, andererseits werden die Ammoniakausbeuten erhöht, indem die Koksabfälle gleichfalls unter der Einwirkung des Wasserdampfes vergasen. wobei der in ihnen enthaltene Stickstoff in Form von Ammoniak in die Gase gelangt.
Die Methode der Kohlenvcrgasuug unter Einwirkung von Wasserdampf ist an sich bekannt. und ferner ist bekannt, dass Koks bei Einwirkung von Wasserdampf Ammoniak abspaltet. Was an dem vorliegenden Verfahren neu ist, das ist. die Anwendung der Vergasung bzw. Verkokung unter Zuführung von Wasserdampf für Wäscheberge bzw. Kolrsabfällr unter Ausschluss des Zutrittes von Luft und Verbrennungsgasen, wodurch nicht nur eine totale Ausnutzung der in
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Atismessungen beispielsweise 12 m hoch, 2 ni tief, 0.5 m breit sind. In den Ofen wird das Material von oben eingebracht und unten von Zeit zu Zeit die Asche gezogen.
Durch ein die ganze Länge (Höhe) des Ofens durchgehendes Rohr wird allen Teilen des Ofens Dampf, eventuell im überhitzten Zustande, zugeführt, am meisten in der Hauptverkokungszone, welche etwas unterhalb der Mitte liegt. Anstatt dessen kann auch die Dampfzuführung an zwei bis drei Stellen des Ofens selbstständig erfolgen. Die Beheizung findet zweckmässig durch Gasbrenner statt, welche in besonderen Zügen von aussen angelegt sind und dient als Heizmaterial hiebei ein Teil des erhaltenen heizkräftigen Gases gemischt mit zweckmässigerweise vorgewärmter Luft. Die Temperatur richtet sich je nach der Art der angewendeten Kohle bzw. des Kohle-und Koksgehaltes, wird aber fast niemals über 8500 C getrieben. Die abziehenden Gase werden abgesaugt und in üblicher Weise auf Ammoniak verarbeitet.
Anstatt dieser Öfen können entsprechend umgeformte Koksöfen angewendet werden.
Der Dampf verbrauch variiert je nach der Art der Kohle zwischen 1/J -2 Teile per 1 Teil Einsatz. Die Ausbeute beträgt im Durchschnitt bei 50% gem Material 200 m3 Gas von 3000 bis
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öfen (Schacht-oder Kammeröfen) mit Aussenheizung und Dampfzufuhr, dadurch gekennzeichnet, dass Wäscheberge (Leseberge, Klaubberge, Brandschiefer) in solchen Ofen unter Ausschluss des Zutrittes von Luft und Verbrennungsgasen vergast werden, wodurch nebst einem heizkräftigen Gase, die Umwandlung des in den Wäschebergen enthaltenen Stickstoffes in Ammoniak in fast quantitativer Ausbeute erzielt und eine bröcklige, nicht zusammengebackte Asche erhalten wird.
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Claims (1)
- 2. Bei der Ausführung des unter 1 gekennzeichneten Verfahrens die Mitverwendung von Koksabfällen. zum Zwecke, das Backen des Materials in der Entgasungszone zu verhindern und um gleichzeitig auch den Stickstoff der Koksabfälle in Form von Ammoniak zu gewinnen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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