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Die Erfindung betrifft eine Anzeigeanordnung aus m in Zeilenrichtung angeordneten optischen Anzeigeelementen mit einer äquidistant angezapften Verzögerungsleitung zu deren Ansteuerung.
Sie bezweckt eine dynamisch direkte Digitalanzeige von zeitlichen Impulsrelationen. Derartige Anordnungen haben den Zweck, Impulszeitrelationen bleibend sichtbar darzustellen. Nach der DE-AS 2012623 ist es bekannt, zur Ansteuerung von Anzeigefeldern aus matrixartig in Zeilen und Spalten angeordneten optischen Anzeigeelementen zu deren Ansteuerung in einer Koordinatenrichtung eine Verzögerungsleitung vorzusehen.
Eine ähnliche Einrichtung ist auch in der AT-PS Nr. 207905 beschrieben.
In der AT-PS Nr. 231532 ist eine Schaltungsanordnung zur Steuerung eines Kreuzschienensystems aus mindestens zwei Gruppen sich kreuzender Leiter beschrieben, wobei Schaltmittel vorgesehen sind, durch welche die Leiter von mindestens einer Gruppe in zyklischer Reihenfolge nach einem von den nicht eingeschalteten Leitern dieser Gruppe abweichenden Potential und zurück geschaltet werden.
Zur Darstellung von Impulsrelationen war bisher ein Oszillograph unerlässlich.
Die Darstellung einmaliger Vorgänge, z. B. das Einfrieren einer einmalig auftretenden Impulsfolge erforderte bisher über den Oszillographen hinaus weitere teure und technisch komplizierte Zusatzgeräte sowie längere Schulungszeiten zur Handhabung dieser Geräte.
Wartungstechniker von EDV-Anlagen sind neben der durch Wartungsprogramme zu realisierenden Fehleranalyse bei der Untersuchung hochfrequenter Vorgänge insbesondere im Nanosekundenbereich, darauf angewiesen, Zeitverhältnisse einmaliger oder auch wiederkehrender Impulsfolgen zu untersuchen.
Letzteres wurde bisher durch den Einsatz teurer Oszillographen mit den dazugehörigen entsprechenden Zusatzgeräten durchgeführt.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Anordnung zur dynamisch direkten Digitalanzeige von zeitlichen Impulsrelationen zu schaffen, welche eine einfache Handhabung und einen äusserst geringen Schaltungaufwand erfordert.
Diese Aufgabe wird in vorteilhafter Weise erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass bei der Anzeigeanordnung zur dynamisch direkten Digitalanzeige von zeitlichen Impulsrelationen die Verzögerungsleitung L eine aus dem Produkt der Signalgeschwindigkeit mal Zeitbasis der Impulsfolge resultierende Mindestlänge hat, dass für jeweils ein Anzeigeelement (4/1,4/2, 4/3 bis 4/m) eine Impulsfolge 4-1 zuführbar ist, dass die Verzögerungsleitung L eine aus dem Produkt der Signalgeschwindigkeit mal Zeitbasis der Impulsfolge resultierende Mindestlänge hat, dass für jeweils ein Anzeigeelement (4/1,4/2, 4/3 bis 4/m) eine bistabile Schaltung (1/1,1/2, 1/3 bis l/m) und ein UND-Glied (3/1,3/2, 3/3 bis 3/m) vorgesehen ist, wobei die beiden Eingänge jeder bistabilen Schaltung (l/k, k = 1, 2 bis m)
mit einer Synchronisationsleitung S und dem Ausgang des ihr zugeordneten UND-Gliedes (3/k, k = 1, 2 bis m) die beiden Eingänge eines UND-Gliedes mit der Synchronisationsleitung S und der k-ten (k = 1, 2 bis m) Anzapfung der Verzögerungsleitung L verbunden ist, dass im Ausgang jeder bistabilen Schaltung jeweils ein optisches Anzeigeelement angeordnet ist.
Der zur Triggerung der bistabilen Schaltungen vorzusehende Synchronisationsimpuls kann auf zweierlei Art und Weise ausgelöst werden :
1. Durch den Anfang der in die Verzögerungsleitung eingelaufenen Impulsfolge.
2. Durch eine Verzögerungsschaltung, welche durch den Anfang der noch nicht in die Verzö- gerungsleitung eingelaufenen Impulsfolge aktiviert wird und nach der Zeit, welche die
Impulsfolge zum Einlaufen in die Verzögerungsleitung benötigt, einen Synchronisationsimpuls abgibt.
Bei aufeinanderfolgenden Impulsfolgen ist es mitunter erwünscht, die Impulsrelationen dieser aufeinanderfolgenden Impulsfolgen darzustellen. Hiezu erweist es sich als vorteilhaft, wenn die Verzögerungszeit der Verzögerungsschaltung variabel gehalten wird. Wird der Synchronisationsimpuls bereits erteilt, wenn die zu untersuchende Impulsfolge noch nicht vollends in die Verzögerungsleitung eingelaufen ist, so ist es möglich, die Impulsrelationen des bereits eingelaufenen Teiles der Impulsfolge und des in der Verzögerungsleitung noch befindlichen letzten Teiles der vorausgehenden Impulsfolge zu untersuchen.
Die schaltungsmässige Realisierung der erfindungsgemässen Anordnung ist besonders einfach.
Äquidistant angezapfte Verzögerungsleitungen z. B. für den Nanosekundenbereich, sind als Handelsware verfügbar. Zusammen mit den bistabilen Schaltungen, den UND-Gliedern, sowie den optischen Anzeige-
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elementen können sie als modulare Einheit ausgeführt werden. Solche modulare Einheiten können nach Belieben bei Änderung der Zeitbasis der zu untersuchenden Impulsfolge oder bei der Forderung, mehrere Impulsfolgen zu untersuchen, in modularer Weise ergänzt werden.
Ein ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine schematische Darstellung einer Anordnung zur Anzeige der Zeitrelationen einer Impulsfolge hinsichtlich Impulsbreite und Impulsabstand. Fig. 2 ein schematisches Schaltbild zur Erzeugung des Synchronisationsimpulses für die Anordnung nach Fig. 1.
In Fig. 1 ist eine Anordnung gezeigt, mit deren Hilfe es möglich ist, eine Digitalimpulsfolge, wie z. B. durch das Bezugszeichen --4 bis 1--gekennzeichnet, relationsgetreu hinsichtlich Impulsbreite und Impulsabstand in visuell erkennbarer Weise bleibend (eingefroren) darzustellen. Dazu wird die Impulsfolge einer Verzögerungsleitung --L-- zugeführt. Diese Verzögerungsleitung--L--weist eine Mindestlänge auf, die der Signalgeschwindigkeit multipliziert mit der Zeitbasis der darzustellenden Impulsfolge entspricht.
Die Verzögerungsleitung--L--ist äquidistant angezapft, Jeder der Anzapfungen--L1 bis Lm-- ist ein bistabiles Speicherelement --1/1 bis 1/m--zugeordnet. Am Ausgang jedes bistabilen Speicherelementes - 1/1 bis l/m-liegt ein optisches Anzeigeelement --4/1 bis 4/m--. Allen Speicherelementen ist eine Synchronisationsleitung --S-- gemeinsam. Jedes bistabile Speicherelement wird von zwei Eingängen her gesteuert : von dem mit der gemeinsamen Synchronisationsleitung --S-- verbundenen Eingang und von dem Ausgang eines jeden den bistabilen Speicherelementen zugeordneten UND-Gliedes --3/1 bis 3/m--.
Die UND-Glieder --3/1 bis 3/m-- haben jeweils zwei Eingänge : den der gemeinsamen Synchronisationsleitung - und die entsprechende Anzapfung der Verzögerungsleitung. Ist die Signalfolge vollends in die Verzögerungsleitung --L-- eingelaufen und wird in diesem Moment der Synchronisationsimpuls
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bistabilen Schaltungen --1/2, 1/3, 1/m-1-- über ihre zwei Eingänge durch den Synchronisationsimpuls auf der Leitung --S-- und dem Ausgangssignal der eben erwähnten UND-Glieder --3/2, 3/3, 3/m-1-- derart angesteuert, dass das in ihrem Ausgang angeordnete optische Anzeigeelement --4/2, 4/3, 4/m-1-- bleibend eingeschaltet wird.
Somit leuchten jene optischen Anzeigeelemente auf, die den Anzapfungen der Verzögerungsleitung --L-- zugeordnet sind, an denen die zum Zeitpunkt des Synchronisationsimpulses eingelaufene Impulsfolge einen Amplitudenwert *0 aufweist. Bei entsprechend dicht benachbarten Anzapfungen geben somit die nebeneinanderliegenden aufleuchtenden Anzeigeelemente ein Abbild für die Impulsbreite, die nicht aufleuchtenden nebeneinanderliegenden optischen Anzeigeelemente ein Mass für den Impulsabstand. Dieser Anzeigestatus bleibt auch nach dem Synchronisationsimpuls erhalten. Somit ist eine bleibende visuelle Wahrnehmbarkeit der Impulsrelation gewährleistet.
In Fig. 2 ist ein schematisches Schaltbild zur Erzeugung des Synchronisationsimpulses SYNC für die Anordnung nach Fig. 1 gezeigt.
Das Synchronisationssignal SYNC wird von dem UND-Glied --5-- erzeugt. Das UND-Glied --5-- hat verschiedene Eingänge. Die Eingänge Cond. 1 bis Cònd. n. Diese Eingänge führen Signale, die von zeitlichen, logischen oder andern Bedingungen abgeleitet sein können. Ausserdem wir dem UND-Glied --5-- über die Klemme Trigger ein Triggersignal zugeführt. Dieses Triggersignal ist frei wählbar ; es kann vom Maschinentakt oder andern Maschinenzyklen abgeleitet sein. Dieses Triggersignal wird über ein Verzögerungsglied --6-- mit variabler Verzögerungszeit auf der Leitung --7-- dem UND-Glied --5-zugeleitet. Bei einer Verzögerungszeit von Null wirkt das Triggersignal direkt. Bei einer Verzögerungs-
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dass sie eine Untersuchung des letzten Teils der vorausgehenden Signalfolge und des ersten Teils der aktuellen Signalfolge gestatten.
Eine besondere schaltungstechnische Massnahme gestattet es, einen kurzzeitigen definierten Synchronisationsimpuls vorzusehen, wenn es um die Darstellung besonders kurzzeitiger Impulsrelationen geht. Dieser Synchronisationsimpuls soll von der Anfangsflanke des Triggerimpulses abgeleitet werden.
Dazu wird zunächst von der über das Verzögerungsglied --6-- und die Leitung --7-- wirksamen Anfangsflanke des Triggerimpulses das UND-Glied --5-- in den leitenden Zustand versetzt. Über die Schaltung --8--, deren Eingang mit der Leitung --7-- verbunden ist, und deren Ausgang den Eingang
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Ausgangssignal erzeugt.
Ein weiterer Schaltungszusatz ermöglicht es, die Triggerung einmalig oder wiederkehrend durchzuführen. Bei der einmaligen Triggerung ist der Schalter --10-- auf die Einstellung manuell (man) zu legen. Durch den Beginn des Triggerimpulses wird bei manuell eingelegtem Schalter die bistabile Schaltung --11-- dahingehend funktionswirksam, dass an ihrem Ausgang --12-- ein das UND-Glied --5-sperrendes Ausgangssignal erscheint. (Diese bistabile Schaltung hat zwei Eingänge. Der erste Eingang ist mit der Leitung --7-- des Verzögerungsgliedes --6--, der zweite mit dem Schalter --10-- verbunden, dem zwei entsprechend der gewählten Logik konditionierte Klemmen manuell (man) und aus (off) zugeordnet sind). Bis zu diesem Zeitpunkt jedoch wirkte der Triggerimpuls über die Leitungen --7-- und das UND-Glied --5--.
Das Sperren eines UND-Gliedes (bleibendes Sperren) bewirkt, dass wiederkehrende Triggerimpulse sich nicht mehr auswirken können. Nur der erste Triggerimpuls führt zur Erzeugung eines Synchronisationsimpulses SYNC.
Möchte man erreichen, dass die Synchronisationsimpulse immer mit dem Auftreten von Triggerimpulsen erzeugt werden, ist der Schalter in die Aus-Stellung off zu legen. Dann erzeugt die bistabile Schaltung - kein das UND-Glied --5-- sperrendes Ausgangssignal mehr.
Es ist denkbar, dass sich durch einen elektronisch gesteuerten Zusatz für den Schalter --11-- das Ein- und Ausschalten desselben in bestimmten Zeitzyklen abspielt, so dass es möglich ist, eine erneute Anzeige nach einer bestimmten Anzahl von Triggerimpulsen erfolgen zu lassen.